Jemen Ein neues Refugium für al-Qaida

Hinter der jüngsten Entführung und dem Mord an zwei Deutschen und einer Koreanerin im Jemen steckt vermutlich das Terrornetzwerk. Das Land wird zum Problemfall

Man hatte sich fast schon an die Entführungen im Jemen gewöhnt, die zumeist doch noch ein gutes Ende nahmen. Wer bei Überlandfahrten von einem Stamm gekidnappt wurde, wurde meist ordentlich behandelt und nach einigen Tagen gegen greifbare Gegenleistungen – Lösegeld, asphaltierte Straßen für die Region der Geiselnehmer, Autos – wieder in die Freiheit entlassen. Darauf sollte seit dem vergangenen Wochenende niemand mehr setzen.

Die tödliche Warnung kommt aus der Provinz Saada im Norden des Landes. Dort haben Verbrecher neun Menschen entführt, darunter sieben Deutsche. Neben einer koreanischen Lehrerin wurden zwei Krankenschwestern aus dem westfälischen Lemgo tot aufgefunden. Von den anderen Deutschen, einer Familie mit drei Kindern, fehlt bisher jede Spur.

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Wahrscheinlich liegt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nicht falsch mit seiner Vermutung, dass sie sich "in den Händen skrupelloser Gewalttäter" befinden.

Die Morde, so viel scheint klar, sind etwas ganz anderes als die klassischen jemenitischen Entführungen. Einiges deutet auf eine terroristische Tat hin. Auch in Berlin wird nicht ausgeschlossen, dass al-Qaida dahinter steckt. Der Jemen, an der Südspitze der arabischen Halbinsel und in strategischer Lage an der Schiffsroute von Asien nach Europa, wird zum Problemfall im internationalen Kampf gegen den Terrorismus.

Al-Qaida hat in dem zum Teil sehr bergigen Land ein neues Refugium gefunden. Davon ist nicht nur Mohamed al-Qadhi überzeugt, ein jemenitischer Journalist, der sich seit Langem mit dem internationalen Terrorismus beschäftigt. "Die Antiterrorpolitik der Regierung ist gescheitert", sagte er mir in einem Gespräch vor zwei Wochen in Sanaa. Belege? Im vergangenen September griff al-Qaida die US-Botschaft in der Hauptstadt Sanaa an. Vor drei Monaten wurden vier Südkoreaner in der weltberühmten Lehmhochhausstadt Schibam bei einem Bombenanschlag getötet.

Seither haben sich in Sanaa und anderen jemenitischen Städten große Hotels abgesichert wie Armeekasernen. Die Straßen zu westlichen Botschaften sind mit Betonblöcken und Stacheldraht versperrt.

Kampf gegen die Zentralregierung

Leser-Kommentare
  1. ... scheint sich zu einem Synonym für muslimischen Terrorismus gewandelt zu haben.

    Wenn man bedenkt, dass Al Kaida soviel wie "die Basis" heißt, bedeutet das nicht nur namentlich, dass es eigentlich eine "Graswurzelbewegung" ist, die zum einen nicht zentralistisch organisiert ist und zum anderen immer dort entsteht, wo Menschen des Arabischen mächtig und so unzufrieden sind, dass sie zu Gewalttaten bereit sind.

    Ich vermute, dass unsere Medien zu froh über den bei den Lesern gut eingeführten Begriff sind, als dass sie ihre Leser die nächste Zeit über die Diffusität des Begriffs aufklären werden. Desinformiert komme ich mir irgendwie trotzdem vor, aber wir sind ja auch im Krieg.

    • iDog
    • 18.06.2009 um 12:13 Uhr

    oel , gas, edelmetall oder was macht den jemen so interessant?

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    In diesem Teil der arabischen Halbinsel sind gegenwätig keine größeren Vorkommen bekannt. Lagerstätten von allenfals lokaler Bedeutung in den Vulkaniten aber nicht auszuschließen.
    Dagegen ist die geostrategische Lage des Landes, an mehreren Seewegen, nicht uninteressant.

    Karl Müller

    In diesem Teil der arabischen Halbinsel sind gegenwätig keine größeren Vorkommen bekannt. Lagerstätten von allenfals lokaler Bedeutung in den Vulkaniten aber nicht auszuschließen.
    Dagegen ist die geostrategische Lage des Landes, an mehreren Seewegen, nicht uninteressant.

