Netanjahus Rede Von Kairo nach Jerusalem und Teheran

Die harschen Reaktionen der Palästinenser auf Netanjahus Rede zeigen, dass es bis zum eigenen Staat noch lange dauern wird. Für Obama ist das alte Problem auch wieder das neue: Iran. Ein Kommentar

Nahostkonflikt: Eine Mauer trennt das Westjordanland von Israel.  Palästinenser, die in Israel arbeiten, müssen durch  Checkpoints wie hier bei Qalqilya

Nahostkonflikt: Eine Mauer trennt das Westjordanland von Israel. Palästinenser, die in Israel arbeiten, müssen durch Checkpoints wie hier bei Qalqilya

Die Eröffnungszüge sind getan. In Kairo hatte Barack Obama beide Seiten – Israelis und Palästinenser – streng ermahnt, aufeinander zuzugehen: Richtung Zwei-Staaten-Lösung. Die Palästinenser mögen auf Terror verzichten, die Israelis auf den Ausbau von Siedlungen.

Am Sonntag war der israelische Premier Benjamin Netanjahu an der Reihe. Er musste dem Mann in der Mitte, dem Präsidenten, etwas geben, und so nahm er ein Wörtchen in den Mund, das er noch nie benutzt hatte: Ein palästinensischer Staat, der Seite an Seite mit Israel lebt.

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Das Weiße Haus fand das „voll befriedigend“, wie es im Arbeitszeugnis heißt. Es nannte die Rede einen „wichtigen Schritt nach vorn.“ Der Rest der Rede und die Instant-Reaktionen der Palästinenser aber zeigen, dass kein einziger weiterer Stolperstein aus dem Weg geräumt worden ist.

Flüchtlinge? Das Problem muss „außerhalb Israels Grenzen gelöst werden“.

Der Staat? Er muss „demilitarisiert sein“, und zwar mit „eisenharten Sicherheitsgarantien für Israel“.

Die Bringschuld der Palästinenser? Sie müssten endlich und „eindeutig Israel als den Nationalstaat des jüdischen Volkes anerkennen“.

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