Schleichwerbung Biete Gutschein, suche LinkSeite 2/2
Nicht jeder differenziert dabei aber so genau. Für Uwe Ramminger, Inhaber von alles2null.de, sind bezahlte Links kein Tabu. Denn oft bitten die Anbieter darum, Links in Texte zu setzen, die schon länger online sind. "Wenn ich im Nachhinein in einen alten Artikel einen Link setze und dafür bezahlt werde, dann manipuliere ich den Inhalt auf technischer Ebene und nicht inhaltlich."
Eine eigenwillige Interpretation. Denn die Grenze zwischen Werbung und redaktionellem Inhalt, die auch im klassischen Journalismus gerne mal verletzt wird, gilt natürlich auch für ältere Texte. Doch gibt es einfach zu viele, die von solchen Täuschungen profitieren.
Suchmaschinenbetreiber versuchen, das Problem zu bekämpfen, reden über das Thema aber nicht so gern. "Die meisten Website-Betreiber gehen unserer Erfahrung nach seriös mit Links um. Denn Webmaster, die nicht auf die Qualität ihrer Links achten, schaden früher oder später vor allem ihrer eigenen Website", sagt Lena Wagner von Google Deutschland. Wie groß der Schaden ist, der durch Manipulationsversuche entsteht, dazu sagt sie lieber nichts. Denn auch Google lebt vom Vertrauen seiner Nutzer.
Blogger, die bereits sind, dieses zu missbrauchen, können schnell Geld verdienen. "Wenn man sich geschickt anstellt, kann man aus jedem Blog eigentlich mehrere Hundert bis zu Tausend Euro im Monat herausholen. Man darf da nur nicht zimperlich sein", sagt alles2null-Blogger Ramminger.
Die Mehrheit indes ist genau das und lässt von Täuschungen, ja von Werbung überhaupt lieber die Finger. Zumindest gab es bislang keinen prominenten Fall, der bekannt geworden wäre. Felix Schwenzel von wirres.net ist sich sicher: "Wenn herauskommt, dass ein bekannter Blogger heimlich Verkaufslinks in seine Texte schreibt, dann gäbe das schon einen Aufschrei." Hoffentlich – ist Öffentlichkeit doch die beste Selbstkontrolle des Netzes.
- Datum 12.06.2009 - 10:48 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Mein Blog ist noch nicht so lange online (6 Monate). Deshalb war ich überrascht, wie schnell das ging, bis die ersten Angebote wie ”Wir bezahlen für Links" kamen. Höfliche Ablehnung per eMail, nie wieder etwas von denen gehört. Das ist die eine sehr offensichtliche Form von Schleichwerbung. Mit einer anderen Form von Schleichwerbung scheinen viel weniger Blogger ein Problem zu haben: Es gibt immer mehr Blogs, die überhaupt nur zu einem einzigen Zweck zu existieren scheinen: verlinkt zu werden. In den Einträgen geht es ständig um dieses eine Thema: Wie steigere ich die Zahl meiner Links? Oder Aufrufe: Schreibst Du etwas über mich, schreibe ich etwas über Dich und wir verlinken uns gegenseitig. Oder es gibt Aktionen: Jeder der Blog XY verlinkt, bekommt ein T-Shirt. 300+ Links für so etwas sind keine Seltenheit. Nur die Inhalte bleiben leider auf der Strecke. So lange in dubiosen Blogkatalogen Blogs dieser Art ganz oben gelistet sind, ist es kein Wunder, dass Blogs in Deutschland insgesamt noch wenig Relevanz haben.
die fliegen gnadenlos raus. BMW war ja auch schon draußen;-) Habe im übrigen gehört, daß Onsiteoptimierung von Google wieder stärker gewertet wird als die Inbound-Links. Sprich, der Content der Seite wird - endlich - wichtiger als irrelevante Links.
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