Klimapolitik "Die Reichen müssen mehr tun"
Industrieländer können ihre Emissionen nur senken, weil im Ausland schmutzig produziert wird. Wissenschaftler Tilman Santarius fordert eine gerechtere Lastenverteilung
ZEIT ONLINE: Chinas Kohlendioxid-Emissionen sollen wenigstens in Teilen den Abnehmern seiner Exportgüter zugerechnet werden – das verlangte Yu Qingtai, Pekings Sonderbotschafter für die internationalen Klimaverhandlungen, vor wenigen Tagen. Seine Forderung zielt auf die USA und Europa. Ist es gerecht, uns die Lasten der chinesischen Luftverschmutzung aufzubürden?
Tilman Santarius: China ist derzeit der weltweit größte Emittent von Kohlendioxid (CO2) – aber pro Kopf blasen die Industrieländer viel mehr Dreck in die Luft. Auch historisch betrachtet ist ihr Anteil am CO2-Eintrag in der Atmosphäre sehr viel höher als der von Schwellenländern, etwa Chinas oder Brasiliens. Niemand bestreitet deshalb, dass die Industrieländer in der Klimapolitik mehr tun müssen als die Entwicklungs- und Schwellenländer.
ZEIT ONLINE:Sie kritisieren, dass die Industrieländer die Globalisierung nutzten, um sich auf leichte Art ihrer Emissionen zu entledigen: Sie verlagern die Umwelt verschmutzende Produktion einfach ins Ausland. Was sie konsumieren, führen sie ein, beispielsweise aus China, der Dreck aber bleibt dort.
Santarius: Im Jahr 2001 wurden durch die Produktion von Importgütern für die Europäische Union (EU) im Ausland 992 Megatonnen CO2 freigesetzt. Das ist mehr als die gesamten Emissionen Deutschlands in einem Jahr. Im Gegenzug entstanden in der EU durch die hier hergestellten Exportgüter nur rund 446 Megatonnen. Die EU hat also die Emission von mehr als 500 Megatonnen CO2 ins Ausland verschoben – während der monetäre Wert der Im- und Exporte etwa gleich hoch war.
Betrachtet man alle Staaten, die sich durch das Kyoto-Protokoll verpflichtet haben, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren, wird klar: Fast ein Viertel ihrer Emissionen entsteht im Ausland. Weil die Staaten sich nur verpflichtet haben, auf ihrem Territorium entstehende Emissionen zu senken, ist das ein großes Problem. Für ins Ausland verschobene Luftverschmutzung übernehmen sie keine Verantwortung.
ZEIT ONLINE: Das bedeutet, dass sie die Verlagerung von Emissionen nutzen, um ihre Kyoto-Ziele zu erreichen?
Santarius: Großbritannien ist ein gutes Beispiel: 1990 wurden durch die Importe des Landes im Ausland umgerechnet 110 Megatonnen CO2 emittiert. 16 Jahre später waren es 620 Megatonnen. Zugleich verkündete die britische Regierung stolz, sie habe die Emissionen im Land im gleichen Zeitraum um gut 16 Prozent gesenkt. Die Reduktion entsprach 150 Megatonnen CO2 – weit weniger, als ins Ausland verlagert wurde. Dem Klima ist damit kaum geholfen.
ZEIT ONLINE: Haben Sie aktuellere Daten? Durch die Wirtschaftskrise ist der Welthandel eingebrochen, die Verhältnisse dürften sich geändert haben.
Santarius: Nur Schätzungen sind neueren Datums. Es gibt kaum empirische Erhebungen zum Thema, deshalb sind die Daten schwierig zu berechnen. Die aktuellsten belastbaren Zahlen stammen aus dem Jahr 2001, mit ihnen arbeite ich. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geht davon aus, dass insgesamt 5 bis 20 Prozent der Emissionen aus Industrieländern in Entwicklungsländer verlagert werden können. Die EU hat bislang rund 5 Prozent verschoben – es gibt also noch erhebliches Potenzial. Ich würde nicht davon ausgehen, dass die Krise den langfristigen Trend stoppt.
