Umweltfilm Porträt eines geschundenen Planeten
Der Film "Home" ist ein Appell: Rettet unsere Erde! Die millionenschwere Dokumentation von Yann Arthus-Bertrand startet zeitgleich in Kinos, im TV und gratis im Internet

© Film “HOME” – une coproduction ELZEVIR FILMS/ EUROPACORP
Heiße Luft: Die Thermalquelle "Grand Prismatic Spring" liegt im Yellowstone Nationalpark im US-Bundesstaat Wyoming
Langsam gleiten die Schriftzüge dahin, wie Federn schweben sie vor der unendlichen Weite des Weltraums und dessen unzähligen Sternen. Gucci, Bottega Veneta, Yves Saint Laurent, Puma und weitere Firmennamen schwirren umher. Während majestätisch die Erde im Hintergrund aufgeht, vereinen sich die illustren Marken zu vier weißen Lettern – Home.
Dieser Vorspann lässt keinen Zweifel daran, wer bei diesem Film das Budget geliefert hat. Es ist der französische Luxusgüter-Konzern PPR, der das Projekt mit zehn Millionen Euro unterstützt, ein einzigartiges Multimedia-Spektakel, dessen Hauptakteur uns allen bekannt sein dürfte: Mutter Erde.
In ästhetischen und aufwendigen Luftaufnahmen wird in Home die Geschichte der Erde erzählt. Diesmal sind allerdings nicht nur fast schon kitschig anmutende Naturbilder zu sehen, wie viele sie aus Filmen wie Unsere Erde kennen. Home zeigt auch, wie der Mensch seine Heimat systematisch ausweidet, abholzt, ausbeutet, und sich so an ihr und an seiner eigenen Spezies vergeht. 20 Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 80 Prozent der Ressourcen, heißt es im Film – "die Schere zwischen arm und reich war nie größer."
Heute, am Weltumwelttag, kommt das Regiedebüt des französischen Luftbildfotografen und Umweltaktivisten Yann Arthus-Bertrand nicht nur in die Kinos in mehr als 85 Ländern der Erde. Der Dokumentarfilm über den blauen Planeten feiert auch eine andere Premiere: Es ist der erste Film, der pünktlich zum Kinostart auf YouTube in voller Länge zu sehen und auf DVDs erhältlich sein wird. Gleichzeitig wird er von verschiedenen TV-Sendern weltweit ausgestrahlt.
Damit nicht genug: Auf Großbildleinwänden unter anderem im New Yorker Central Park, vor dem Eiffelturm in Paris und in Mexiko-Stadt sollen Millionen Menschen die Möglichkeit erhalten, das Plädoyer für den Erhalt unserer Erde zu sehen. "Der Film bezieht Position. Er erklärt, dass unsere Lebensweise die Erde stärker beeinträchtigt, als sie es verträgt", sagt Arthus-Bertrand.
Home ist nicht nur sein Werk. Der Filmemacher holte sich als Produzenten den weltberühmten Regisseur Luc Besson (Taxi, Leon der Profi, Das fünfte Element) und gewann François-Henri Pinault, Chef von 88.000 Mitarbeitern an der Spitze des PPR-Imperiums, als Großsponsor. "Yann bat uns um etwas Unerhörtes: Home solle praktisch überall kostenlos zu sehen sein, gleichzeitig in allen Medien", sagte Besson auf einer Pressekonferenz, "und das am selben Tag, weltweit."
Heute ist dieser Tag und die drei Herren scheinen tatsächlich ein ehrenwertes Anliegen zu haben: "Dieser Film gehört nicht uns", kündigte Arthus-Bertrand im Vorfeld an, "er gehört euch. Nehmt ihn, verwendet ihn. Es gibt kein Copyright. Zeigt ihn so vielen Menschen wie möglich und handelt." Bei so viel Aktivismus und Großzügigkeit sind Zweifel an der Motivation hinter diesem millionenschweren Projekt nicht fern. Steckt hinter Home auch ein wohlüberlegter PR-Schachzug eines Großkonzerns, der den umweltbewussten Mäzen mimt?
