Massenproteste in Teheran Augenzeugen berichten von tödlichen Schüssen

Die Lage in Teheran droht zu eskalieren: Während Präsidentschaftskandidat Mussawi trotz Redeverbots zur Menge sprach, fielen Schüsse. Ein Mensch soll getötet worden sein

mussawi-bild

Mussawi spricht trotz Redeverbots: Die Unterstützung für den Gegenkandidaten Ahmadineschads nimmt zu

Bei der verbotenen Demonstration in Teheran mit Hunderttausenden Mussawi-Anhängern sind Augenzeugen zufolge am Abend Schüsse gefallen. Mindestens ein Mensch sei getötet, zahlreiche weitere Demonstranten seien verletzt worden. Fotografen legten entsprechende Bilder vor. Die Demonstranten seien in nahe Krankenhäuser gebracht worden. Weitere Angaben konnten die Fotografen nicht machen. Sie hätten jedoch auch Bilder von Blutspuren, die zwei andere verletzte Demonstranten hinterlassen hätten. Unklar war, ob das Blut von Schusswunden stammt.

Offiziell bestätigt wurden diese Angaben bisher nicht. Das Staatsfernsehen berichtete jedoch ebenfalls von einer Eskalation. "Es gab vereinzelt Schüsse da draußen, ich kann sehen, wie Menschen davonlaufen", sagte ein Reporter des iranischen englischsprachigen Senders Press TV. Wer die Schüsse abgab, blieb unklar. Auch die Gerüchte, wonach Demonstranten erschossen worden seien, konnten nicht verifiziert werden, hieß es weiter.

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Iran erlebte heute die größte Kundgebung seit 1979, dem Jahr der Islamischen Revolution. Hunderttausende Anhänger von Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi trotzten einem Demonstrationsverbots des Innenministeriums und versammelten sich auf den Straßen und Plätzen Teherans. Über Kilometer hinweg blockierte ihr Marsch das Zentrum der iranischen Hauptstadt. Die Demonstranten skandierten Slogans gegen den alten und neuen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad und warfen ihm Wahlbetrug vor.

Auch Mussawi erneuerte seine Vorwürfe und forderte einen neuen Urnengang. "Wenn es eine Neuwahl gibt, ich werde wieder kandidieren", rief der Reformpolitiker der jubelnden Menge vom Dach seines Wagens aus zu. Aus Sorge vor einer Eskalation rief Mussawi seine Anhänger zur Mäßigung auf. Es war sein erster öffentlicher Auftritt seit den Präsidentschaftswahlen am vergangenen Freitag. Augenzeugen berichteten, auch der frühere Präsident Mohammed Chatami und der moderate Geistliche Mehdi Karrubi seien vor Ort gewesen. Chatami sagte, das was bei diesen Wahlen geschehen sei, habe das Vertrauen in den Staat beschädigt.

Augenzeugen beschrieben die Lage in Teheran bereits am Nachmittag als "äußerst gespannt". Immer wieder erschallten Slogans wie "Tod dem Diktator" oder "Wir sind hier, und wir bleiben hier". Viele Demonstranten trugen grün, die Farbe des Kandidaten, und hielten Bilder von ihm hoch. "Mussawi, nimm unsere Stimmen!", schallte es aus der Menge. "Wir haben euch gewarnt, wenn ihr uns betrügt, machen wir euch das Leben zur Hölle." An die Adresse des Innenministeriums riefen sie: "Wir kämpfen, wir sterben, wir werden diese Wahlmanipulation nicht akzeptieren." Für den Amtsinhaber hatten die Demonstranten nur Spott übrig. "Wo sind die 63 Prozent, die für Ahmadineschad gestimmt haben sollen?" riefen sie, eine Anspielung auf das offizielle Wahlergebnis. "Wir werden sterben, aber unsere Stimmen bekommen wir zurück!"

Am Revolutionsplatz und in den umliegenden Straßen versammelten sich schwarz-uniformierten Sicherheitskräfte, anfangs hielten sie sich noch zurück. "Polizei, Polizei, danke", riefen die Demonstranten. Als ein Polizei-Hubschrauber über der Menge auftauchte, brachen sie in Buh-Rufe aus. Als dann die Schüsse fielen, brach Panik aus. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, war es bereits vor Beginn des Marsches zu Krawallen gekommen. Demnach prügelten sich Anhänger des Amtsinhabers mit den Befürwortern von Mussawi. Dabei schlugen die Ahmadineschad-Anhänger von Motorrädern aus mit Stöcken auf ihre Gegner ein.

