Rezeptor Der Kinder-Klassiker
Unsere beiden Kolumnisten präsentieren Rezepte für ein besseres Bauchgefühl. Diesmal: Spiegelei, Kartoffelpüree und Spinat

© Rezeptor
Das klassische Kinderessen - auch für Erwachsene: Spiegelei, Kartoffelpüree, Spinat
Passt hervorragend zum verregneten Sommeranfang, weil es von innen wärmt: Spiegelei, Kartoffelpüree und Spinat
Zutaten für zwei Personen:
2 Eier
500 g Kartoffeln
600 g frischer Spinat
100 ml Sahne
0,125 l Milch
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
4 EL Butter
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Kartoffel- bzw. Spätzlepresse
Mixer
Erstmal die Kartoffeln in kochendes Wasser schmeißen und 20 Minuten bei leiser Hitze sich selbst überlassen. Bis die gar sind, hat man ausreichend Zeit, alles andere vorzubereiten: Den Spinat säubern, das heißt, zuerst die gröbsten Stiele wegschneiden, dann unter fließendem Wasser abwaschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Die Schalotte und die Knoblauchzehe schälen und feinst hacken. Die Eier sollten später Zimmertemperatur haben, darum dürfen sie jetzt auch schon aus dem Kühlschrank.
In einem großen Topf zwei Zentimeter hoch Salzwasser zum Kochen bringen. Den feuchten Spinat darin zugedeckt zusammenfallen lassen, das dauert ungefähr eine Minute. Bei nicht so großen Töpfen muss man nach 30 Sekunden den Spinat einmal umrühren, dass die oberen Blätter auch mal den Topfboden berühren.
Dann Spinat und Kochwasser durch ein Sieb abgießen und einen Esslöffel Butter im selben Kochtopf auf mittlerer Hitze schmelzen. Schalotten und Knoblauch dazu geben und glasig dünsten. Aber Vorsicht, hier darf nichts braun werden!
Inzwischen ist der Spinat soweit abgekühlt, dass man ihn mit beiden Händen vorsichtig ausdrücken kann. Er darf aber ruhig noch etwas Restfeuchtigkeit haben, wenn er wieder in den Topf kommt. Alles einmal umrühren und noch fünf Minuten auf leiser Temperatur köcheln lassen.
Salzen, pfeffern und mutig mit Muskat würzen, dann alles im Mixer bis zur gewünschten Konsistenz pürieren. Die grüne Masse wieder zurück in den Topf leeren, 50 bis 100 ml Sahne angießen, umrühren und zugedeckt parken.
- Datum 11.06.2009 - 15:05 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Was hab ich das gehaßt als Kind.
Kapü will mir bis heute nicht schmecken.
Schön, dass sowas hier auch gewürdigt wird.
Schwarze Küche muss ja auch mal sein.
--
der geist in der maschine
Spiegeleier mache ich immer in heißem Öl. Das geht sehr schnell, 1 Min vielleicht. Es wird nichts braun und das Eigelb bleibt flüßig. Ich kippe dabei die Pfanne und nehme heißes Öl mit einem Löffel auf, das ich dann über die Eier gieße. So wird auch die obere Seite schnell fertig und man muss sie nicht drehen, was (bei mir) immer ein Risiko ist.
ich liebe es heute noch!
rahmspinat - der machte ja stark, laut popeye - selbstgemachtes Kapü, gestampft, nicht gequirlt und spiegelei in guter Butter, ein traum!
meine kinder mögen es unverständlicher weise gar nicht...
so hat meine mutter den spinat auch immer versaut. ich dachte zwanzig jahre lang, dass spinat etwas abscheuliches sei, bis ich dann gelernt habe, wie man ihn richtig zubereitet: 20 bis 30 sekunden lang pochieren - eine minute ist viel zu lang! das ist alles! und um gottes willen nicht puerieren! dann hat man eine zart aromatische, knackig-saftige koestlichkeit statt einer konsistenz- und geschmacklosen pampe.
Witzig! Und ich hab 20 Jahre lang immer nur den aromatisch-pochierten vorgesetzt bekommen ;-)
Nee, im Ernst: Jeder hat doch manchmal Lust auf so Sachen aus der Kindheit wie Spaghetti Miracoli oder den Blubbspinat… Das muss man sich trotz aller Ekligkeit eines Ravioli aus der Dose auch mal eingestehen dürfen.
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