Die Geschäftsidee
So abgefahren oder spannend der nächtliche Einfall oder die lang ausgetüftelte Idee für den Gründer erscheinen mag, an dieser Stelle geht es vor allem um eines: Gibt es einen Bedarf für das Produkt? Ist die Idee auch an Kunden vermittelbar und nicht zu kompliziert? Wer unsicher ist, kann Freunden oder Bekannten seine Idee präsentieren und dann die Reaktionen abwarten.

Persönlichkeit

Die Bank sagt den zugesagten Kredit ab, ein Kunde springt kurzfristig ab, ein wichtiger Termin platzt, als Gründer braucht man viel Kraft, um sich nicht von der eigenen Idee abbringen zu lassen. Einer der wichtigsten Eigenschaften ist deshalb die Motivationsfähigkeit: Mache ich, auch wenn es mal schwierig wird, weiter oder werfe ich gleich das Handtuch? Wem die Trennung von der Freundin oder der Streit mit den Eltern so sehr aufs Gemüt schlägt, dass er nicht in der Lage ist weiter zu arbeiten, der sollte lieber die Finger von einer Gründung lassen. Der Psychologe Günter F. Müller hat in Studien gezeigt, dass die Persönlichkeit zu 20 bis 25 Prozent Einfluss auf den Erfolg hat.

Branchenkenntnisse und Berufserfahrung
Wer ein Restaurant eröffnen möchte und noch nie dort gearbeitet hat, für den wird es schwierig sich in die verschiedenen Arbeitsabläufe hineinzuversetzen. Auch um Kunden für sein Produkt begeistern zu können, ist es gut, wenn man weiß, wie die potentiellen Kunden gestrickt sind. Für Quereinsteiger gilt: Branchenkenntnisse müssen so gut es geht erworben werden. Dabei sollte man keine Angst haben, sich unter Wert zu verkaufen. So kann das Kellnern oder das Aushelfen in der Küche eines Restaurants schon wichtige Einblicke in die Betriebsabläufe der Gastronomie geben.

Kaufmännisches Wissen
Hier ist ein BWL-Student klar im Vorteil: Bonität, Liquidität und Cash-Flow-Rechnung sind für einen Wirtschaftswissenschaftler keine Fremdwörter. Dennoch: Fehlt die Bereitschaft sich mit den - manchmal unangenehmen - Fragen und Problemen rund ums Geld auseinander zusetzen, bringt auch das ganze Fachwissen nichts.

Geld
Mit einem vollen Konto gründet es sich leichter als mit einem leeren Konto. Man ist gelassener, kann in Internetauftritte oder Werbung investieren und spart nicht an Beraterkosten. Trotzdem kann gerade ein leeres Konto dazu motivieren, sich bei den Verhandlungen um Kredite richtig reinzuhängen. Einen guten Überblick über die verschiedenen Förderungsmöglichkeiten gibt es bei  www.foerderdatenbank.de


Literatur:

Svenja Hofert: Praxisbuch Existenzgründung, Erfolgreich selbständig werden und bleiben, Eichborn-Verlag, März 2007.

Svenja Hofert: Existenzgründung im Team, der erfolgreiche Weg in die Selbständigkeit, Eichborn-Verlag, Mai 2006.



Internet:

Allgemeine Informationen zur Existenzgründung vom Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Technologien. Gibt einen guten Überblick, umfangreiche Links

Beratung für junge Selbständige: www.garageessen.de

Stipendium für Gründungen aus der Hochschulen heraus: www.exist.de

Überblick über verschiedene Förderungsmöglichkeiten:  www.foerderdatenbank.de

Beratung, speziell für Gründerinnen:  www.gruenderinnenagentur.de

Unternehmer beraten den Nachwuchs: www.althilftjung.de

Übersicht über Gründerlehrstühle an den Universitäten:  www.fgf-ev.de