Luftfahrt Airbus wegen Feuers im Cockpit notgelandet
Zwischenfall in einem Airbus 330: Wegen eines Brandes im Cockpit musste die Maschine mit mehr als 200 Menschen an Bord auf der Insel Guam notlanden. In Russland gab es einen ähnlichen Vorfall

© Kazuhiro Nogi/AFP/Getty Images
Flughafen von Guam: Notlandeplatz für einen Airbus 330 mit 203 Menschen an Bord
Tage nach dem Absturz eines Airbus' A330-200 mit 228 Menschen an Bord in den Atlantik häufen sich Berichte über Störungen und Notlandungen: Ein Aeroflot-Jet musste am Donnerstag ungeplant wegen eines Risses in einer Cockpit-Scheibe in Russland den Flug unterbrechen. Die A320 mit 122 Menschen an Bord habe ihren Flug von Jakutsk nach Moskau in der sibirischen Metropole Nowosibirsk unterbrechen müssen, teilten Behörden laut Agentur Interfax mit. In Russland gibt es allerdings fast jede Woche Notlandungen, da vor allem bei veralteten Flugzeugen Funktionsstörungen auftreten.
203 Menschen waren an Bord eines weiteren Airbus' 330, der am Donnerstag auf der Pazifikinsel Guam notlandete. Die australische Fluggesellschaft Jetstar teilte in Sydney mit, die Piloten hätten die Flammen im Cockpit gelöscht und die Maschine sicher heruntergebracht.
Den Angaben zufolge hatte es Probleme mit dem Heizelement in der rechten Cockpit-Scheibe gegeben. Es handelt sich um das gleiche Airbus-Modell wie bei der Air-France-Maschine, die am Pfingstmontag mit 228 Menschen an Bord vor Brasilien abstürzte. Über die Ursache dieses Unglücks rätseln die Ermittler bis heute.
Flug JQ20 war am Mittwochabend im japanischen Osaka mit Kurs auf die Ostküste Australiens gestartet. An Bord waren überwiegend japanische Urlauber, die an die Goldküste wollten. Vier Stunden nach dem Start bemerkten die Piloten plötzlich Probleme. "Es gab Rauch im Cockpit und am rechten Fenster waren Flammen zu sehen", sagte Jetstar-Sprecherin Simone Pregellio der australischen Nachrichtenagentur AAP. "Die Piloten haben das Feuer schnell gelöscht. Es hat sich nicht auf die Kabine ausgeweitet."
Die Piloten legten Sauerstoffmasken an, setzten das "Mayday"-Notsignal ab und drehten auf den nächstgelegenen Flughafen auf Guam ab. Die Insel liegt im Pazifik zwischen Japan, den Philippinen und Hawaii. Guam ist ein gut 500 Quadratkilometer großes Außengebiet der USA mit 170.000 Einwohnern, das vor allem durch den US-Stützpunkt Andersen Airforce Base bekannt ist.
Ein Passagier schilderte dem Radiosender 3AW, die Insassen hätten von den dramatischen Ereignissen im Cockpit nichts mitbekommen. Sie hätten geschlafen, als sich ein ungewöhnlicher Geruch ausbreitete. "Als wenn jemand etwas kochen würde", berichtete er. "Viele Leute wussten nicht, was los war. Sie wurden geweckt, als durchgesagt wurde, dass wir in Guam landen."
Das Flugzeug ist nach Angaben von Jetstar-Chef Bruce Buchanan zwei Jahre alt. "Ich glaube, es war einfach ein außergewöhnlicher Zwischenfall", sagte er der Zeitung Sun Herald. Die australische Flugsicherheitsbehörde sowie Jetstar- und Qantas-Ingenieure waren auf dem Weg nach Guam, um die Maschine zu untersuchen. Jetstar ist die Billigfluglinie der Fluggesellschaft Qantas.
In Kanada war erst am Dienstag eine Maschine nach einem Feuer notgelandet. Der Brand war in der Toilette einer Boeing 767-300 der American Airlines mit 206 Menschen an Bord ausgebrochen. Vermutlich war ein defekter Lüftungsventilator Ursache des Feuers. Die Maschine war auf dem Weg von New York nach Zürich.
- Datum 11.06.2009 - 10:19 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Jetstar-Chef Bruce Buchanan "Ich glaube, es war einfach ein außergewöhnlicher Zwischenfall",
--> achso, na dann gehts ja... ich dachte es wäre was ernstes.