Das umstrittene Wahlergebnis, aus dem Ahmadineschad mit 63 Prozent aller Stimmen als eindeutiger Sieger hervorgeht, hatte seit dem vergangenen Samstag heftige Krawalle in Teheran ausgelöst. Tausende, meist junge Anhänger Mussawis protestierten lautstark, zündeten Reifen und Mülltonnen an. Dafür wurden sie von teils brutal eingreifenden Einsatzkräften traktiert. Letztere waren mit Schlagstöcken und Tränengas bewaffnet und jagten viele Demonstranten durch die Straßen. Viele Führungskräfte reformorientierter Parteien sowie Journalisten wurden festgenommen.

In der Nacht zu Montag stürmten Polizei und Milizionäre den Campus der Universität. Fotos auf den Onlinediensten Facebook und Twitter zeigen blutüberströmte Opfer auf ihren Betten, eingetretene Türen, zertrümmerte Computer und brennende Autos. Sogar mit Äxten seien die Schläger auf sie losgegangen, berichteten schockierte Studenten. "Viele wollen zu ihren Familien flüchten, sie haben große Angst." Polizei und Miliz hätten gedroht, dass sie wiederkommen – "und dann verhaften sie jeden, den sie noch antreffen".

Aus Angst vor den motorisierten Schlägertrupps versammeln sich Zehntausende Menschen inzwischen Abend für Abend auf Balkonen und Dächern und schreien ihren Frust in die Nacht hinaus. "Tod dem Diktator" und "Allah ist groß" tönt es hinunter in die Straßenschluchten. "Die Rufe werden lauter und lauter", jubeln iranische Blogger in ihren Foren. Die Unruhen in der Hauptstadt haben inzwischen auch auf andere Städte übergegriffen. In Schiras im Süden des Landes, in Isfahan im Zentrum, in Tabriz im Norden oder in Rasht am Kaspischen Meer – überall gehen die Menschen auf die Straße und fordern eine Annullierung der Präsidentenwahl.

Unterdessen mühte sich die religiöse Führung des Landes um Aufklärung. Ajatollah Ali Chamenei, religiöses Oberhaupt Irans, hat den Wächterrat angewiesen, die Vorwürfe von Unregelmäßigkeiten sorgsam zu überprüfen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlangte von dem islamischen Land genaue Auskunft zu den Umständen der Wahl und den anschließenden Protesten. "Wir verurteilen die Verhaftungswelle." Die Bundesregierung sei "sehr besorgt" über die Entwicklung. Die Einschränkungen von Demonstrations- und Pressefreiheit sei nicht zu akzeptieren. Merkel forderte eine transparente Überprüfung des Wahlergebnisses und sagte: "Es gibt Hinweise auf Unregelmäßigkeiten." Regierungssprecher Thomas Steg mahnte ergänzend, die iranische Regierung müsse gewährleisten, dass westliche Journalisten frei aus Teheran berichten könnten. Mehrere Berichterstatter auch aus Deutschland hatten sich über die Arbeitsbedingungen beschwert.

 
Leser-Kommentare
  1. "Es sei inakzeptabel, mit welcher Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen werde, sagte Steinmeier in den Tagesthemen."

    Wie Goethe bereits im "Osterspaziergang" (Faust I) ironisch feststellte, ist es leicht, sich über ferne Geschehnisse zu empören, aber die selbst verantwortete Gewalt gegen Demonstranten wie in Heiligendamm 2007 oder jüngst zum NATO-Gipfel totzuschweigen.

    Ebenso hörte ich kein Sterbenswörtchen der Kritik vom damaligen Kanzleramtsminister und "Volljuristen" zum seltsamen Wahlausgang der US-Präsidentenwahl 2000. Zur Erinnerung:

    "Als der Supreme Court letztinstanzlich eine erneute Nachzählung in bestimmten Wahlkreisen Floridas verbot, war der Wahlsieg des republikanischen Kandidaten offiziell. George W. Bush hatte die Präsidentschaftswahl mit einer bis heute umstrittenen Differenz von 537 Stimmen in Florida gewonnen." (Wiki)
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    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]

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    auch fern jeder Empathie: Es geht nicht um irgend welche tempi passati, es geht um den Iran hier und jetzt. Aber die wirklichkeit interessiert Menschen wie Sie ja nicht, sie ist nur Vorwand, Reflexe auszulösen, um alte Geschichten hervorzuholen.
    Jetzt und hier sterben Menschen für Freiheit und Demokratie auf den Strassen Irans und Sie haben nix besseres zu tun, als alte Kamellen aufzuwärmen? Ich wette, das fühlt sich für Sie richtig gut an, oder...

