Kampf gegen Piraten Nato schickt neue Flotte nach Somalia
Die Nato hat beschlossen, einen Marineverband in den Indischen Ozean zu entsenden. Auch Deutschland beteiligt sich am Kampf gegen die Piraten vor Somalia
Der sechs bis acht Schiffe starke Nato-Verband Standing Nato Maritime Group 2 (SNMG 2) wird in den Indischen Ozean entsandt. Mit der Operation "Ocean Shield" setzt das Verteidigungsbündnis den Kampf gegen die somalischen Piraten fort, die ihr Gebiet mittlerweile bis zu den Seychellen ausgeweitet haben.
Wie die Nato-Verteidigungsminister am Freitag beschlossen, stellen die Nato-Staaten die Schiffe in einem Rotationsverfahren. Zunächst sind Marineeinheiten aus Großbritannien, Griechenland, Italien, Spanien, der Türkei und den USA dabei.
Noch befinden sich die für "Ocean Shield" vorgesehenen Nato-Schiffe im Mittelmeer. Aber schon ab Juli sollen sie im Indischen Ozean den Nato-Flottenverband "Standing Nato Maritime Group 1" ablösen, der noch bis zum 28. Juni dort operiert.
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung sagte, Deutschland unterstütze den Kampf gegen Piraterie und werde das Bundestagsmandat von maximal 1400 Soldaten einhalten. Ab August gehört die Fregatte Karlsruhe zu NMG 2.
Deutschland wird sich allerdings nicht direkt an dem neuen Nato-Einsatz Ocean Shield beteiligen, sondern im Rahmen der EU-Mission "Atalanta" gegen Seeräuber im Golf von Aden vorgehen. "Atalanta" umfasst innerhalb eines Jahres rund 20 Schiffe.
Die EU plant, die Ende 2008 begonnene Mission Einsatz bis Ende 2010 zu verlängern. Der offizielle Beschluss werde am Montag auf dem EU-Außenministertreffen in Luxemburg fallen, verlautete am Freitag aus Diplomatenkreisen in Brüssel.
Der internationale Anti-Piraten-Einsatz vor der somalischen Küste zeigt nach Einschätzung der Vereinten Nationen erste Erfolge. Die Piraten seien gezwungen, auf weiter entfernte Gewässer auszuweichen, sagte der UN-Sondergesandte für Somalia, Ahmedou Ould-Abdallah, Anfang Juni. Dies verteuere ihre Aktionen.
- Datum 12.06.2009 - 13:34 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, sp, dpa
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren