DatenskandalPost speicherte Krankendaten von Mitarbeitern

Nach Lidl und Daimler nun auch die Post: Eine Konzernsprecherin bestätigte einen Bericht des Spiegels, wonach detaillierte Informationen über Krankheiten von Mitarbeitern gespeichert worden sind.

"Wir wissen, dass das nicht gesetzeskonform ist und bedauern das falsche Verhalten", sagte Konzernsprecherin Silje Skogstad. Damit bestätigte sie einen Bericht des Magazins Der Spiegel. Demnach wurden zum Beispiel Informationen über Depressionen, Herzerkrankungen und Darminfektionen einzelner Mitarbeiter auf den Post-Computern abgespeichert - häufig mit "klaren Handlungsempfehlungen". So sollte etwa in Gesprächen auf die betroffenen Angestellten eingewirkt werden, in den Vorruhestand zu gehen. Dazu ist es laut Skogstad aber nicht gekommen.

Skogstad betonte, dass die Datenschutzbeauftragten der Post schon vor den Spiegel-Recherchen von den Vorfällen in zwei Niederlassungen gewusst und Maßnahmen gegen den Gesetzesverstoß getroffen hätten. Dazu gehören Schulungen für Personalbeauftragte. "Das falsche Verhalten wird von der Post nicht toleriert", sagte Skogstad. Das Unternehmen habe seit Jahren interne Richtlinien, die entsprechend dem Gesetz verbieten, Diagnosedaten abzuspeichern.

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Der Skandal bei der Post reiht sich ein in die Folge ähnlicher Skandale bei Daimler, Lidl, Bahn und Telekom.

 
Leserkommentare
  1. Von einer leitenden Angestellten der Post (DHL) aus meinem engen Freundeskreis wurde mir bestätigt, das nach Krankheit zum Teil Mitarbeitergespräche geführt werden. Es ist dann allerdings ein Betriebsratmitglied zugegen. Sie hat schon länger vermutet, dass dann entsprechende Daten gespeichert werden. Sie selber wurde dazu bisher nicht dazu genötigt, jedoch haben ihre Mitarbeiter sie entsprechend unterrichtet.

    Obwohl der neue Ceo in Mailings absolute Transparenz versprochen und eine neue Führungskultur angekündigt hat, scheint sich dort allerdings nichts zu ändern. Die meisten Mitarbeiter scheinen schon innerlich gekündigt zu haben.

    Als ehemaliger Personalverantwortlicher sind mir solche Methoden nicht verständlich. Vor allem, dass der Betriebsrat da auch noch mit zieht!

  2. Daimler, Lidl, Bahn und Telekom.......?
    Na, dann wartet mal ab was die eCard zu bieten haben wird!
    Dagegen werden die bisherigen Fälle höchstens "Skandälchen" sein.
    Wann kommen unsere "Gewächshaus-Bewohner" in Berlin wohl auf den Gedanken die TIN als Versichertennummer auf die Karte zu bringen? Spart doch sooo viel Verwaltungsaufwand (beim Durchsuchen der persönlichen Daten).
    Wird bestimmt nicht lange dauern!!!!!

    Leben ist, was geschieht, während Du was anderes planst! John Lennon

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  • Serie News
  • Quelle ZEIT ONLINE, cl, dpa
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