Atommülllager Asse Die Bevölkerung hinters Licht geführt
Geforscht wurde zwar auch, das marode Atommüllager Asse in Niedersachsen ist jedoch von Beginn an als Entsorgungsanlage für die Atomwirtschaft geplant worden.
Das Bundesumweltministerium (BMU) bestätigte am Wochenende einen entsprechenden Bericht der taz. In einem Briefwechsel von 1969 sicherte die Gesellschaft für Strahlenschutz als Betreiber damals sogar eine erheblich günstigere Entsorgung von radioaktiv belastetem Atommüll als üblich zu. Nach Angaben des BMU entsorgte der Atomkraftwerk-Produzent AEG bis 1975 seinen Atommüll sogar völlig kostenlos, da die Asse offiziell als Forschungsbergwerk geführt wurde.
Bereits Anfang Juni hatte der Chef des jetzigen Asse-Betreibers Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, Bedenken von Atomkraftgegnern bestätigt und zugegeben, dass die Asse stets als Entsorgungsanlage angelegt war. "Nun haben wir es offiziell", sagte ein Ministeriumssprecher. Er wollte dabei nicht ausschließen, dass der Briefwechsel bereits 1969 in Kopie an das damals zuständige Bundesforschungsministerium gegangen war. An diesem Donnerstag will der Untersuchungsausschuss des Landtags zur Asse mit der Beweisaufnahme beginnen.
In der Asse sind rund 130.000 Fässer mit mittel- und schwachradioaktivem Müll eingelagert, darunter auch Kernbrennstäbe aus Atomkraftwerken. Auch mehrere Kilo des hochgiftigen Plutoniums befinden sich dort. In den Salzstock fließt schon seit den sechziger Jahren Salzlauge, die die Stabilität des Lagers bedroht. Auch eine Gefahr für das Grundwasser wird nicht ausgeschlossen.
Dem ursprünglichen Betreiber des vermeintlichen Forschungslagers, dem Helmholtz-Zentrum, das wiederum dem Forschungsministerium untersteht, war die Verantwortung für die Asse entzogen worden.
- Datum 21.06.2009 - 17:29 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, cl, dpa
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Mal ganz abgesehen von diesem unglaublichen Skandal, noch eine Frage,
wie lange hat Asse jetzt gehalten??? - 40 Jahre?!?
und da soll ich irgendwem glaueben, dass man den Sch**ß für Jahrtausende sicher einlagern kann??? Im Leben nicht!!!
Immer mehr Privathaushalte tragen auf ihrer Mülltonne einen Aufkleber mit folgender Aufschrift: „WIR produzieren keinen Atommüll - WIR beziehen Ökostrom aus Schönau.“ Mit der Atomindustrie kann es keine Koexistenz geben. Wie man den nuklearen Spuk in Rekordzeit beenden kann und seine Plagegeister aus den eigenen 4 Wänden vertreibt, steht hier:
www.fair-news.de/index.php/suche-CDAK/
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