Natürlich ist ein solches Projekt dem guten Image der PPR-Marken wie Gucci und Co. nicht gerade abträglich. Andererseits verpflichtet es einen Firmenchef über alle Maßen, das damit verbundene Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz auch in die Tat umzusetzen. François-Henri Pinault scheint diese Rolle perfekt auszufüllen. Es ist bekannt, dass der Mann, der im Februar die Schauspielerin Salma Hayek heiratete, sich für den Umweltschutz engagiert. So zahlt er eine Kohlendioxid-Abgabe für jede seiner Flugreisen und tauschte seinen Sportwagen gegen ein Hybrid-Auto. Sein neuestes Projekt ist nun Home. "Ich sagte mir: Jetzt oder nie muss sich die Firma engagieren", erklärte Pinault auf einer Pressekonferenz. "Wir werden ganz sicher dafür kritisiert werden. Doch so sind wir zum Handeln gezwungen."
"Der Erfolg besteht nicht in Millionen Dollar oder Euro, sondern in der Zuschauerzahl", sagt Regisseur Arthus-Bertrand. Für die 217 Drehtage in 54 Ländern leistete auch er Ausgleichszahlungen für die Menge an Kohlendioxid, die während der Filmaufnahmen freigesetzt wurden. Der Film ist keiner jener Umwelt- und Naturdokus, die sich allein durch das Abbilden der Schönheit der Natur definieren. Die Sequenzen in Home sind atemberaubend und verstörend zugleich.
Keine Interviews, keine Schauspieler und kein Set waren dafür nötig. Einzig und allein eine ausgeklügelte Digitalkameratechnik reichte aus, mit der der berühmte Luftbildfotograf spektakuläre Aufnahmen vom Helikopter aus einfing. Lediglich ein Kommentar und Musik untermalen die Bilder. Die Drehorte reichen von Vulkanlandschaften, tropischen Regenwäldern, gigantischen Wasserfällen und Gebirgsketten bis hin zu den Megacitys, unendlich scheinenden Gewächshausplantagen und den ärmsten Regionen der Welt.
Zwar ästhetisiere das Luftbild und mache die Dinge schöner, als sie in Wirklichkeit seien, sagt der Regisseur, doch der Filmkommentar hole einen in die Realität zurück. "Vom Himmel aus ist man immer weit weg vom Schmerz und vom Hässlichen." So wird aus einem Flug über rauchvernebelte Müllhalden in Dakar, in denen Hungernde nach Essen suchen, eine Aufnahme, die tatsächlich abstoßend schön ist. Ebenso der Blick in tiefe rotbräunliche Schluchten auf Madagaskar, die wie Fleischwunden auseinanderklaffen. Hier hat der Boden über Tausende von Metern nachgegeben, seit der Mensch dort die Wälder abgeholzt hat.
Nicht alles was Arthus-Bertrand mit der Kamera filmte, ist zu sehen. In Indien wurde gut die Hälfte seines Materials von den Behörden beschlagnahmt. Die Aufnahmen zeigen die Armut im größten demokratischen Land der Erde. Auch die USA zeigten sich wenig erfreut über jene Bilder in Home, die die Massentierhaltung einer riesigen Viehfarm zeigt. Abertausende Rinder stehen hier eingepfercht und warten darauf, dass tonnenschwere Lastwagen sie mit Getreidefutter versorgen. Arthus-Bertrand droht nun in den USA ein Prozess wegen unerlaubter Filmaufnahmen.
Übrig geblieben sind dennoch anderthalb Stunden Film, die wachrütteln, auf- und erklären. Ein Anspruch, dem direkt Taten folgen: Kostenlose Kopien des Films werden in allen Schulen Frankreichs verteilt, auch in Deutschland sollen DVDs für Bildungseinrichtungen bereitliegen. Anders als Dokumentationen zuvor, stimmt Home auch nicht in das allgemeine Untergangs- und Katastrophengejammer ein. Die Botschaft ist klar: "Es ist zu spät, um pessimistisch zu sein", heißt es im Film.
Neben den schönen und schrecklichen Seiten, die Home dem Zuschauer näherbringt, bleibt so auch Platz für einen Fingerzeig in die richtige Richtung. Beispiele für einen Weg hin zu einem nachhaltigen Umgang mit den knappen Ressourcen der Erde werden vorgeführt: Niedrigenergiehaus-Siedlungen wie im deutschen Freiburg, Windparks vor Dänemarks Küste, gigantische Solaranlagen in Spanien und Geothermie-Kraftwerke in Island. "Wichtig ist nicht, was verloren ist, sondern, was bleibt", heißt es in Home.
