Ein Jahr vor der WM Klare Kontur gesucht

Der Nationalelf fehlt ein klares Profil. Außer Michael Ballack gibt es keine echten Führungsspieler. Viel Zeit bleibt Jogi Löw nicht mehr, das Problem zu lösen

loew

Bundestrainer Joachim Löw steht noch viel Arbeit bis zur WM ins Haus

Für Bastian Schweinsteiger wird die Affäre zum Glück keine Konsequenzen haben. Ein Verstoß gegen die Regeln des Weltfußballverbandes Fifa hat nach Recherchen der Bild-Zeitung nicht vorgelegen, allenfalls einer gegen die allgemeinen Kleidervorschriften. Das Boulevardblatt hatte weltexklusiv enthüllt, dass Bastian Schweinsteiger beim Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Vereinigten Arabischen Emirate die Kapitänsbinde am falschen Arm, am rechten nämlich, getragen hatte. Kann passieren, Bastian Schweinsteiger, 24 Jahre alt, hat noch nicht besonders viel Erfahrung im Kapitänsbindentragen.

Das könnte sich bald ändern. Der Mittelfeldspieler der Bayern zählt zu jenen Nachwuchskräften, denen Bundestrainer Joachim Löw für die nicht mehr allzu ferne Zukunft wichtige Führungsaufgaben in der Nationalmannschaft zugedacht hat. Sein Münchner Kollege Philipp Lahm, 25, gehört ebenfalls zu den künftigen Leitfiguren, genauso Thomas Hitzlsperger, 27, der Kapitän des VfB Stuttgart. Die Frage ist nur, wann die Zukunft, wann ihre Zukunft, beginnen wird.

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Die abgelaufene Saison hat gezeigt, dass sich Struktur und Hierarchie einer Mannschaft nicht par ordre de Mufti verändern lassen. Löw hat das Selbstbewusstsein der nachwachsenden Generation durchaus befördert, auch während der abschließenden Asienreise. "Da einige ältere Spieler gefehlt haben, konnten Lahm, Hitzlsperger und Schweinsteiger verstärkt Führungsaufgaben übernehmen", sagt der Bundestrainer. Aber nicht immer sind seine Erwartungen erfüllt worden.

Ein Jahr vor dem Beginn der Weltmeisterschaft in Südafrika ist Löws Mannschaft eine Mannschaft im Umbruch. "Wir müssen konstanter werden, wir müssen uns spielerisch und taktisch verbessern", sagt der Bundestrainer. Seinem Team fehlt noch die klare Kontur, die für ein großes Turnier notwendig ist. Löw hat deshalb angekündigt, dass er die Sommerpause zur konzeptionellen Arbeit nutzen werde. Gerade an entscheidenden Positionen besteht für den Bundestrainer verschärfter Handlungsbedarf: im Tor, vor allem aber im zentralen Mittelfeld.

Leser-Kommentare
  1. Unschöner Artikel! Gibt doch Hr. Podolski. Der hat doch bewiesen, dass er ordentlich hinlangen kann. Jetzt müsste man ihm nur noch beibringen, das Ganze zielgerichtet einzusetzen. Das Verprügeln eigener Mannschaftsmitglieder ist ja nun irgendwie, nun ja, eine dumme Idee. Da müssen wir uns dann nicht wundern, dass diese Nationalmannschaft irgendwie.... nun ja, das war es wohl mit dem dt. Fussball.

    Vereinfacht formuliert: von prügelnden Fussballern will ich mein Land nicht vertreten wissen. Von mir aus können die also gleich im Lande bleiben!

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