Gabriele Pauli Niedergang einer Politikerin
Ihr Aufstand gegen den allmächtigen CSU-Chef Edmund Stoiber hat Gabriele Pauli einst viel Sympathie eingebracht. Nun wird ihr ihre Egomanie zum Problem.
Die Drohung war eindeutig: "Wenn Frau Pauli weiter auf diese Schiene setzt, können wir nicht weiter zusammenarbeiten." Das hatte der Chef der bayerischen Landtagsfraktion der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, zuletzt am Wochenende angekündigt. An diesem Dienstag nun ließen die Abgeordneten Taten folgen und schlossen ihr prominentestes Mitglied, bekannt geworden unter dem Titel "die CSU-Rebellin", aus der Fraktion aus.
Mit ihrer Ankündigung, eine eigene Partei zu gründen und mit dieser bei der Bundestagswahl anzutreten, hatte Gabriele Pauli ihren Rausschmiss nicht nur provoziert, sie hatte in den vergangenen Tagen vielmehr auch keinerlei Anstrengung unternommen, ihn noch zu verhindern. Erstaunen muss daran vor allem die Leichtfertigkeit, mit der Pauli den politischen Erfolg, den sie mit den Freien Wählern gerade erst erzielt hat, wieder verspielt.
Bevor Pauli bei den Landtagswahlen für die Wählervereinigung kandidierte, war es um sie ziemlich ruhig geworden. Seit sie 2007 mit Latex-Handschuhen in einem Hochglanz-Magazin posiert und wenig später die Begrenzung der Ehe auf sieben Jahre gefordert hatte, hatte kaum noch jemand damit gerechnet, dass ihr ein Comeback als ernstzunehmende Politikerin möglich sein könnte.
Doch nach dem sensationellen Erfolg der bayerischen Freien Wähler im vergangenen September, an dem Pauli durchaus ihren Anteil hatte, war sie plötzlich Vorsitzende des Innenausschusses im bayerischen Landtag. Dieses Amt wird sie nun aufgeben müssen. Ihr Mandat will sie dagegen behalten. Im Parlament wird sie fortan als Ein-Frau-Unternehmen auftreten.
Man wäre über diese Entwicklung wohl weniger überrascht, wenn es nicht auch einmal eine ganz andere Gabriele Pauli gegeben hätte. Eine, die mit Ernsthaftigkeit, Ausdauer und Energie ihrer Arbeit nachging. Eine, die sich nicht nur für Landes-, sondern selbst für Kommunalpolitik keineswegs zu schade war. 18 Jahre lang war sie Landrätin in Fürth. Dass sie dort geschätzt wurde, lässt sich am Wahlergebnis ablesen. 65 Prozent erzielte sie 2002 in der einstigen SPD-Hochburg.
In der Endphase der Ära von CSU-Chef Edmund Stoiber stellte sie dann eine weitere Eigenschaft unter Beweis, die im Politikbetrieb nicht selbstverständlich ist: Rückgrat. Noch bevor Bespitzelungsversuche aus dem Stoiber-Lager gegen sie bekannt wurden, die schließlich maßgeblich zu Stoibers Sturz beitrugen, unterstützte sie als Einzige auf einem CSU-Parteitag im Herbst 2006 einen Antrag, die Amtszeit des Ministerpräsidenten auf zwei Wahlperioden zu begrenzen. Wer in den folgenden Wintertagen, die ihren späteren Ruhm begründeten, mit ihr sprach, konnte den Eindruck gewinnen, es mit einer zwar eigensinnigen, aber durchaus auch besonnen Frau zu tun zu haben.
Und doch scheint mit dem Aufstieg damals auch schon der Niedergang der Politikerin Gabriele Pauli begonnen zu haben. Einige Monate war sie in den Medien dauerpräsent, tingelte durch die Talkshows des Landes. Nun scheint sie ohne die ganz großen Scheinwerfer nicht mehr leben zu können. Und eilig hat sie es offenbar auch. Schließlich wollen auch die Freien Wähler in Zukunft bei Bundestagswahlen antreten. Nur eben noch nicht bei dieser.
- Datum 17.06.2009 - 07:55 Uhr
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Das Märchen "Vom Fischer und seiner Frau" einmal anders:
Auf bajuwarisch!
Totgesagte leben länger.
Ich halte Frau Pauli nach wie vor für eine der wenigen noch glaubwürdigen Politiker im Lande.
