Great Firewall China verlangt Zensur-Programm auf allen RechnernSeite 2/2

Im Gegensatz zum "Grünen Damm" will das BKA hierzulande nur kriminelle Inhalte blockieren. In China geht es nicht um Kriminalität, sondern um alle "Onlinepornografie". Doch zeigt die Software die gefährlichen Möglichkeiten dieser Idee, vor denen immer wieder Kritiker warnen. Hierzulande macht sich verdächtig, wer auf einem Stoppschild landet, egal, wie er dahin kam. In China wäre dann suspekt, wer auf eine gesperrte Seite zugriffe, ist der Filter doch obligatorisch, auch wenn er "natürlich" wieder deinstalliert werden können, wie Zhang zitiert wird.

Nachtrag: Inzwischen ist bei Wikileaks eine chinesische Dokumentation der Fähigkeiten des Programms aufgetaucht, die von Nutzern erstellt und auch ins Englische übersetzt wurde. Demnach funktioniert der Filter nur beim Internet Explorer und beim Google Chrome, nicht aber beim Browser Firefox. Und neben Pornografie sperrt er auch politische Inhalte, vor allem solche der von der chinesischen Regierung gefürchteten Falun-Gong-Bewegung.

 
Leser-Kommentare
    • Buker
    • 10.06.2009 um 13:29 Uhr

    schön zu sehen, wie der "Wandel durch Handel" in China endlich zu mehr Freiheiten und Demokratie führt. Hat mit den olympischen Spielen ja auch so schön funktioniert...

    Aber hauptsache die Kassen stimmt!!!

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    Richtig, es hat in der Tat prima funktioniert.

    Unsere Regierung findet inzwischen Zensur klasse, und die Chinesen nennen ihre jetzt auch "Jugendschutz". Man kommt sich näher.

    Die Völker lernen in Frieden voneinander - wir sind zweifellos auf dem Weg in eine goldene Zukunft!

    Richtig, es hat in der Tat prima funktioniert.

    Unsere Regierung findet inzwischen Zensur klasse, und die Chinesen nennen ihre jetzt auch "Jugendschutz". Man kommt sich näher.

    Die Völker lernen in Frieden voneinander - wir sind zweifellos auf dem Weg in eine goldene Zukunft!

  1. In Deutschland würden unsere Politiker gerne auf jedem PC nen Bundestrojaner sehen. Also warum über die bösen bösen Chinesen aufregen?

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    Weil wir uns hier auch aufregen über Bundestrojaner und leyenistische Auswüchse.
    Weil wir das dürfen.
    Weil wir Erfolg haben.
    Weil ein Zensurprogramm dafür steht, dass der Bürger unmündig gehalten wird.
    Glücklicherweise gibt es in China längst intelligente Menschen. So eine Software zu löschen oder zu umgehen ist schnell gelöst. Das Problem der chinesischen Regierung ist, dass sie ihre eigenen Bürger unterschätzt und anstatt sich auf sie zuzubewegen gibt es nur mehr Verbote.
    Die Zukunft wird zeigen, ob das auf Dauer gut gehen kann.

    • knuham
    • 11.06.2009 um 10:44 Uhr

    Die VR China will wieder das Reich der Mitte werden, das wird noch immer nicht von breiten Kreisen der Öffentlichkeit registiert. Dabei wird sowohl nach innen wie auch nach aussen agiert. Wenn dabei Yahoo oder, falls es denn zutreffen sollte, auch Google, zu Lakeien dieses Systems werden, dann gute Nacht.
    Neuestes Beispiel chinesischer Stärke ist das Einfuhrverbot von Renault in China. Hr. Sarkozy hatte sich vor drei Tagen erlaubt für den Dalai lama ein Bankett in Paris abzuhalten. Die Antwort kam prompt, zumal bereits eine scharfe Warnung aus China vorlag. aktuelle Mitteilung von BBC

    Weil wir uns hier auch aufregen über Bundestrojaner und leyenistische Auswüchse.
    Weil wir das dürfen.
    Weil wir Erfolg haben.
    Weil ein Zensurprogramm dafür steht, dass der Bürger unmündig gehalten wird.
    Glücklicherweise gibt es in China längst intelligente Menschen. So eine Software zu löschen oder zu umgehen ist schnell gelöst. Das Problem der chinesischen Regierung ist, dass sie ihre eigenen Bürger unterschätzt und anstatt sich auf sie zuzubewegen gibt es nur mehr Verbote.
    Die Zukunft wird zeigen, ob das auf Dauer gut gehen kann.

    • knuham
    • 11.06.2009 um 10:44 Uhr

    Die VR China will wieder das Reich der Mitte werden, das wird noch immer nicht von breiten Kreisen der Öffentlichkeit registiert. Dabei wird sowohl nach innen wie auch nach aussen agiert. Wenn dabei Yahoo oder, falls es denn zutreffen sollte, auch Google, zu Lakeien dieses Systems werden, dann gute Nacht.
    Neuestes Beispiel chinesischer Stärke ist das Einfuhrverbot von Renault in China. Hr. Sarkozy hatte sich vor drei Tagen erlaubt für den Dalai lama ein Bankett in Paris abzuhalten. Die Antwort kam prompt, zumal bereits eine scharfe Warnung aus China vorlag. aktuelle Mitteilung von BBC

    • zetti
    • 10.06.2009 um 13:41 Uhr

    So- jetzt warten wir mal in etwa ein Jahr. Nachdem sich dann die Aufregung gelegt hat, wird mit 100%-iger Sicherheit einer unserer prominenten Volksvertreter auf der Matte stehen und gleiches zum Schutz des deutschen Michel fordern.