"In 20 Jahren werden unser Kinder und auch wir uns Fragen stellen", sagt Arthus-Bertrand. "Warum haben wir nicht gehandelt, wo wir doch alles voraussagten?" Viel lieber würde er die Geschichte hören, wie die Menschen Rechenschaft vor Mutter Erde ablegten und sich gemeinsam dafür entschieden, ihren Lebensstil zu ändern. "Ich möchte die Frage hören: Wie haben sie es gemacht?"
- Datum 05.06.2009 - 13:46 Uhr
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- Serie Umwelt
- Quelle ZEIT ONLINE
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ist mir das lieber als all die unerträglichen "Klimagipfel" auf denen nicht einmal die heisse Luft der Politiker nutzbar ist.
Und ein Film, "frei für alle" ist doch mal was Neues im Geschrei der Mediengiganten nach Gängelung und Bespitzelung der eigenen Kunden.
Ich kann der Aktion jedenfalls nur viel Glück wünschen. ( Nebenbei freue ich mich dann ganz im geheimen, wenns keiner sieht, dass es noch solche Menschen gibt, die Ihr Herz und Ihren Verstand nicht völlig dem Molch Geld untergeordnet haben )
Die Filmcrew wird an diesem Film sicher nicht leer ausgehen. Natürlich darf jeder einzelne mit einem guten Gefühl von der Arbeit kommen, aber Geld werden sie sicher auch bekommen.
Ich muss Ihnen allerdings Recht geben, dass die (theoretisch) weltweite kostenlose Verfügbarkeit dieses Films (noch dazu in Englisch, Spanisch und Französisch) ein sehr gutes Signal ist. Trotzdem ist der Film (natürlich) an die Einwohner der Industriestaaten gerichtet.
Und was "wir" aus diesem Film lernen können, finde ich sehr wichtig: Umweltschutz ist nicht nur ein Thema der grünen Parteien, deren Mitglieder Dienstwagen verweigern, sondern sehr wohl auch eine Thematik, die sich mit konservativen, sozialdemokratischen oder liberalen Wahlprogrammen vereinigen lässt.
Ein klares Ja zu (radikalem) Umweltschutz und sofortiger Änderung unserer Lebensweise - aber das rechtfertigt noch lange nicht, Halbwahrheiten und heißes Geschrei als Wissenschaft oder sogar als Lösungsvorschlag zu propagieren. Diesen Fehler macht "HOME" glücklicherweise nicht, und zeigt uns sinnvolle Perspektiven, an denen wir uns unbedingt Beispiele nehmen müssen: Die Energiepolitik der Isländer und die Demilitarisierung von Costa Rica sind nur zwei der überzeugenden Aspekte.
Insgesamt also ein sehr gelungener Film. Er kommt noch dazu zu einer sehr günstigen Zeit, denn dieses Wochenende sind die -trotz niedriger Wahlbeteiligung- nicht unwichtigen Europawahlen.
Die Filmcrew wird an diesem Film sicher nicht leer ausgehen. Natürlich darf jeder einzelne mit einem guten Gefühl von der Arbeit kommen, aber Geld werden sie sicher auch bekommen.
Ich muss Ihnen allerdings Recht geben, dass die (theoretisch) weltweite kostenlose Verfügbarkeit dieses Films (noch dazu in Englisch, Spanisch und Französisch) ein sehr gutes Signal ist. Trotzdem ist der Film (natürlich) an die Einwohner der Industriestaaten gerichtet.
Und was "wir" aus diesem Film lernen können, finde ich sehr wichtig: Umweltschutz ist nicht nur ein Thema der grünen Parteien, deren Mitglieder Dienstwagen verweigern, sondern sehr wohl auch eine Thematik, die sich mit konservativen, sozialdemokratischen oder liberalen Wahlprogrammen vereinigen lässt.
Ein klares Ja zu (radikalem) Umweltschutz und sofortiger Änderung unserer Lebensweise - aber das rechtfertigt noch lange nicht, Halbwahrheiten und heißes Geschrei als Wissenschaft oder sogar als Lösungsvorschlag zu propagieren. Diesen Fehler macht "HOME" glücklicherweise nicht, und zeigt uns sinnvolle Perspektiven, an denen wir uns unbedingt Beispiele nehmen müssen: Die Energiepolitik der Isländer und die Demilitarisierung von Costa Rica sind nur zwei der überzeugenden Aspekte.