ZEIT ONLINE: Was ist mit Deutschland? Verlagern auch wir unsere Emissionen?
Santarius: Deutschland ist ein spannender Fall: Einerseits haben wir einen deutlichen Exportüberschuss, das legt nahe, dass andere Länder Emissionen nach Deutschland verlagert haben. Andererseits sind auch die deutschen Importe deutlich gestiegen, etwa aus Osteuropa. Häufig werden gerade die energieintensiven Güter im Ausland hergestellt. Einer groben Berechnung zufolge ist davon auszugehen, dass Deutschland trotz seines Exportüberschusses in erheblichem Umfang Emissionen ins Ausland verlagert hat.
ZEIT ONLINE: Warum versuchen die Entwicklungsländer nicht, sich der Verlagerung zu verweigern? Langfristig wären sie besser beraten.
Santarius: Aus klimapolitischer Sicht wären sie gut beraten, sich zu weigern. Aber sie tun es nicht, weil die Verlagerung ihnen neue Marktanteile und Wirtschaftswachstum verschafft. Allerdings hat beispielsweise China schon begonnen, energieintensive Exportgüter durch eine Steuer zu verteuern. Chinas gigantisches Wachstum bringt ohnehin jede Woche ein neues Kraftwerk ans Netz. Die Regierung will vermeiden, dass noch mehr Energie vom Exportsektor verbraucht wird.
ZEIT ONLINE: Was sind die Konsequenzen für die Klimapolitik? Müssen die westlichen Importeure tatsächlich für Chinas Emissionen zahlen?
Santarius: Ich würde nicht so weit gehen, die exportbedingten Emissionen Chinas komplett den Importländern anzurechnen. Die Chinesen verdienen an ihren Ausfuhren, der Handel treibt das Wirtschaftswachstum an. Warum sollte China daraus resultierende Lasten nicht zumindest teilweise selbst tragen? Außerdem können weder die USA noch die EU das Land zwingen, sauberere Produktionsverfahren einzuführen – deshalb kann man ihnen kaum die ganze Verantwortung für die Emissionen aufladen. Das ist die völkerrechtliche Seite. Ganz praktisch wäre es zudem kaum möglich, im Detail zu bestimmen, wie viele Emissionen nun in den Export gehen. Das geht nur recht pauschal. Ich schlage eine kooperative Lösung vor: Beide Seiten sollten eine geteilte Verantwortung dafür übernehmen, die chinesischen Emissionen zu senken.
ZEIT ONLINE: Wie soll das funktionieren?
Santarius: Es gibt schon jetzt Regeln dafür. Die Industrieländer sollen die südlichen Länder mit Geld und Technologie unterstützen, damit es ihnen leichter fällt, sich ohne fossile Energie wirtschaftlich zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurden eigens spezielle Klimafonds aufgelegt, die bislang jedoch kaum gefüllt sind. Auch da stehen die Industrieländer in der Verantwortung. Im Bali-Aktions-Plan haben sich die Entwicklungsländer verpflichtet, Verantwortung in der Klimapolitik zu übernehmen, wenn sie Unterstützung erhalten. Diese Klausel könnte auf den internationalen Handel angewandt werden – etwa, indem man die USA als wichtiges Einfuhrland verpflichtet, China zu helfen, im Exportsektor Emissionen zu senken.
ZEIT ONLINE: Ohne China gibt es keine wirksame Klimapolitik. Aber die Forderungen des Landes wirken zuweilen sehr erratisch: Mal fordern die Unterhändler Pro-Kopf-Emissionsziele für jedes Land, dann verlangen sie, die Klimasünden der Vergangenheit ins internationale Regime einzubeziehen. Jetzt wollen sie die Importeure ihrer Produkte stärker belasten. Wie kann man da zu einer Einigung kommen?