    Wetten?

    Zetti

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    • Setro
    • 10.06.2009 um 14:32 Uhr

    Ein Blick zurück reicht da schon.

    > http://www.heise.de/newst...

    Völlig unerheblich was hier als Grund der Zensur angegeben wird, es is ist und bleibt Zensur.

    So, die Wette hättest du also verloren. Was bekomme ich jetzt überhaupt? ;)

    • Setro
    • 10.06.2009 um 14:32 Uhr

    Ein Blick zurück reicht da schon.

    > http://www.heise.de/newst...

    Völlig unerheblich was hier als Grund der Zensur angegeben wird, es is ist und bleibt Zensur.

    So, die Wette hättest du also verloren. Was bekomme ich jetzt überhaupt? ;)

  2. Richtig, es hat in der Tat prima funktioniert.

    Unsere Regierung findet inzwischen Zensur klasse, und die Chinesen nennen ihre jetzt auch "Jugendschutz". Man kommt sich näher.

    Die Völker lernen in Frieden voneinander - wir sind zweifellos auf dem Weg in eine goldene Zukunft!

    Antwort auf "Wandel durch Handel?"
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    • zetti
    • 10.06.2009 um 13:51 Uhr

    Ähh- könnten Sie bitte "goldene Zukunft" näher definieren- insbesondere auch für welche Bevölkerungsgruppen diese dann stattfindet? ;-)
    Zetti

    • zetti
    • 10.06.2009 um 13:51 Uhr

    Ähh- könnten Sie bitte "goldene Zukunft" näher definieren- insbesondere auch für welche Bevölkerungsgruppen diese dann stattfindet? ;-)
    Zetti

  3. Schlimmer wird es, wenn statt der Software/OS, die (schon oft verbauten) Crypto-Chips auf dem Rechner nicht mehr der eigenen Sicherheit dienen.

    Der schmale Grat zwischen Hardware, die die Sicherheit des Nutzer unterstützt und Hardware, die den Nutzer zu bestimmten Verhalten zwingt, ist dünn.

    Diese Diskussion gab es schon mal, auf die Schnelle kann man die Überbleibsel von damals hier finden.

    • zetti
    • 10.06.2009 um 13:51 Uhr

    Ähh- könnten Sie bitte "goldene Zukunft" näher definieren- insbesondere auch für welche Bevölkerungsgruppen diese dann stattfindet? ;-)
    Zetti

    Antwort auf "Wandel durch Handel!"
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    ja, ja, Ironie ohne die zwincker-Smileys ist schon so eine verflixte sache, dass erschliesst sich dann auch nicht jedem. macht aber nix :)

    ja, ja, Ironie ohne die zwincker-Smileys ist schon so eine verflixte sache, dass erschliesst sich dann auch nicht jedem. macht aber nix :)

  4. Ich verstehe diese Politik so:

    Vor einem Jahr hat das Obergericht von der Provinz Guangdong eine Politik veröffentlicht, und zwar: Diejenigen Unternehmer, die vor Ort große Geschäfte machen, sollen nicht untersucht und bestraft werden, nachdem sie kleine Verbrechen getan haben. Schließlich hat es sich festgestellt, dass die Richter da eine unsagbare Beziehung mit den kriminellen Unternehmern haben. Die Richter sind schon festgenommen und werden untersucht.

    Ein anderer Fall: Die Richter vom Gericht für Meeresangelegenheiten von Guangdong wollten die fortschrittlichen Erfahrungen der Welt kennenlernen und sind dann mehrmals nach Afrika gereist. Aber wohin? In die Wüste!!! Und die chinesischen Steuerzahler haben für jeden 8000 Euro für nur eine Woche gezahlt!!! (Oder wenn nicht die Steuerzahler gezahlt haben, woher haben sie das Geld bekommen? Alles fragwürdig!!!) Solche absurden Fälle spielen in China jeden Tag.

    In China sind immer mehr Politik und Gesetze ausgemacht, durch die die Gesellschaft besser unter Überwachung wird. Manche Gesetze sind gut, wie die gegen Kinderporno usw., aber keine Gesetze gegen die verbrechenden Beamten und den Schutz der Menschenrechte(nicht im Sinne Hunger usw. Das ist schon keine Ausrede mehr.). Das ist der Grund, warum sich viele Leute in China immer der Regierung (praktisch den Beamten, nicht der Regierung.) gegenüberstellen. Und mit der Politik wie Great Fire Wall wird die chin. Regierung in der Welt vorgeworfen. Dieses Problem zu lösen, Einfach: Lassen das Volk die korrupten Beamten frei kritisieren. Da die korrupten Beamten können alles staatliche Gewalt gegen die Leute benutzen, was deutlich gegen die chinesische Volksverfassung und das Strafgesetz ist. Das hat die Gesellschaft heftig verletzt. Die besten Mittel gegen Korruption: Paparazzi. Viel Leistungsfähiger als Polizei und Rechtsanwaltschaft.

    • cure
    • 10.06.2009 um 14:12 Uhr

    Menschenrechte uns so ein Firlefanz sind den meisten großkapitalistischen Vereinigungen (auch unter dem euphemistischen Wort Unternehmen bekannt) völlig egal. Was Geld bringt, wird gemacht.

    Dass man China die Machtposition, mit der man in unseren Breiten Arbeitsrecht, Kündigungsschutz usw. aufweichen will, ausnutzen zu probiert, steht außer Frage. Nachher verzichten die Chinesen lieber auf westliche PCs, und das würde ja bedeuten, weniger Gewinn.

    Auf so eine Welt kann ich leider nur zynisch reagieren,
    cure

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