Elektroautos Lautlos zur Arbeit
Schon heute fahren manche Deutsche Elektroautos. Sie sind fast lautlos und verbrauchen nicht viel mehr als ein Haarföhn. Zwei Erfahrungsberichte
© Sonja Mohr

Schon fast ein Elektro-Youngtimer: Für den Hotzenblitz werden Liebhaberpreise gezahlt
Wenn Julian Affeldt seinen weißen Anderthalbsitzer in Bewegung setzt, knirschen die Reifen auf dem Kies. Sonst ist es fast still. Und wenn Christian Baumann aufs Gaspedal tritt, hört man nur ein leises Surren aus der Motorhaube. Beide fahren Elektroautos, heute schon. Aus Überzeugung.
Affeldt besitzt einen CityEl, von der Form her vergleichbar mit einem modernisierten Kabinenroller. Sein Freund Baumann ist mit einem Hotzenblitz unterwegs, einem Kultauto der Szene, das aussieht wie ein größerer Smart.
Noch sind die beiden Autos der beiden Brandenburger eine Seltenheit. Die meisten großen Autohersteller wollen erst in zwei bis drei Jahren mit Elektroautos auf den Markt kommen. Wer wie Baumann und Affeldt elektrisch unterwegs sein will, muss auf kleine Hersteller wie Twike oder CityCom zurückgreifen, die teilweise schon seit 20 Jahren Autos mit Elektroantrieb anbieten. Zwar taugen die Modelle bislang noch nicht für weite Fahrten. Für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen sind sie jedoch allemal geeignet.
Das dachten sich auch Affeldt und Baumann. Rund 30 Kilometer sind es für Affeldt von zuhause bis zur Arbeit. Das schafft der CityEl mit einer Batterieladung. Laut Hersteller wären sogar 70 Kilometer möglich. Ist der Akku einmal leer, dauert es rund zwei Stunden bis er wieder aufgeladen ist. Wer die Batterie am Abend ans Stromnetz hängt, kann am Morgen wieder mit vollem Akku losfahren.
Rund 9000 Euro kostet die Basisversion von Affeldts CityEl, der von Citycom gebaut wird, einem Mittelständler aus dem bayrischen Aub. Die Betriebskosten sind vergleichsweise günstig. "Auf der Stromrechnung ist das kaum zu merken", sagt Affeldt. Der Verbrauch sei ungefähr so hoch wie bei einem "starken Haarföhn". Andere Besitzer beziffern den Verbrauch in Internetforen auf 3,5 bis neun Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Auch um seine Sicherheit macht sich Affeldt wenig Sorgen: "Im Prinzip sitzt man wie in einem riesengroßen Integralhelm."
Zudem fahren sich die Elektroautos fast wie Benziner. Nur mit Gangwechseln muss man sich nicht mehr herumplagen, denn Elektroautos beschleunigen stufenlos. 60 Kilometer in der Stunde schafft der CityEL, der Hotzenblitz sogar 100. Außerdem beschleunigt ein Elektromotor kräftiger und schneller als ein gleich starker Benzinmotor.
Für den normalen Straßenverkehr ist das schnell genug. Dennoch falle man mit einem Elektroauto auf, sagt Affeldt: "Manche staunen, andere lachen einen aus." Und Baumann fügt hinzu: "Erst heute Mittag ist mir wieder jemand hinterhergefahren und hat gefragt, ob das ein Prototyp ist oder ob man den Wagen so kaufen kann."
Der Hotzenblitz, in dem Baumann unterwegs ist, ist eine Legende der Szene. Kurz nach der Wende hatten ostdeutsche Ingenieure das Mobil entwickelt und im thüringischen Suhl die Produktion gestartet. Der Elektroantrieb mag derzeit als Zukunft der mobilen Fortbewegung gehandelt werden. Die Technik aber ist so alt wie das Auto selbst.
Und in den Neunziger Jahren erlebte sie schon einmal einen kleinen Boom: VW brachte einen stromgetriebenen Golf auf den Markt, auch Peugeot versuchte sein Glück mit dem 106 Electrique. Zu Erfolgen wurden allerdings beide nicht: zu teuer, zu langsam, zu geringe Reichweite. Die Zeit war wohl einfach noch nicht reif für die neue Technik.
Auch die Hotzenblitz-Bauer mussten nach ein paar Jahren aufgeben. Zum Star wurde ihr Produkt erst nach dem Ableben der Firma. Um den Hotzenblitz herum hat sich eine regelrechte Szene entwickelt, Fans zahlen viel Geld für ein Exemplar.