    _________________________________________________
    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
    ______

    "Die meisten Menschen wollen nicht eher schwimmen als bis sie es können." Ist das nicht witzig? Natürlich wollen sie nicht schwimmen! Sie sind ja für den Boden geboren, nicht fürs Wasser. Und natürlich wollen sie nicht denken; sie sind ja fürs Leben geschaffen, nicht fürs Denken!
    - Hermann Hesse

    So lange die Menschen noch leben können, wird sich nichts ändern. Erst wenn ihnen das Leben genommen wird, merken sie, dass sie eher denken sollten, noch hält das Unrecht sich dort in Maßen wie es scheint.
    Es ist schwer beide Länder zu vergleichen, die anders aufgebaut wurden, andere Religion und Menschen gelebt haben. Das sehe ich ein, aber Heiligendamm ist überall in Deutschland ein Synonym geworden für die Willkür des Staates, etwas was sich nicht wiederholen darf - wir lernen aus unseren Fehlern, wir gestehen Fehler ein (auch wenn manch ein Politiker lieber alles totschweigt).
    Tut das der Iran? Teile des Volkes ganz sicher, andere Bevölkerungsteile, scheinbar die Mehrheit, fühlt sich jedoch wohl mit diesem System. Vielleicht solange bis sie selbst genug gelitten haben, denn der Bürger wehrt sich erst, wenn es zu unerträglich geworden ist.
    Was ich allerdings in Deutschlands Westen noch nie erlebt habe ist, dass eine Wahl so große Unregelmäßigkeiten hatte, die Presse nicht Visa bekam oder im Hotel bleiben musste. Wenn die iranische Regierung wirklich - nichts- zu verbergen hat, dann war es doch gar nicht notwendig so etwas zu tun.
    Was mich noch mehr besorgt ist diese Entwicklung in den Foren hier: Dass unsere Werte, die wir uns erkämpft haben mehr und mehr an Bedeutung verlieren. Wir haben Rechte der Frauen, Grundrechte, die jeder hat - und jeder frei einklagen darf, wir haben eine faktische Gleichstellung von Mann und Frau, Menschen aller Religionen - frei von der sexuellen Orientierung, des Aussehens oder irgendwelchen Kleinigkeiten. Das existiert ganz klar nicht im Iran da gibt es nichts zu vergleichen.
    Es gibt undemokratische Vorgehen hier, aber wenigstens dürfen wir dagegen reden und dürfen darüber diskutieren, keine Zeitungen werden gesperrt wenn sie über Heiligendamm reden, kein Kommentar zensiert, wenn Sie es ansprechen. Fragen Sie, lieber Berliner, mal Frauenrechtlerinnen, ob diese das Vorgehen im Heiligendamm vorziehen würden, als das ständige abhorchen, willkürliche Gefangennahmen, Gefängnisstrafen wegen ihrer Meinung, wenn Sie schon Tatsachen vergleichen. Blöder Vergleich? Ja, richtig - ihrer auch. Das Thema ist der Iran und was da passiert empfinde ich mit meinem Rechtsempfinden mit den Informationsmitteln die mir zur Verfügung stehen, als für Unrichtig. Wir regen uns auf über Heiligendamm, Florida und alles andere, weil wir es hier frei dürfen und tun, dort wird eine Rede der Opposition verboten. Hier gibt es Fehler, dort gibt es Fehler, aber bitte vermeiden Sie dieses: "Wenn Georgchen und Hänschen das einmal durfte, dann darf es Mahmudchen auch - auch 70mal" - Nein, wir sind nicht im Kindergarten. Es gibt Menschenrechte, die gelten für Georgchen, Hänschen und Mahmudchen. Und wer dagegen verstößt, der sollte in sich gehen oder wenigstens scharfen Protest von den Bürgern erwarten. Das ist die kleine Macht des Volkes - egal wo es auf der Erde ist, da wir alle Menschen sind, erwarte ich, dass auch irgendwann alle die Rechte haben, die ich - und die UNO - als richtig empfinden.
    Apropos, es gibt kaum Medien über das Niederschlagen der Demonstrationen hier, eben wegen der Pressesperre, in Heiligendamm konnte jeder das filmen der das wollte.