    Karl Müller

  2. Was soll ein Artikel, der seine Ausführungen auf einer Vermutung aufbaut?

    • khasar
    • 19.06.2009 um 12:16 Uhr

    war das die "muslimische" al-kaida.

    wir haben ja keine andere auswahl als mit den wölfen zu heulen, es lebe unser neues feindbild die "muslime".

    die komunisten haben wir geschafft, jetzt sind die muslime dran.

    ich glaube die muslime haben auch die schweinegrippe im labor erzeugt um die christlichen ungläubigen schweinefleisch konsumenten zu vernichten.

    sogar jesus haben nicht die römer und juden getötet, sondern die muslime.

    auch die klimaveränderung haben die muslime veranlasst.

    LANGWEILIGER VOREINGENOMMENER ARTIKEL, UM DIE MUSLIME WIEDER ALS FEINDBILD DER WESTLICHEN "UN"ZIVILISATION DARZUSTELLEN.

    wann werden die hochnäsigen europäer endlich wach?????????????ß

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • PhilN
    • 20.06.2009 um 11:11 Uhr

    Ihrem letzten Kommentar folgend können Sie den Tag der Abrechnung mit der Christenheit ja kaum noch erwarten, die in den meisten muslimischen Mehrheitsgesellschaften ja bereits heute eine gern gepflegte Tradition ist.

    Wann ist es endlich soweit? Da kann ich nur sagen, wer Hass säht, der erntet Hass. „Wann werden die hochnäsigen Europäer endlich wach?“ Was soll das? Soll das eine Drohung darstellen?

    Des Weiteren geht es in diesem Artikel überhaupt nicht um Muslime im Allgemeinen, es sei denn, Sie setzten diese mit Al-Qaida oder ähnlichen islamofaschistischen Spinnern gleich. Meldet sich da vielleicht ein kleiner freudscher Versprecher ihrerseits?

    Ich halte darüber hinaus generelle Verunglimpfungen der Muslime für unhaltbar und menschenverachtend, wobei ich dies weder in der deutschen Qualitätspresse noch in der politischen Debatte beobachte, wo größtenteils und im Gegensatz zu anderen Themen recht differenziert argumentiert wird.

    Man kann jedoch auch wie Sie von Verfolgunswahn geplagt sein und jegliche kritische Debatte über den Islamismus und die zunehmende Radikalisierung und Fundamentalisierung der nach Europa eingewanderten Menschen muslimischen Glaubens, in zumeist zweiter oder dritter Generation, direkt als unwillkommen und rassistisch ablehnen.
    Ich prognostiziere dann jedoch, dass Europa in ein paar Jahren in der Tat aufwacht, allerdings nicht aus dem von Ihnen erwarteten Grund. Schauen Sie sich das Wahlergebnis der Europawahl an. Wenn schon ein traditionell offenes und tolerantes Land wie die Niederlande in Scharen einem Geerd Wilders und den Christdemokraten zuläuft, und das bereits bei einem muslimischen Anteil an der Gesamtbevölkerung von unter 7%, dann will ich nicht wissen, was in Europa los ist, wenn es wie gewohnt weiter geht und Leute wie Sie sämtliche bedenklichen Tendenzen ungeniert leugnen.

    MfG

    • PhilN
    • 20.06.2009 um 11:11 Uhr

    Ihrem letzten Kommentar folgend können Sie den Tag der Abrechnung mit der Christenheit ja kaum noch erwarten, die in den meisten muslimischen Mehrheitsgesellschaften ja bereits heute eine gern gepflegte Tradition ist.

    Wann ist es endlich soweit? Da kann ich nur sagen, wer Hass säht, der erntet Hass. „Wann werden die hochnäsigen Europäer endlich wach?“ Was soll das? Soll das eine Drohung darstellen?

    Des Weiteren geht es in diesem Artikel überhaupt nicht um Muslime im Allgemeinen, es sei denn, Sie setzten diese mit Al-Qaida oder ähnlichen islamofaschistischen Spinnern gleich. Meldet sich da vielleicht ein kleiner freudscher Versprecher ihrerseits?

