Flugzeugabsturz Airbus ist wohl nicht explodiert

Neue Untersuchungsergebnisse: Die über dem Atlantik verunglückte Air-France-Maschine ist offenbar ohne Feuereinwirkung in der Luft auseinander gebrochen

Die Obduktion der ersten 16 Toten auf der brasilianischen Insel Fernando de Noronha hat ergeben, dass die Passagiere keine Verbrennungen, aber zahlreiche Knochenbrüche erlitten, wie die Zeitung O Estado de São Paulo berichtete.

Bei den Opfern sei kein Wasser in den Lungen gefunden worden, was bei einem Tod durch Ertrinken der Fall gewesen wäre. Für ein Auseinanderbrechen des Flugzeugs spreche außerdem, dass die Opfer zum Teil 85 Kilometer voneinander entfernt gefunden wurden. Insofern könne die Maschine kaum komplett ins Wasser gestürzt sein, schrieb die Zeitung.

Anzeige

Der Airbus 330 war am Pfingstmontag auf dem Flug von Brasilien nach Frankreich abgestürzt. An Bord waren 228 Menschen, darunter 28 Deutsche. Bislang wurden offiziell 44 Leichen geborgen. Ein brasilianischer Vize-Admiral teilte mit, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit inzwischen weitere sechs Passagiere des Flugzeugs tot geborgen wurden. Im Rahmen eines Gottesdienstes gedachten Angehörige und Vertreter aus der Politik den Opfern.

Die Hinterbliebenen können jedoch wohl nicht mit millionenschweren Entschädigungen rechnen. "Was einige Anwälte in den Medien versprechen, ist unrealistisch", sagte Ronald Schmid, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht. Der britische Anwalt James Healy-Pratt hatte erklärt, er wolle "im Schnitt eine Million Euro pro Opfer rausholen".

Der Einschätzung von Schmid widersprechen Informationen der französischen Zeitung Le Monde. Demnach könnten die Angehörigen von mehreren Versicherern etwa 330 Millionen Euro erhalten.

Die weiterhin fast hoffnungslose Suche nach den Flugschreibern des Airbus fachte die Debatte um deren Zukunft neu an. Einige Experten plädieren seit dem Unglück dafür, künftig für eine ständige Übertragung der Flugschreiber-Daten via Satellit zu sorgen. Beim Internationalen Luft- und Raumfahrt-Salon in Le Bourget bei Paris hieß es, viele Piloten seien dagegen, weil sie nicht wollten, dass alle ihre Gespräche und Kabinengeräusche gespeichert werden. Eine automatische Übermittlung wäre zudem recht teuer.

 
Leser-Kommentare
  1. überprüft werden. Es wäre nicht das erste Mal das ein wirtschaftlich oder politisch unliebsamer Mensch in einem mysteriösen Unfall zu Tode kommt. Vor allem die reicheren Akteure der Weltbühne, Länder oder Konzerne, sind da relativ skrupellos. Die paar zusätzlichen Opfer werden solche Menschen kaum jucken.

    Erhöhte Sonnenfleckenaktivität oder Flares gab es zu dem Zeitpunkt ja nicht? Schlamperei oder besser gesagt "Kostenreduktion bei Wartungsmaßnahmen" zugunsten höherer Managergehälter oder Aktionärsdividenden fielen mir noch ein. Vielleicht auch ein simpler Zusammenstoß mit einem Vogelschwarm. Aber ob das in Reiseflughöhe möglich ist und solche Auswirkungen haben könnte?

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service