UN-Resolution Nordkorea droht mit Bau weiterer Atomwaffen

Die UN haben neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Pjöngjang reagiert nun mit der Drohung, neue Atomwaffen zu bauen. Auf alle Versuche, das Land zu isolieren, werde militärisch geantwortet

nordkorea-drohung-bild

Diagramm nordkoreanischer Raketen in einer Ausstellung Südkoreas nahe der innerkoreanischen Grenze

Das Programm zur Anreicherung von Uran zum Atomwaffenbau habe Fortschritte gemacht, hieß es am Samstag laut Berichten der staatlichen nordkoreanischen Medien in einer Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang. Auf alle Versuche der USA und anderer Länder, eine "Blockade" gegen das Land zu schaffen oder Nordkorea zu isolieren, werde militärisch geantwortet.

Der Weltsicherheitsrat hatte am Freitag verschärfte Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Damit reagierte das höchste UN-Gremium auf den jüngsten Atomtest des kommunistischen Landes am 25. Mai und eine Reihe weiterer Provokationen. Resolution 1874 wurde einstimmig von allen 15 Mitgliedsstaaten verabschiedet. Unter anderem soll Fracht nach Nordkorea nun stärker auf verbotene Waffenlieferungen kontrolliert werden. Resolution 1874 ist völkerrechtlich verbindlich und steht unter Kapitel VII der UN-Charta. Das heißt, dass die Sanktionen notfalls mit Gewalt durchgesetzt werden können. Nordkoreas Verbündeter China hatte an dem Text mitgearbeitet.

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Mit der Resolution verurteilt das für den Frieden in aller Welt verantwortliche UN-Gremium Nordkoreas jüngste Provokationen "auf das Schärfste". Es fordert das Regime in Pjöngjang auf, keine weiteren Atom- und Raketentests mehr zu unternehmen, alle Atomwaffen und
existierenden Nuklearprogramme "vollständig, nachweisbar und unwiderruflich aufzugeben" und unverzüglich zu den Sechs-Parteien-Gesprächen zurückzukehren.

Die Resolution verschärft das bereits 2006 nach dem ersten Atomtest verhängte Waffenembargo gegen Nordkorea. Diese Maßnahme soll das Regime, dessen Einnahmen fast ausschließlich vom Waffenhandel kommen, auch finanziell treffen. Allerdings darf Pjöngjang weiterhin kleinere Waffen kaufen, solange es die Vereinten Nationen davon unterrichtet.

Alle 192 UN-Mitgliedsstaaten sind aufgerufen, Fracht nach und aus Nordkorea zu inspizieren, wenn der Verdacht vorliegt, dass darin verbotenes Material enthalten sein könnte. Ebenso soll Pjöngjang künftig keine Investitionsmittel oder Darlehen mehr von der internationalen Gemeinschaft erhalten, es sei denn, diese kämen der bettelarmen Bevölkerung in Form von humanitärer oder Entwicklungshilfe zugute.

Chinas Botschafter Zhang Yesui bezeichnete das einmütige Votum als "positives Signal für die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft, (Nordkoreas) Atomwaffenprogramm zu stoppen". Zhang ermahnte die Gemeinschaft, die Sanktionen jetzt auch ernsthaft umzusetzen. Die Resolution verlangt von allen UN-Mitgliedsstaaten, den Rat innerhalb von 45 Tagen zu informieren, ob und in welcher Form sie die neuen Bestimmungen anwendet.

In einer am Samstag von der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua verbreiteten Erklärung des Außenministeriums in Peking hieß es, der Test vom 25. Mai "untergräbt Frieden und Stabilität" in der Region. Das Nuklearprogramm Nordkoreas "verletzt wesentliche Resolutionen des Weltsicherheitsrats, beeinträchtigt die Effektivität der internationalen Mechanismen zur Nichtverbreitung von Nukleartechnologie und untergräbt außerdem Frieden und Stabilität im Nordostasien", erklärte der Sprecher des Außenministeriums Qin Gang.