Santarius: Alle Schwellenländer wollen ab 2012 ihre Emissionen reduzieren, zunächst nur auf freiwilliger Basis. Im Gegenzug müssen die Industrieländer Geld und technologische Unterstützung liefern. Wenn das funktioniert, müssen wir über exportbedingte Emissionen gar nicht verhandeln. Ein weiterer Schritt sind die sogenannten no-lose-targets: Das sind Emissionsziele, deren Verfehlen nicht geahndet wird. Auch das ist noch unproblematisch. Kompliziert wird es erst, wenn die Schwellenländer verbindliche Verpflichtungen eingehen sollen: Davor werden sie sich hüten, solange die Industrieländer ihre Emissionen durch die Verlagerung von Produktion und Handel auf sie abwälzen.
ZEIT ONLINE: Freiwillige Ziele, keine Sanktionen: Wie soll die Erderwärmung begrenzt werden, wenn die Verhandlungen so mühsam vorangehen und die Instrumente so weich sind?
Santarius: Klar ist, dass wir in den kommenden Jahren ganz drastische Emissionsreduktionen einleiten müssen, um einen gefährlichen Klimawandel noch zu verhindern. Dafür ist es wichtig, die Entwicklungsländer in der nächsten Phase einzubinden. Aber sie können nicht sofort die gleichen verbindlichen Minderungsziele übernehmen wie die Industrieländer. Stattdessen sollten sie andere Instrumente nutzen. Sie könnten zum Beispiel Ökosteuern einführen oder verstärkt in erneuerbare Energien investieren, die Industrieländer müssten sie unterstützen.
ZEIT ONLINE: Sie fordern, den Handel von mit fossiler Energie hergestellten Gütern zu verbieten und plädieren für eine Wirtschaft, die durch Solarstrom angetrieben wird. Wie realistisch ist das?
Santarius: Beides mag im Moment noch fern erscheinen. Aber wenn wir das unglaublich ambitionierte Ziel ernst nehmen, die Erwärmung der Erde auf zwei Grad zu begrenzen, müssen wir radikaler werden. Im Moment befinden wir uns eher auf einem Pfad, der auf fünf oder sechs Grad zugeht. Das wäre eine Katastrophe. Wir brauchen massive Investitionen in erneuerbare Energien, wie sie jetzt in Afrika gemacht werden sollen, wir müssen die Energieeffizienz unserer Wirtschaft enorm verbessern. Wie das geht, wissen wir – jetzt müssen wir unsere Erfahrung großflächig umsetzen. Das Handelsverbot könnte schon in zehn bis fünfzehn Jahren realistisch sein, wenn bereits große Teile der Wirtschaft mit solarer Energie arbeiten. Viele haben überhaupt noch nicht verstanden, vor welche Herausforderungen uns der Klimawandel stellt.
Der Sozialwissenschaftler Tilman Santarius ist Referent für Internationale Klima- und Energiepolitik der Heinrich-Böll-Stiftung und Vorstandsmitglied von Germanwatch e.V. Zuvor war er acht Jahre lang Projektleiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Seine Hauptarbeitsfelder sind Klima- und Handelspolitik, Globalisierung und Fragen der Gerechtigkeit. Die Fragen stellte Alexandra Endres
- Datum 11.09.2009 - 12:52 Uhr
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- Serie Klima
- Quelle ZEIT ONLINE, 19.6.2009 - 17:41 Uhr
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vor welche Herausforderungen uns der Klimawandel stellt!
Das ist der Schlusssatz des Interviewten, des Sozialwissenschaftlers Timan Santarius, unter anderem immerhin Referent für Internationale Klima- und Energiepolitik der Heinrich-Böll-Stiftung, bekanntlich eine Institution die den Grünen, also einer im Bundestag vertretenen Partei, nahe steht.
Es darf aber getrost bezweifelt werden, das eben jener Herr allzu tief in die Problematik des Klimas oder gar dessen Wandel vorgedrungen ist. Schlimmer noch, der Mann ist offensichtlich nicht willens oder nicht in der Lage, selbst elementarste Grundlagen des Lebens auf unserem Planeten einigermaßen richtig einzuordnen.
