NS-Prozess Späte Suche nach WahrheitSeite 3/3

Scheungrabers Möbelgeschäft in Ottobrunn führt heute sein Sohn. Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist der in Italien rechtskräftig verurteilte Kriegsverbrecher immer noch. Immerhin: Je nachdem, wie das Verfahren in München ausgeht, hört man aus Ottobrunn, wollen sie ihm vielleicht seine Bürgermedaille aberkennen.

 
Leser-Kommentare
  1. Auch wenn Mord nicht verjährt: Nach über 60 Jahren liefert der vorliegende Fall den Medien Stoff für ihre Blätter.

    Und auch, wenn man das eine nicht mit dem anderen verwechseln darf: Um tausendfache Kriegsverbrecher wie Bush & Co. kümmert sich keiner!

  2. gibt und gab es in Deutschland Hunderttausende, die serienmäßig gemordet und gemetzelt haben. Und es ist eigentlich lächerlich, diesen Mann zur Rechenschaft zu ziehen während in den KZs auf dümmste unwürdigste abscheulichste und unglaublich unmenschliche Weise Millionen Leute vergast, verbrannt, in Massengräbern verschüttet wurden.

  3. Sehr geehrter Herr Vensky,

    darf ich annehmen, dass Josef F., Josef S. und Scheungraber ein und dieselbe Person sind, oder sind in der Tat drei versvhiedene ehemalige Offiziere der Gebirgsjäger in dem Prozess angeklagt?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    Redaktion
    • greven
    • 18.06.2009 um 11:10 Uhr

    Durch ein redaktionelles Versehen wurde der Name an einer Stelle falsch abgekürzt. Da andere Medien den Angeklagten mit vollem Namen nennen (und er in Italien bereits rechtskräftig verurteilt wurde), haben wir uns entschlossen, ihn jetzt auch durchgehend auszuschreiben.
    Die Redaktion

    Redaktion
    • greven
    • 18.06.2009 um 11:10 Uhr

    Durch ein redaktionelles Versehen wurde der Name an einer Stelle falsch abgekürzt. Da andere Medien den Angeklagten mit vollem Namen nennen (und er in Italien bereits rechtskräftig verurteilt wurde), haben wir uns entschlossen, ihn jetzt auch durchgehend auszuschreiben.
    Die Redaktion

  4. Redaktion
    • greven
    • 18.06.2009 um 11:10 Uhr

    Durch ein redaktionelles Versehen wurde der Name an einer Stelle falsch abgekürzt. Da andere Medien den Angeklagten mit vollem Namen nennen (und er in Italien bereits rechtskräftig verurteilt wurde), haben wir uns entschlossen, ihn jetzt auch durchgehend auszuschreiben.
    Die Redaktion

  5. Freier Autor

    Das Merkwürdige an diesem Verfahren ist allerdings, dass die Verteidigung Scheungrabers weder mit zeitgenössischen Rechtsauffassungen noch mit so etwas wie Befehlsnotstand und Kesselring-Befehl argumentiert, sondern plump behauptet, der war das gar nicht - wie übrigens meines Wissens bislang die meisten NS-Verbrecher. Statt zu sagen, ja, ich habe das damals befohlen, weil ich es für richtig hielt und heute weiß, dass es falsch war, weil ich nicht andes konnte, wie auch immer - legen sich alle in merkwürdige Windungen von "ich war nicht da und wenn doch, kann ich mich nicht erinnern".

  6. Staatsanwalt Hans-Joachim Lutz, begründet seine Forderung nach einer lebenslangen Haftstrafe für den 90-Jährigen wie folgt: es gebe zwar kein schriftliches Dokument für den Befehl, Lutz sei aber "davon überzeugt", daß dieser existiert habe und S. in die Befehlskette eingebunden gewesen sei.

    Zu der Aussage eines ehemaligen italienischen Partisanen, der angegeben hatte, durch sein Fernglas Soldaten mit schwarze Uniformen beobachtet zu haben, sagte Lutz: „Dieser Zeuge hat sich getäuscht.“
    Eine weitere entlastende Aussage des einzigen Überlebenden des Massakers, des damals 15 Jahre alten Gino M., widerlegte der Staatsanwalt mit den Worten, es handle sich dabei um einen Erinnerungsfehler.

    Der Verdacht drängt sich auf, daß hier eines der letzten Exempel statuiert werden soll - ganz gleich, ob Scheungraber der Täter war oder nicht. Was zählt, ist nicht die Wahrheit, sondern die gefühlte politische Notwendigkeit.

  7. @ Kommentar 1

    "Auch wenn Mord nicht verjährt: Nach über 60 Jahren liefert der vorliegende Fall den Medien Stoff für ihre Blätter."

    "Und auch, wenn man das eine nicht mit dem anderen verwechseln darf: Um tausendfache Kriegsverbrecher wie Bush & Co. kümmert sich keiner!"

    Vielleicht auch ... in 60 Jahren, wie nun von Ihnen zu Recht beklagt.

    Man sieht jedoch: Es gibt Gerechtigkeit, wenn auch mitunter spät.

  8. 8. @ 8

    Da sind zwar Millionen gestorben, aber gewesen ist es keiner.

    Frage: Wie kamen die eigentlich ums Leben?

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service