    auch fern jeder Empathie: Es geht nicht um irgend welche tempi passati, es geht um den Iran hier und jetzt. Aber die wirklichkeit interessiert Menschen wie Sie ja nicht, sie ist nur Vorwand, Reflexe auszulösen, um alte Geschichten hervorzuholen.
    Jetzt und hier sterben Menschen für Freiheit und Demokratie auf den Strassen Irans und Sie haben nix besseres zu tun, als alte Kamellen aufzuwärmen? Ich wette, das fühlt sich für Sie richtig gut an, oder...

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    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
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    "Die meisten Menschen wollen nicht eher schwimmen als bis sie es können." Ist das nicht witzig? Natürlich wollen sie nicht schwimmen! Sie sind ja für den Boden geboren, nicht fürs Wasser. Und natürlich wollen sie nicht denken; sie sind ja fürs Leben geschaffen, nicht fürs Denken!
    - Hermann Hesse

    So lange die Menschen noch leben können, wird sich nichts ändern. Erst wenn ihnen das Leben genommen wird, merken sie, dass sie eher denken sollten, noch hält das Unrecht sich dort in Maßen wie es scheint.
    Es ist schwer beide Länder zu vergleichen, die anders aufgebaut wurden, andere Religion und Menschen gelebt haben. Das sehe ich ein, aber Heiligendamm ist überall in Deutschland ein Synonym geworden für die Willkür des Staates, etwas was sich nicht wiederholen darf - wir lernen aus unseren Fehlern, wir gestehen Fehler ein (auch wenn manch ein Politiker lieber alles totschweigt).
    Tut das der Iran? Teile des Volkes ganz sicher, andere Bevölkerungsteile, scheinbar die Mehrheit, fühlt sich jedoch wohl mit diesem System. Vielleicht solange bis sie selbst genug gelitten haben, denn der Bürger wehrt sich erst, wenn es zu unerträglich geworden ist.
    Was ich allerdings in Deutschlands Westen noch nie erlebt habe ist, dass eine Wahl so große Unregelmäßigkeiten hatte, die Presse nicht Visa bekam oder im Hotel bleiben musste. Wenn die iranische Regierung wirklich - nichts- zu verbergen hat, dann war es doch gar nicht notwendig so etwas zu tun.
    Was mich noch mehr besorgt ist diese Entwicklung in den Foren hier: Dass unsere Werte, die wir uns erkämpft haben mehr und mehr an Bedeutung verlieren. Wir haben Rechte der Frauen, Grundrechte, die jeder hat - und jeder frei einklagen darf, wir haben eine faktische Gleichstellung von Mann und Frau, Menschen aller Religionen - frei von der sexuellen Orientierung, des Aussehens oder irgendwelchen Kleinigkeiten. Das existiert ganz klar nicht im Iran da gibt es nichts zu vergleichen.
    Es gibt undemokratische Vorgehen hier, aber wenigstens dürfen wir dagegen reden und dürfen darüber diskutieren, keine Zeitungen werden gesperrt wenn sie über Heiligendamm reden, kein Kommentar zensiert, wenn Sie es ansprechen. Fragen Sie, lieber Berliner, mal Frauenrechtlerinnen, ob diese das Vorgehen im Heiligendamm vorziehen würden, als das ständige abhorchen, willkürliche Gefangennahmen, Gefängnisstrafen wegen ihrer Meinung, wenn Sie schon Tatsachen vergleichen. Blöder Vergleich? Ja, richtig - ihrer auch. Das Thema ist der Iran und was da passiert empfinde ich mit meinem Rechtsempfinden mit den Informationsmitteln die mir zur Verfügung stehen, als für Unrichtig. Wir regen uns auf über Heiligendamm, Florida und alles andere, weil wir es hier frei dürfen und tun, dort wird eine Rede der Opposition verboten. Hier gibt es Fehler, dort gibt es Fehler, aber bitte vermeiden Sie dieses: "Wenn Georgchen und Hänschen das einmal durfte, dann darf es Mahmudchen auch - auch 70mal" - Nein, wir sind nicht im Kindergarten. Es gibt Menschenrechte, die gelten für Georgchen, Hänschen und Mahmudchen. Und wer dagegen verstößt, der sollte in sich gehen oder wenigstens scharfen Protest von den Bürgern erwarten. Das ist die kleine Macht des Volkes - egal wo es auf der Erde ist, da wir alle Menschen sind, erwarte ich, dass auch irgendwann alle die Rechte haben, die ich - und die UNO - als richtig empfinden.
    Apropos, es gibt kaum Medien über das Niederschlagen der Demonstrationen hier, eben wegen der Pressesperre, in Heiligendamm konnte jeder das filmen der das wollte.

