Tiananmen 1989 Sieben Wochen Hoffnung
Im Frühjahr 1989 demonstrieren Studenten auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking: Zehntausende fordern Demokratie, die Aufbruchstimmung erfasst das ganze Land. Dann rollen Panzer. Chronologie einer Tragödie

© CATHERINE HENRIETTE/AFP/Getty Images
Demonstrierende Studenten auf Dächern von Bussen vor dem Tor zum Kaiserpalast, Tiananmen-Platz, 19. Mai 1989
Als der Himmel um sechs Uhr morgens aufhellt, liegt eine bedrückende Stille über Peking. Auf dem achtspurigen Prachtboulevard Changan, der im Zentrum von Ost nach West verläuft, sieht man kaum einen Fußgänger oder Radfahrer. Nur Soldaten in ihren grünen Uniformen patrouillieren durch die Straßen. An den Kreuzungen stehen die verkohlten Wracks von Autos und Bussen; Leichen liegen am Wegesrand. Es riecht verbrannt. In der Mitte der Stadt, am Eingang zum alten Kaiserpalast, schaut wie immer Mao Zedong von seinem berühmten Bild – und auf den Tiananmen-Platz, einem steinernen, acht Fußballfelder großen Rechteck, das von gewaltigen stalinistischen Bauten eingerahmt wird. Doch auch das "Herz Chinas", wie der Platz genannt wird, ist an diesem Morgen fast menschenleer, besetzt von tarnfarbenen Panzern, auf denen ein roter Stern prangt. Abseits, in den kleinen Gassen, beobachtet der amerikanische Journalist Harrison Salisbury, wie Männer in Hose und Unterhemd wortlos ihren Frühstücksreis essen: "Überall sah man ernst dreinblickende Leute", schreibt er in sein Tagebuch. Es ist der 5. Juni 1989 – der traurige Endpunkt einer Zeit voller Hoffnung, die sieben Wochen zuvor begann.
Sonnabend, 15. April
Bei 20 Grad machen sich an diesem schönen Frühlingstag hunderte Pekinger Studenten auf zum Tiananmen, zu Fuß oder mit dem Rad. Sie tragen Jeans und T-Shirts; die wenigsten sind älter als 25. Sie haben "naive, sympathische Gesichter" – so wird es Jürgen Bertram, der 1989 ARD-Korrespondent in China ist, später formulieren. Aus Papier basteln die Studenten Blumen und aus diesen Kränze, mit denen sie das "Denkmal der Volkshelden" schmücken, einen 38 Meter hohen Granitobelisken inmitten des Platzes. Sie sind gekommen, weil sie um den 73-jährigen Hu Yaobang trauern, der am Morgen an einem Herzinfarkt gestorben ist. Hu, ein Reformer, war Chinas beliebtester Politiker: charmant, charismatisch und volksnah. Sofort veröffentlicht die KP einen Nachruf, preist ihn als "großen proletarischen Revolutionär". Unerwähnt bleibt, dass Hu, der einstige Parteichef, seit zwei Jahren kaltgestellt war – weil er auf Proteste für mehr Demokratie angeblich zu milde reagiert hatte. In China brodelt es seitdem. Auch, weil die starke Inflation die Preise steigen lässt. Zwar hat sich das Land unter Führung des 84-jährigen Deng Xiaoping wirtschaftlich geöffnet. Die politische Macht liegt aber noch immer fest in den Händen von KP-Kadern, viele von ihnen korrupt. In einem Zweizeiler, der nun überall in der Stadt angeschlagen wird, heißt es: "Der eine, der nicht hätte sterben sollen, ist tot / diejenigen, die hätten sterben sollen, sind am Leben."
Dienstag, 18. April
Im Morgengrauen versammeln sich 200 Studenten zu einem Sit-in an der Westseite des Tiananmen – vor der mächtigen "Großen Halle des Volkes", in der das Parlament tagt. Sie singen die Nationalhymne und wollen mit einem ranghohen Mitglied des "Volkskongresses" sprechen. "Die einstigen Anschuldigungen gegen Hu müssen offiziell zurückgenommen werden!", verkündet einer lautstark – und bekommt dafür viel Applaus von Passanten, wie Tagesspiegel-Korrespondent Johnny Erling notiert. Außerdem verlangen die Studenten Pressefreiheit und Informationen über das Gehalt von Spitzenpolitikern. Am Abend drängen Polizisten in Zivil 3000 Leute ab, die die nahe KP-Zentrale stürmen wollen.