Insgesamt also ein sehr gelungener Film. Er kommt noch dazu zu einer sehr günstigen Zeit, denn dieses Wochenende sind die -trotz niedriger Wahlbeteiligung- nicht unwichtigen Europawahlen.
... macht Photos der Landschaften aus der Luft schon jahrelang. Er hat seine photographischen Arbeiten bereits weltweit vielmals ausgestellt. Da rückt m.E. das Thema Sponsoring durch große Weltkonzerne ganz in den Hintergrund.
Die sprichwörtliche Distanz zu seinen Motiven ist zugleich ein Segen, weil sie den Beobachter nicht nur mit einer ungeahnt spannenden Perspektive beschenkt, sondern zugleich auch zum Nachdenken bewegt.
Wer diese Bilder gesehen hat, er kann es erahnen, was ihn im HOME erwartet, diesmal in HD usw. Daher meine wärmste Empfehlung.
Die Filmcrew wird an diesem Film sicher nicht leer ausgehen. Natürlich darf jeder einzelne mit einem guten Gefühl von der Arbeit kommen, aber Geld werden sie sicher auch bekommen.
Ich muss Ihnen allerdings Recht geben, dass die (theoretisch) weltweite kostenlose Verfügbarkeit dieses Films (noch dazu in Englisch, Spanisch und Französisch) ein sehr gutes Signal ist. Trotzdem ist der Film (natürlich) an die Einwohner der Industriestaaten gerichtet.
Und was "wir" aus diesem Film lernen können, finde ich sehr wichtig: Umweltschutz ist nicht nur ein Thema der grünen Parteien, deren Mitglieder Dienstwagen verweigern, sondern sehr wohl auch eine Thematik, die sich mit konservativen, sozialdemokratischen oder liberalen Wahlprogrammen vereinigen lässt.
Ein klares Ja zu (radikalem) Umweltschutz und sofortiger Änderung unserer Lebensweise - aber das rechtfertigt noch lange nicht, Halbwahrheiten und heißes Geschrei als Wissenschaft oder sogar als Lösungsvorschlag zu propagieren. Diesen Fehler macht "HOME" glücklicherweise nicht, und zeigt uns sinnvolle Perspektiven, an denen wir uns unbedingt Beispiele nehmen müssen: Die Energiepolitik der Isländer und die Demilitarisierung von Costa Rica sind nur zwei der überzeugenden Aspekte.
Insgesamt also ein sehr gelungener Film. Er kommt noch dazu zu einer sehr günstigen Zeit, denn dieses Wochenende sind die -trotz niedriger Wahlbeteiligung- nicht unwichtigen Europawahlen.
Nun, so neu ist die Filmidee allerdings nicht. Die Ausschnitte, die schon im Fernsehen zu sehen waren, erinnern mich sehr stark an den Film "Koyaanisquatsi": Bewegende Natur- und Zivilisationsaufnahmen, dazu eine starke Musik von Philipp Glas. Aber sicherlich braucht man von Zeit zu Zeit eine Erinnerung daran, dass sich eigentlich nichts geändert hat in unserem Umgang mit unseren Lebensgrundlagen. Ist es wirklich noch vor 12?
komisch, diese Hopi Prophezeiung kam mir nach einigen Filmminuten auch in den Sinn.... die herzergreifende Dringlichkeit die dieser Streifen mit seinen Bildern und Eindruecken versucht herueberzubringen, wird wohl als Effekt erreicht, es ist aber zu vermuten das dieser Effekt genauso dahinwelkt und verramscht wird wie wir unseren Planeten, ex und hopp, verramschen - fuer was?
Fuer Geld, mit dem wir uns vermeintlichen, in der heutigen Zeit gewiss nur noch kurzfristigen echten Wohlstand und "Sicherheit" erkaufen koennen - mit jedem Deal wird diese "Sicherheit", proprotional geringer und der vermeintliche Wohlstand immer begrenzter!
Warum war der "Garten Eden" das "Paradies"?
Holzen, roden, betonieren, abbauen, begradigen, als waere das Zentrum des Lebens nur Kontostaende und Boersen!