Auch Baumann musste für seinen roten Hotzenblitz, Baujahr 1995, tief in die Tasche greifen. 9000 Euro hat er gekostet, obwohl Batterien und Ladeelektronik fehlten. Zuvor hat Baumann einen Toyota Prius gefahren, den er wegen des geringen Verbrauchs angeschafft hatte. "Dann aber habe ich gedacht, da muss es doch noch was Besseres geben." Seitdem Baumann den Hotzenblitz hat, bleibt der Prius meist in der Garage. Denn bei 100 Kilometer Reichweite reicht der Hotzenblitz für Alltagsfahrten in der Regel aus.
Liegen geblieben mit ihren Elektromobilen sind übrigens beide Fahrer noch nicht. Nur ein einziges Problem gab es, das Baumann bewältigen musste: "Als ich meine Feinstaubplakette holen wollte, musste ich ein bisschen diskutieren. Denn die Ämter sind nur auf Benziner oder Diesel eingestellt."
- Datum 06.09.2009 - 15:10 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, 16.6.2009 - 12:57 Uhr
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Ein Haarföhn verbraucht ca. 1,5 KW/h (woran wirklich mal etwas getan werden müsste, das ist viel zu viel!),
ein E-Auto 7,5 bis 10 KW/h -
mit so einer Behauptung im Titel ist der Rest dann auch nur als Träumerei abzuhaken.
1. Im Kaufpreis ist ca. die Hälfte die Batterie. Die kostet nicht nur, sondern verschleißt auch schnell - nach kaum 200- 500 Aufladungen (je nach Batterietyp und Preis) ist die auszutauschen. Das ist nicht nur teuer! Was die Produktion dieses Akkus an Energieverbrauch erfordert hat (warum die so teuer ist), das will Keiner wissen. Tatsächlich verbraucht der Akkus WEIT mehr Energie, als sogar ein Mittelklasseauto (vom Stromverbrauch selbst ganz zu schweigen)
2. Wie der Strom produziert wurde, mit welchem Verlust, mit wieviel Umweltverschmutzung - auch das will Keiner wissen - im Artikel fällt kommt er ja aus der Steckdose.
3. Womit der E-Autobesitzer im Winter sein Auto heizt? Auch das wird völlig ausgeklammert. Mit gutem Grund wird nur im Sommer von E-Autos geträumt.
Im Winter liefert jeder Verbrennungsmotor die Wärme (und ist dann nämlich gar nicht so verlustreich!)
4.: 10 KW sind ca. 1 Liter Benzin - mit so einem Kleinstvehikel wäre auch in einem "normalen" Auto der Benzin- oder Gasverbrauch minimal. Das ist überhaupt nichts Besonderes, es sind nur eben Minimalansprüche. Solche Autos sollten endlich mal produziert werden, statt selbst den Polo von VW zum Mittelklasseauto hochzupuschen!
Warum aber ausgerechnet nur E-Autos mit all den unbeantworteten Problemen angepriesen werden?
Alles offene Fragen - bislang unbeantwortet.
Mit gutem Grund, denn realistisch gesehen, sind E-Autos reine Umweltverschmutzer - nur wird eben woanders verpestet und Ressourcen verbraucht.
.
Richtig, beim Haarfön müsste man etwas tun: Statt einfach Luft direkt elektrisch zu heizen, könnte man auch eine Wärmepumpe einbauen (winzige Turbine sollte reichen), die mit 300W die gleiche Wärmemenge produzieren könnte. Wahrscheinlich würde so ein Haarfön aber statt 5 oder 10 Euro ca. 100 Euro kosten, und auch erheblich mehr wiegen, weil ein Luft-Luft-Wärmetauscher mit entsprechender Wärmeleistung und niedrigem delta-T relativ groß sein muss. Wandmontage möglich, Handbetrieb eher nicht.
Im Elektro-Auto kann man so ein Teil aber einbauen, dann löst sich das Heizungs-Problem im Winter (und im Sommer kann man die Wärmepumpe in die andere Richtung betreiben, als effiziente Klimaanlage).
Zudem kann man sich im Winter auch einfach warm anziehen. Ich fahre Sommer wie Winter 10km mit dem Fahrrad, und das hat definitiv keine Heizung - wobei mein Körper allerdings in Bewegung mit >200W heizt, statt in Ruhe nur mit 100W.
ISt nciht schon etwas gewonnen, wenn die ABgase eben nicht in den am dichtesten von Menschen bewohnten Gebieten, nämlich Städten, rausgeblasen werden?