Leser-Kommentare
  1. In deutschen Medien
    wird oft und ausführlich die Problematik von Atomwaffen in
    Pakistan , im Iran , in Nordkorea besprochen ,
    nie aber über die auf deutschem Boden stationierten Atomwaffen .
    Und wer andere Länder für gefährlicher als Deutschland ( oder auch die USA )
    hält , ignoriert die Geschichte ( und Gegenwart ) .

  2. @wiesengruen, schon mal nachgedacht?
    Denn eben weil die Geschichte nicht ignoriert wird,alle haben gelernt,wird hier den Möglichkeiten ein Riegel vorgeschoben.
    Ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder? Ihre Einstellung zu Deutschland und den USA lässt klar auf Ihre Gesinnung schliessen.
    Sie tun mir leid.

    [Anm.: Bitte versuchen Sie dazu beizutragen, dass die Diskussion auf einer sachlichen Ebene geführt wird. Danke. /Die Redaktion pt.]

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    Das einzige, was die Geschichte mich gelehrt hat, ist die Tatsache, dass es nur einen Staat gibt, der aus der Verzweiflung/Angst heraus einen Krieg zu gewinnen, 2 Atombomben abgeworfen hat. Schon mal darüber nachgedacht? Oder ist Ihre Weltsicht durch politisch motivierte Medien zu engstirnig?

    One world, one love!

    • IllI
    • 13.06.2009 um 12:45 Uhr

    Der Riegel der es den USA ermöglichst so viel für Rüstung auszugeben wie nie zuvor, oder meinen sie den, der es der ex-UDSSR ermöglicht ihr ABC-Depot zu modernisieren, oder vieleicht meinen sie auch den Riegel, der es der westlichen Waffenschieberzivilisation ermöglicht jedes erdenktliche Unrechtsregime auf dem Afrikaischen kontinent mit Waffen zu versorgen ??
    Mir pers. fallen so einige Riegel ein, aber der wichtigste wäre wohl der der es ermöglicht, solche möchtegernWeisheiten zu verbreiten ...
    _________________

    Aus so krummem Holz wie der Mensch geschnitzt, lässt sich nichts gerades zimmern. - i.kant-

    Das einzige, was die Geschichte mich gelehrt hat, ist die Tatsache, dass es nur einen Staat gibt, der aus der Verzweiflung/Angst heraus einen Krieg zu gewinnen, 2 Atombomben abgeworfen hat. Schon mal darüber nachgedacht? Oder ist Ihre Weltsicht durch politisch motivierte Medien zu engstirnig?

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    • IllI
    • 13.06.2009 um 12:45 Uhr

    Der Riegel der es den USA ermöglichst so viel für Rüstung auszugeben wie nie zuvor, oder meinen sie den, der es der ex-UDSSR ermöglicht ihr ABC-Depot zu modernisieren, oder vieleicht meinen sie auch den Riegel, der es der westlichen Waffenschieberzivilisation ermöglicht jedes erdenktliche Unrechtsregime auf dem Afrikaischen kontinent mit Waffen zu versorgen ??
    Mir pers. fallen so einige Riegel ein, aber der wichtigste wäre wohl der der es ermöglicht, solche möchtegernWeisheiten zu verbreiten ...
    _________________

    Aus so krummem Holz wie der Mensch geschnitzt, lässt sich nichts gerades zimmern. - i.kant-

  3. Jetzt heißt es, sich nicht von nordkoreanischem Säbelrasseln beindrucken zu lassen. Nichts darf Nordkorea verlassen, was Devisen bringt. Das Regime muss finanziell ausgetrocknet werden, dann ist es bald am Ende.
    Sollte das nordkoreanische Militär tatsächlich ernst machen und mit Gewalt auf die Sanktionen reagieren, dann muss entsprechend geantwortet werden. Die Staatengemeinschaft darf und sollte keinen Krieg beginnen, aber sie muss darauf vorbereitet sein einen zu beenden, wenn NK ihn beginnt.

