Geste Kuba lässt Dissidentin ausreisen
Die Regierung des kommunistischen Inselstaates hat der Ärztin Hilda Molina erlaubt, ihre Angehörigen in Argentinien zu besuchen
Molina wartete seit Jahren auf eine Genehmigung der Behörden. Ihr Sohn Roberto Quiñones und ihre Enkelkinder leben in Argentinien. Ihre Mutter, Hilda Morejón, hatte bereits im vergangenen Jahr nach 14-jähriger Wartezeit eine Reiseerlaubnis erhalten.
Nun habe auch Molina einen Reisepass bekommen, sagte die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner. Die Ärztin befinde sich zurzeit in der argentinischen Botschaft, um ein Visum zu beantragen. Kirchner bezeichnete die Reiseerlaubnis als "sehr gute Nachricht". Dies sei eine "sehr wichtige Geste der Regierung von Präsident Raúl Castro".
Molina, die das internationale Zentrum für Neurologie (Ciren) gegründet hatte, war Abgeordnete im kubanischen Parlament. 1994 legte sie jedoch ihre Ämter nieder und trat auch aus der kommunistischen Partei Kubas (PCC) aus. Sie begründete ihren Schritt mit "politischen und ethischen Differenzen" mit der Regierung, die damals noch von Revolutionsführer Fidel Castro bestimmt wurde.
- Datum 12.06.2009 - 22:07 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, rf, dpa
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