Ein früherer Beitrag von J. R zu gegenwärtigen Flieger-Sorgen:
Joachim Ringelnatz:
Die Fliege im Flugzeug
Ich war der einzige Passagier
Und hatte – nur zum Spaße –
Eine lebende Fliege bei mir
In einem Einmachglase.
Ich öffnete das Einmachglas.
Die Fliege schwirrte aus und saß
Plötzlich auf meiner Nase
Und rieb sich die Vorderpfoten.
Das verletzte mich.
Ich pustete. Sie setzte sich
Auf das Schildchen "Rauchen verboten".
Ich sah: der Höhenzeiger wies
Auf tausend Meter. Ha! Ich stieß
Das Fenster auf und dachte
An Noahs Archentaube.
Die Fliege aber – ich glaube,
Sie lachte.
Und hängte sich an das Verdeck
Und klebte sehr viel Fliegendreck
Um sich herum, im Kreise,
Unmenschlicherweise.
Und als es dann zur Landung ging,
Unser Propeller verstummte,
Da plusterte das Fliegending
Sich fröhlich auf und summte.
Gott weiß, was in mir vorging,
Als solches mir durchs Ohr ging.
Ich weiß nur noch, ich brummte
Was vor mich hin. So ungefähr:
Ach, daß ich eine Fliege wär.
*
Ach, ein fremdzüngiges P. S. (2009ff.):
Und als veraschte Fliege wäre ich entschwunden,
hätte der Flieger nicht glücklich heimgefunden.
Das ist hier die größe Frage. Wie es scheint muss die Presse jetzt über jeden Vorfall, der in einem Airbus geschieht berichten. Demnächsten lesen wir, dass eine Toilette vertsopft war. Die technische Kontrolle des Flugzeuges obliegt der Airline.
jaja, das geschieht ja täglich und ist völlig ungefährlich. Absolut nicht berichtenswert...
Wofür gibt es Feuerlöscher?
jaja, das geschieht ja täglich und ist völlig ungefährlich. Absolut nicht berichtenswert...
Wofür gibt es Feuerlöscher?
Ist die ZEIT schon vom Sommerloch erfasst?
... der A380, der soooooo viel gerühmte, die größte Pleiteinvestition in der Airbus-Familie werden wird?
Spätestens dann, wenn der erste "Vogel" mit über 500 Passagieren vom Himmel fällt und dann vielleicht noch auf ein Wohngebiet?
Nun kommen sicherlich wieder all jene aus ihren Löchern, die die Sicherheit der zivilen Luftfahrt mit den Unfallzahlen auf unseren Straßen vergleichen.
Ich sage nur, der Vergleich hinkt.
Es fahren weit mehr Autos und Personen täglich durchs Land als Flugzeuge am Himmel erscheinen.
Das Gleiche gilt für die Anzahl der zu transportierenden Menschen und Güter.
Nimmt man dann noch die Anschaffungskosten für die Technik, die Kosten für die Pflege und Wartung der Technik hinzu und relativiert dies zu den jährlichen Toten im Verkehr, dann wird mit Sicherheit der Luftverkehr schon nicht mehr so "gut" abschneiden.
Einziger Vorteil der Luftfahrt ist natürlich die Zeitersparnis- den vielen Toten aber kann das zum Schluss doch egal sein. Die haben letztendlich alle Zeit der Welt für sich!
Frage:
Zeitersparnis hin oder her - ist es uns dies wirklich Wert oder welchen Wert haben im industriellen Zeitalter die Menschenleben überhaupt noch?
Gutgut - womit moechten Sie denn, mal rein von den Todesopfern her - verreisen?
Per Fahrrad oder Auto haben Sie jedenfalls pro Jahr allein in Deutschland mehr Todesopfer als weltweit im gesamten Flugverkehr.
Aber wie es so ist - nach einem Absturz wird einige Wochen lang jeder Zwischenfall gemeldet, ob er relevant ist und/oder mit dem Absturz zusammenhaengt oder nicht. Entsprechend reagiert die Oeffentlichkeit zunehmend hysterisch.
Gutgut - womit moechten Sie denn, mal rein von den Todesopfern her - verreisen?
Per Fahrrad oder Auto haben Sie jedenfalls pro Jahr allein in Deutschland mehr Todesopfer als weltweit im gesamten Flugverkehr.