Sonnabend, 22. April
Der Leichnam von Hu Yaobang liegt in einem Sarg aufgebahrt in der "Großen Halle des Volkes". Die wichtigen Männer der KP defilieren in schwarzen Anzügen daran vorbei und verbeugen sich. Draußen haben sich hunderttausende Menschen im Gedenken an Hu versammelt. Auf einem Plakat steht: "Wir werden dich nie vergessen."
Dienstag, 25. April
An mehr als 30 Pekinger Universitäten haben Studenten damit begonnen, ihre Vorlesungen zu boykottieren. In Diskussionen auf dem Campus werden Rufe nach Gewaltenteilung und der Freilassung politischer Gefangener laut. In der KP tobt derweil ein geheimer Machtkampf. Um neun Uhr morgens besuchen die Hardliner in der Parteispitze den chinesischen Führer Deng in seinem Wohnhaus. Sie wollen die Abwesenheit des liberalen KP-Chefs Zhao Ziyang, der zu Besuch in Nordkorea ist, nutzen und Deng davon überzeugen, sofort gegen die Studenten vorzugehen. Laut einem Jahre später ins Ausland geschmuggelten Protokoll erklärt Premierminister Li Peng, ein dicklicher Mann mit Hornbrille: "Genosse Xiaoping, wir alle sind der Ansicht, dass die Situation äußerst bedrohlich ist." Und ein anderer ergänzt: "In mehr als 20 großen und mittleren Städten haben bereits Demonstrationen stattgefunden." Deng ist geprägt von der Kulturrevolution, als auf Geheiß Maos die Jungen brutal gegen die Alten rebellierten. Nichts fürchtet er mehr als Instabilität und damit das Ende des wirtschaftlichen Aufschwungs. So kommt er nach Lis Bericht zu dem Schluss: "Eine winzige Minderheit will das Volk verwirren und das Land ins Chaos stürzen." Am nächsten Tag findet sich seine scharfe Formulierung von einem "Aufruhr gegen die Partei und den Sozialismus" in einem Leitartikel der "Volkszeitung" wieder. Doch das schüchtert die Studenten, die sich durchaus als Sozialisten verstehen, nicht ein – es radikalisiert sie.
Donnerstag, 27. April
80.000 Demonstranten singen auf dem Tiananmen die "Internationale". Die Studenten haben ihre Arme untergehakt und bilden eine kilometerlange Menschenkette durch Peking; der Verkehr kommt zum Erliegen. Auf ihrem Weg zum Platz rufen sie: "Es leben die Arbeiter!" Und die Menschen am Straßenrand versorgen sie nicht nur mit Essen, sondern antworten auch laut: "Es leben die Studenten!" Der Protest scheint sich zu einer Massenbewegung zu entwickeln. Trotz eines Demo-Verbots greifen Polizei und Armee nicht ein. ARD-Korrespondent Bertram staunt über die Stadt, in der er seit 1985 wohnt. "Sie hatte sich plötzlich von einer grauen, mürrischen zu einer fröhlichen entwickelt. Die Leute waren viel freundlicher." Später kehrt er ins ARD-Büro zurück. Die sonst so strenge Fahrstuhlführerin im blauen Mao-Anzug, deren Aufgabe es ist, die Westler zu überwachen, zeigt ihm lächelnd das Victory-Zeichen. Alles scheint möglich.
Donnerstag, 4. Mai
Zhao Ziyang, der reformorientierte KP-Chef, ist zurück und versucht, die Wogen zu glätten. In einer Rede sagt er: "Wir sollten den vernünftigen Forderungen der Studenten mithilfe von Demokratie und Gesetz entgegenkommen."