Beweis? In seinem ersten Satz des Interviews bezeichnet er Kohlendioxid ausdrücklich als „DRECK“! Eines der drei Grundelemente, auf denen das Leben auf unserem Planeten beruht, ist für ihn Schadstoff, UNNÜTZES mithin!
Und Leute mit so einer - mal für ihn freundlich ausgedrückt - mangelhaften Bildung wollen uns sagen, wie wir zukünftig zu leben haben?
Es ist für eine politische Konsensbildung, egal in welcher Frage und egal in welchem Rahmen, sicher notwendig, dass es eine Vielzahl von Meinungen gibt. Wenn dabei Meinungen aber in die blanken Propagande abgleiten und diese unwidersprochen bleiben, dann sind wir in jedem Fall auf dem falschen Weg.
In seinem ersten Satz des Interviews bezeichnet er Kohlendioxid ausdrücklich als „DRECK“! Eines der drei Grundelemente, auf denen das Leben auf unserem Planeten beruht, ist für ihn Schadstoff, UNNÜTZES mithin!
Die Dosis macht das Gift! Auch Sauerstoff kann ein Schadstoff sein, wenn die Dosis zu hoch ist. So manch ein Tiefseetaucher, dessen Atemluftgemisch falsch eingestellt war, kann ein Lied davon singen.
Der Westen, der ja gerne der Dritten Welt Moralpredigten hält, ist oft scheinheilig. So ließen die USA, die sich selbst ja Folter als unzivilisiert verboten haben, Gefangene in Gefängnissen der Dritten Welt foltern und wuschen ihre Hände in Unschuld. Sie haben das Böse gleichsam delegiert. Dass dies auch mit der Luftverschmutzung geht, weiß ich erst seit heute, dank des Artikels von Tilman Santarius. Noch mehr solch unbequeme Artikel tun Not!
von einem Diplom-Soziologe ? Der gute Mann hat Sozialwissenschaften, Volkswirtschaft und Ethnologie studiert ! In seinem aktuellen Projekt ecofair trade dialogue (Ökofairer Handelsdialog) ist er bestimmt in seinen Fachrichtungen nicht schlecht. Vom Klima sollte er, nach meiner Meinung, aber liebe die Finger lassen. Vielleicht überlegt er sich einmal, warum fast alle (echten) Klimaforscher sich nur äußert vorsichtig zum menschgemachten Klimawandel äußern.
Die echten Klimaforscher wissen dass wir nichts wissen.
Ein Beispiel aus Promet 28, Heft 3/4, 85-94, Deutscher Wetterdienst, 2002:
Mit dieser Übersicht sollte gezeigt werden, dass unser grundlegendes Verständnis von der Strahlungsübertragung in der Erdatmosphäre lückenfrei und schlüssig ist, dass die für die exakten Berechnungen geeigneten Methoden bekannt und die notwendigen Parameter in genügender Genauigkeit verfügbar sind, und dass die Qualität der nötigen Annahmen und Näherungen für die praktische Anwendung in Klimamodellen durch internationale Initiativen ausreichend sichergestellt wird. Dies wird immer noch von einflussreichen Kritikern der Klimaforschung gelegentlich infrage gestellt.
Und das Gegenteil (Mit "Gegenteil" ist dabei gemeint, dass wor eben nicht alles Wissen) von Max-Planck-Institut Chemie aus Mainz:
http://www.mpch-mainz.mpg....
So genannte „direkte Klimaeffekte“ von Aerosolen resultieren aus der Streuung und Absorption von Strahlung durch Aerosolpartikel, während so genannte „indirekte Klimaffekte“ aus der CCN- und IN-Aktivität oder aus der chemischen und biologischen Aktivität der Partikel resultieren. Variationen
der CCN- und IN-Konzentrationen in der Atmosphäre können beispielsweise die Bildung und Eigenschaften von Flüssigwasser-, Eis- und Mischphasen-Wolken und Niederschlag verändern. Diese und weitere Auswirkungen der Wechselwirkungen zwischen Aerosolen, Wolken, Niederschlag und Strahlung beeinfl ussen regional und global die Strahlungsenergiebilanz und den Wasserkreislauf sowie die
Temperatur, Dynamik und allgemeine Zirkulation der Atmosphäre und Ozeane.