Und sie haben Recht, das Elektroauto hat ein einziges großes Problem: Die Batterie. Aber sobald sich da was getan hat, sollte es doch möglich sein, vor allem im Stadtverkehr flächendeckend Elektrowägen zu nutzen? Der Energieverbrauch lässt sich ja auch an den Betriebskosten ablesen...
Ja, ja, wenn man einmal Benzin im Blut hat... kann jeder Antrieb der nicht mit Sprit läuft, nichts taugen.
Woher wollen Sie wissen, dass die Akkus nur 500 Ladungen halten? Selbst wenn,
die "Stinker" haben doch erhebliche Nebenkosten. Oder haben sie noch kein Benzin-
Diesel Kfz gefahren??
Auch dürfte der Ladevorgang wohl kaum 2 KW/Std. ziehen. Einen Liter Sprit stellen
SIe 10 Kw gegenüber. Also eine volle Akkuladg. Fahren Sie mit einem Liter 100 km?
Glückwunsch!
Von den enormen Verlusten eines Verbrennungsmotors haben Sie scheinbar auch noch nie etwas gehört? Noch nie was von Solarstrom- Windkraft gehört?
Dann ein E-Mobil als Umweltverschmutzer zu bezeichnen grenzt schon an maßloser....
Fahren Sie ruhig weiter ihr "StinkerAuto" Oder ist es ein "StänkerAuto"?
Ich kann mir vorstellen dass damals als die Herren
Daimler und Benz mit ihren Vehikeln durch die gegend fuhren hat man auch gesagt wie billig es doch sei mit eine Pferdekutsche zu fahren.
Das ist aber die Zukunft!!!
Richtig, beim Haarfön müsste man etwas tun: Statt einfach Luft direkt elektrisch zu heizen, könnte man auch eine Wärmepumpe einbauen (winzige Turbine sollte reichen), die mit 300W die gleiche Wärmemenge produzieren könnte. Wahrscheinlich würde so ein Haarfön aber statt 5 oder 10 Euro ca. 100 Euro kosten, und auch erheblich mehr wiegen, weil ein Luft-Luft-Wärmetauscher mit entsprechender Wärmeleistung und niedrigem delta-T relativ groß sein muss. Wandmontage möglich, Handbetrieb eher nicht.
Im Elektro-Auto kann man so ein Teil aber einbauen, dann löst sich das Heizungs-Problem im Winter (und im Sommer kann man die Wärmepumpe in die andere Richtung betreiben, als effiziente Klimaanlage).
Zudem kann man sich im Winter auch einfach warm anziehen. Ich fahre Sommer wie Winter 10km mit dem Fahrrad, und das hat definitiv keine Heizung - wobei mein Körper allerdings in Bewegung mit >200W heizt, statt in Ruhe nur mit 100W.
ISt nciht schon etwas gewonnen, wenn die ABgase eben nicht in den am dichtesten von Menschen bewohnten Gebieten, nämlich Städten, rausgeblasen werden?
Und sie haben Recht, das Elektroauto hat ein einziges großes Problem: Die Batterie. Aber sobald sich da was getan hat, sollte es doch möglich sein, vor allem im Stadtverkehr flächendeckend Elektrowägen zu nutzen? Der Energieverbrauch lässt sich ja auch an den Betriebskosten ablesen...
Ja, ja, wenn man einmal Benzin im Blut hat... kann jeder Antrieb der nicht mit Sprit läuft, nichts taugen.
Woher wollen Sie wissen, dass die Akkus nur 500 Ladungen halten? Selbst wenn,
die "Stinker" haben doch erhebliche Nebenkosten. Oder haben sie noch kein Benzin-
Diesel Kfz gefahren??
Auch dürfte der Ladevorgang wohl kaum 2 KW/Std. ziehen. Einen Liter Sprit stellen
SIe 10 Kw gegenüber. Also eine volle Akkuladg. Fahren Sie mit einem Liter 100 km?
Glückwunsch!
Von den enormen Verlusten eines Verbrennungsmotors haben Sie scheinbar auch noch nie etwas gehört? Noch nie was von Solarstrom- Windkraft gehört?
Dann ein E-Mobil als Umweltverschmutzer zu bezeichnen grenzt schon an maßloser....
Fahren Sie ruhig weiter ihr "StinkerAuto" Oder ist es ein "StänkerAuto"?
Ich kann mir vorstellen dass damals als die Herren
Daimler und Benz mit ihren Vehikeln durch die gegend fuhren hat man auch gesagt wie billig es doch sei mit eine Pferdekutsche zu fahren.
