Kita-Brand in Mexiko Feuerregen tropfte auf Kinder nieder
Nach einem Brand in einer Kindertagesstätte in Hermosillo steigt die Zahl der Opfer weiter. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar.
Nach der Brandkatastrophe in einem Kindergarten in der nordwestmexikanischen Stadt Hermosillo ist die Zahl der toten Kinder auf 43 gestiegen.
Zehn Opfer zwischen drei Monaten und vier Jahren schweben noch in Lebensgefahr, berichteten nationale Medien unter Berufung auf die Justizbehörden des nördlichen Bundesstaates Sonora. Auch vier Erwachsene würden nach dem Brand am Freitag noch in Krankenhäusern behandelt.
Unterdessen wurden Forderungen nach einer raschen Aufklärung der Ursachen des Brandes in dem Kindergarten ABC immer lauter. Das Feuer war am Freitag aus zunächst unbekannter Ursache in einer angrenzenden Garage ausgebrochen und hatte blitzschnell auf den Kindergarten übergegriffen.
Das Dach des einstöckigen Gebäudes sei mit einem leicht brennbaren Plastikschaum isoliert gewesen. Das Feuer, das aus noch immer ungeklärter Ursache in einer angrenzenden Garage ausgebrochen war, habe dieses Isoliermaterial in Brand gesetzt, das dann wie ein Feuerregen auf die Kinder herabtropfte. Die private Einrichtung, die unter staatlicher Aufsicht stand, soll weder über Notausgänge noch über ein Feuermeldesystem verfügen.
Staatspräsident Felipe Calderon zeigte sich schockiert über das Unglück und sprach den betroffenen Familien sein Beileid aus. Er beauftragte die Generalstaatsanwaltschaft mit der Untersuchung des Brandes.
Tausende Menschen nahmen an einer Trauermesse in Hermosillo für die Opfer teil. Ein kleiner weißer Sarg mit den sterblichen Überresten eines kleinen Mädchens stand stellvertretend für die anderen Opfer vor dem Altar.
- Datum 08.06.2009 - 16:01 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, sh, sp, dpa
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