... Aktuelle Studien zeigen, dass die Auswirkungen von Aerosolen auf
die Klimaentwicklung bisher vermutlich unterschätzt wurden ...
Da ich (berufsbeding) Klimaskeptiker bin, empfehle ich die Seite
http://www.biokurs.de/tre...
Naturwissenschaftliche Objektivität hängt nicht von der Verbreitung in den Medien oder in der Bevölkerung ab.
In seinem ersten Satz des Interviews bezeichnet er Kohlendioxid ausdrücklich als „DRECK“! Eines der drei Grundelemente, auf denen das Leben auf unserem Planeten beruht, ist für ihn Schadstoff, UNNÜTZES mithin!
die drei grundelemente des lebens - was soll das denn sein? warum nicht gleich vier: feuer, wasser, luft und erde?
chemisch gesehen ist CO2 natuerlich kein element, sondern eine verbindung der elemente kohlenstoff und sauerstoff. die wichtigsten elemente, "auf denen das leben auf diesem planeten beruht", umfassen ausserdem zumindest wasserstoff, stickstoff, phosphor, natrium, kalium, eisen, magnesium, chlor - und das sind nur die ersten, die mir in den sinn kommen. ich wuerde hier keinen chemie-nachhilfeunterricht geben, wenn der kommentator nicht ausgerechnet die wissenschaftliche qualifikation des interviewten in frage gestellt haette.
das ist naemlich symptomatisch fuer eine ganze spezies von wissenschaftsfernen bis -feindlichen teilnehmern an foren zb. zu den themen evolution oder klima: unbeleckt von eigenem wissen diffamieren sie die gegenseite als unwissenschaftlich. es ist traurig, dass sie manche foren damit sogar dominieren.
In seinem ersten Satz des Interviews bezeichnet er Kohlendioxid ausdrücklich als „DRECK“! Eines der drei Grundelemente, auf denen das Leben auf unserem Planeten beruht, ist für ihn Schadstoff, UNNÜTZES mithin!
Die Dosis macht das Gift! Auch Sauerstoff kann ein Schadstoff sein, wenn die Dosis zu hoch ist. So manch ein Tiefseetaucher, dessen Atemluftgemisch falsch eingestellt war, kann ein Lied davon singen.
Der Westen, der ja gerne der Dritten Welt Moralpredigten hält, ist oft scheinheilig. So ließen die USA, die sich selbst ja Folter als unzivilisiert verboten haben, Gefangene in Gefängnissen der Dritten Welt foltern und wuschen ihre Hände in Unschuld. Sie haben das Böse gleichsam delegiert. Dass dies auch mit der Luftverschmutzung geht, weiß ich erst seit heute, dank des Artikels von Tilman Santarius. Noch mehr solch unbequeme Artikel tun Not!
von einem Diplom-Soziologe ? Der gute Mann hat Sozialwissenschaften, Volkswirtschaft und Ethnologie studiert ! In seinem aktuellen Projekt ecofair trade dialogue (Ökofairer Handelsdialog) ist er bestimmt in seinen Fachrichtungen nicht schlecht. Vom Klima sollte er, nach meiner Meinung, aber liebe die Finger lassen. Vielleicht überlegt er sich einmal, warum fast alle (echten) Klimaforscher sich nur äußert vorsichtig zum menschgemachten Klimawandel äußern.
Die echten Klimaforscher wissen dass wir nichts wissen.