Das ist aber die Zukunft!!!
Mit gutem Grund, denn realistisch gesehen, sind E-Autos reine Umweltverschmutzer - nur wird eben woanders verpestet und Ressourcen verbraucht.
.. aber auch nicht alles richtig.
Zutreffend ist das Akku- bzw. das Energieträgerproblem: wie bekommt man die zum Antrieb nötige Energie ins Fahrzeug. Akkus sind teuer, schwer, wartungs- bzw. verschleissintensiv, und bei der Produktion auch noch energieintensiv.
Falsch ist die Verteufelung von E-Motoren: die Antriebe zeichnen sich durch hohe Wirkungsgrade aus. Strom kann aus regenerativen Energien gewonnen werden, ohne z.B. die Nahrungsmittel-Produktion zu beeinträchtigen (Raps statt Weizen). Das Argument der Transportverluste wird merkwürdigerweise auch immer nur gegen Strom gebracht. Öl muss gewonnen, transportiert und raffiniert und die raffinierten Produkte anschliessend wieder transportiert werden - die hier beteiligte Infrastruktur von der Quelle bis zum Verbraucher ist mit Sicherheit umweltschädlicher als Windräder und Hochspannungsleitungen in der Landschaft.
Meiner Meinung (Hoffnung?) nach werden wir im Optimalfall in ein paar Dekaden aus dem Stromnetz gespeiste E-Fahrzeuge, sowie über direkt an den "Stromquellen" erzeugte kohlenstoffbasierte Energieträger (Wasserstoff, Brennstoffzelle) versorgte Fahrzeuge sehen, die bei halbwegs dezentraler Infrastruktur von Produktion und Transport auch wieder für gesunden Wettbewerb und das Ende der Energiemonopole sorgen werden.
(... man wird ja noch träumen dürfen ...)
Übrigens bin ich mir sicher, daß wir schon wesentlich weiter wären, wenn die Weichen vor 20 Jahren entsprechend gestellt worden wären. Peak-Oil war auch da schon kein Geheimnis, nur wollte es keiner hören. Stattdessen wird die sogenannte "Schlüsselindustrie" subventioniert und vorangetrieben, bis über den Tod hinaus (Abwrackprämie, Opel, ..).
Einzig einer viel zu mächtigen Lobby haben wir zu verdanken, daß das Geld der Steuerzahler auch heute noch verbrannt wird um den den Tod einer nicht ausreichend anpassungsfähigen Branche hinauszuzögern, statt dass man Platz schafft für die nächste Generation von Fahrzeugen. CityEl, Loremo etc. würden mit entsprechender Forschung und ggf. Initialförderung doch schon lange die Arbeitsplätze kompensieren, welche in der veralteten Branche wegfallen ...
Zutreffend ist das Akku- bzw. das Energieträgerproblem: wie bekommt man die zum Antrieb nötige Energie ins Fahrzeug.Ganz einfach: Stecker in die Steckdose und warten - 10 Minuten bis 8 Stunden je nach Größe der Steckdose :-)
Akkus sind teuer, schwer, wartungs- bzw. verschleissintensiv, und bei der Produktion auch noch energieintensiv.Das klingt ja ganz fürch-ter-lich! Komisch, dass Milliarden von Handys, Notebooks uvam. trotzdem mit so schweren und wartungsintensiven Akkus betrieben werden, da wären doch kleine Dieselgeneratoren bestimmt besser?
Das Argument der Transportverluste wird merkwürdigerweise auch immer nur gegen Strom gebracht.
Stimmt, aber Auspuffideologen sind nun mal merkwürdige Leute.
Öl muss gewonnen, transportiert und raffiniert und die raffinierten Produkte anschliessend wieder transportiert werden - die hier beteiligte Infrastruktur von der Quelle bis zum Verbraucher ist mit Sicherheit umweltschädlicher als Windräder und Hochspannungsleitungen in der Landschaft.
So ist es, wie in Quelle-Rad-Effizienz- und Schadstoffanalysen auch schon nachgewiesen worden ist.
Meiner Meinung (Hoffnung?) nach werden wir im Optimalfall in ein paar Dekaden aus dem Stromnetz gespeiste E-Fahrzeuge [...]