Montag, 15. Mai
Michail Gorbatschows Maschine landet mittags auf dem Pekinger Flughafen. Der sowjetische Staats- und Parteichef ist zu einem historischen Besuch eingetroffen, der die seit 30 Jahren andauernde Eiszeit zwischen China und der UdSSR beendet. Er schreitet die Gangway hinunter und wird auf dem roten Teppich vom chinesischen Präsidenten empfangen. Eine Militärkapelle spielt die Hymnen beider Staaten. Eigentlich sollte die Begrüßungszeremonie auf dem Tiananmen-Platz stattfinden. Doch dort sind seit zwei Tagen hunderte Studenten im Hungerstreik – weil ihnen die Führung nach wie vor ein direktes Gespräch verweigert. In ihrem Manifest heißt es: "Mit unserer Bereitschaft zu sterben, kämpfen wir für das Leben." Gorbatschow, dessen Ideen von Glasnost und Perestroika denen der Studenten entsprechen, muss durch Katakomben in die "Große Halle des Volkes" geführt werden – ein großer Gesichtsverlust für Chinas Führung. Beim Staatsbankett fangen die Fernsehkameras ein, wie Deng mit seinen Essstäbchen ein Stück Fleisch greift und es ihm aus den zitternden Händen fällt – für viele ein Bild mit Symbolkraft.
Mittwoch, 17. Mai
Am Morgen trifft sich der Ständige Ausschuss des Politbüros in Dengs Haus. Deng fordert den Ausnahmezustand und greift Zhao scharf an: "Deine Rede vom 4. Mai stellt einen Wendepunkt dar. Seitdem ist die Studentenbewegung immer schlimmer geworden." Währenddessen herrscht, bei sonnigen 30 Grad, Volksfeststimmung auf dem Tiananmen-Platz: Bunte Schirme werden aufgespannt, am Straßenrand stehen Limonaden- und Eisverkäufer. Gleichzeitig sind Sirenen zu hören, denn Krankenwagen eilen zu den von Hunger erschöpften Studenten, die in Schlafsäcken auf dem Platz campieren. Zu ihrer Unterstützung ist nun ganz Peking erschienen, eine Million Menschen sind es insgesamt: Arbeiter, Journalisten, Wissenschaftler – sogar Männer, deren Banner verrät, dass sie fürs Außenministerium arbeiten. Viele fordern Dengs Rücktritt. Der Tagesspiegel-Korrespondent wird schreiben, die Leute seien wie berauscht gewesen von der eigenen Stärke. Am Abend trifft sich die KP-Führung erneut, stimmt über den Ausnahmezustand ab. Bis auf Zhao sind alle dafür.
Donnerstag, 18. Mai
Elf Uhr in der "Großen Halle des Volkes": ein Raum mit roten Sesseln, auf den Beistelltischen weiße Teetassen, am Boden schwere Teppiche. Das chinesische Fernsehen überträgt live, wie Premier Li Peng den Studentenführern unter Blitzlichtgewitter die Hand gibt. "Ich bin besorgt um eure Gesundheit", sagt er. Wuer Kaixi, der sich zum Kopf der Proteste entwickelt hat, ist im Pyjama eines Krankenhauses erschienen, denn dort wurde der Hungerstreikende zuvor behandelt. "Wir haben zum Gespräch eingeladen und somit das Recht, die Gesprächsthemen festzulegen", unterbricht er Li forsch – etwas in der Volksrepublik Ungesehenes. Wuer, Sohn eines uighurischen Kaders, ist hochintelligent – und egozentrisch. Anders der nachdenkliche Geschichtsstudent Wang Dan, dünn und mit großer Brille auf der Nase. Bevor sie bereit wären, das Ende des Hungerstreiks auszurufen, sagt Wang, müsse die Partei den Leitartikel in der "Volkszeitung" zurücknehmen und eine Fernsehdiskussion mit führenden Funktionären ermöglichen. Li lehnt ab. Nach der Niederschlagung wird Wuer ins Ausland flüchten, Wang Jahre in Haft sitzen.
