Bundeswehr-Soldaten Gefallene ohne KriegSeite 2/2
Für die Bundesregierung würde das Bekenntnis zur Kriegsführung wohl auch bedeuten, dass die bisher vor allem defensive Strategie der Verteidigung gegen Angriffe nicht mehr ohne Weiteres zu halten wäre. Auch könnte es noch schwieriger werden, sich Forderungen der Verbündeten nach einem umfassenden Engagement zu widersetzen.
Andererseits, und dieses Argument gehört zu den schlechteren Gründen, richtet sich die Vermeidung des Kriegsbegriffs nicht zuletzt auch an die deutsche Öffentlichkeit. Nachdem schon der "Friedenseinsatz" dort auf wenig Gegenliebe stieß, fürchtet man wohl, dass die Unterstützung für einen "Krieg" erst recht gering ausfallen dürfte. Zumal in einem Wahljahr passt eine solche Debatte den regierenden Parteien schlecht ins Konzept.
Wenn es mit der Begriffswahl allerdings auch darum geht, die Gefahr anzuerkennen, in die die Soldaten sich begeben, dann wäre die direkte Rede vom Krieg in jedem Fall ehrlicher als die indirekte Kriegsrhetorik. Der Bevölkerung erschließt sich dieser Spagat ohnehin nicht.
"Mit Pathos sollten wir in unserem Land zurückhaltend umgehen", begründete der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt, vor einiger Zeit seine Ablehnung des Kriegsbegriffs.
Doch sind die Begriffe "gefallen" und "verwundet" nicht weit pathetischer, um nicht zu sagen unehrlicher? Haftet ihnen nicht ein weihevoller Klang an, den man in Zusammenhang mit Krieg in Deutschland nie wieder zu hören gehofft hatte? Auf Englisch lautet der entsprechende Ausdruck dagegen ganz unpathetisch, dafür umso deutlicher "killed in action".
Immerhin, auf die Formel "fürs Vaterland gefallen" verzichtet auch der Verteidigungsminister bislang. Stattdessen sterben die deutschen Soldaten nun "für den Frieden".
- Datum 05.07.2009 - 12:31 Uhr
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- Serie opi
- Quelle ZEIT ONLINE, 24.06.2009
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Ein kluger Mensch hat einst gesagt, dass im Krieg als erstes die Wahrheit stirbt. "Die Amerikaner benutzen es für ihren Einsatz in Afghanistan im Übrigen längst." Welch Wunder angesichts der dort seit acht Jahren praktizierten Gewaltexzesse - auch und vor allem gegen die Zivilbevölkerung. (Streubomben, Uranmunition, Landminen als Kinderspielzeuge getarnt etc.)
Auch die deutsche Armee ist als aggressive Besatzungsmacht im Krieg. Da hilft keinerlei euphemistisches Gefasel von Friedenseinsatz, Gefallenen, Brunnenbauerei und ähnlichen brainwashing - Versuchen.
Da fällt mir ein anderer kluger Kopf ein, der in einem bedeutenden Roman schrieb: Krieg ist Frieden, Unwissenheit ist Stärke, Freiheit ist Sklaverei.
Mir tun die Menschen leid ...
Mir nicht, die Deutschen haben bei dem Überfall und der Besetzung des Landes geholfen und jetzt kriegen die was das was Aggressoren verdienen.
Mir nicht, die Deutschen haben bei dem Überfall und der Besetzung des Landes geholfen und jetzt kriegen die was das was Aggressoren verdienen.
rm
Also: ehrlich ist, der sagt, es herrscht Krieg in Afghanistan. Nicht erst seit kurzem, schon vor längerer Zeit war das zu hören: nach der Verlängerung des Mandats im Herbst 2005 (nach dem Regierungswechsel) hat sich die Situation successive ab Frühjahr 2006 verschlechtert: damals hieß ständig "unruhig" und es wurde immer unruhiger.
Hier versucht man, die Dinge schön zu reden.
Ebenso ist es eine Schönrederei, wenn man sagt, daß sei hier unter UNO-Mandat: das war wohl zu Anfang so, um die Situation zu befrieden und den Menschen wieder nach dem Krieg 2001 Perspektiven zu schaffen. Das war ein Friedenseinsatz.
Mittlerweile ist das ein Einsatz der Nato mit dem Anspruch, Deutschland am Hindukusch zu verteidigen, da fällt es mir schwer, noch ein UNO-Mandat zu sehen.
Und hat nicht kürzlich Obama in seiner Rede in Kairo gesagt: wir verlassen Afghanistan? Soll es etwa so sein, daß die deutschen die Rolle der sich zurückziehenden Amerikaner übernehmen?
Bitte kein Pathos, Ehrlichkeit führt zum Frieden. Und in Afghanistan entfernt man sich immer mehr davon.
Mir nicht, die Deutschen haben bei dem Überfall und der Besetzung des Landes geholfen und jetzt kriegen die was das was Aggressoren verdienen.
Wer fragt eigentlich die Hauptbetroffenen, nämlich die Soldaten ?
Die dürfen nicht einmal in Uniform auf die Straße gehen und sagen was sie von ihrem eigenen Einsatz halten.
Es gilt das Primat der Politik. Deshalb sollte man immer von den Politikern sprechen, wenn es um die Schuldzuweisung geht.