Die sieht man auch heute schon, man muß nur mal die Augen aufmachen. In Deutschland noch nicht sehr viele, aber in anderen Ländern wie USA, Norwegen, ... schon deutlich mehr. Wenn die technische Entwicklung im selben Tempo weitergeht wie bisher, sind sie in max. 2 Dekaden längst in der Mehrzahl (meine Prophezeiung, in 20 Jahren schaun mer dann mal :-)
Einzig einer viel zu mächtigen Lobby haben wir zu verdanken, daß das Geld der Steuerzahler auch heute noch verbrannt wird um den den Tod einer nicht ausreichend anpassungsfähigen Branche hinauszuzögern, statt dass man Platz schafft für die nächste Generation von Fahrzeugen.
Meine Rede... Daimler hatte schon 1997 die Elektro-A-Klasse mit alltagstauglichen Fahrleistungen serienreif (http://www.umweltbrief.de...). Dann haben sie sie verschrottet und erzählen seitdem Akkumärchen, während Toyota und Honda im selben Jahr die ersten Hybridfahrzeuge auf den Markt gebracht haben und dadurch nun 10 Jahre Vorsprung in der Serienfertigung elektrischer Antriebssysteme haben.
Dieser Entwicklungsrückstand der deutschen Hersteller könnte noch sehr viele Arbeitsplätze kosten.
Zutreffend ist das Akku- bzw. das Energieträgerproblem: wie bekommt man die zum Antrieb nötige Energie ins Fahrzeug.Ganz einfach: Stecker in die Steckdose und warten - 10 Minuten bis 8 Stunden je nach Größe der Steckdose :-)
Akkus sind teuer, schwer, wartungs- bzw. verschleissintensiv, und bei der Produktion auch noch energieintensiv.Das klingt ja ganz fürch-ter-lich! Komisch, dass Milliarden von Handys, Notebooks uvam. trotzdem mit so schweren und wartungsintensiven Akkus betrieben werden, da wären doch kleine Dieselgeneratoren bestimmt besser?
Das Argument der Transportverluste wird merkwürdigerweise auch immer nur gegen Strom gebracht.
Stimmt, aber Auspuffideologen sind nun mal merkwürdige Leute.
Öl muss gewonnen, transportiert und raffiniert und die raffinierten Produkte anschliessend wieder transportiert werden - die hier beteiligte Infrastruktur von der Quelle bis zum Verbraucher ist mit Sicherheit umweltschädlicher als Windräder und Hochspannungsleitungen in der Landschaft.
So ist es, wie in Quelle-Rad-Effizienz- und Schadstoffanalysen auch schon nachgewiesen worden ist.
Meiner Meinung (Hoffnung?) nach werden wir im Optimalfall in ein paar Dekaden aus dem Stromnetz gespeiste E-Fahrzeuge [...]
Die sieht man auch heute schon, man muß nur mal die Augen aufmachen. In Deutschland noch nicht sehr viele, aber in anderen Ländern wie USA, Norwegen, ... schon deutlich mehr. Wenn die technische Entwicklung im selben Tempo weitergeht wie bisher, sind sie in max. 2 Dekaden längst in der Mehrzahl (meine Prophezeiung, in 20 Jahren schaun mer dann mal :-)
Einzig einer viel zu mächtigen Lobby haben wir zu verdanken, daß das Geld der Steuerzahler auch heute noch verbrannt wird um den den Tod einer nicht ausreichend anpassungsfähigen Branche hinauszuzögern, statt dass man Platz schafft für die nächste Generation von Fahrzeugen.
Meine Rede... Daimler hatte schon 1997 die Elektro-A-Klasse mit alltagstauglichen Fahrleistungen serienreif (http://www.umweltbrief.de...). Dann haben sie sie verschrottet und erzählen seitdem Akkumärchen, während Toyota und Honda im selben Jahr die ersten Hybridfahrzeuge auf den Markt gebracht haben und dadurch nun 10 Jahre Vorsprung in der Serienfertigung elektrischer Antriebssysteme haben.
Dieser Entwicklungsrückstand der deutschen Hersteller könnte noch sehr viele Arbeitsplätze kosten.
zu 1) Für Bleiakkus stimmt die Behauptung mit den 200-500 Zyklen, alle anderen Akkutypen (NiCd, NiMH, Li*) haben eine deutlich höhere Lebenserwartung. Existierende Elektroautos mit NiCd- bzw. NiMH-Akkus legen 150tkm und mehr mit einem Akkusatz zurück:
http://www.evguide.nu/ab1...
http://www.evnut.com/rav_...
Was die Produktion von Akkus für Energie erfordert ist schon interessant, nur da lef keine Ahnung davon kann er es auch nicht sagen und muß dunkle Andeutungen verbreiten statt wissenschaftlicher Forschungsergebnisse:
http://www.mech.kuleuven....