Freitag, 19. Mai
Um vier Uhr nachts bricht Zhao Ziyang zum Tiananmen auf, Li Peng schließt sich widerwillig an. "Er war dagegen. Aber ich fand es unverzeihlich, dass nach sieben Tagen Hungerstreik noch immer keiner von uns dort gewesen war", wird Zhao in seinen geheimen, erst 2009 veröffentlichten Memoiren schreiben. Umringt von Studenten greift Zhao zu einem Megafon – und fleht die Hungerstreikenden an, nicht ihr Leben zu riskieren: "Wir sind zu spät gekommen, es tut mir sehr leid." Die Umstehenden haben Tränen in den Augen. Am nächsten Tag wird Zhao aller Ämter enthoben. Er bleibt bis zu seinem Tod 2005 unter Hausarrest.
Sonnabend, 20. Mai
Li Peng verkündet den Ausnahmezustand. Der Aufruhr würde das Ansehen Chinas zerstören und das Land ins Chaos stürzen. Satellitenleitungen für ausländische Sender werden gekappt, Truppen von 22 Divisionen marschieren auf die Hauptstadt zu, über dem Tiananmen kreisen im Tiefflug Militärhubschrauber. In Vororten Pekings blockieren die Menschen mit Lastwagen die Zufahrtstraßen und reden auf anrückende Soldaten ein. Die versichern, sie würden nie das Feuer aufs Volk eröffnen. Die Regierung scheint paralysiert. Auf dem Platz diskutieren die Studenten über einen Rückzug, entscheiden sich aber dagegen.
Donnerstag, 25. Mai
In der Tagesschau berichtet Jürgen Bertram: "Über Peking tobt gerade ein Unwetter mit Hagelschauern, Stürmen. Die Chinesen werten dies, wie es schon zu Kaisers Zeiten der Fall war, als Zeichen dafür, dass die Regierung das Mandat des Himmels verloren hat. Es marschieren wieder Hunderttausende in Richtung Platz des himmlischen Friedens." In der "Aktuellen Kamera" der DDR ist vor allem die Rede davon, dass "extreme Minderheiten" Unruhe stifteten. DDR-Oppositionelle bestärken die Ereignisse in China darin, Widerstand zu leisten.
Montag, 29. Mai
Um 22.30 Uhr bringen Studenten der Kunstakademie unter Jubel eine zehn Meter hohe Kopie der Freiheitsstatue auf den Tiananmen, zusammengebastelt aus Styropor und Gips. Der Platz gleicht einem riesigen Campinglager. In khakifarbenen Zelten harren die Studenten Tag und Nacht aus. Sie tragen Stirnbänder, auf die sie mit roten und schwarzen Zeichen Parolen geschrieben haben. "Jungen waren drei-, viermal so häufig vertreten wie Mädchen", notiert Journalist Salisbury nach einem Besuch. Es wird Rockmusik gespielt, getanzt und gesungen. Gleichzeitig zerrt die Ungewissheit an den Nerven. Was die Studenten nur ahnen können: Die 27. Armee, eine für ihre Härte bekannte Einheit, wird auf Befehl Dengs vor der Stadt in Stellung gebracht.
Sonnabend, 3. Juni
Drückende, schwüle Hitze liegt über Peking. Immer mehr Militärlastwagen dringen von allen Seiten in die Stadt ein. Anders als bisher weigern sich die Soldaten, mit der Bevölkerung zu sprechen. Die Pekinger haben die Straßen zum Tiananmen-Platz vollständig versperrt: durch ein Gewirr von umgestoßenen Autos und quergestellten Bussen. Um 18.30 Uhr hallt eine "Sonderbekanntmachung" aus Lautsprechern, Fernsehern und Radios: "Alle Bürger sollten zu Hause bleiben, um ihr Leben zu schützen." Doch stattdessen sammeln sich Tausende auf den Straßen. Gegen 21.30 Uhr rücken die Truppen von Westen her vor, sie sind noch fünf Kilometer vom Tiananmen entfernt. Panzer walzen Barrikaden nieder; Gummigeschosse, Tränengas und Warnschüsse werden abgefeuert. Doch die Menge zieht sich nicht zurück. Etwa um halb elf beginnt die Armee sich den Weg freizuschießen. Die Leute rufen "Faschisten!", setzen Panzer in Brand, werfen Steine, lynchen Soldaten – woraufhin die Armee umso erbarmungsloser zurückschlägt. Selbst Flüchtende werden erschossen. Junge Männer sterben in den Armen ihrer Freunde, die weißen Hemden blutgetränkt. Menschen laufen weinend umher, Verletzte werden auf Fahrrädern abtransportiert. Um 23.30 Uhr biegt der erste Panzer von Westen auf den Tiananmen-Platz ein.