Traurig, traurig, beschaemend, entsetzlich!
Unseren Heimatplaneten und das leben an und fuer sich, mit all seinen Offenbarungen zu einem billigen Konsumgut erniedrigt und vermarktet....
Da hilft auchder "Balsam" der erneuerbaren Enrgien amEnde des Filmes nicht drueber hinweg zu taeuschen!
Der Mensch, das schlimmste Raubtier auf diesem Planeten!
komisch, diese Hopi Prophezeiung kam mir nach einigen Filmminuten auch in den Sinn.... die herzergreifende Dringlichkeit die dieser Streifen mit seinen Bildern und Eindruecken versucht herueberzubringen, wird wohl als Effekt erreicht, es ist aber zu vermuten das dieser Effekt genauso dahinwelkt und verramscht wird wie wir unseren Planeten, ex und hopp, verramschen - fuer was?
Fuer Geld, mit dem wir uns vermeintlichen, in der heutigen Zeit gewiss nur noch kurzfristigen echten Wohlstand und "Sicherheit" erkaufen koennen - mit jedem Deal wird diese "Sicherheit", proprotional geringer und der vermeintliche Wohlstand immer begrenzter!
Warum war der "Garten Eden" das "Paradies"?
Holzen, roden, betonieren, abbauen, begradigen, als waere das Zentrum des Lebens nur Kontostaende und Boersen!
Traurig, traurig, beschaemend, entsetzlich!
Unseren Heimatplaneten und das leben an und fuer sich, mit all seinen Offenbarungen zu einem billigen Konsumgut erniedrigt und vermarktet....
Da hilft auchder "Balsam" der erneuerbaren Enrgien amEnde des Filmes nicht drueber hinweg zu taeuschen!
Der Mensch, das schlimmste Raubtier auf diesem Planeten!
Beeindruckender Film! Unser einzigartiges und wunderschönes und doch so geschundenes Wohnzimmer, nun auch in HD Qualität zu sehen! Auch wenn schöne Bilder, zu Reisen in die schönen, unberührten Gebiete verleiten. Auch wenn, der geniale Werbespruch "Es ist zu spät, für Pessimismus", Kabarettisten dazu verleiten mag, künftig nicht nur Optimisten , sondern auch Hoffnungslose, modisch gekleidet dem "Untergang" entgegen gehen zu sehen.
Dass was der Film nicht vermittelt (vermitteln kann), ist eine dem Film diametral entgegenstehende ökonomische und politische Realität, die beispielhaft in den Drehverboten, Materialbeschlagnahmungen und Klagen erkennbar wird. Die Veränderung dieser Realität, bedarf anderer Medien, die in der Regel nicht mit Bildern, sondern mit Buchstaben arbeiten müssen.
Zu befürchten ist, dass genau dieses nicht geschehen wird, weil a) Zeitungen ohne Anzeigen nicht finanzierbar sind, und b) die Leserschaft sich nur ungerne einen Spiegel vor die Nase halten lässt.
Denn, Schuld an der Misere, haben all jene, die sich Verzicht und Verantwortung leisten könnten, es aber aus Bequemlichkeit und ökonomischen Interessen nicht tun.
Ein beeindruckender und atemberaubender Film. Er stellt noch viel klarer heraus, was auf unserem Planeten zur Zeit passiert; klarer und auch unanfechtbarer als Gores Unbequeme Wahrheit. Wenn ich diese Filme sehe, möchte ich am liebsten im gleichen Moment alles stoppen, doch wo ist dieser Notausknopf? Es stellt sich für mich die Frage, wo ich jetzt konkret beginnen soll. Ich kaufe FairTrade-Artikel wenn irgendmöglich, nutze recykeltes Papier; doch während ich diesen Text schreibe, verbraucht mein Computer Strom; der Film hat es selbst gesagt: Wir sind abhängig vom Öl, von den Rindern in den U.S.A und von den Baumrodungen überall in der Welt, denn auch wir würden ohne all das verhungern; und wer von uns würde länger als drei Tage überleben wenn jetzt die Supermärkte schließen würden? Diese Filme sind gut, aber jetzt stelle ich die Frage an die Produzenten, was ich denn genau tun soll ... und meist vernehme ich keine Antworten. Mir fehlt bei diesem ganzen so wichtigen Thema der konkrete Plan - Wir sind so sehr damit beschäftigt, darüber zu diskutieren, dass man etwas tun müsste, ohne konkrete Vorschläge zu machen. Was kann ich jetzt tun?