  2. ....berichtet gerade unter auffallend ähnlich, teilweise gar gleichlautenden Überschriften über die erschütternden Ereignisse in Iran. Vor allem die von Jugendlichen inszenierten brennenden Autoreifen und Straßenprügeleien (hierzulande völlig undenkbare Geschehnisse) stehen im Mittelpunkt des Interesses. An den tiefgehenden Hintergrundanalysen und den Befragungen unabhängiger Beobachter wurde man ja leider, leider durch die iranische Zensur gehindert.

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    die anzahl der journalisten vor ort dürfte sehr begrenzt sein. gerade in den letzten jahren hat die anzahl der korrespondenten massiv abgenommen.

    merkwürdig allerdings schon: wenn hier eine demonstration gewalttätig wird, so werden die teilnehmer als chaoten beschimpft, die demonstranten in teheran erfahren unabhängig ihrer motive (welche ja nicht über die presse transportiert werden) verständnis.

    ... und Texte anderer westlicher Agenturen sind tendenziell islamkritisch und pro amerikanisch.

    Wichtiger als auf den Ton einer Nachricht zu achten, ist bei solchen Themen zu schauen, woher sie kommt.

    Das gilt auch stark für Nachrichten aus Mittel- und Südamerika.

    die anzahl der journalisten vor ort dürfte sehr begrenzt sein. gerade in den letzten jahren hat die anzahl der korrespondenten massiv abgenommen.

    merkwürdig allerdings schon: wenn hier eine demonstration gewalttätig wird, so werden die teilnehmer als chaoten beschimpft, die demonstranten in teheran erfahren unabhängig ihrer motive (welche ja nicht über die presse transportiert werden) verständnis.

    ... und Texte anderer westlicher Agenturen sind tendenziell islamkritisch und pro amerikanisch.

    Wichtiger als auf den Ton einer Nachricht zu achten, ist bei solchen Themen zu schauen, woher sie kommt.

    Das gilt auch stark für Nachrichten aus Mittel- und Südamerika.

  3. auch fern jeder Empathie: Es geht nicht um irgend welche tempi passati, es geht um den Iran hier und jetzt. Aber die wirklichkeit interessiert Menschen wie Sie ja nicht, sie ist nur Vorwand, Reflexe auszulösen, um alte Geschichten hervorzuholen.
    Jetzt und hier sterben Menschen für Freiheit und Demokratie auf den Strassen Irans und Sie haben nix besseres zu tun, als alte Kamellen aufzuwärmen? Ich wette, das fühlt sich für Sie richtig gut an, oder...

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    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
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    Die "Menschen, die wir dauernd im Fernsehen sehen, sind Privilegierte und gehören nicht zur Masse"*. Ahmadinedschad hingegen sei von den kleinen, armen und religiösen Leuten gewählt worden.

    Weiter in PSL Blöd:
    "Es mag sein, dass es bei der Präsidentenwahl Manipulationen gab. Aber wenn es zu Wahlbetrug gekommen sein sollte, dann nicht um 30 Prozent, sondern höchstens um fünf bis zehn Prozent. Einen solchen Betrug hätte auch der Großajatollah Chamenei nicht mitgemacht, der im Iran immer die letzte Entscheidung hat und auch jederzeit einen Präsidenten wieder absetzen kann."
    http://www.bild.de/BILD/p...

    *Von welchen Toten wissen Sie, "Schwarzbart"? Haben Sie ein einziges kameratotales Bild gesehen, sodaß die Anzahl der Demonstranten abzuschätzen wäre? Übrigens werden unangemeldete Demos auch in Berlin mit Polizeigewalt aufgelöst. Die Teheranbilder sind vergleichbar der Walpugisnacht-Kreuzberg-Demo, ein paar Tausend Teilnehmer, kleiner harter Kern, brennende Mülltonnen und KFZ.
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    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]

    • HBogon
    • 15.06.2009 um 12:19 Uhr

    Reflexe auszulösen, um alte Geschichten hervorzuholen?

