"Unterm Strich steht fest: Der Klimawandel beeinflusst schon Dinge, die uns wichtig sind", sagte John Holdren, Chef des Büros für Wissenschaftspolitik am Dienstag bei der Präsentation der neuen Studie in Washington ( Zusammenfassung als PDF in englischer Sprache ).

Darauf deuteten Trends bei extremen Wetterphänomenen, Dürren und Waldbränden hin. "Wir beginnen, in jeder Region die Auswirkungen des Klimawandels zu fühlen", sagte Holdren. Werde umgehend gehandelt, könnten die schlimmsten Folgen allerdings noch abgewendet werden.

In dem Bericht "Die Auswirkungen des globalen Klimawandels in den USA " heißt es, dass der Temperaturanstieg der vergangenen Jahrzehnte vor allem menschengemacht sei. Der 190-Seiten Report, der unter Leitung der US-Klimabehörde NOAA verfasst wurde, berichtet zudem von einem steigenden Meeresspiegel und mehr starken Regenfällen. Die eisfreie Zeit der Seen und Flüsse nehme zu. "Diese Auswirkungen werden stärker."

Alaska habe sich in den vergangenen 50 Jahren doppelt so schell erwärmt wie der Rest der USA. Dies habe bereits jetzt unter anderem zu einer früheren Schneeschmelze geführt. Die Gletscher gehen rasch zurück, und der Permafrostboden taut bereits, heißt es weiter.

Auf der Präsentation der Studie in Washington, die Sie hier auf Englisch im Video sehen können, entwarfen die Experten ein Schreckensszenario.

Sollte nichts gegen die drohende Klimakatastrophe unternommen werden, droht dem Bericht zufolge eine Reihe dramatischer Entwicklungen. Hitzewellen würden häufiger und intensiver werden. Heftigere Regenfälle führten zu mehr Überschwemmungen, steigende Meerestemperaturen bedrohten Korallenriffe und die damit verbundenen Ökosysteme. Außerdem nähmen Waldbrände in den USA bereits jetzt zu – und kämen bei steigender Erderwärmung noch öfter vor.