Sie stellen die richtige aber auch quälende Frage "Was kann ich jetzt tun?" Es ist die Frage, die wir uns alle stellen sollen! Mit dieser Frage ist die Illusion verknüpft, den Planeten schützen zu können, wenn jeder seinen kleinen Beitrag leistet. Wir sollen unser Gewissen beruhigen, damit es im Großen so weiter gehen kann wie bisher. Deshalb werden wir dazu angehalten, unser funktionsfähiges altes Auto, Kühlschrank, Waschmaschine, Handy, Computer, etc. auszumustern und ein energiesparsameres, oder umweltverträgliches Gerät zu kaufen.
Diejenigen, die uns das erzählen, ignorieren den Ressourcen- und Primärenergieeinsatz zur Herstellung der neuen Geräte. Warenumschlag und damit Ressourcenverbrauch ist ihr Geschäft. Sie haben kein Interesse an langer Nutzungsdauer, oder der Reparatur von alten Geräten.
Auch wenn es mir vermessen erscheint; über das von Ihnen bereits angesprochene sinnvolle Verbraucherverhalten hinaus, kann ich nur eine Empfehlung geben: Nutzen Sie Ihre vorhandenen Gerätschaften so lange, bis sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, bzw. nicht mehr möglich ist. Danach ist immer noch Gelegenheit ein umweltverträglicheres Gerät anzuschaffen. In der Zeit bis dahin, können sie sicher sein, tatsächlich einen größeren Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet zu haben.
Leider.
Allerdings kann (und muss) man die Abhängigkeit von Öl, Rindern und Baumrodungen (um mal bei den von Ihnen genannten zu bleiben) überwinden, oder zumindest möglichst reduzieren.
Was das Öl angeht: beim Auto und der Wahl der Fortbewegung braucht man ja kaum was erzählen. Es ist ja klar. Wobei mir hier, als Nebenbemerkung, beispielsweise die Bahnpreise sauer aufstoßen. Auto ist immer noch billiger als Bahnfahren. Sowas darf doch nicht wahr sein!
Bei den Rindern ist es doch nun wirklich einfach: Vegan, vegetarisch oder zumindest seltener Fleisch und Milch. Logisch, oder ;-)
Die Baumrodungen hängen ja intensiv mit den Tierprodukten zusammen. Diese Abhängigkeit erübrigt sich also großenteils für uns Industriestaatler mit NR. 2.
Das beste was Sie jetzt aber warscheinlich tun könnten: Zeigen Sie den Film ihren Mitmenschen, die ihn noch nicht kennen.
Ich finde ihn großartig.
Was wir brauchen sind nicht nur Windräder, sondern einen Mentalitätswandel aller Menschen, vor allem aber der Industrien. Das ist ja vermutlich auch der erstrebte Sinn des Films.
Sie stellen die richtige aber auch quälende Frage "Was kann ich jetzt tun?" Es ist die Frage, die wir uns alle stellen sollen! Mit dieser Frage ist die Illusion verknüpft, den Planeten schützen zu können, wenn jeder seinen kleinen Beitrag leistet. Wir sollen unser Gewissen beruhigen, damit es im Großen so weiter gehen kann wie bisher. Deshalb werden wir dazu angehalten, unser funktionsfähiges altes Auto, Kühlschrank, Waschmaschine, Handy, Computer, etc. auszumustern und ein energiesparsameres, oder umweltverträgliches Gerät zu kaufen.
Diejenigen, die uns das erzählen, ignorieren den Ressourcen- und Primärenergieeinsatz zur Herstellung der neuen Geräte. Warenumschlag und damit Ressourcenverbrauch ist ihr Geschäft. Sie haben kein Interesse an langer Nutzungsdauer, oder der Reparatur von alten Geräten.
Auch wenn es mir vermessen erscheint; über das von Ihnen bereits angesprochene sinnvolle Verbraucherverhalten hinaus, kann ich nur eine Empfehlung geben: Nutzen Sie Ihre vorhandenen Gerätschaften so lange, bis sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, bzw. nicht mehr möglich ist. Danach ist immer noch Gelegenheit ein umweltverträglicheres Gerät anzuschaffen. In der Zeit bis dahin, können sie sicher sein, tatsächlich einen größeren Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet zu haben.