Sonntag, 4. Juni
Um ein Uhr nachts ist der Platz, auf dem sich noch 5000 Studenten befinden, umstellt. Die Laternen tauchen ihn in fahles, gelbes Licht. Aus den Lautsprechern dringt eine Frauenstimme: "Ein schwerer konterrevolutionärer Aufstand ist heute Nacht ausgebrochen ... Bürger und Studenten müssen den Platz unverzüglich räumen." Um vier Uhr wird das Licht ausgeschaltet – die Armee will zuschlagen. Nur der taiwanesische Rocksänger Hou Dejian verhindert eine weitere Katastrophe: Obwohl einige Studenten als Märtyrer sterben wollen, kann er für alle den freien Abzug aushandeln. Um fünf Uhr verlassen sie den Platz Richtung Südosten. Anderswo gehen die Kämpfe weiter, nach offiziellen chinesischen Angaben sterben insgesamt 241 Menschen, andere Quellen sprechen von über 2000 Toten. Journalist Salisbury hört in seinem Hotel noch den ganzen Tag "das todbringende Hämmern der Maschinengewehre" und sieht, wie Leute weiter zum Tiananmen strömen: "Ich bin verblüfft", schreibt er ins Tagebuch, "über die Menschen, die sich nicht einschüchtern lassen." Am Nachmittag wird es ein wenig ruhiger – und ein Gewitter zieht heran, das auf beklemmende Art den vergangenen Wochen gleicht: Ganz langsam braut es sich zusammen, um sich dann mit voller Wucht zu entladen. Es regnet in Strömen. Um 21.30 Uhr notiert Salisbury: "Leere ... Die Stadt scheint tot zu sein."
- Datum 04.06.2009 - 17:43 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Politisch naiv und leicht manipulierbar von allen Seiten, haben die Studenten sich wie Weltbesserer gefühlt. Für die Esklation sorgten einige selbsternannten Führer, die das Leben der Studenten bewußt? auf Spiel gesetzt haben. Und konservative Politiker haben die Chance genutzt, durchzugreifen. Eine Tragödie für die Studenten, die zum Spielball der Politik geworden sind.
Die meinsten Studenten damals sind älter und weiser geworden und haben erkannt, dass sie damals Fehler gemacht haben.
Die meinsten Studenten damals sind älter und weiser geworden und haben erkannt, dass sie damals Fehler gemacht haben.
Die meinsten Studenten damals sind älter und weiser geworden und haben erkannt, dass sie damals Fehler gemacht haben.
dass China insgesamt politisch reifer geworden ist. Auch die jüngeren Studenten sind viel besser informiert als die Studenten in 1989, und dazu deutlich pragmatischer. Die Entwicklung in China profitiert davon, was sehr erfreulich ist. Somit war 1989 kein verlorenes Jahr.
dass China insgesamt politisch reifer geworden ist. Auch die jüngeren Studenten sind viel besser informiert als die Studenten in 1989, und dazu deutlich pragmatischer. Die Entwicklung in China profitiert davon, was sehr erfreulich ist. Somit war 1989 kein verlorenes Jahr.
Ich habe damals alles mit verfoglt und gehofft, dass die jungen Leute Erfolg haben… Wie wäre aber China heute, wenn diese Leute nicht unterdruckt wurden?
1) Evtl. wäre China viel freier als heute. So frei und wundervoll, wie man geträumt hat, kann sicher nicht sein. Es könnte natürlich schlechter sein.
2) Es könnte auch sein, dass China sich im Chaos und Krieg sank.
