Blog Tag fünf: Twitter durchbricht Irans ZensurSeite 2/2

13.45 Uhr
Während des Fußballspiels Iran – Korea, was live im iranischen Fernsehen übertragen wird, sollen einige iranische Spieler aus Solidarität mit grünen Schweißbändern das Spielfeld betreten haben.

13.20 Uhr
Anscheinend beschützen immer mehr Polizisten die Demonstranten vor Übergriffen von Milizen. Robert Fisk, Reporter für die britische Zeitung The Independent und offenbar einer der wenigen Journalisten, die sich noch frei in Iran bewegen, berichtet : "Fear has gone".

13.15 Uhr
Hier ein Foto , das die gestrige Kundgebung auf dem Naghshe-Jahan-Platz in der zentraliranischen Stadt Isafahan dokumentiert:

13.00 Uhr
Eine eindrucksvolle Aufnahme der gestrigen Demonstrationen am Azadi Platz in Teheran:

12.45 Uhr
Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Mohsen Rezai ( Vierter Platz mit 7,2 Prozent der Stimmen) soll offenbar in einem neuen Brief an die Regierung angekündigt haben, dass er sich offiziell für Neuwahlen ausprechen werde, wenn er heute keine Detailinformationen zum Wahlergebnis erhalte.

12.30 Uhr
Über Twitter laufen Meldungen ein, dass heute Nachmittag gegen 17 Uhr eine Demonstration der Mussawi-Anhänger am Haft-e-Tir Platz in Teheran stattfinden soll.

11.30 Uhr
Das Time Magazine hat einen umfangreichen Artikel zur Rolle von Twitter in der iranischen Protestbewegung veröffentlicht: "Why Twitter is the Medium of the Movement"

11.15 Uhr
Das iranische staatliche Fernsehen soll laut mehrerer Meldungen die ausländischen Medien für die Unruhen im Land verantwortlich gemacht haben. Blogger im Land sollen aufgerufen worden sein, "Inhalte, die Spannungen verschärfen könnten", von ihren Websites freiwillig zu entfernen.

11.00 Uhr
Mussawi soll Donnerstag zum Gedenktag an die Opfer der gestrigen Demonstration erklärt haben. Acht Menschen waren bei den Unruhen in Teheran gestern ums Leben gekommen.

10.45 Uhr
Auf Youtube sind Videos aufgetaucht, die einen Angriff von Polizei und Milizen auf die Universität der zentraliranischen Stadt Isfahan dokumentieren:

10.30 Uhr
Das Blog Small World News hat einen dreiminütigen Audio-Clip veröffentlicht, in dem ein Iraner über die Situation im Land berichtet. Zur Quelle werden keine näheren Angaben gemacht.

10.15 Uhr
Fotos von der gestrigen Demonstration der Ahmadineschad-Anhänger sollen digital nachbearbeitet worden sein, um den Anschein von mehr Teilnehmern zu erwecken:

Die vergrößerten Ausschnitte zeigen auffällige Ähnlichkeiten

Die vergrößerten Ausschnitte zeigen auffällige Ähnlichkeiten



10.00 Uhr
Gerüchte über gefälschte Propaganda-Meldungen, die von staatlichen Mitarbeitern über Twitter verbreitet werden, machen die Runde. Es existieren bereits Listen über dubiose Accounts. Auch vermeintlich offzielle Mussawi Websites sollen von staatlicher Seite veröffentlicht worden sein.

 
Leser-Kommentare
  1. Und der große Peter Scholl-Latour erklärt die Welt:

    http://www.zdf.de/ZDFmedi...

    Alles ganz harmlos....

    Ein Schlag ins Gesicht aller freiheits- und demokratieliebender Iraner ...

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    Ich weis auch nicht warum man bei jeder Gelegenheit diesen Herren aus der Mottenkiste rausholt. Mittlerweile halte ich ihn soger für peinlich wenn man hört was er zum Teil für rasistischen Bemerkungen von sich gibt und ständig bemüht ist die Völker dieser Welt in Schubladen zu stecken. Zur Zeit glaubt er tatsachlich Iran immer noch zu kennen weil er vor 30 Jahren herren Khomeini interviewt hat. Auf der anderen Seite wenn er immernoch ständig zu solchen Themen befragt wird, kann er ja nur in seinem Wahn gestärkt. Peter Scholl-Latour ist ein Paradebeispiel für Menschen, die nicht wissen wann sie aufhören sollten.

