Iran "Mussawi ist kein Reformer"Seite 2/2
ZEIT ONLINE: Nach vier Jahren unter Ahmadineschad wird jetzt wieder gegen das Regime demonstriert. Hat sich heute etwas verändert?
Wahdat-Hagh: Die Gesellschaft Irans ist inzwischen sehr stark polarisiert, auf der einen Seite stehen die Unzufriedenen, vornehmlich in den Städten, auf der anderen Seite die Herrschenden, also die Revolutionsgardisten, der Wächterrat, die Milizen und anderen Hardliner-Gruppen. Und im Rahmen dieser Auseinandersetzung zeigt das Regime jetzt wieder sein wahres Gesicht. Dabei ist die Auseinandersetzung auf der Straße sehr aggressiv geworden, auch auf Seiten der Protestierenden. Die großen Studentenproteste unter Präsident Chatami waren vergleichsweise friedlich verlaufen.
ZEIT ONLINE: Glauben Sie, dass das System Irans reformierbar ist?
Wahdat-Hagh: Die Demonstranten benutzen den Konflikt innerhalb des islamistischen Apparates, also vor allem zwischen Ahmadineschad und Mussawi, um gegen das System zu protestieren, "Tod der Diktatur" rufen sie. Nur: Die Diktatur abschaffen will keiner der Kandidaten! Iran ist ein totalitärer Staat und das Regime wird die Proteste ersticken. Seit den 30 Jahren totalitärer Diktatur haben die Herrscher Angst vor jeglichen Formen samtener Revolution. Sobald Forderungen nach mehr Mitsprache auftreten, reagieren sie mit drakonischen Maßnahmen. Das heutige politische System Irans ist nicht reformierbar.
Die Fragen stellte Steffen Richter
Wahied Wahdat-Hagh ist Iran-Experte und Senior Research Fellow bei der "European Foundation for Democracy" in Brüssel
- Datum 15.06.2009 - 19:42 Uhr
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Das kann doch etwas werden wenn jetzt noch die Mauer der Mächtigen Geistlichkeit
Niedergerissen wird dann kann eine wirklich andere Gesellchaftform in den Land wachsen
Es gibt mir echt zu denken Ob wie hier in Deutschland nicht auch mal so auf den Straßen gehten sollen dann hört vieleicht das blöde Wahlkampf Thema auf und die Politiker würden endlich richtig Brötchen Backen statt sie immer wieder auf zu wärmen.
Aber Etliches fehlt - u. A.:
Er "war nicht nur während des Iran-Irak-Krieges acht Jahre Premierminister, ein enger Vertrauter Khomeinis und mitverantwortlich für die Ermordung tausender Oppositioneller".
Und Weiteres hier im österreichischen "Standard" zu finden:
http://derstandard.at/fs/...
Es ist wirklich sehr seltsam, dass ausgerechnet DER von westlichen Medien so hoffnungsvoll betrachtet wird.
Es ist schon merkwürdig, dass die Islamisten jetzt anfangen, sich selbst zu zerfleischen. Wenn es einen Hebel für eine Reform des Irans gibt, dann natürlich diesen. Die Wahlen waren eh eine Farce, weil die Kandidaten ja sowieso so selektiert sind, dass sie dem Regime auf jeden Fall passen. Warum also einen Wahlzirkus veranstalten? Das bringt nur die Leute auf, und wenn die Büchse der Pandora erst mal offen ist, dann gute Nacht, islamische Revolution. Mit einem Schein-Reformer hätte man die Bevölkerung wohl wieder vier Jahre ruhig stellen können.
Aber wahrscheinlich ist meine Einschätzung von Ahmadinedschad eben doch richtig: Das ist ein Putschist, der sich selbst und den Revolutionsgarden die Macht zuschustern will, weg von der Geistlichkeit. Deshalb auch der Wahlbetrug, und die Gewalt.
Naja, also Chipstüte holen und zugucken. Es wird sicher interessant.
Unverständlich, denn die Debatte im Wahlkampf hat ihn ganz klar als Hardliner gezeigt - so ist er z.B. stolz darauf, dass die britischen Marine Soldaten damals als Geiseln genommen wurden und zeigt sich enttäuscht, dass Ahmadinejad ihnen einen Abschied wie für Staatsmännern beschert hat. Das hätte der "Psychologie des Volkes" schlecht getan ...
http://www.liveleak.com/v...
für die Befreiung von einem menschenverachtenden Despoten und seinen Mullahs. Ein vom Westen eingesetzter grausamer "Kaiser" Pahlevi machte das orthodoxe Gottestaatregime erst möglich und war der Start für unsere kleine 68er Revolution (Jubelperser). Es mußte ein Martin Luther kommen, der durch die Übersetzung der Bibel den Menschen klar machte, wie verlogen die "einzig wahre Kirche" war und dass die Bauern auch Rechte hatten. Auch dies geschah nicht ohne Fehlentwicklungen innerhalb der Reformation (Calvin, Zwingli, Fundamentalisten wie die Evangelikalen).
Die "Reformation" in Persien wird seine Zeit brauchen und der Absolutsheitsanspruch der katholischen Kirche zeigt auch ausgerechnet unter dem "deutschen" Papst Restaurantionserscheinungen. Überall dort, wo Religionen sich zum Herr über Menschen machen, geht das auf Kosten der Freiheit. Also wünschen wir den Menschen in Persien, einer großen Kultur, der auch wir viel zu verdanken haben, ihr Leben selbst zu bestimmen. Mit Hilfe der modernen Medien wird das gelingen. Dabei ist es ziemlich nebensächlich, ob Mussawi ein Reformer ist.
nicht dieser Spießgeselle von Bauernschlächtern?
nicht dieser Spießgeselle von Bauernschlächtern?
Warum mischt sich der Westen überall ein? Hat er nicht genug vor seiner eigenen Tür zu kehren?
Unser kleines Deutschland ist der drittgrößte Waffenproduzent der Welt-Das stört die Medien offensichtlich nicht. Haben sie die Nazizeit nicht begriffen? Weltweiter Mord und Verstümmelungen dienen heute dem Geschäft- in doppelter Form (Waffenverkauf und Prothesenverkauf) das ist ein furchtbarer Skandal. Darüber soll die Presse sich aufregen.
Haben sie vergessen, daß von Deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen sollte?
Immerhin sind im Iran prozentual viel mehr Menschen zur Wahl gegangen als bei uns in Europa-das sollen sie nicht vergessen.
zu D€ sind kaum zu übersehen.
Man kann es schieben wie man will - Wächterrat=Stiftungen samt angegliederten Medien, in D€ heißt der Islam "freier Markt".
Es geht lediglich etwas gesitteter zu in D€.
Daß ich trotzdem lieber in D€ als im Iran lebe steht nicht im Widerspruch dazu.
nicht dieser Spießgeselle von Bauernschlächtern?
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