Kindertagesstätten Keine Einigung im Kita-Streik

Die Verhandlungen im festgefahrenen Tarifstreit an den kommunalen Kindertagesstätten dauern weiter an.

Gewerkschaften und Arbeitgeber richteten sich auf eine lange Nacht ein. Sie rechnen jedoch in dieser siebten Verhandlungsrunde noch nicht mit einem Durchbruch. Zwischenergebnisse werden nicht verkündet, betonten der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, und der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle. Die Verhandlungen sollen morgen in Berlin fortgesetzt werden, notfalls auch am Freitag. Zuvor will Bsirske in Berlin rund 200 Streikdelegierte aus ganz Deutschland über den Stand der Verhandlungen unterrichten.

Auch heute hatten erneut mehr als 5000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter in fünf Bundesländern für ihre Forderungen gestreikt. Seit Mitte Mai sind mehrere Zehntausend von ihnen auf die Straße gegangen. Sollte es zu keiner Einigung kommen, würden die Streiks wieder ausgeweitet, sagte Bsirkse. Am Donnerstag würden sie parallel zu den Verhandlungen auf zwei Bundesländer - Thüringen und Baden-Württemberg - heruntergefahren.

Ver.di und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordern einen Tarifvertrag zum besseren Gesundheitsschutz für die rund 220 000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter, deutlich mehr Einkommen und neue Entgeltstufen. Das Angebot der Arbeitgeber zum Gesundheitsschutz finden die Gewerkschaften noch viel zu unverbindlich. Die von der VKA angebotenen 220 Euro mehr im Monat für einen Teil der Erzieherinnen seien unseriös, betonte der ver.di-Chef Bsirske. Die Arbeitgeber hätten die Gehälter der Erzieherinnen bei der Umstellung auf die jetzt gültigen Tarifvertäge erst um 700 Euro gekürzt, um jetzt wieder 220 Euro draufzulegen. "Das ist ein Minus und mit einem Minus gehen wir hier nicht raus."

VKA-Präsident Böhle betonte, er hoffe auf eine Einigung. Die geforderten Einkommenssteigerungen seien in der gegenwärtigen Krise jedoch viel zu teuer.

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