Warum ein Akku mehr Energie VERBRAUCHEN soll, hat er auch noch nie verständlich erklären können. Ein Akku ist nämlich, wie sonst jeder weiß, ein EnergieSPEICHER und kein Energieverbraucher, er nimmt Energie auf und gibt sie später wieder ab, mit nur geringen Verlusten von 5-10%.
Gegen die 70-80% Energieverlust alleine auf der Strecke Zapfsäule-Rad bei Verbrennungsmotor-Autos sind das echte Peanuts.
zu 2) Wie der Strom produziert wird und wie die Effizienz eines Elektroautos mit dem aktuellen deutschen Strommix aussieht, kann jeder wissen der sich dafür interessiert:
http://www.daimler.com/go...
Für die Benzingläubigen wird der Sprit von freundlichen Ausserirdischen direkt in die Zapfsäule gebeamt, also total öko im Gegensatz zum bösen dreckigen Strom ;-)
zu 3) Elektroautos werden entweder mit Strom beheizt (geht natürlich auf die Reichweite) oder mit seit Jahrzehnten bewährten Benzin/Diesel/Gas-"Stand"heizungen z.B. von Webasto, Truma oder Eberspächer.
Warum lef, der doch sonst alles zu wissen glaubt, davon noch nie gehört hat, weiß ich wiederum nicht...
zu 4) 10kWh (Kilowattstunden!) entsprechen ungefähr der Energie von 1 Liter Benzin. kW bezeichnet Leistung, keine Energie!
Da lef hier zeigt, dass er noch nicht mal die korrekten Maßeinheiten kennt, sollte jeder selbst entscheiden welchen Wert er seinen Aussagen überhaupt beimessen will.
Verbrauchswerte ab Steckdose auf 100km aus der Realität: city-el um die 6kWh, Twike 5-8kWh, Hotzenblitz 10-12 kWh, Renault Twingo elettrica (NaNiCl2-Akku) ca. 16,5kWh, Citroen Saxo/Peugeot 106 electrique 18-20kWh.
Neben dem geringen Verbrauch ist für mich aber auch der Fahrspaß bei Elektrofahrzeugen entscheidend: das lautlose Beschleunigen und Gleiten ohne Geknatter und Gestank sind nämlich unbezahlbar!
Hallo Skarrin,
sehr gut, Ihr Kommentar.
Ja, l.. ist ein unglaublicher Stänkerer. Siehe mein Komm.15
Wie man 10 kw mit einem Liter Sprit gleichstellen kann, ist mir auch ein Rätsel. Er
fährt scheinbar damit 100 km!
Dass die E-Mobile über 10 kwh ziehen wußte ich aber auch nicht. O.K. sind bei 20ct
die KwStd. 2,00 € Selbst bei 5 Std. Ladung, sind es gerade mal 10,-€ Wie weit kom-
mt man mit 10,- Diesel/Benzin, und dann die Folgekosten: Öl, Schmierstoffe, Inspek-
tionen, TÜV, Auspuffanlage, Verschleiß am Verbrenngsmotor, und und und...
Abgase vernebeln scheinbar nicht nur die Luft.
Hallo Skarrin,
sehr gut, Ihr Kommentar.
Ja, l.. ist ein unglaublicher Stänkerer. Siehe mein Komm.15
Wie man 10 kw mit einem Liter Sprit gleichstellen kann, ist mir auch ein Rätsel. Er
fährt scheinbar damit 100 km!
Dass die E-Mobile über 10 kwh ziehen wußte ich aber auch nicht. O.K. sind bei 20ct
die KwStd. 2,00 € Selbst bei 5 Std. Ladung, sind es gerade mal 10,-€ Wie weit kom-
mt man mit 10,- Diesel/Benzin, und dann die Folgekosten: Öl, Schmierstoffe, Inspek-
tionen, TÜV, Auspuffanlage, Verschleiß am Verbrenngsmotor, und und und...
Abgase vernebeln scheinbar nicht nur die Luft.
Zutreffend ist das Akku- bzw. das Energieträgerproblem: wie bekommt man die zum Antrieb nötige Energie ins Fahrzeug.Ganz einfach: Stecker in die Steckdose und warten - 10 Minuten bis 8 Stunden je nach Größe der Steckdose :-)
Akkus sind teuer, schwer, wartungs- bzw. verschleissintensiv, und bei der Produktion auch noch energieintensiv.Das klingt ja ganz fürch-ter-lich! Komisch, dass Milliarden von Handys, Notebooks uvam. trotzdem mit so schweren und wartungsintensiven Akkus betrieben werden, da wären doch kleine Dieselgeneratoren bestimmt besser?
