Formel 1 Ferrari steht auf der Startliste 2010

Durchbruch: Nach monatelangem Streit stehen Ferrari und die anderen großen Rennställe auf der Startliste für die kommende Formel-1-Saison. Kurz nach der Bekanntgabe schickte die Fota einen Hilferuf per Brief.

Insgesamt hat der Internationale Automobilverband Fia auf der veröffentlichten Liste 13 Teams benannt, zehn altbekannte und drei neue. Mit den fünf Teams McLaren-Mercedes, BMW-Sauber, Renault, Toyota und BrawnGP, die ihre Bewerbung mit Bedingungen verknüpft hatten, sollen weitere Gespräche geführt werden. Sie stehen provisorisch auf der Liste.

Auch das Red-Bull-Team der deutschen WM-Hoffnung Sebastian Vettel hat gegen die offizielle Formel-1-Startliste für 2010 protestiert. Kurz nachdem Ferrari klargestellt hatte, weiter an den von der Teamvereinigung Fota beschlossenen Bedingungen festzuhalten, bekannte sich auch das Team von Dietrich Mateschitz ausdrücklich zur gemeinsamen Linie der Fota.

Ferrari, Red Bull und dessen Schwester-Team Toro Rosso waren auf der Fia-Liste ohne Vermerk aufgetaucht. Dagegen waren McLaren-Mercedes, BMW-Sauber, Renault, Toyota und BrawnGP mit dem Hinweis versehen worden, ihre Nennung an Bedingungen geknüpft zu haben. Sie wurden zu weiteren Gesprächen eingeladen. Die endgültige Entscheidung soll bis zum 19. Juni fallen.

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Neu sind die bisherigen Formel-3-Rennställe Campos aus Spanien und Manor aus Großbritannien sowie der neue amerikanische Rennstall US F1. Williams und Force India hatten sich gleich bedingungslos eingetragen, dafür waren sie aus dem Verbund der Rennställe, der Fota, ausgeschlossen worden.

Kurz nach der Bekanntgabe hat die Teamvereinigung Fota einen Brief an  an die Mitglieder des Fia-Senats und des Motorsport-Weltrats geschickt und um Hilfe gebeten. Den Brief haben die Verantwortlichen aller acht Teams unterzeichneten. Darin hieß es: "Wir hatten zahlreiche Treffen mit Fia-Repräsentanten und waren nicht in der Lage, irgendeinen substanziellen Fortschritt zu erzielen." Alle Fota-Teams seien zutiefst besorgt über die Krise, die sich die Formel 1 ausgesetzt sehe.

Am Donnerstag, kurz vor Ablauf der Frist für die Benennung der Teams für die kommende Saison, hatte ein Blitz-Treffen zwischen Fia-Chef Max Mosley und den acht rebellierenden Rennställen stattgefunden.

Das Magazin autosport berichtete auf seiner Homepage, dass Mosley zu Zugeständnissen bereit sein soll. In einem Brief an Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo soll Mosley geschrieben haben, dass die Fia zustimmen könnte, 2010 alle Teams unter denselben Regeln fahren zu lassen. Damit wäre die drohende Zweiklassengesellschaft abgewehrt. Hinsichtlich der Budgetgrenze soll Mosley bereit gewesen sein, das Limit für 2010 auf 100 Millionen Euro zu erhöhen. Erst 2011 soll es bei 45 Millionen Euro liegen.

Bis zuletzt hatten sich die Teams gegen die geplante Budgetobergrenze gewehrt. Neben Ferrari hatten auch Renault und Toyota offen mit dem Ausstieg gedroht, sollten die neuen Regeln für 2010 nicht noch einmal geändert werden. Sie knüpften ihre Teilnahme an zwei Bedingungen. Alle Teams sollten unter einem einzigen Reglement fahren, das auf den derzeit gültigen Regeln basiert. Eine weitere Bedingung war, dass bis zum 12. Juni das Concorde Agreement unterschrieben sein sollte, das unter anderem die Verteilung der Gelder regelt.

 
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