    Es geht hierbei nicht um Reflexe und alte Geschichten, die im Übrigen gar nicht so alt sind. Es geht um Einäugigkeit und selektiv gestörte Wahrnehmung. So etwas geschieht auch nicht aus Versehen, sondern ist gewollt.

    Wegen dieser Einäugigkeit fehlt Steinmeier wie auch fast allen anderen der deutschen Politelite die Glaubwürdigkeit. Eine konsequente Linie in Bezug auf Menschenrechte, freie Wahlen und Meinungsfreiheit ist nicht erkennbar. Man kritisiert, wie es gerade passt und schweigt an anderer Stelle, weil es opportun ist.

    Problem endlich erkannt?

    Die "Menschen, die wir dauernd im Fernsehen sehen, sind Privilegierte und gehören nicht zur Masse"*. Ahmadinedschad hingegen sei von den kleinen, armen und religiösen Leuten gewählt worden.

    Weiter in PSL Blöd:
    "Es mag sein, dass es bei der Präsidentenwahl Manipulationen gab. Aber wenn es zu Wahlbetrug gekommen sein sollte, dann nicht um 30 Prozent, sondern höchstens um fünf bis zehn Prozent. Einen solchen Betrug hätte auch der Großajatollah Chamenei nicht mitgemacht, der im Iran immer die letzte Entscheidung hat und auch jederzeit einen Präsidenten wieder absetzen kann."
    http://www.bild.de/BILD/p...

    *Von welchen Toten wissen Sie, "Schwarzbart"? Haben Sie ein einziges kameratotales Bild gesehen, sodaß die Anzahl der Demonstranten abzuschätzen wäre? Übrigens werden unangemeldete Demos auch in Berlin mit Polizeigewalt aufgelöst. Die Teheranbilder sind vergleichbar der Walpugisnacht-Kreuzberg-Demo, ein paar Tausend Teilnehmer, kleiner harter Kern, brennende Mülltonnen und KFZ.
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    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]

    • HBogon
    • 15.06.2009 um 12:19 Uhr

    Reflexe auszulösen, um alte Geschichten hervorzuholen?

    Es geht hierbei nicht um Reflexe und alte Geschichten, die im Übrigen gar nicht so alt sind. Es geht um Einäugigkeit und selektiv gestörte Wahrnehmung. So etwas geschieht auch nicht aus Versehen, sondern ist gewollt.

    Wegen dieser Einäugigkeit fehlt Steinmeier wie auch fast allen anderen der deutschen Politelite die Glaubwürdigkeit. Eine konsequente Linie in Bezug auf Menschenrechte, freie Wahlen und Meinungsfreiheit ist nicht erkennbar. Man kritisiert, wie es gerade passt und schweigt an anderer Stelle, weil es opportun ist.

    Problem endlich erkannt?

  4. die anzahl der journalisten vor ort dürfte sehr begrenzt sein. gerade in den letzten jahren hat die anzahl der korrespondenten massiv abgenommen.

    merkwürdig allerdings schon: wenn hier eine demonstration gewalttätig wird, so werden die teilnehmer als chaoten beschimpft, die demonstranten in teheran erfahren unabhängig ihrer motive (welche ja nicht über die presse transportiert werden) verständnis.

    Antwort auf "Die freie Presse..."
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    bei allen Mängeln, als freies Land verstanden wird, während an der Barbarei im Iran der Mullahs kein Zweifel besteht. Differenzierte Betrachtung führt zu höherer Varianz der Ergebnisse
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    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
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    bei allen Mängeln, als freies Land verstanden wird, während an der Barbarei im Iran der Mullahs kein Zweifel besteht. Differenzierte Betrachtung führt zu höherer Varianz der Ergebnisse
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    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
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  5. bei allen Mängeln, als freies Land verstanden wird, während an der Barbarei im Iran der Mullahs kein Zweifel besteht. Differenzierte Betrachtung führt zu höherer Varianz der Ergebnisse
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    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
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    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
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    Gerade an ein freies Land stelle ich zumindest doch die höheren Erwartungen. Diese werden zwar fast immer auch erfüllt, allerdings längst nicht immer. Ich habe auch schon wirklich friedliche Demonstrationen in diesem Lande erlebt, die schlichtweg niedergeprügelt wurden, ohne dass sich auch nur ein einziger Beamter dafür verantworten musste.

