Horn von Afrika Piraten entführen Frachtschiff
Vor der Küste des Sultanats Oman haben acht bewaffnete Piraten ein Frachtschiff entführt. Berichte, wonach es sich um ein deutsches Schiff handelt, wurden bisher nicht bestätigt.
Bei der entführten MV Charelle soll es sich um das Schiff einer deutschen Reederei handeln. Entsprechende Berichte wurden aber bisher weder von der Nato noch vom Auswärtigen Amt bestätigt. Der Frachter fährt unter der Flagge von Antigua und Barbuda.
Nach Angaben eines Nato-Sprechers hat das gekaperte Schiff Kurs auf Somalia genommen. Über die Crew machte er keine Angaben. Ob Deutsche unter den Besatzungsmitgliedern sind, konnte er ebenfalls nicht sagen. In den Gewässern vor Oman war es bisher noch nicht zu Übergriffen von Piraten gekommen.
Seit Monaten versucht die internationale Gemeinschaft weiter südlich, am Horn von Afrika der steigenden Zahl von Piratenüberfällen Herr zu werden. Auch Deutschland ist mit zwei Fregatten an der Mission beteiligt. Insgesamt sind in dem Seegebiet mehr als 40 Kriegsschiffe gegen Piraten im Einsatz.
Das deutsche Containerschiff Hansa Stavanger befindet sich seit mehr als zwei Monaten in Piratenhand. An Bord waren auch fünf Bundesbürger, als das Schiff am 4. April rund 400 Seemeilen vor der Küste Somalias überfallen wurde. An dem Fall Hansa Stavanger war eine grundsätzliche Diskussion zwischen dem Auswärtigen Amt, dem Verteidigungs- sowie dem Bundesinnenministerium entbrannt. Weil die Bundesregierung sich sträubt, weiterhin mit hohen Millionenzahlungen Schiffe aus der Hand von Piraten freizukaufen, wurde ein Einsatz der Eliteeinheit GSG9 erwogen. Doch angesichts eines zu hohen Risikos für die 24-köpfige Besatzung und die Polizisten sowie wegen Sicherheitsbedenken der USA wurde der Einsatz der sich bereits in Kenia befindenden Elitetruppe abgeblasen.
- Datum 13.06.2009 - 09:29 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, cl, dpa
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Es zeichnet sich ab, das immer mehr Reedereien bewaffnete Sicherheitsleute, ehemalige Soldaten oder Personenschützer, auf ihren Schiffen mitfahren lassen. Da die Bundesregierung scheinbar nicht in der Lage ist unsere Schiffe zu schützen. Da freagt man sich allerdings was passiert mit unseren vielen Steuern und wozu brauchen wir dann eine Marine, wenn solche Rapeiken mit ein paar AK´s und kleinen Motorbooten Schiffe kapern können.
2 Fregatten? Ich denke wir haben doch sicher mehr im Arsenal und warum wendet unsere Marine nicht das gleiche Prinzi´p an wie die Piraten? Ein paar Muttertender und die dazu gehörigen Torpedoschnellboote, Seeaufklärer um aus der Luft zu überwachen und um die Schnellboote an den Feind zu bringen.
Falls es den Herren Admirälen entfallen ist wie das geht, können sie sich doch die Einsatzberichte aus dem 1. und 2. Weltkrieg anschauen, denn dort wurden Schnellboote sehr effektiv eingesetzt.
Was sind wir nur für Papiertiger geworden.
Wie geht man gegen einen Feind vor der nichts zu verlieren hat, Massen an Nachwuchs hat und ein Leben nichts wert ist?
Meiner Meinung nach nur durch konsequentes und entschiedenes militärisches Vorgehn. Es muss klar sein das der Versuch ein Schiff zu überfallen nur mit dem Tod für den "Piraten" enden kann.
Es fällt und jedoch schwer so entschieden vorzugehn, da unsere Mentalität sich von der der Täter stark unterscheidet.
Ich will nicht als "Hetzer" oder "Gewaltgeil" wirken, sondern nur die Ansicht zum Ausdruck bringen, dass eine friedliche Lösung auf keinen fruchtbaren Boden fällt auf Grund des mentalen Unterschied zum Täter.
Die Boote, mit denen die Piraten angreifen können, die relativ billig und vor allem gut zu verstecken sind, sind leicht. Sie können somit keine wirklichen Distanzwaffen tragen. Das heisst im Umkehrschluss, dass auf Handelsschiffen (Abgesehen von Gas- oder Öltankern) 2-4 variabel befestigte schwere MG ausreichen würden, die Piraten auf Distanz zu halten. Damit wäre diese Piratenoperette mit ihren Speedbooten schnell zu Ende. Eine gewisse Opferbereitschaft ist halt nötig, wenn wir unsere Welt, falls wir sie so mögen, behalten wollen.
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