Iran wählt

Irans Jugend entscheidet die Wahl

Zwei traditionell gekleidete Iranerinnen kämpfen für ihren Kandidaten, Präsident Mahmud Ahmadineschad  |  © Atta Kenare/AFP/Getty Images

Ein Konservativer, zwei Reformer: Staatspräsident Mahmud Ahmadineschad kämpft gegen drei Kandidaten um seine Wiederwahl, Chancen gegen ihn hat aber nur Reformer Mir-Hossein Mussawi. Es müssen vor allem die jungen Leute überzeugt werden: Zwei Drittel der Iraner sind jünger als 30 Jahre. Die Jungen gehen jetzt auf die Straße, treten offensiv für ihre Kandidaten ein. Und sie üben offen Kritik an den Zuständen. Dem Präsidenten nehmen sie Einschränkungen ihrer Freiheit wie die verschärfte Kontrolle der Kleidung übel. Für die Reformer demonstrieren auffällig viel junge Frauen. In diesem Wahlkampf kommen SMS, E-Mails, Blogs und Online-Netzwerke erstmals voll zum Einsatz, die junge Generation in den Städten soll geködert werden. Opposition findet heute auch in Iran im Netz statt, ein Drittel des Landes ist bereits online. 46 der 70 Millionen Iraner sind heute wahlberechtigt, darunter mehrere Millionen junge Erstwähler. Vier Jahre Rückzug unter Hardliner Ahmadineschad haben in der jungen Bevölkerung viel Frust aufgestaut. Zehntausende gehen jetzt für ihre Kandidaten auf die Straße. Gegen die Bedürfnisse von jungen Menschen kann man auf Dauer nicht regieren. Bilder eines jungen Wahlkampfes.
 

Leser-Kommentare
  1. das bildmaterial, das hier gezeigt wird ist schrecklich;
    man hat fast den eindruck es ist vorzensiert
    die selbstdarstellung aller Iranerinnen auf dem Internet ist eine andere.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service