    Wenn bei den Demonstrationen im Iran die Demonstranten schon VOR dem Einschreiten der Sicherheitskräfte Reifen anzünden, so kann das zwar sicherlich als Widerstand gegen das Regime gedeutet werden, es ist allerdings auch ein Ausdruck der Gewalt, welcher in wohl jedem Regime ziemlich massive Polizeieinsätze nach sich zöge.

    In diesem Sinne geht es eben auch darum, das Verhalten des Regimes zu verstehen. Auch das gehört zur differentierten Betrachtung wohl dazu.

    Gerade an ein freies Land stelle ich zumindest doch die höheren Erwartungen. Diese werden zwar fast immer auch erfüllt, allerdings längst nicht immer. Ich habe auch schon wirklich friedliche Demonstrationen in diesem Lande erlebt, die schlichtweg niedergeprügelt wurden, ohne dass sich auch nur ein einziger Beamter dafür verantworten musste.

    Wenn bei den Demonstrationen im Iran die Demonstranten schon VOR dem Einschreiten der Sicherheitskräfte Reifen anzünden, so kann das zwar sicherlich als Widerstand gegen das Regime gedeutet werden, es ist allerdings auch ein Ausdruck der Gewalt, welcher in wohl jedem Regime ziemlich massive Polizeieinsätze nach sich zöge.

    In diesem Sinne geht es eben auch darum, das Verhalten des Regimes zu verstehen. Auch das gehört zur differentierten Betrachtung wohl dazu.

  6. Die "Menschen, die wir dauernd im Fernsehen sehen, sind Privilegierte und gehören nicht zur Masse"*. Ahmadinedschad hingegen sei von den kleinen, armen und religiösen Leuten gewählt worden.

    Weiter in PSL Blöd:
    "Es mag sein, dass es bei der Präsidentenwahl Manipulationen gab. Aber wenn es zu Wahlbetrug gekommen sein sollte, dann nicht um 30 Prozent, sondern höchstens um fünf bis zehn Prozent. Einen solchen Betrug hätte auch der Großajatollah Chamenei nicht mitgemacht, der im Iran immer die letzte Entscheidung hat und auch jederzeit einen Präsidenten wieder absetzen kann."
    http://www.bild.de/BILD/p...

    *Von welchen Toten wissen Sie, "Schwarzbart"? Haben Sie ein einziges kameratotales Bild gesehen, sodaß die Anzahl der Demonstranten abzuschätzen wäre? Übrigens werden unangemeldete Demos auch in Berlin mit Polizeigewalt aufgelöst. Die Teheranbilder sind vergleichbar der Walpugisnacht-Kreuzberg-Demo, ein paar Tausend Teilnehmer, kleiner harter Kern, brennende Mülltonnen und KFZ.
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    Ach du lieber Himmel, Scholl-Latour gibts auch immer noch, und er weiss sogar Bescheid, in welchem Ausmass ggf. manipuliert wurde. Tcha, BILD war dabei sach ich man. Ansonsten wundert es mich, dass es in Dland immer noch Leute gibt, die bereit sind AliBlabla und seinen Geschichten aus 1.001 Hotelbar zuzuhören. Früher waren es verkalkte Opas die mit Weltkriegsgeschichten nervten, jetzt ist es der Alte vom Berge der einfach nicht mehr zu reden aufhören will (oder kann).

    Der Vergleich Teheran/Kreuzberg ist nett, aber man sollte Bilder, die sich ähneln, vielleicht doch etwas genauer anschauen. Falls dazu kein Grund besteht, können wir die Demonstranten ja bei Gelegenheit einfach austauschen. Ich werde nur das Gefühl nicht los, dass die Kreuzberger in Teheran sich nicht so ganz heimisch fühlen werden. Obwohl......

