Betrug in der Wissenschaft Durchsichtige MedizinSeite 2/2
Als Pioniere gelten das amerikanische und das britische Register, beide vor über einem Jahrzehnt begonnen, jetzt offen für Studien aus aller Welt. Sie können im staatlichen, bei den Nationalen Gesundheitsinstituten der USA angesiedelten Register kostenlos erscheinen und eingesehen werden. Nachdem die Herausgeber führender medizinischer Zeitschriften 2004 beschlossen hatten, nur noch Ergebnisse solcher klinischer Studien zu publizieren, die frühzeitig registriert wurden, schwoll dieses Register in kürzester Zeit von 13.000 auf 22.000 Studien an.
Inzwischen stellen fast 700 Fachblätter diese Bedingung, darunter auch ein paar deutsche Zeitschriften (wie Der Chirurg und das Deutsche Ärzteblatt). Anlass für diesen Beschluss war die Unterdrückung von Studiendaten über die antidepressive Substanz Paroxetin, die bei Kindern und Jugendlichen keinen belegten Nutzen hat, aber das Suizidrisiko erhöht. In den USA ist es gesetzlich vorgeschrieben, auch die Ergebnisse klinischer Studien zu registrieren und im Internet öffentlich zugänglich zu machen.
Deutschland ist davon weit entfernt. Immerhin ist hier seit 2007 ein deutsch- und englischsprachiges Register im Aufbau, gefördert vom Bundesforschungsministerium. Den Zuschlag für das Projekt "Deutsches Register Klinischer Studien" erhielt das Universitätsklinikum Freiburg. Die Koordination haben dort die Hauptautoren der hier referierten Artikel aus dem Bundesgesundheitsblatt, Gabriele Dreier (Zentrum Klinische Studien) und Gerd Antes (Deutsches Cochrane Zentrum), geführt wird das Register am Institut für Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik.
In Deutschland ist die Registrierung noch freiwillig. Unter www.drks.de findet man (kostenlose) Informationen über erst 64 Studien: Allgemeinverständliche und wissenschaftliche Kurzbeschreibungen, auch Angaben über die verantwortlichen Forscher und die Geldgeber. Eine Publikation der Ergebnisse aber ist vorerst nicht geplant; sie sollen über die veröffentlichten Kontaktadressen zugänglich sein.
- Datum 10.06.2009 - 17:32 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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mit monsanto ist es ähnlich. das ist, denke ich, auch weithin bekannt.
hier kann man sich eine doku anschauen, lief in wdr und arte.
http://www.youtube.com/wa...
Das Pharmarketing ist ja schon ziemlich übel. Der einzige brauchbare Gesundheitsvorschlag kommt von Jörg blech: Freundet euch mit einem Mediziner an und wenn euch ein anderer Arzt zu einer Therapie rät fragt euren Freund, ob er selbst an sich oder seine Familie diese Therapie durchführen würde.
Das Übel manipulierter und verheimlichter Studien ist systemimanent und muß endlich bekämpft werden.
Nein, keineswegs. Es gibt sogar eine ganze Branche, die einschl. der Folgeaktivitäten von Unwahrheiten lebt und gedeiht, welche auf Unwahrheiten baut und dabei von der Politik gehätschelt und offenbar sogar gezüchtet wird: Klimagefährdung, Klimaschutz, Klimapolitik. Die Grundlagen dafür sind falsch, absurd. Trotzdem werden die, dhh. unsere Gehirne täglich mit diesem Irrsinn zugeschüttet.
Die Zeit spielt übrigens da vollumfänglich mit, lediglich in Diskussionsbeiträgen schenken dann Leser den maßgeblichen physikalischen Gesetzmäßigkeiten Beachtung. So z.B. in http://kommentare.zeit.de...
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