Leider.
Allerdings kann (und muss) man die Abhängigkeit von Öl, Rindern und Baumrodungen (um mal bei den von Ihnen genannten zu bleiben) überwinden, oder zumindest möglichst reduzieren.
Was das Öl angeht: beim Auto und der Wahl der Fortbewegung braucht man ja kaum was erzählen. Es ist ja klar. Wobei mir hier, als Nebenbemerkung, beispielsweise die Bahnpreise sauer aufstoßen. Auto ist immer noch billiger als Bahnfahren. Sowas darf doch nicht wahr sein!
Bei den Rindern ist es doch nun wirklich einfach: Vegan, vegetarisch oder zumindest seltener Fleisch und Milch. Logisch, oder ;-)
Die Baumrodungen hängen ja intensiv mit den Tierprodukten zusammen. Diese Abhängigkeit erübrigt sich also großenteils für uns Industriestaatler mit NR. 2.
Das beste was Sie jetzt aber warscheinlich tun könnten: Zeigen Sie den Film ihren Mitmenschen, die ihn noch nicht kennen.
Ich finde ihn großartig.
Was wir brauchen sind nicht nur Windräder, sondern einen Mentalitätswandel aller Menschen, vor allem aber der Industrien. Das ist ja vermutlich auch der erstrebte Sinn des Films.
Sie stellen die richtige aber auch quälende Frage "Was kann ich jetzt tun?" Es ist die Frage, die wir uns alle stellen sollen! Mit dieser Frage ist die Illusion verknüpft, den Planeten schützen zu können, wenn jeder seinen kleinen Beitrag leistet. Wir sollen unser Gewissen beruhigen, damit es im Großen so weiter gehen kann wie bisher. Deshalb werden wir dazu angehalten, unser funktionsfähiges altes Auto, Kühlschrank, Waschmaschine, Handy, Computer, etc. auszumustern und ein energiesparsameres, oder umweltverträgliches Gerät zu kaufen.
Diejenigen, die uns das erzählen, ignorieren den Ressourcen- und Primärenergieeinsatz zur Herstellung der neuen Geräte. Warenumschlag und damit Ressourcenverbrauch ist ihr Geschäft. Sie haben kein Interesse an langer Nutzungsdauer, oder der Reparatur von alten Geräten.
Auch wenn es mir vermessen erscheint; über das von Ihnen bereits angesprochene sinnvolle Verbraucherverhalten hinaus, kann ich nur eine Empfehlung geben: Nutzen Sie Ihre vorhandenen Gerätschaften so lange, bis sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, bzw. nicht mehr möglich ist. Danach ist immer noch Gelegenheit ein umweltverträglicheres Gerät anzuschaffen. In der Zeit bis dahin, können sie sicher sein, tatsächlich einen größeren Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet zu haben.
Leider.
Allerdings kann (und muss) man die Abhängigkeit von Öl, Rindern und Baumrodungen (um mal bei den von Ihnen genannten zu bleiben) überwinden, oder zumindest möglichst reduzieren.
Was das Öl angeht: beim Auto und der Wahl der Fortbewegung braucht man ja kaum was erzählen. Es ist ja klar. Wobei mir hier, als Nebenbemerkung, beispielsweise die Bahnpreise sauer aufstoßen. Auto ist immer noch billiger als Bahnfahren. Sowas darf doch nicht wahr sein!
Bei den Rindern ist es doch nun wirklich einfach: Vegan, vegetarisch oder zumindest seltener Fleisch und Milch. Logisch, oder ;-)
Die Baumrodungen hängen ja intensiv mit den Tierprodukten zusammen. Diese Abhängigkeit erübrigt sich also großenteils für uns Industriestaatler mit NR. 2.
Das beste was Sie jetzt aber warscheinlich tun könnten: Zeigen Sie den Film ihren Mitmenschen, die ihn noch nicht kennen.
Ich finde ihn großartig.
Was wir brauchen sind nicht nur Windräder, sondern einen Mentalitätswandel aller Menschen, vor allem aber der Industrien. Das ist ja vermutlich auch der erstrebte Sinn des Films.
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