3) Im schlimmsten Fall gäbe China heute nicht mehr: Spaltung in mehrere Staaten oder besetzt durch fremde Mächte.
wie China sich entwickeln würde, wenn alle morgen frei wählen dürften. Heute hat man eine deutlich bessere Voraussetzung als vor 20 Jahren. Chinesen sind da nicht so optimistisch. Eine politische Kultur muss wachsen. Instaible Situationen ähnlich wie in Thailand and einigen anderen Asienstaaten sind in China nicht ausgeschlossen, allerdings mit möglicherweise verheerenden Folgen für die Region und die Welt. Und viele haben zwar die dringende Bedürfnis, Koruption zu unterbinden, und sind aber sehr ernüchtert durch die Skandale und Koruption in Taiwan und anderswo. Also gibt es im Moment gar nicht so viel Alternative.
wie China sich entwickeln würde, wenn alle morgen frei wählen dürften. Heute hat man eine deutlich bessere Voraussetzung als vor 20 Jahren. Chinesen sind da nicht so optimistisch. Eine politische Kultur muss wachsen. Instaible Situationen ähnlich wie in Thailand and einigen anderen Asienstaaten sind in China nicht ausgeschlossen, allerdings mit möglicherweise verheerenden Folgen für die Region und die Welt. Und viele haben zwar die dringende Bedürfnis, Koruption zu unterbinden, und sind aber sehr ernüchtert durch die Skandale und Koruption in Taiwan und anderswo. Also gibt es im Moment gar nicht so viel Alternative.
dass China insgesamt politisch reifer geworden ist. Auch die jüngeren Studenten sind viel besser informiert als die Studenten in 1989, und dazu deutlich pragmatischer. Die Entwicklung in China profitiert davon, was sehr erfreulich ist. Somit war 1989 kein verlorenes Jahr.
.Auch die jüngeren Studenten sind viel besser informiert als die Studenten in 1989, und dazu deutlich pragmatischer.
Die jüngen Studenten sind viel besser informiert?
Über was?
Sehr viele wissen nicht mal, dass die chinesischen Soldaten im Jahre 1989 auf die Zivilbevölkerung in Peking geschossen hat.
.Auch die jüngeren Studenten sind viel besser informiert als die Studenten in 1989, und dazu deutlich pragmatischer.
Die jüngen Studenten sind viel besser informiert?
Über was?
Sehr viele wissen nicht mal, dass die chinesischen Soldaten im Jahre 1989 auf die Zivilbevölkerung in Peking geschossen hat.
wie China sich entwickeln würde, wenn alle morgen frei wählen dürften. Heute hat man eine deutlich bessere Voraussetzung als vor 20 Jahren. Chinesen sind da nicht so optimistisch. Eine politische Kultur muss wachsen. Instaible Situationen ähnlich wie in Thailand and einigen anderen Asienstaaten sind in China nicht ausgeschlossen, allerdings mit möglicherweise verheerenden Folgen für die Region und die Welt. Und viele haben zwar die dringende Bedürfnis, Koruption zu unterbinden, und sind aber sehr ernüchtert durch die Skandale und Koruption in Taiwan und anderswo. Also gibt es im Moment gar nicht so viel Alternative.
Und viele haben zwar die dringende Bedürfnis, Koruption zu unterbinden, und sind aber sehr ernüchtert durch die Skandale und Koruption in Taiwan und anderswo.
Was wollen Sie damit sagen?Dass es korruptionsskandale auch in demokratischen Ländern gibt?Das weiss wohl jeder.
Allerdings ist die Korruption in Taiwan längst nicht so verheerend wie in China.
"
In China, corrupt practices have, for long, been low risk activity. Carnegie Endowment 2007 bears out that a corrupt civil servant stands 3% chance of going to jail for corruption. Since 1982, 80% of the CCP members disciplined and punished by the party got off with a warning, while the remaining 20% were terminated and less than 6% were prosecuted. Not surprising then that the corruption in China has come to acquire quite interesting array of forms.
"
http://www.c3sindia.org/c...
Zitat:"
One form of corrupt activity is “power trading”. It involves the “buying and selling of official posts and positions”."
Also kann man in China Ämter mit Geld kaufen.
Korruption bei den Geschäften?