Aber wie es so ist - nach einem Absturz wird einige Wochen lang jeder Zwischenfall gemeldet, ob er relevant ist und/oder mit dem Absturz zusammenhaengt oder nicht. Entsprechend reagiert die Oeffentlichkeit zunehmend hysterisch.
jaja, das geschieht ja täglich und ist völlig ungefährlich. Absolut nicht berichtenswert...
Wofür gibt es Feuerlöscher?
Natürlich kann man sowas in den Nachrichten bringen. Ich bin vor 2 Wochen von Nürnberg nach Frankfurt geflogen und habe gesehen, wie ein Flugzeug seinen Start abbrechen musste, weil plötzlich Rauch aus dem Treibwerk kam. Soweit ich weiß, wurde darüber nichts berichtet. Meines Erachtens wird da journalistisch auf einer Welle geritten, die keine sein sollte. Man sollte lieber das tragische Flugzeugunglück der Air France Maschine ganz genau unter die Lupe nehmen und darüber gut berichten, statt jetzt jeden Vorfall in einem Airbus zu melden. Ich glaube nicht, dass das Flugzeug an sich ein Problem ist.
[Entfernt wegen Doppelpostings. / Die Redaktion as]
Natürlich kann man sowas in den Nachrichten bringen. Ich bin vor 2 Wochen von Nürnberg nach Frankfurt geflogen und habe gesehen, wie ein Flugzeug seinen Start abbrechen musste, weil plötzlich Rauch aus dem Treibwerk kam. Soweit ich weiß, wurde darüber nichts berichtet. Meines Erachtens wird da journalistisch auf einer Welle geritten, die keine sein sollte. Man sollte lieber das tragische Flugzeugunglück der Air France Maschine ganz genau unter die Lupe nehmen und darüber gut berichten, statt jetzt jeden Vorfall in einem Airbus zu melden. Ich glaube nicht, dass das Flugzeug an sich ein Problem ist.
[Entfernt wegen Doppelpostings. / Die Redaktion as]
Das Problem liegt heutzutage eher in der Dichotomie zwischen notwendiger Wartung und den wirtschaftlichen Interessen der Fluggesellschaften. Ein Flugzeug, das nicht fliegt bringt nicht einmal einen Kostendeckungsbeitrag ein.
Ein Bekannter von mir hat lange Zeit als Flugzeugingenieur bei der Bundeswehr gearbeitet und war für die Wartung der Maschinen zuständig. Wenn bei der BW ein Teil ausgetauscht werden muss, dann MUSS es ausgetauscht werden. Auch wenn der Flieger bis zum Eintreffen des Ersatzteils zwei oder drei Wochen im Hangar steht. Die ist natürlich aus vielfältigen Gründen für eine gewinnorientierte zivile Airline nicht möglich. Solange das Risiko nicht als zu hoch eingeschätzt wird, geht dort auch eine reparaturbedürftige Maschine sofort wieder in die Luft.
Mein Bekannter brachte es mal auf einen Punkt: "Ich würde sofort mit jeder 30 Jahre alten BW-Transall fliegen, aber nicht mit einem zwei Jahre alten Jumbo."
Man kann es auch von einer anderen Seite sehen: Ein gewisses Risiko ist der Preis für die günstigen Tickets, der alle Fluggäste fordern. So wie der Trend zum Kaufen von billigem (nicht preiswertem im Übrigen) Discounter-Fleisch maßgeblich zum Gammelfleisch-Skandal beigetragen hat, haben wir hier es hier nun mit Gammelflugzeugen zu tun...
Gutgut - womit moechten Sie denn, mal rein von den Todesopfern her - verreisen?
Per Fahrrad oder Auto haben Sie jedenfalls pro Jahr allein in Deutschland mehr Todesopfer als weltweit im gesamten Flugverkehr.
Aber wie es so ist - nach einem Absturz wird einige Wochen lang jeder Zwischenfall gemeldet, ob er relevant ist und/oder mit dem Absturz zusammenhaengt oder nicht. Entsprechend reagiert die Oeffentlichkeit zunehmend hysterisch.
was muss auch jeder Dorftrottel die Welt sehen? Die meisten haben eh nichts davon. Das Erlebnis kann durch eine Sonnenbank sehr gut ersetzt werden.
Abgesehen von der Unfallgefahr, verpesten Flugzeuge die Luft und machen Lärm.