Das Argument der Transportverluste wird merkwürdigerweise auch immer nur gegen Strom gebracht.
Stimmt, aber Auspuffideologen sind nun mal merkwürdige Leute.
Öl muss gewonnen, transportiert und raffiniert und die raffinierten Produkte anschliessend wieder transportiert werden - die hier beteiligte Infrastruktur von der Quelle bis zum Verbraucher ist mit Sicherheit umweltschädlicher als Windräder und Hochspannungsleitungen in der Landschaft.
So ist es, wie in Quelle-Rad-Effizienz- und Schadstoffanalysen auch schon nachgewiesen worden ist.
Meiner Meinung (Hoffnung?) nach werden wir im Optimalfall in ein paar Dekaden aus dem Stromnetz gespeiste E-Fahrzeuge [...]
Die sieht man auch heute schon, man muß nur mal die Augen aufmachen. In Deutschland noch nicht sehr viele, aber in anderen Ländern wie USA, Norwegen, ... schon deutlich mehr. Wenn die technische Entwicklung im selben Tempo weitergeht wie bisher, sind sie in max. 2 Dekaden längst in der Mehrzahl (meine Prophezeiung, in 20 Jahren schaun mer dann mal :-)
Einzig einer viel zu mächtigen Lobby haben wir zu verdanken, daß das Geld der Steuerzahler auch heute noch verbrannt wird um den den Tod einer nicht ausreichend anpassungsfähigen Branche hinauszuzögern, statt dass man Platz schafft für die nächste Generation von Fahrzeugen.
Meine Rede... Daimler hatte schon 1997 die Elektro-A-Klasse mit alltagstauglichen Fahrleistungen serienreif (http://www.umweltbrief.de...). Dann haben sie sie verschrottet und erzählen seitdem Akkumärchen, während Toyota und Honda im selben Jahr die ersten Hybridfahrzeuge auf den Markt gebracht haben und dadurch nun 10 Jahre Vorsprung in der Serienfertigung elektrischer Antriebssysteme haben.
Dieser Entwicklungsrückstand der deutschen Hersteller könnte noch sehr viele Arbeitsplätze kosten.
Hier ein paar neue Wortschöpfungen für den Erfinder des "Haarföhns"...
Wenn Hotzenblitz und City-El als repräsentativ für den Zustand der Szene angeführt werden, dann wissen wir ja bescheid.
Ohne auf technische Details einzugehen, hier das Nebeneinander der umweltpolitischen Baustellen der letzten Jahre (..... vielleicht bis x-20....):
-Wasserstoff
-Akku
-Biosprit
Irgendwas dran ist an jeder Option, aber Haken gibt es überall, und zwar durchaus fundamentaler Art. Gemein ist allen nur der Anspruch der Alternative zum status quo, der da ist: (flüssiger) Kohlenwasserstoff, fossil.
Das jüngste wahrnehmbare Argument: knappe Lithiumressource. Weiter mit Neodym, Indium, Gallium. Von Cu redet ja schon garkeiner mehr. (man sieht nur den steigenden Preis für Kabelbund und Heizungsrohr im Baumarkt......)
Ich hab bisher nicht finden können, wieviel Li für den Akkusatz für ein Auto gebraucht wird. Bischen mehr als für einen Laptop dürfte es wohl sein. Wie gesagt, in der Dimension ist wohl nicht Pillepalle, wenn wir als Referenzgröße den Absatz von Benzin und Diesel nehmen........
Das von Carl Benz erfundene System besteht im wesentlichen aus Eisen - bis heute unverändert. Also kein seltener Stoff. Und daß die biologische Evolution seit ....Mrd Jahren auf das Energiespeichersystem "Kohlenstoff" setzt, hat vielleicht auch einen Grund........
Ob wir mit "Strom" wohl dem Nachhaltigkeitsanspruch unserer kopfzahlstarken Zivilisation wohl näher kommen.......?.........
Ihnen ist aber schon klar dass das "von Carl Benz erfundene System" ein paar Jahre lang optimiert wurde? Und sie vergleichen das jetzt mit relativ jungen Optionen? Der einzige Grund für Verbrennungsmotoren ist die hohe energiedichte von Benzin bei gleichzeitig relativ unproblematischem Umgang.
Das Kohlenwasserstoff langsam weniger wird ist ihnen bekannt? Und dann versuchen sie mal Kupfer zu recyclen und Kohlenwasserstoff. Ich denke sie werden mit Kupfer mehr Erfolg haben.