Zitat:"
Word Bank & IFC Enterprise Surveys 2003 showed that 73% of the companies surveyed in China expected payment of facilitation fee quintessential for their business survival in China."
Korruption beim Militär?
"
The People’s Liberation Army (PLA) is, interestingly, partner both in grand and petty corruptions in its own rights.
"
"
In the PRC, the range of political corruption can take wind out of any body’s imagination. It touches all levels of government, perhaps in increasing proportion as it goes down.
[...]
This is but a political system related malaise, and hence opinion could vary. However, it is remains the mother of all sets of corruptions.
"
Und viele haben zwar die dringende Bedürfnis, Koruption zu unterbinden, und sind aber sehr ernüchtert durch die Skandale und Koruption in Taiwan und anderswo.
Was wollen Sie damit sagen?Dass es korruptionsskandale auch in demokratischen Ländern gibt?Das weiss wohl jeder.
Allerdings ist die Korruption in Taiwan längst nicht so verheerend wie in China.
"
In China, corrupt practices have, for long, been low risk activity. Carnegie Endowment 2007 bears out that a corrupt civil servant stands 3% chance of going to jail for corruption. Since 1982, 80% of the CCP members disciplined and punished by the party got off with a warning, while the remaining 20% were terminated and less than 6% were prosecuted. Not surprising then that the corruption in China has come to acquire quite interesting array of forms.
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http://www.c3sindia.org/c...
Zitat:"
One form of corrupt activity is “power trading”. It involves the “buying and selling of official posts and positions”."
Also kann man in China Ämter mit Geld kaufen.
Korruption bei den Geschäften?
Zitat:"
Word Bank & IFC Enterprise Surveys 2003 showed that 73% of the companies surveyed in China expected payment of facilitation fee quintessential for their business survival in China."
Korruption beim Militär?
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The People’s Liberation Army (PLA) is, interestingly, partner both in grand and petty corruptions in its own rights.
"
"
In the PRC, the range of political corruption can take wind out of any body’s imagination. It touches all levels of government, perhaps in increasing proportion as it goes down.
[...]
This is but a political system related malaise, and hence opinion could vary. However, it is remains the mother of all sets of corruptions.
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.Auch die jüngeren Studenten sind viel besser informiert als die Studenten in 1989, und dazu deutlich pragmatischer.
Die jüngen Studenten sind viel besser informiert?
Über was?
Sehr viele wissen nicht mal, dass die chinesischen Soldaten im Jahre 1989 auf die Zivilbevölkerung in Peking geschossen hat.
Aber 4. Juni ist kein wichtiges Datum und wird auch nicht mehr werden. Nicht einmal die damals aktiven Beteiligten (bis auf die wenigen) sprechen noch gerne darüber, weil man als unerfahrene Jugend letztlich politisch benutzt und verraten wurde. Das ist für keinen besonders rühmlich, seblst wenn man in guter Absicht gehandelt hat.
Die heutige Jugend weiß genug und lernt das, was sie braucht. 4. Juni ist vielleicht als eine Wahnung ganz geeignet, dass man nicht leichtsinning "Demokratie" schreit und dann von den "Studenten-Führern" verkauft wird.
Aber 4. Juni ist kein wichtiges Datum und wird auch nicht mehr werden. Nicht einmal die damals aktiven Beteiligten (bis auf die wenigen) sprechen noch gerne darüber, weil man als unerfahrene Jugend letztlich politisch benutzt und verraten wurde. Das ist für keinen besonders rühmlich, seblst wenn man in guter Absicht gehandelt hat.
Die heutige Jugend weiß genug und lernt das, was sie braucht. 4. Juni ist vielleicht als eine Wahnung ganz geeignet, dass man nicht leichtsinning "Demokratie" schreit und dann von den "Studenten-Führern" verkauft wird.
Und viele haben zwar die dringende Bedürfnis, Koruption zu unterbinden, und sind aber sehr ernüchtert durch die Skandale und Koruption in Taiwan und anderswo.
Was wollen Sie damit sagen?Dass es korruptionsskandale auch in demokratischen Ländern gibt?Das weiss wohl jeder.
Allerdings ist die Korruption in Taiwan längst nicht so verheerend wie in China.