    Ich weis auch nicht warum man bei jeder Gelegenheit diesen Herren aus der Mottenkiste rausholt. Mittlerweile halte ich ihn soger für peinlich wenn man hört was er zum Teil für rasistischen Bemerkungen von sich gibt und ständig bemüht ist die Völker dieser Welt in Schubladen zu stecken. Zur Zeit glaubt er tatsachlich Iran immer noch zu kennen weil er vor 30 Jahren herren Khomeini interviewt hat. Auf der anderen Seite wenn er immernoch ständig zu solchen Themen befragt wird, kann er ja nur in seinem Wahn gestärkt. Peter Scholl-Latour ist ein Paradebeispiel für Menschen, die nicht wissen wann sie aufhören sollten.

  2. Mit Freude sehe ich die unglaublichen Möglichkeiten von TWITTER, die z.B. von den protestierenden Iranern intensiv genutzt werden. So entstehen Revolutionen, die von den Herrschenden nicht mehr kontrolliert werden können (vergebliche Warnung an die online-Dienste). In einem sehr viel kleineren Rahmen - aber ebenfalls mit sehr positiver Wirkung - nutze ich die weltweiten Möglichkeiten, an den Judenretter OSKAR SCHINDLER zu erinnern, der in meiner Heimatstadt HILDESHEIM immer noch verleugnet wird (er hat hier von 1971 bis zu seinem Tode am 9. Oktober 1974 unter Freunden gelebt).

    Herzliche Grüsse

    Klaus Metzger
    HILDESHEIM
    www.twitter.com/klmmetzger

  3. Ich weis auch nicht warum man bei jeder Gelegenheit diesen Herren aus der Mottenkiste rausholt. Mittlerweile halte ich ihn soger für peinlich wenn man hört was er zum Teil für rasistischen Bemerkungen von sich gibt und ständig bemüht ist die Völker dieser Welt in Schubladen zu stecken. Zur Zeit glaubt er tatsachlich Iran immer noch zu kennen weil er vor 30 Jahren herren Khomeini interviewt hat. Auf der anderen Seite wenn er immernoch ständig zu solchen Themen befragt wird, kann er ja nur in seinem Wahn gestärkt. Peter Scholl-Latour ist ein Paradebeispiel für Menschen, die nicht wissen wann sie aufhören sollten.

    Antwort auf "Und der große Peter"
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    Der Mann hat mehr Ahnung als die meisten Deutschen Politiker. Vor allem verbreitet er keine Propaganda oder Lügen wie die meisten deutschen Medien, was man im Georgien Konflikt sehr gut sehen konnte.

    Man mag ihm nicht bei jedem seiner Sätze beipflichten, nichtsdestotrotz halte ich Scholl-Latour schon für eine Bereicherung der deutschen Medienlandschaft - eben weil er nicht immer dem Mainstream folgt.
    Bei aller Antipathie für Ahmadineschad: Wenn Scholl-Latour von einer Protestbewegung der Eliten spricht, dann ist das doch in keinster Weise falsch. Man mag seiner Vorstellung von Realpolitik "um jeden Preis" widersprechen, aber kann es denn ernsthaft schaden, sich zumindest eine andere Meinung anzuhören, ehe man sich sein Urteil fällt? Argumente und verschiedene Darstellungen gegeneinander abwägen, das gehört doch letztlich auch zu einer demokratischen Gesellschaft. So verallgemeinerte Anschuldigungen wie die Ihren bringen die Diskussion jedenfalls weniger voran als das Interview mit Peter Scholl-Latour.

    Der Mann hat mehr Ahnung als die meisten Deutschen Politiker. Vor allem verbreitet er keine Propaganda oder Lügen wie die meisten deutschen Medien, was man im Georgien Konflikt sehr gut sehen konnte.