Und damit auch von uns selbst weil wir die Politiker wählen. Doch es geht um die Schnittmengen der Wahlinteressen. Verfolgt man die Meinungsbilder der Kommentatoren oder der Meinungsumfragen, so stellt man fest, daß eine Zustimmung zum Afghanistaneinsatz nahezu nicht gegeben ist. Aber wählen genau diese Bürger nur deshalb die Linken, die als einzige Partei den Abzug fordert ? Nein, Programme zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bzw. Stärkung der Wirtschaft sind einem da wichtiger. Das kann einem die eigene Haut retten (Arbeitslosigkeit) was insoweit auch legitim ist.
Was bleibt ist das Bedauern.
Wer fragt eigentlich die Hauptbetroffenen, nämlich die Soldaten ?
Die dürfen nicht einmal in Uniform auf die Straße gehen und sagen was sie von ihrem eigenen Einsatz halten.
Es gilt das Primat der Politik. Deshalb sollte man immer von den Politikern sprechen, wenn es um die Schuldzuweisung geht.
Und damit auch von uns selbst weil wir die Politiker wählen. Doch es geht um die Schnittmengen der Wahlinteressen. Verfolgt man die Meinungsbilder der Kommentatoren oder der Meinungsumfragen, so stellt man fest, daß eine Zustimmung zum Afghanistaneinsatz nahezu nicht gegeben ist. Aber wählen genau diese Bürger nur deshalb die Linken, die als einzige Partei den Abzug fordert ? Nein, Programme zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bzw. Stärkung der Wirtschaft sind einem da wichtiger. Das kann einem die eigene Haut retten (Arbeitslosigkeit) was insoweit auch legitim ist.
Was bleibt ist das Bedauern.
Unsere Soldaten sterben in Afghanistan für die Politikfähigkeit der Grünen, für die Verlässlichkeit der SPD und zum Beweis der demokratisch mustergültigen Gesinnung unserer 'bürgerlichen' Parteien. Wieviele tote Zivilisten als Kollateralschaden für ihre eigene Demokratisierung in Kauf genommen werden, wird man wohl nie wirklich erfahren. Es spielt auch kein Rolle, solange nur die politische Führung überzeugt ist, dass Richtige zu tun. Im September können die Deutschen dann wieder zur Wahl gehen, um das Mandat der kriegführenden Parteien zu verlängern...
vor allem für den Anspruch deutscher Regierungen, endlich im Konzert der Großen eine kleine Geige spielen zu dürfen. Mehr Verantwortung in der Welt übernehmen .... klingt das nicht nach einem tollen Angebot? Da könnte man mit viel Engagement vielleicht ein paar Minuspunkte aus der Vergangenheit tilgen. Nein, da kann man nicht nein sagen. Schon gar nicht, wenn es die Gelegenheit zum Schulterschluß mit den vermeintlichen Siegern bietet. Also, dabei sein ist Alles! Und an Propagandisten, Schönrednern und Begründern war noch nie ein Mangel. Und im medialen Politikzirkus schon gar nicht.
In einem meiner Lieblingsbücher, einem Zigarettenbilder-Album mit dem Titel "Bilder Deutscher Geschichte" finde ich ein Bild mit dem Titel "Germans to the Front!" auf dem englische Soldaten hüteschwingend den Vormarsch deutscher Soldaten in Afrika begleiten ......
Gehört natürlich nicht hier her, fällt mir nur gerade so ein...!
vor allem für den Anspruch deutscher Regierungen, endlich im Konzert der Großen eine kleine Geige spielen zu dürfen. Mehr Verantwortung in der Welt übernehmen .... klingt das nicht nach einem tollen Angebot? Da könnte man mit viel Engagement vielleicht ein paar Minuspunkte aus der Vergangenheit tilgen. Nein, da kann man nicht nein sagen. Schon gar nicht, wenn es die Gelegenheit zum Schulterschluß mit den vermeintlichen Siegern bietet. Also, dabei sein ist Alles! Und an Propagandisten, Schönrednern und Begründern war noch nie ein Mangel. Und im medialen Politikzirkus schon gar nicht.
In einem meiner Lieblingsbücher, einem Zigarettenbilder-Album mit dem Titel "Bilder Deutscher Geschichte" finde ich ein Bild mit dem Titel "Germans to the Front!" auf dem englische Soldaten hüteschwingend den Vormarsch deutscher Soldaten in Afrika begleiten ......
Gehört natürlich nicht hier her, fällt mir nur gerade so ein...!
Mir tun alle Gefallenen des Kriegs- oder wie Sie die Gefallene der Gegner nennen wollen Leid, oder gibt es keine Tote auf der anderen Seite.
Geht es uns wie Mutter Courage: "Wenn der Frieden ausbricht bin ich ruiniert!"?
Csato
für diesen beitrag.
http://www.randomhouse.de...
Es handelt sich dabei um eine Webseite des Bertelsmann
Verlages......Vielleicht weiß man mehr,wenn Fragen über
Fragen gelöst werden können ? Vielleicht weiß man
dann,ob es sich um einen Friedenseinsatz handelt ??
Zweifel an den offiziellen Darstellungen gibt es jedenfalls
jede Menge.Aber wenn ich eine Antwort hätte,so
würde ich nicht fragen .
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