  4. Das einzige, was die Geschichte mich gelehrt hat, ist die Tatsache, dass es nur einen Staat gibt, der aus der Verzweiflung/Angst heraus einen Krieg zu gewinnen, 2 Atombomben abgeworfen hat. Schon mal darüber nachgedacht? Oder ist Ihre Weltsicht durch politisch motivierte Medien zu engstirnig?

    One world, one love!

    Antwort auf "Nordkorea."
  5. einen Krieg nicht zu gewinnen bzw. zu verlieren natürlich :)

    One world, one love!

    • IllI
    • 13.06.2009 um 12:45 Uhr

    Der Riegel der es den USA ermöglichst so viel für Rüstung auszugeben wie nie zuvor, oder meinen sie den, der es der ex-UDSSR ermöglicht ihr ABC-Depot zu modernisieren, oder vieleicht meinen sie auch den Riegel, der es der westlichen Waffenschieberzivilisation ermöglicht jedes erdenktliche Unrechtsregime auf dem Afrikaischen kontinent mit Waffen zu versorgen ??
    Mir pers. fallen so einige Riegel ein, aber der wichtigste wäre wohl der der es ermöglicht, solche möchtegernWeisheiten zu verbreiten ...
    _________________

    Aus so krummem Holz wie der Mensch geschnitzt, lässt sich nichts gerades zimmern. - i.kant-

    Antwort auf "Nordkorea."
    • yato
    • 13.06.2009 um 12:58 Uhr

    Je mehr Atomwaffen dieser psychische Wackelkanditat anhäuft, desto schlimmer wird es. Ich halte deren Einsatz durch Nordkorea für so realistisch, wie die Frage ob Hitler/Göbbels damals Atomwaffen eingesetzt hätten, wenn sie welche gehabt hätten. Auch Nordkorea ist hoch paranoid und unter Propaganda wie Deutschland damals.

    Die Welt darf es einfach nicht zulassen, dass so jemand Atomwaffen besitzt und ich möchte ehrlich gesagt heute nicht z. B. in Seoul wohnen. Wenn der Diktator jedoch Langstreckenraketen bekommt, dann sind wir alle bedroht. Es ist wie bei einem Feuer - je länger man wartet, desto schlimmer wird es.

    Wo ist die Weltpolizei?
    Punkt 1: Nordkorea mit Raketenabwehrsystemen umstellen, besonders Richtung Südkorea und Japan (heimlich, ohne dass der Diktator es merkt)

    Punkt 2: Totalblockade, Ultimatum und eine umfassende Informationskampagne. Die Uno sollte die Informationshoheit Nordkoreas übernehmen.
    TV, Radio durch starke Sender an den Rändern des Landes und durch Drohnen-Sender, hinzu kommt Abwurf von Flugblättern und 1000000 Handys mit Infovideos an Fallschirmen.

    Punkt 3: Sollte dies nicht genügen, dann der Einmarsch der Uno Truppen (diesen Einmarsch beim Ultimatum androhen)

    Vorraussetzung dazu wäre, dass die UNO neues ausprobiert, dass China dabei ist und es eine starke Weltpolizei (z.B. 1 bis 5 Millionen Soldaten) gibt.

    Diese Vorschläge sind leider weit utopischer und "unrealistischer" als ein neues Hiroshima, nur zig mal schlimmer als damals. (Die Idee der Weltpolizei wurde von G. W. Bush ad absurdum geführt und diskreditiert, was fatal ist)

    Wir brauchen wohl leider erst die realen Katastrophen um die Kraft zu finden diese künftig zu verhindern.

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    Taja, aber die USA sind die einzigen die zweimal Atomwaffen gegen Menschen eingesetzt haben und bis heute mit Uran angereicherte Munition benutzt.

    Taja, aber die USA sind die einzigen die zweimal Atomwaffen gegen Menschen eingesetzt haben und bis heute mit Uran angereicherte Munition benutzt.

  6. Taja, aber die USA sind die einzigen die zweimal Atomwaffen gegen Menschen eingesetzt haben und bis heute mit Uran angereicherte Munition benutzt.

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