Ich würde es begrüßen wenn mehr Menschen ihr Leben schonen und weniger fliegen würden. Es ist ja nicht nur das Unfallrisiko, das, wie uns überall versucht wird glaubhaft zu machen, geringer ist, als eine Dusche, sondern auch der Stress. Der Mensch ist nicht dazu gemacht durch die Luft zu fliegen. Wenn er dazu gemacht worden wäre, dann hätte er Flügel und sähe aus wie ein Vogel. Es erzeugt Stress mit 800kmh in 10000m Höhe in einer Metallkiste durch die Luft zu fliegen. Egal wie hoch das Risko ist.
Also, mein Appell an alle: fliegt weniger oder gar nicht.
Und ich kann auch nicht die Zeitungen verstehen, die immer wieder versuchen, den Menschen die Angst zu nehmen. Was haben sie davon? Was ist wenn einer, der Flugangst hat, so einen Artikel (wie z.B. letztens in der Zeit) liest, dann fliegt, abstürzt und stirbt. Hat die Zeitung ihn nicht ein bisschen auf dem Gewissen? Frage mich wie Leute wie Stefan Schmitt schlafen können. (und für wen sie wirklich arbeiten...)
...obwohl ich es mir momentan überhaupt nicht leisten kann.
Fast (jedes Jahr) fliege ich unverschuldet aus einem Arbeitsverhältnis und immer dann, wenn die Firma entweder den Bach runter gegangen oder die Schonzeit für die Vergabe der Fördermittel ausgelaufen ist.
Währen dieser Zeiten fahre ich sehr viel Auto und fühle mich dabei jedenfalls sicherer als in einem Flugzeug.
Im Flugzeug bin ich der Kunst des Piloten ausgeliefert, aber im Auto bestimme ich den Kurs - so habe ich schon einen Frontal-Crash ohne Blessuren überlebt.
Mit dem Fahrrad - das wäre eine geündere Alternative, aber nur dann, wenn nicht nur die Autofahrer, sondern auch die radelnde Zunft, bmehr Rücksicht aufeinander nehmen würden!
was muss auch jeder Dorftrottel die Welt sehen? Die meisten haben eh nichts davon. Das Erlebnis kann durch eine Sonnenbank sehr gut ersetzt werden.
Abgesehen von der Unfallgefahr, verpesten Flugzeuge die Luft und machen Lärm.
Ich würde es begrüßen wenn mehr Menschen ihr Leben schonen und weniger fliegen würden. Es ist ja nicht nur das Unfallrisiko, das, wie uns überall versucht wird glaubhaft zu machen, geringer ist, als eine Dusche, sondern auch der Stress. Der Mensch ist nicht dazu gemacht durch die Luft zu fliegen. Wenn er dazu gemacht worden wäre, dann hätte er Flügel und sähe aus wie ein Vogel. Es erzeugt Stress mit 800kmh in 10000m Höhe in einer Metallkiste durch die Luft zu fliegen. Egal wie hoch das Risko ist.
Also, mein Appell an alle: fliegt weniger oder gar nicht.
Und ich kann auch nicht die Zeitungen verstehen, die immer wieder versuchen, den Menschen die Angst zu nehmen. Was haben sie davon? Was ist wenn einer, der Flugangst hat, so einen Artikel (wie z.B. letztens in der Zeit) liest, dann fliegt, abstürzt und stirbt. Hat die Zeitung ihn nicht ein bisschen auf dem Gewissen? Frage mich wie Leute wie Stefan Schmitt schlafen können. (und für wen sie wirklich arbeiten...)
...obwohl ich es mir momentan überhaupt nicht leisten kann.
Fast (jedes Jahr) fliege ich unverschuldet aus einem Arbeitsverhältnis und immer dann, wenn die Firma entweder den Bach runter gegangen oder die Schonzeit für die Vergabe der Fördermittel ausgelaufen ist.
Währen dieser Zeiten fahre ich sehr viel Auto und fühle mich dabei jedenfalls sicherer als in einem Flugzeug.
Im Flugzeug bin ich der Kunst des Piloten ausgeliefert, aber im Auto bestimme ich den Kurs - so habe ich schon einen Frontal-Crash ohne Blessuren überlebt.
Mit dem Fahrrad - das wäre eine geündere Alternative, aber nur dann, wenn nicht nur die Autofahrer, sondern auch die radelnde Zunft, bmehr Rücksicht aufeinander nehmen würden!
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