"Home" in Paris Schönheit kommt vor UmweltschutzSeite 2/2
"Der Film ist eine gute Werbung für mehr Umweltbewusstsein", findet Stéphanie, die gemeinsam mit ihrem Freund aufs Marsfeld gekommen ist. "Gerade die Berichterstattung rund um den Film hat sicher jenen Leuten, die noch nicht so viel über Umweltschutz wissen, viel Information gebracht." Also leichter Optimismus? "Ja, absolut!"
Auch nachdem der Film schon lang zu Ende und die Leinwände längst abgebaut waren, war das Marsfeld noch dicht bevölkert. Der Pariser nimmt eben jeden Anlass wahr, ein bisschen Party zu machen, und sei es ein Film über den dramatischen Zustand der Erde. Am nächsten Tag wird France 2, der Fernsehsender, auf dem die Dokumentation in Frankreich ausgestrahlt wurde, stolz von "durchschnittlich 8,3 Millionen Zusehern" schwärmen, die man gestern Abend vor dem Schirm versammeln konnte. Die Kultusministerin Christine Albanel wird den "historischen Erfolg" bejubeln und France Télévisions dazu beglückwünschen, den Wünschen des Publikums nach "einem öffentlich-rechtlichen Qualitätsfernsehen, das aufrüttelt, bewegt und unterhält", entsprochen zu haben.
"Ich glaube schon, dass die Leute hier heute Abend sehr nachdenklich wurden", sagt Iliana, bevor sie sich mit ihren Freunden auf den Heimweg macht, "aber ich fürchte, morgen ist das schon wieder vorbei."
Ob es überhaupt so lange anhielt? Als um Mitternacht, wie zu jeder vollen Stunde, die Glitzerlichter des Eiffelturms einen riesigen Weihnachtsbaum aus der eisernen Lady machen, geht ein begeistertes Raunen durch die Menge. So ist das in Frankreich: Schönheit kommt vor Umweltschutz.
- Datum 08.06.2009 - 11:11 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Deutsche sind Masochisten und selbstkritisch bis in's Ungesunde.
Im Rest Europas ist es aber tententiell anders, bis umgekehrt. Allein das bewirkt einfach ganz automatisch dass dort persönliches Handeln weit weniger hinterfragt wird.
Pikant finde ich hierbei wenn man sich die Fakten anschaut. So haben zB viele Länder in Europa (darunter Italien, wäre hätte das gedacht) mehr Autos pro 1.000 Einwohnern als die USA. Die ja angeblich so autofixiert wie sonst niemand sind.
Ebenso verbrauchen die Kanadier, ja selbst die Skandinavier und Niederländer weitaus mehr Energie pro Kopf als die Amerikaner pro Kopf! Und zumindest bei Dänen oder Holländern hilft hier auch nicht die Ausrede dass das Klima halt kälter sei und darum mehr geheizt werden müsste (die meisten Schweden leben ja auch dort wo der Golfstrom wärmt und nicht in polaren Regionen). Das Klima in Holland ist auch nicht kälter als das in Norddeutschland, der Energieverbrauch aber immens höher. Ebenso beim Müll, es gibt kein westliches Land (!) was pro Kopf mehr Abfall und Müll produziert als die Dänen!
All das, ja wer weiss das schon. Die ach so vorbildlichen ach so sympathischen Skandinavier die gerade in Deutschland latent idealisiert und auf ein Podest gestellt werden.
Das ganze Thema ist hochneurotisch und dient mehr dem Selbstzweck der Profilierung und nebenbei der Finanzierung einer ganzen Industrie aus "NGOs" die sich rund um dieses Thema schon gebildet haben (mit Lobbyisten und dergleichen die alle mit guten Vollzeitgehältern angestellt sind).
Der Film ist wunderbar und er kommt ohne erhobenen Zeigefinger aus, ohne eine einzige Computergraphik oder dergleichen. Es wirkt nicht belehrend sondern beklemmend. Und der Satz ist vollkommen richtig, ES IST ZU SPÄT UM PESSIMISTISCH ZU SEIN
Und für Debatten
Und für Zweifel
Und für Studien
Und für dieses alte Spiel "Ich sage dir was ich denke und du sagst mir sofort 5 Gründe warum ich damit falsch liege oder warum es eh nicht funktionieren kann"
Wir sind dabei unsere Zivilisation zu zerstören und die Erde wie wir sie kennen zu verlieren. Die Natur an sich wird mit Sicherheit nicht daran zu Grunde gehen, die hat sich von weitaus schwerwiegenderen Dingen wie Eiszeiten und massiven Asteroideinschlägen, Kontinentaldriften etc. erholt. Aber wir werden daran zu Grunde gehen. Ich glaube das verstehen die Leute immer noch nicht. Es geht nicht um Naturschutz und damit um so etwas wie eine Meinungsfrage oder etwas was man sich aussuchen kann sondern um das Überleben der Menschheit. Wenn wir nichts tun dann wird zumindest unsere Zivilisation nicht überleben. So einen Rückfall gab es schon einmal, wir nennen ihn in den Geschichtsbüchern "Mittelalter". Wer weiss ob es noch einmal eine Renaissance geben wird wenn unsere Lebensgrundlagen so ausgebeutet wurden dass die Menschheit verelendet oder an den Folgen stirbt. Es gibt für alles einen Point of No Return.
Zeit Rechnerich gesehen müsste der mensch schon auf dem Mond Siedlungen haben und erste fundamente auf dem Mars gelegt haben, doch seit der mondlandung vor 40 jahren hat man gerade mal einen inzwichen schon schrottreifen ISS zustande gebracht und ist auch noch stolz darauf, man hat seit 40 jahren lieber in die kriegs maschinerie investiert statt in Forchung und Entwicklung, die Zukunft liegt aber nunmal da Drausen und nicht auf der Erde.
Wir alle sind SCHULD. Seit Jahrzehnten wissen wir von Hunger und Ungerechtigkeit. Jeden Tag sterben dennoch immer noch 25.000 Menschen an Hunger.
Reispreise die von Spekulanten getrieben werden. Öl- und Gasressourcen in den Händen von Mega-Konzernen. Herr Ackermann träumt wieder von 25% Rendite.
HOME von Yann Athrus Bertrand rüttelt wach!
Sehr interssant dazu: http://www.zeit.de/online...
Und nicht vergessen: http://www.youtube.com/ho...
Frankil. [...]
[Gekürzt. Werbung ist im Forum der ZEIT nicht erwünscht. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
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