Raumfähre Endeavour

Nasa sagt erneut Start ab

Der für heute vorgesehene Start des US-Spaceshuttle muss erneut verschoben werden. Ein neuer Termin für den Flug zur internationalen Raumstation ist erst für Juli geplant

Die Uhr am Kennedy Space Center in Florida zählt weiter runter, nachdem der Start der Raumfähre Endeavour nun bereits zum dritten Mal verschoben werden musste

Die Uhr am Kennedy Space Center in Florida zählt weiter runter, nachdem der Start der Raumfähre nun bereits zum dritten Mal verschoben werden musste

Grund für den Abbruch der Startvorbereitungen war wie schon am vergangenen Samstag ein Leck am Außentank des Shuttle. Techniker in Cape Canaveral hatten es wenige Stunden zuvor entdeckt, als sie die Raumfähre mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff betankten. Zunächst war noch versucht worden, den Schaden zu beheben und am geplanten Start festzuhalten. Doch dann gab die Weltraumbehörde Nasa auf ihrer Internetseite die Absage des Flugs bekannt. Die Sicherheit der Astronauten gehe vor, hieß es.

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Einen neuer Starttermin wurde auch schon bekannt gegeben. Am 11. Juli, um 13.39 Uhr mitteleuropäischer Zeit soll die Endeavour nun zur internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Ursprünglich sollte der Shuttle bereits am 13. Juni mit sieben Astronauten an Bord ins All fliegen.

Hauptaufgabe während der 16-tägigen Mission soll es sein, eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform am japanischen Raumlabor Kibo anzubringen. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden. Insgesamt sind fünf Außeneinsätze der Astronauten vorgesehen.

Startverschiebungen gehören bei den US-Raumfähren fast schon Routine. Die Shuttle gelten als alte Arbeitspferde, die ihre besten Tage hinter sich haben. Im Mai nächsten Jahres werden die drei ausgedienten Orbiter der US-Flotte, die Endeavour, die Atlantis und die Discovery, in Rente geschickt. Die Nasa hofft, dass die Fähren noch so lange durchhalten.

In letzter Zeit gab es mal Probleme mit dem Hitzeschild, mal verzögerten defekte Tanksensoren den Start. In diesem Jahr geriet der Start der Discovery bereits zur Geduldsprobe. Anfang Februar sollte der Shuttle abheben, doch erst Mitte März ging es los. Hartnäckige Probleme mit Ventilen am Außentank sowie ein Leck an einer Wasserstoffleitung führten zu mehreren Startverschiebungen.

Bereits Ende 1997 als die Atlantis mit dem europäischen Weltraumlabor Columbus und dem deutschen Astronauten Hans Schlegel ins All sollte, musste der Start mehrfach verschoben werden, wegen der Probleme mit den Sensoren am Außentank.

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Leser-Kommentare

  1. Warum schallte Amerika mit lauten Tönen die Raumfahrt beherrschen zu können. Warum hat Amerika nicht gleich mit dem Russen ehrlich zusammen arbeiten wollen? Wie abfällig hat man über die russische Raumstation gelästert. Wer hält die ISS noch in Betrieb? Sind es nicht die Russen mit ihren sicheren Transportern. Ich bin kein Russenfreund aber ich halte Überheblichkeit und Unehrlichkeit immer für ein schlechten Gradmesser wissenschaftlicher Arbeit. Ich habe niemals gehört, dass man den Russen dankbar sein muss, dass überhaupt noch Leute sich in der ISS befinden können und dort auch überleben können weil die russischen Transporter Nahrung und vieles andere mehr zur ISS bringen.

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  • Datum 17.6.2009 - 09:35 Uhr
  • Serie News
  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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  • Schlagworte Raumfahrt | bemannte Raumfahrt | Raumfahrzeug | Weltraum
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