Finanzkrise US-Notenbankchef verantwortet sich vor Kongress

Ben Bernanke soll dem Kongress wegen seiner umstrittenen Rolle beim Notverkauf von Merrill Lynch Rede und Antwort stehen.

Der Kontroll- und Reformausschuss des Repräsentantenhauses schickte Bernanke am Mittwoch eine Vorladung für den 25. Juni. In der Anhörung soll der Chef der US-Notenbank Federal Reserve System (Fed) Auskunft darüber geben, wann die Fed von der Schieflage bei der Investmentbank erfahren hat und welche Rolle die Regierung bei der Übernahme durch die Bank of America (BoA) spielte.

In einer Parlamentsanhörung hatte der Chef der BoA, Ken Lewis, Bernanke beschuldigt, im Winter 2008 Druck bei der Übernahme ausgeübt zu haben. Der Fed-Chef habe ihn dazu gedrängt, trotz der absehbaren Milliarden-Verluste von Merrill das Geschäft nicht abzusagen, sagte Lewis. 

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Im Zuge der US-Immobilienkreditkrise musste die Bank im Geschäftsjahr 2007 23,2 Mrd. US-Dollar abschreiben, vor allem so genannte "Subprime-Kredite" für US-Immobilienkäufer. Anfang 2009 schlossen sich Merrill Lynch und die Bank of America zusammen.

Bernankes Amtszeit läuft Ende Januar 2010 aus. Jüngst hatte es Spekulationen gegeben, US-Präsident Barack Obama könnte seinen Wirtschaftsberater Lawrence Summers nächstes Jahr mit der Aufgabe an der Spitze der Notenbank betrauen.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. Freude

    Sollte Obama tatsächlich seinen Wirtschaftsberater Lawrence Summers nächstes Jahr mit der Aufgabe an der Spitze der Fed betrauen, dann wird man sich aber in einschlägigen Kreisen der US-Ostküstenhochfinanz freuen, nicht zu vergessen das AIPAC.

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