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In China, corrupt practices have, for long, been low risk activity. Carnegie Endowment 2007 bears out that a corrupt civil servant stands 3% chance of going to jail for corruption. Since 1982, 80% of the CCP members disciplined and punished by the party got off with a warning, while the remaining 20% were terminated and less than 6% were prosecuted. Not surprising then that the corruption in China has come to acquire quite interesting array of forms.
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http://www.c3sindia.org/c...
Zitat:"
One form of corrupt activity is “power trading”. It involves the “buying and selling of official posts and positions”."
Also kann man in China Ämter mit Geld kaufen.
Korruption bei den Geschäften?
Zitat:"
Word Bank & IFC Enterprise Surveys 2003 showed that 73% of the companies surveyed in China expected payment of facilitation fee quintessential for their business survival in China."
Korruption beim Militär?
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The People’s Liberation Army (PLA) is, interestingly, partner both in grand and petty corruptions in its own rights.
"
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In the PRC, the range of political corruption can take wind out of any body’s imagination. It touches all levels of government, perhaps in increasing proportion as it goes down.
[...]
This is but a political system related malaise, and hence opinion could vary. However, it is remains the mother of all sets of corruptions.
"
Was die Militärdiktatur der Beiyang-Kriegsherren 1919 (1) und Mao Zedong 1976 (2) nicht gewagt haben, haben Deng Xiaoping, Li Peng und ihre Schergen am dritten und vierten Juni 1989 getan.Dafür werden sie ewig in der Geschichte verdammt werden.
20 Jahre sind nun vorbei.Inzwischen ist vieles anders geworden, das Machtmonopol der KPCh über China jedoch ist erhalten geblieben.Die Justiz, die Polizei, die Presse, das Militär, die Provinzen, die Gewerkschaft, die (offiziell anerkannten) Kirchenverbände, das Internet, die Schulen, die Zentralbank, und auch wirklich alles, unterliegen der Kontrolle der KPCh.
Auf diese Weise wird die KPCh die systemeigenen Probleme niemals lösen können.Und die Menschenrechte werden auch weiterhin massiv verletzt werden, solange die KPCh an der Macht ist und dieses Machtmonopol verfügt.
(1)
Bewegung des vierten Mai, 1919
http://de.wikipedia.org/w...
(2)
Tian’anmen-Zwischenfall von 1976
http://de.wikipedia.org/w...
Damals haben einige Exilchinesen schon behauptet, dass ein Machtwechsel in Peking innerhalb zwei Jahren stattfinden soll. Diese Prognose war erwiesenermaßen falsch. 20 Jahre danach scheint die Macht der KPCh vielfach gefestigt zu sein. Es wird uns nicht wundern, wenn KPCh in naher Zukunft Wahl zulassen würden und sich dadurch legitimieren lässt. Der Wunsch nach der Stabilität in China ist groß. Da nimmt man lieber andere Übel in Kauf, sei es Koruption oder Machtmissbrauch. Das ist immer noch besser als Chaos und Kriege. Die chinesischen "Demokraten" und Dissidenten im Ausland sind selbst so korupt, dass man davon übel werden kann. Da können Sie schimpfen, wie Sie wollen. Gegen die Mehrheit kommen Sie nicht an.
Damals haben einige Exilchinesen schon behauptet, dass ein Machtwechsel in Peking innerhalb zwei Jahren stattfinden soll. Diese Prognose war erwiesenermaßen falsch. 20 Jahre danach scheint die Macht der KPCh vielfach gefestigt zu sein. Es wird uns nicht wundern, wenn KPCh in naher Zukunft Wahl zulassen würden und sich dadurch legitimieren lässt. Der Wunsch nach der Stabilität in China ist groß. Da nimmt man lieber andere Übel in Kauf, sei es Koruption oder Machtmissbrauch. Das ist immer noch besser als Chaos und Kriege. Die chinesischen "Demokraten" und Dissidenten im Ausland sind selbst so korupt, dass man davon übel werden kann. Da können Sie schimpfen, wie Sie wollen. Gegen die Mehrheit kommen Sie nicht an.
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