Ermittlungen Untreue-Vorwurf gegen Mainzer Oberbürgermeister
Gegen den Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) wird wegen Untreue und Vorteilsannahme ermittelt. Der Beschuldigte gibt sich gelassen.
Der 62-Jährige soll mit dem Ex-Geschäftsführer der Wohnbau Mainz GmbH und den Ehefrauen eine Reise an den Tegernsee unternommen haben, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz mit. Dies sei als Dienstreise abgerechnet worden. Beutel ist ebenfalls bei der Wohnbau Mainz GmbH beschäftigt, er arbeitet dort in seiner Funktion als Aufsichtsrats-Vorsitzender.
Die Vorwürfe beruhen auf mehreren anonymen Anzeigen, welche bei der Staatsanwaltschaft eingegangen sind. In diesen Anzeigen wird ebenso der Vorwurf erhoben, dass Beutel sich als Aufsichtsratsvorsitzender einer städtischen Gesellschaft zur Entwicklung des Wirtschaftsparks Mainz Rhein/Main von einem Geschäftspartner zu Kulturveranstaltungen mitsamt Hotelübernachtung einladen ließ.
Jens Beutel gibt sich angesichts der Vorwürfe gelassen. "Ich bin froh, dass die offiziellen Ermittlungen jetzt Klarheit bringen werden und werde selbstverständlich umfassend mit den Ermittlungsbehörden kooperieren." Der Oberbürgermeister kritisierte, dass die Ermittlungen nur auf der Grundlage von Gerüchten, Verdächtigungen und Spekulationen erfolgten, und lediglich anonym verbreitet würden.
Die Staatsanwaltschaft hat auch gegen den 62-jährigen Ex-Geschäftsführer der Wohnbau wegen Untreue und den 65-jährigen Mainzer Unternehmer wegen Vorteilsgewährung Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei Haus- und Büro-Durchsuchungen am Dienstag seien umfangreiche Beweismittel sichergestellt worden, hieß es. Die Auswertung des Materials werde Monate dauern.
- Datum 16.06.2009 - 18:21 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, mm
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