Die ZEIT berichtet ja wieder einmal nicht differenziert, sondern betreibt einmal mehr die Diffamierung einer missliebigen Person, die sich nicht vor den neoliberalen Karren der Hochfinanz und den damit verwobenen Politeliten spannen lässt.
Mir ist schon klar, warum die ZEIT Frau Paulis Abgesang anstimmt, zum Beispiel deswegen:
http://www.gabriele-pauli...
Die Zeit zur Parteigründung ist jetzt. Viele Bürger haben kein Vertrauen mehr in die etablierten Parteien, die uns die größte Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik beschert haben. Staatliche Stützungsprogramme für Großbetriebe und Banken werden mit Steuergeldern in Milliardenhöhe finanziert, während mittelständische Betriebe und viele Familien in finanziell unsichere Zeiten gehen und Angst vor der Zukunft haben. Die geringe Wahlbeteiligung ist alarmierend: rund die Hälfte aller Bürger sieht keinen Sinn mehr darin, sich für diesen Staat zu engagieren. Die Partei der Nichtwähler ist die stärkste Partei in unserem Lande!
Jetzt ist es Zeit, den Sachverstand vieler Bürger nicht mehr auszugrenzen, sondern mit allen Kräften, die unser Staat zu bieten hat, an Lösungen zu arbeiten.
Dieses Wissen müssen wir in die Politik einbringen, auch wenn die Arroganz der angeblich Mächtigen immer wieder zu Angriffen ausholt.
Sollen wir weiter zusehen, wie die Parteien mit populistischen Aussagen und Strohfeuerprogrammen, die bis zur Bundestagswahl reichen, sorglos die von uns verliehene Macht gegen uns richtet? Wir brauchen Politiker, die den Wert des Menschen schätzen und ihre Aussagen nicht an Wahlprozenten ausrichten.
Vielen von uns ist der Betrug mit der Mehrwertsteuererhöhung nach der letzten Bundestagswahl noch gut in Erinnerung! Trauen wir diesen Politikern zu, uns aus der Krise zu führen und eine Bundesrepublik zu gestalten, die die wahren Interessen der Bürger mit Ehrlichkeit vertritt?
Ich wende mich an diejenigen Bürger, die erkennen, dass wir unsere Macht zurück gewinnen können, um unsere Geschicke selbst in die Hand zu nehmen.
Die neue Partei wird eine Bewegung der Bürger werden.
Das - und noch mehr - sind natürlich alles Aussagen, die dermaßen wahr und für jeden nachvollziehbar sind (weil jeden Tag erlebbar), dass sie bei sehr vielen Bürgern ankommen werden.
Frau Pauli hat z.B. auch im Bayerischen Landtag die richtigen Fragen zur Bayrischen Landesbank und zur Rolle der Landesregierung dabei gestellt.
Glaubt die ZEIT wirklich, die Menschen im Lande registrieren so etwas nicht. Für wie blöd soll man hier eigentlich noch verkauft werden?
Ich empfehle jedem, die Site von Frau Pauli zu besuchen und sich die "andere Seite" einmal unvoreingenommen anzuschauen.
Und nein, ich bin kein Wähler von Frau Pauli.
Es ist ja manchmal erfrischend, wenn Politiker nicht immer nur den Mainstream ihrer Partei widerholen und eigene Gedanken zur Sprache bringen. Frau Paulis Ideen liegen aber dermaßen weit neben der Spur, dass sie nicht mehr Ernst zu nehmen ist.
Das große politische Renommee, dass sie sich mit der Demokratisierung der CSU erworben hat, hat sie inzwischen mit Fotoshootings und unrealistischen politischen Zielen wieder verloren. Es ist nicht schade, wenn Fr. Pauli in der politischen und medialen Versenkung verschwindet.
Es ist ja manchmal erfrischend, wenn Politiker nicht immer nur den Mainstream ihrer Partei widerholen und eigene Gedanken zur Sprache bringen. Frau Paulis Ideen liegen aber dermaßen weit neben der Spur, dass sie nicht mehr Ernst zu nehmen ist.
Das große politische Renommee, dass sie sich mit der Demokratisierung der CSU erworben hat, hat sie inzwischen mit Fotoshootings und unrealistischen politischen Zielen wieder verloren. Es ist nicht schade, wenn Fr. Pauli in der politischen und medialen Versenkung verschwindet.
Jetzt wird expertenmäßig festgestellt, dass Frau Pauli tot ist. Das wird sich herausstellen. Wer glaubt, dass Frau Pauli dumm ist hat schon verloren. Sie wird nicht solche Fehler machen wie Frau Ypsilanti. Ich habe großen Respekt vor ihr und hoffe, dass sie die verkrustete Politkerkaste aufmischt.