Natürlich haben sie recht damit das so gut wie ALLE Elemente auf dieser Erde begrenzt sind. Das ist aber nicht neu. Umso mehr wird es Zeit auf den viel effektiveren Elektromotor umzusteigen.
Mal von dem winzigen Problem abgesehen wer denn den ganzen Strom produzieren soll.....
Ihnen ist aber schon klar dass das "von Carl Benz erfundene System" ein paar Jahre lang optimiert wurde? Und sie vergleichen das jetzt mit relativ jungen Optionen? Der einzige Grund für Verbrennungsmotoren ist die hohe energiedichte von Benzin bei gleichzeitig relativ unproblematischem Umgang.
Das Kohlenwasserstoff langsam weniger wird ist ihnen bekannt? Und dann versuchen sie mal Kupfer zu recyclen und Kohlenwasserstoff. Ich denke sie werden mit Kupfer mehr Erfolg haben.
Natürlich haben sie recht damit das so gut wie ALLE Elemente auf dieser Erde begrenzt sind. Das ist aber nicht neu. Umso mehr wird es Zeit auf den viel effektiveren Elektromotor umzusteigen.
Mal von dem winzigen Problem abgesehen wer denn den ganzen Strom produzieren soll.....
Ihnen ist aber schon klar dass das "von Carl Benz erfundene System" ein paar Jahre lang optimiert wurde? Und sie vergleichen das jetzt mit relativ jungen Optionen? Der einzige Grund für Verbrennungsmotoren ist die hohe energiedichte von Benzin bei gleichzeitig relativ unproblematischem Umgang.
Das Kohlenwasserstoff langsam weniger wird ist ihnen bekannt? Und dann versuchen sie mal Kupfer zu recyclen und Kohlenwasserstoff. Ich denke sie werden mit Kupfer mehr Erfolg haben.
Natürlich haben sie recht damit das so gut wie ALLE Elemente auf dieser Erde begrenzt sind. Das ist aber nicht neu. Umso mehr wird es Zeit auf den viel effektiveren Elektromotor umzusteigen.
Mal von dem winzigen Problem abgesehen wer denn den ganzen Strom produzieren soll.....
"Mal von dem winzigen Problem abgesehen wer denn den ganzen Strom produzieren soll....."
Dazu haben sich kluge Leute schon ein paar interessanten Gedanken gemacht:
http://www.desertec.org/de/
Und wie wir in den Nachrichten in der letzten Woche gehört haben, findet das inzwischen sogar die deutsche Wirtschaft Anklang...
Das eine solche Energieinfrastruktur aufzubauen, statt Milliarden in Infrastruktur zur Förderung und Transport(Ölpipelines!) von endlichen Energieträgern zu investieren, nachhaltiger ist muss, denke ich, nicht erwähnt werden.
Grüße
babbelfish
"Mal von dem winzigen Problem abgesehen wer denn den ganzen Strom produzieren soll....."
Dazu haben sich kluge Leute schon ein paar interessanten Gedanken gemacht:
http://www.desertec.org/de/
Und wie wir in den Nachrichten in der letzten Woche gehört haben, findet das inzwischen sogar die deutsche Wirtschaft Anklang...
Das eine solche Energieinfrastruktur aufzubauen, statt Milliarden in Infrastruktur zur Förderung und Transport(Ölpipelines!) von endlichen Energieträgern zu investieren, nachhaltiger ist muss, denke ich, nicht erwähnt werden.
Grüße
babbelfish
Richtig, beim Haarfön müsste man etwas tun: Statt einfach Luft direkt elektrisch zu heizen, könnte man auch eine Wärmepumpe einbauen (winzige Turbine sollte reichen), die mit 300W die gleiche Wärmemenge produzieren könnte. Wahrscheinlich würde so ein Haarfön aber statt 5 oder 10 Euro ca. 100 Euro kosten, und auch erheblich mehr wiegen, weil ein Luft-Luft-Wärmetauscher mit entsprechender Wärmeleistung und niedrigem delta-T relativ groß sein muss. Wandmontage möglich, Handbetrieb eher nicht.
Im Elektro-Auto kann man so ein Teil aber einbauen, dann löst sich das Heizungs-Problem im Winter (und im Sommer kann man die Wärmepumpe in die andere Richtung betreiben, als effiziente Klimaanlage).
Zudem kann man sich im Winter auch einfach warm anziehen. Ich fahre Sommer wie Winter 10km mit dem Fahrrad, und das hat definitiv keine Heizung - wobei mein Körper allerdings in Bewegung mit >200W heizt, statt in Ruhe nur mit 100W.
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