    Übrigens ist die Tatsache, dass Menschen getötet wurden vom marodierenden Polizei-Mob unbestritten. die genaue Zahl ist in der Tat nicht zu ermitteln, derzeit.
    Wenn aber so eine Frage in dieser Form gestellt wird, dann wird die rhetorische Unredlichkeit des Disputanten sichtbar. Ihr blosser, formaler Zweifel an der Existenz von Todesopfern soll lediglich meine Argumente unglaubwürdig machen, ohne dass Sie eine konkreten Hebel dazu hätten. Immer wenn der Konservative nicht weiter weiss, schreit er nach präzisen Beweisen für das Offensichtliche. Das geht auch besser..
    Ein bisschen degoutant. Es geht schliesslich um reale Menschen, die für ihre Freiheit in der wirklichen Welt sterben. Das hier ist nicht das neue Counterstrike::Teheran 2.0

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    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
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    In Teheran geht es um die Freiheit, um Menschen, vor allem um Frauen, die nicht länger in einem totalitären und menschenverachteten System leben wollen, und dagegen demonstrieren, in Kreuzberg geht es eigentlich nur um ein paar Chaos-Kids die aus Langeweile mal so richtig auf die kacke hauen wollen. Das kann man nicht vergleichen.

    Ach du lieber Himmel, Scholl-Latour gibts auch immer noch, und er weiss sogar Bescheid, in welchem Ausmass ggf. manipuliert wurde. Tcha, BILD war dabei sach ich man. Ansonsten wundert es mich, dass es in Dland immer noch Leute gibt, die bereit sind AliBlabla und seinen Geschichten aus 1.001 Hotelbar zuzuhören. Früher waren es verkalkte Opas die mit Weltkriegsgeschichten nervten, jetzt ist es der Alte vom Berge der einfach nicht mehr zu reden aufhören will (oder kann).

    Der Vergleich Teheran/Kreuzberg ist nett, aber man sollte Bilder, die sich ähneln, vielleicht doch etwas genauer anschauen. Falls dazu kein Grund besteht, können wir die Demonstranten ja bei Gelegenheit einfach austauschen. Ich werde nur das Gefühl nicht los, dass die Kreuzberger in Teheran sich nicht so ganz heimisch fühlen werden. Obwohl......

    Übrigens ist die Tatsache, dass Menschen getötet wurden vom marodierenden Polizei-Mob unbestritten. die genaue Zahl ist in der Tat nicht zu ermitteln, derzeit.
    Wenn aber so eine Frage in dieser Form gestellt wird, dann wird die rhetorische Unredlichkeit des Disputanten sichtbar. Ihr blosser, formaler Zweifel an der Existenz von Todesopfern soll lediglich meine Argumente unglaubwürdig machen, ohne dass Sie eine konkreten Hebel dazu hätten. Immer wenn der Konservative nicht weiter weiss, schreit er nach präzisen Beweisen für das Offensichtliche. Das geht auch besser..
    Ein bisschen degoutant. Es geht schliesslich um reale Menschen, die für ihre Freiheit in der wirklichen Welt sterben. Das hier ist nicht das neue Counterstrike::Teheran 2.0

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    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
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    In Teheran geht es um die Freiheit, um Menschen, vor allem um Frauen, die nicht länger in einem totalitären und menschenverachteten System leben wollen, und dagegen demonstrieren, in Kreuzberg geht es eigentlich nur um ein paar Chaos-Kids die aus Langeweile mal so richtig auf die kacke hauen wollen. Das kann man nicht vergleichen.

  7. Ob die Wahl wirklich gefälscht wurde! Klar, die 'Verlierer' demonstrieren - aber es gab doch auch eine große Sympathie-Kundgebung - sollen da nicht sogar 10000sende Teilnehmer gewesen sein? Ich weiß nicht, gerade auf dem Land wird wohl kaum für die Opposition gestimmt. Und, überhaupt, die müssen das mal unter sich ausmachen, Steinmeier soll wirklich mal schön den Ball flach halten, lächerlich diese Inszenierung immer!

  8. dass eine Mehrheit der Iraner islamofaschistisch gesonnen ist und dem Ahmadinedschad ihre Stimme gegeben hat. In Deutschland hat es im 20. Jahrhundert ja auch Mehrheiten für totalitäre Gewaltherrscher gegeben. Warum soll das andernorts nicht möglich sein?

    Die Vorgänge nach der Wahl zeigen indessen deutlich, dass der Iran ein zu tiefst gespaltenes Land ist. Minderheiten - seien es politische, ethnische oder religiöse Minderheiten - leben dort hoch gefährdet und werden brutal verfolgt. Dieses Auseinanderdriften der islamischen Nation kann in einen Bürgerkrieg führen.

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