Viel Erfolg.
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
Ich kann Sie überhauptnicht nachvollziehen...
Ich kann Sie überhauptnicht nachvollziehen...
Frau Pauli ist eine Politikerin? Komisch...ich hatte sie er Unterhaltungsbranche zugerechnet.
den linken Wahlkreis Fürth geknackt und gut als Landrätin geführt. Bei der Arcan d'or Pleite wäre sie wohl aktiver gewesen als dieser aktuelle Stuhlinhaber.
Sie passt halt nicht ins Schema und lässt sich nirgends reinstopfen.
_____________________________________________________
Sie werden Deutschland nie regieren - Sie nicht!
(Gerhard Schröders wahre Worte)
den linken Wahlkreis Fürth geknackt und gut als Landrätin geführt. Bei der Arcan d'or Pleite wäre sie wohl aktiver gewesen als dieser aktuelle Stuhlinhaber.
Sie passt halt nicht ins Schema und lässt sich nirgends reinstopfen.
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Sie werden Deutschland nie regieren - Sie nicht!
(Gerhard Schröders wahre Worte)
Quarax,
lieber eine Pauli als eine Westerwelle, der ist doch ein Polit-Clown!!!!
Frau Pauli hat mit ihrer Ankündigung, eine andere Partei gründen zu wollen,
deutlich gemacht, dass sie mit den Zielen und Grundwerten der Freien Wähler nicht
mehr übereinstimmt und nicht glaubt, dass diese eine Lösung für die Probleme
unserer Zeit haben.
Dies schadet dem Bild der Partei in der Öffentlichkeit. Ein solches
parteischädigendes Verhalten kann logischerweise nur einen Parteiausschluss zur Folge haben.
Um zur Bundestagswahl antreten zu können, muss Frau Pauli aus rechtlichen Gründen eine Partei gründen. Die freien Wähler sind keine Partei.
Viele - nicht alle - Freien Wähler wollen das nicht unbedingt, weil sie sich mehr in der Kommunalpolitik zu Hause fühlen.
Also ist es einfach nur die Entscheidung, wie und wo man Politik mit gestalten will.
Jedenfalls kann gerade die Bundespolitik couragierte Politiker/Politikerinnen gebrauchen, die nicht nur nach Fraktionszwang Vorgekautes und Unverstandenes abnicken, dafür mit unseren Steuergeldern auch noch bezahlt werden und nebenbei noch Lobbyarbeit für dubiose Halbkriminelle betreiben.
Dass Frau Pauli Mut hat, hat sie ja bereits im Fall Stoiber bewiesen, der in seinem Amt schon in offenkundige Verwesung übergegangen war. Die Parteibonzen haben sich aus Karrieregründen lieber in die Hose gemacht.
durch häufige Wiederholung auch nicht plausibler.
Die FW sind eine Wählergemeinschaft ,keine Partei (die nebenbei gesagt auch keine Partei werden möchte). Kann man akzeptieren, muß man aber nicht.
Wenn eine Partei in 2013 eine Chance haben will, muß sie bereits in 2009 antreten, um sich in "Wahlk(r)ampf zu üben". Bis jetzt sind die FW den Nachweis schuldig geblieben, daß sie mehr als ein verärgerter "CSU-Haufen" oder kommunale Suppenküchen sind. Das verdanken sie übrigens auch der CSU, die bei aller Kritik, das Prinzip der Subsidiarität hochhält.
Um zur Bundestagswahl antreten zu können, muss Frau Pauli aus rechtlichen Gründen eine Partei gründen. Die freien Wähler sind keine Partei.
Viele - nicht alle - Freien Wähler wollen das nicht unbedingt, weil sie sich mehr in der Kommunalpolitik zu Hause fühlen.
Also ist es einfach nur die Entscheidung, wie und wo man Politik mit gestalten will.
Jedenfalls kann gerade die Bundespolitik couragierte Politiker/Politikerinnen gebrauchen, die nicht nur nach Fraktionszwang Vorgekautes und Unverstandenes abnicken, dafür mit unseren Steuergeldern auch noch bezahlt werden und nebenbei noch Lobbyarbeit für dubiose Halbkriminelle betreiben.
Dass Frau Pauli Mut hat, hat sie ja bereits im Fall Stoiber bewiesen, der in seinem Amt schon in offenkundige Verwesung übergegangen war. Die Parteibonzen haben sich aus Karrieregründen lieber in die Hose gemacht.
durch häufige Wiederholung auch nicht plausibler.
