Technik "Bald reden wir lieber mit Maschinen als mit Menschen"Seite 3/3

ZEIT ONLINE: Zum Abschluss des Gesprächs Hand aufs Herz: Wie kontaktieren Sie am liebsten Ihre Bank, wenn es um etwas mehr geht als bloß Geld abheben oder eine Überweisung?

Sharma: Oh, auf allen möglichen Wegen. Ich mache Online-Banking. Alle paar Wochen will ich vielleicht auch mal persönlich mit jemandem in einer Filiale reden, etwa um ein weiteres Konto zu eröffnen. Und ich probiere gerne mal Telefonwarteschleifen aus, um zu sehen, wie die das machen ...

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ZEIT ONLINE: Und haben Sie schon mal diese geheimen Nummern probiert, bei denen man eine Ziffernkombination wie "0" oder "00" eintippt, und dann verbindet einen der Telefonautomat mit einem richtigen Mitarbeiter?

Sharma: Nein, niemals.

Die Fragen stellte Thomas Fischermann

 
Leser-Kommentare
    • ben_
    • 08.06.2009 um 20:36 Uhr

    Ja. Natürlich ist Sprachsteuerung ein wichtiger nächster Schritt.

    Aber überschätzen darf man ihn auf keinen Fall. V.a. darf man aber die Macht von Schrift und Text nicht unterschätzen. Das haben schon zwei Generationen von Netzpionieren gemacht. Erst der "Virtual Reality" Hype der späten 90er und dann die "Information Visualization" Welle der frühen 00er. Beide haben massiv unterschätzt, dass Schrift und Text – wie wir sie heut verwenden – das effektivste Informationswerkzeug sind, dass die Menschheit je hervorgebracht hat und wohl auch nicht mehr überbieten wird.

    Was bleibt mir als Texttechnologe auch anderes zu predigen?

    --
    der geist in der maschine

  1. Das kann ja wohl nicht sein.
    Technik ist immer unnatürlich und wird auch immer unnatürlich bleiben.
    Es kann höchstens sein, dass wir Menschen uns immer weiter von der Natur entfernen und versuchen, uns selbst immer mehr zu Maschinen zu machen.
    Jeder vernünftige Mensch müsste wissen, dass wir dafür einen sehr hohen Preis bezahlen.

  2. muss sich dieser Maschine unterwerfen, um sie überhaupt benutzen zu können.
    Das ist immer so, ohne jede Ausnahme.

  3. Die Frage ist: Nutzt man ein Sprachdialogsystem (Voice Portal) als

    a) abhängiger Hilfesuchender oder

    b) freiwillig als eine mögliche weitere Option an seinem Lieblingsspielzeug (MP3 Player, Handy, Auto, Computer)?

    Geht es um a) würde ich immer 000000 empfehlen und danach den Anbieter wechseln.

    Geht es um b) sollte man es einfach unbefangen testen. Geht es besser? Warum nicht? Aus der momentanen Erfahrung heraus: Eher (noch) nicht. Zudem kommt man sich (noch?) recht dämlich vor. (Punkte. Eingabe! Eingabe!!! Löschen)

    Egal, vielleicht ist es auch eine Übungssache wie beim SMS schreiben, wir werden sehen/lesen/schreiben/sprechen?

    Interessant und bedenklich ist der Einfluss von Technik auf die Kommunikation eh - so oder so.

  4. Die Entwicklung und der Gebrauch von Technik macht uns als Menschen aus. Egal ob es nun das Feuer, das Rad, die Schrift oder das Handy ist. Technik mag mitunter umständlich, in der Benutzerführung nicht genügend durchdacht sein. Unnatürlich, im Sinne von untypisch für uns Menschen, ist sie nie. Ob ich deshalb aber unbedingt mit Maschinen reden muss, steht auf einem anderen Blatt.

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