    Ich halte darüber hinaus generelle Verunglimpfungen der Muslime für unhaltbar und menschenverachtend, wobei ich dies weder in der deutschen Qualitätspresse noch in der politischen Debatte beobachte, wo größtenteils und im Gegensatz zu anderen Themen recht differenziert argumentiert wird.

    Man kann jedoch auch wie Sie von Verfolgunswahn geplagt sein und jegliche kritische Debatte über den Islamismus und die zunehmende Radikalisierung und Fundamentalisierung der nach Europa eingewanderten Menschen muslimischen Glaubens, in zumeist zweiter oder dritter Generation, direkt als unwillkommen und rassistisch ablehnen.
    Ich prognostiziere dann jedoch, dass Europa in ein paar Jahren in der Tat aufwacht, allerdings nicht aus dem von Ihnen erwarteten Grund. Schauen Sie sich das Wahlergebnis der Europawahl an. Wenn schon ein traditionell offenes und tolerantes Land wie die Niederlande in Scharen einem Geerd Wilders und den Christdemokraten zuläuft, und das bereits bei einem muslimischen Anteil an der Gesamtbevölkerung von unter 7%, dann will ich nicht wissen, was in Europa los ist, wenn es wie gewohnt weiter geht und Leute wie Sie sämtliche bedenklichen Tendenzen ungeniert leugnen.

    MfG

    • khasar
    • 19.06.2009 um 12:19 Uhr

    waren die juden an allem schuld.

    ab 9/11 die muslime.

    wann sind die christen drann?

    (Anmerkung: Bitte versuchen Sie, zu einer sachbezogenen Debatte beizutragen. Die Redaktion/jk)

    • PhilN
    • 20.06.2009 um 11:11 Uhr

    Ihrem letzten Kommentar folgend können Sie den Tag der Abrechnung mit der Christenheit ja kaum noch erwarten, die in den meisten muslimischen Mehrheitsgesellschaften ja bereits heute eine gern gepflegte Tradition ist.

    Wann ist es endlich soweit? Da kann ich nur sagen, wer Hass säht, der erntet Hass. „Wann werden die hochnäsigen Europäer endlich wach?“ Was soll das? Soll das eine Drohung darstellen?

    Des Weiteren geht es in diesem Artikel überhaupt nicht um Muslime im Allgemeinen, es sei denn, Sie setzten diese mit Al-Qaida oder ähnlichen islamofaschistischen Spinnern gleich. Meldet sich da vielleicht ein kleiner freudscher Versprecher ihrerseits?

    Ich halte darüber hinaus generelle Verunglimpfungen der Muslime für unhaltbar und menschenverachtend, wobei ich dies weder in der deutschen Qualitätspresse noch in der politischen Debatte beobachte, wo größtenteils und im Gegensatz zu anderen Themen recht differenziert argumentiert wird.

    Man kann jedoch auch wie Sie von Verfolgunswahn geplagt sein und jegliche kritische Debatte über den Islamismus und die zunehmende Radikalisierung und Fundamentalisierung der nach Europa eingewanderten Menschen muslimischen Glaubens, in zumeist zweiter oder dritter Generation, direkt als unwillkommen und rassistisch ablehnen.
    Ich prognostiziere dann jedoch, dass Europa in ein paar Jahren in der Tat aufwacht, allerdings nicht aus dem von Ihnen erwarteten Grund. Schauen Sie sich das Wahlergebnis der Europawahl an. Wenn schon ein traditionell offenes und tolerantes Land wie die Niederlande in Scharen einem Geerd Wilders und den Christdemokraten zuläuft, und das bereits bei einem muslimischen Anteil an der Gesamtbevölkerung von unter 7%, dann will ich nicht wissen, was in Europa los ist, wenn es wie gewohnt weiter geht und Leute wie Sie sämtliche bedenklichen Tendenzen ungeniert leugnen.

    MfG

    Antwort auf "natürlich"
  3. In diesem Teil der arabischen Halbinsel sind gegenwätig keine größeren Vorkommen bekannt. Lagerstätten von allenfals lokaler Bedeutung in den Vulkaniten aber nicht auszuschließen.
    Dagegen ist die geostrategische Lage des Landes, an mehreren Seewegen, nicht uninteressant.

    Karl Müller

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