    Man mag ihm nicht bei jedem seiner Sätze beipflichten, nichtsdestotrotz halte ich Scholl-Latour schon für eine Bereicherung der deutschen Medienlandschaft - eben weil er nicht immer dem Mainstream folgt.
    Bei aller Antipathie für Ahmadineschad: Wenn Scholl-Latour von einer Protestbewegung der Eliten spricht, dann ist das doch in keinster Weise falsch. Man mag seiner Vorstellung von Realpolitik "um jeden Preis" widersprechen, aber kann es denn ernsthaft schaden, sich zumindest eine andere Meinung anzuhören, ehe man sich sein Urteil fällt? Argumente und verschiedene Darstellungen gegeneinander abwägen, das gehört doch letztlich auch zu einer demokratischen Gesellschaft. So verallgemeinerte Anschuldigungen wie die Ihren bringen die Diskussion jedenfalls weniger voran als das Interview mit Peter Scholl-Latour.

  4. Der Mann hat mehr Ahnung als die meisten Deutschen Politiker. Vor allem verbreitet er keine Propaganda oder Lügen wie die meisten deutschen Medien, was man im Georgien Konflikt sehr gut sehen konnte.

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    Die armen deutschen Politiker müssen wohl für alle Verleiche herhalten. Damit bekommt man ja auch häufig applaus, egal ob der Vergleich angebracht ist oder Nicht.
    Herr Scholl-Latour war neben Kriegsjournalist auch ein ehemaliger Fremdenlegionär, der in Algerien Wiederstandskämpfer abgemurkst hat. Wenn man seine Reden hört und seine Bücher liest, spürt man auch sehr häufig die Arroganz und die abwertende Haltung die er gegenüber den Völkern des mittleren Ostens hat. Damit kann er anscheinend aber ein paar möchtegern Kosmopoliten beeindrüken.

    Die armen deutschen Politiker müssen wohl für alle Verleiche herhalten. Damit bekommt man ja auch häufig applaus, egal ob der Vergleich angebracht ist oder Nicht.
    Herr Scholl-Latour war neben Kriegsjournalist auch ein ehemaliger Fremdenlegionär, der in Algerien Wiederstandskämpfer abgemurkst hat. Wenn man seine Reden hört und seine Bücher liest, spürt man auch sehr häufig die Arroganz und die abwertende Haltung die er gegenüber den Völkern des mittleren Ostens hat. Damit kann er anscheinend aber ein paar möchtegern Kosmopoliten beeindrüken.

  5. Man mag ihm nicht bei jedem seiner Sätze beipflichten, nichtsdestotrotz halte ich Scholl-Latour schon für eine Bereicherung der deutschen Medienlandschaft - eben weil er nicht immer dem Mainstream folgt.
    Bei aller Antipathie für Ahmadineschad: Wenn Scholl-Latour von einer Protestbewegung der Eliten spricht, dann ist das doch in keinster Weise falsch. Man mag seiner Vorstellung von Realpolitik "um jeden Preis" widersprechen, aber kann es denn ernsthaft schaden, sich zumindest eine andere Meinung anzuhören, ehe man sich sein Urteil fällt? Argumente und verschiedene Darstellungen gegeneinander abwägen, das gehört doch letztlich auch zu einer demokratischen Gesellschaft. So verallgemeinerte Anschuldigungen wie die Ihren bringen die Diskussion jedenfalls weniger voran als das Interview mit Peter Scholl-Latour.

  6. Die armen deutschen Politiker müssen wohl für alle Verleiche herhalten. Damit bekommt man ja auch häufig applaus, egal ob der Vergleich angebracht ist oder Nicht.
    Herr Scholl-Latour war neben Kriegsjournalist auch ein ehemaliger Fremdenlegionär, der in Algerien Wiederstandskämpfer abgemurkst hat. Wenn man seine Reden hört und seine Bücher liest, spürt man auch sehr häufig die Arroganz und die abwertende Haltung die er gegenüber den Völkern des mittleren Ostens hat. Damit kann er anscheinend aber ein paar möchtegern Kosmopoliten beeindrüken.

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