Die FW sind eine Wählergemeinschaft ,keine Partei (die nebenbei gesagt auch keine Partei werden möchte). Kann man akzeptieren, muß man aber nicht.
Wenn eine Partei in 2013 eine Chance haben will, muß sie bereits in 2009 antreten, um sich in "Wahlk(r)ampf zu üben". Bis jetzt sind die FW den Nachweis schuldig geblieben, daß sie mehr als ein verärgerter "CSU-Haufen" oder kommunale Suppenküchen sind. Das verdanken sie übrigens auch der CSU, die bei aller Kritik, das Prinzip der Subsidiarität hochhält.
Um zur Bundestagswahl antreten zu können, muss Frau Pauli aus rechtlichen Gründen eine Partei gründen. Die freien Wähler sind keine Partei.
Viele - nicht alle - Freien Wähler wollen das nicht unbedingt, weil sie sich mehr in der Kommunalpolitik zu Hause fühlen.
Also ist es einfach nur die Entscheidung, wie und wo man Politik mit gestalten will.
Jedenfalls kann gerade die Bundespolitik couragierte Politiker/Politikerinnen gebrauchen, die nicht nur nach Fraktionszwang Vorgekautes und Unverstandenes abnicken, dafür mit unseren Steuergeldern auch noch bezahlt werden und nebenbei noch Lobbyarbeit für dubiose Halbkriminelle betreiben.
Dass Frau Pauli Mut hat, hat sie ja bereits im Fall Stoiber bewiesen, der in seinem Amt schon in offenkundige Verwesung übergegangen war. Die Parteibonzen haben sich aus Karrieregründen lieber in die Hose gemacht.
;)
ich bin sicherlich nicht der einzige der bei den freien waehlern schon mal ein kreuz gemacht hat.
um genau herauszubekommen wofuer diese stehen, muss man aber schon tief in der kommunalpolitik rumforschen. das ist auch nicht immer spannend, da kann schon mal der bauch entscheiden. wobei dies ja nicht falsch sein muss.
hier bilden die freien waehler eine koalition mit der fdp.
in der kommunalpolitik muss das ja jetzt nichts schlimmes sein. da zaehlt eh mehr die persoenlickeit als das parteibuch.
gilt natuerlich nicht so sehr fuer die tollen volksparteien.
da geht es eher stramm bis in die letzte "einheit" zur sache.
ich bin auch der meinung das man auf bundespolitischer ebene nicht allzuviel ideologie gebrauchen kann. die aufgaben sind bekannt, fehler wurden genug gemacht und die marktwirtschaft wollen ja nun die wenigsten abgeschafft haben.
da kann frischer wind nicht schaden. das phrasengedresche aus jeder richtung langweilt doch sehr und ist kontraproduktiv.
;)
ich bin sicherlich nicht der einzige der bei den freien waehlern schon mal ein kreuz gemacht hat.
um genau herauszubekommen wofuer diese stehen, muss man aber schon tief in der kommunalpolitik rumforschen. das ist auch nicht immer spannend, da kann schon mal der bauch entscheiden. wobei dies ja nicht falsch sein muss.
hier bilden die freien waehler eine koalition mit der fdp.
in der kommunalpolitik muss das ja jetzt nichts schlimmes sein. da zaehlt eh mehr die persoenlickeit als das parteibuch.
gilt natuerlich nicht so sehr fuer die tollen volksparteien.
da geht es eher stramm bis in die letzte "einheit" zur sache.
ich bin auch der meinung das man auf bundespolitischer ebene nicht allzuviel ideologie gebrauchen kann. die aufgaben sind bekannt, fehler wurden genug gemacht und die marktwirtschaft wollen ja nun die wenigsten abgeschafft haben.
da kann frischer wind nicht schaden. das phrasengedresche aus jeder richtung langweilt doch sehr und ist kontraproduktiv.
den linken Wahlkreis Fürth geknackt und gut als Landrätin geführt. Bei der Arcan d'or Pleite wäre sie wohl aktiver gewesen als dieser aktuelle Stuhlinhaber.
Sie passt halt nicht ins Schema und lässt sich nirgends reinstopfen.
_____________________________________________________
Sie werden Deutschland nie regieren - Sie nicht!
(Gerhard Schröders wahre Worte)
In Sachen "ARCANDOR":
...was zu beweisen wäre...
Der Rest: nun denn.
In Sachen "ARCANDOR":
...was zu beweisen wäre...
Der Rest: nun denn.
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