Ein Beispiel aus Promet 28, Heft 3/4, 85-94, Deutscher Wetterdienst, 2002:
Mit dieser Übersicht sollte gezeigt werden, dass unser grundlegendes Verständnis von der Strahlungsübertragung in der Erdatmosphäre lückenfrei und schlüssig ist, dass die für die exakten Berechnungen geeigneten Methoden bekannt und die notwendigen Parameter in genügender Genauigkeit verfügbar sind, und dass die Qualität der nötigen Annahmen und Näherungen für die praktische Anwendung in Klimamodellen durch internationale Initiativen ausreichend sichergestellt wird. Dies wird immer noch von einflussreichen Kritikern der Klimaforschung gelegentlich infrage gestellt.
Und das Gegenteil (Mit "Gegenteil" ist dabei gemeint, dass wor eben nicht alles Wissen) von Max-Planck-Institut Chemie aus Mainz:
http://www.mpch-mainz.mpg....
So genannte „direkte Klimaeffekte“ von Aerosolen resultieren aus der Streuung und Absorption von Strahlung durch Aerosolpartikel, während so genannte „indirekte Klimaffekte“ aus der CCN- und IN-Aktivität oder aus der chemischen und biologischen Aktivität der Partikel resultieren. Variationen
der CCN- und IN-Konzentrationen in der Atmosphäre können beispielsweise die Bildung und Eigenschaften von Flüssigwasser-, Eis- und Mischphasen-Wolken und Niederschlag verändern. Diese und weitere Auswirkungen der Wechselwirkungen zwischen Aerosolen, Wolken, Niederschlag und Strahlung beeinfl ussen regional und global die Strahlungsenergiebilanz und den Wasserkreislauf sowie die
Temperatur, Dynamik und allgemeine Zirkulation der Atmosphäre und Ozeane.
... Aktuelle Studien zeigen, dass die Auswirkungen von Aerosolen auf
die Klimaentwicklung bisher vermutlich unterschätzt wurden ...
Da ich (berufsbeding) Klimaskeptiker bin, empfehle ich die Seite
http://www.biokurs.de/tre...
Naturwissenschaftliche Objektivität hängt nicht von der Verbreitung in den Medien oder in der Bevölkerung ab.
In seinem ersten Satz des Interviews bezeichnet er Kohlendioxid ausdrücklich als „DRECK“! Eines der drei Grundelemente, auf denen das Leben auf unserem Planeten beruht, ist für ihn Schadstoff, UNNÜTZES mithin!
die drei grundelemente des lebens - was soll das denn sein? warum nicht gleich vier: feuer, wasser, luft und erde?
chemisch gesehen ist CO2 natuerlich kein element, sondern eine verbindung der elemente kohlenstoff und sauerstoff. die wichtigsten elemente, "auf denen das leben auf diesem planeten beruht", umfassen ausserdem zumindest wasserstoff, stickstoff, phosphor, natrium, kalium, eisen, magnesium, chlor - und das sind nur die ersten, die mir in den sinn kommen. ich wuerde hier keinen chemie-nachhilfeunterricht geben, wenn der kommentator nicht ausgerechnet die wissenschaftliche qualifikation des interviewten in frage gestellt haette.
das ist naemlich symptomatisch fuer eine ganze spezies von wissenschaftsfernen bis -feindlichen teilnehmern an foren zb. zu den themen evolution oder klima: unbeleckt von eigenem wissen diffamieren sie die gegenseite als unwissenschaftlich. es ist traurig, dass sie manche foren damit sogar dominieren.
Kaum zu glauben, dass nach den ernüchternden Ergebnissen und Aussagen von massgeblichen Klimaforschern noch gefeilscht, statt unverzüglich gehandelt wird. Die Zeit wird knapper, wenn nicht die Uhr bereits die imaginäre Zwölf schon überschritten hat. Wer angesichts der vielen eindeutigen Ergebnisse noch über die Glaubwürdigkeit einzelner diskutiert, sieht den Ernst der Lage offenbar in der Zone des Verhandelbaren und riskiert schmerzhafte Ernüchterungen.
In seinem ersten Satz des Interviews bezeichnet er Kohlendioxid ausdrücklich als „DRECK“! Eines der drei Grundelemente, auf denen das Leben auf unserem Planeten beruht, ist für ihn Schadstoff, UNNÜTZES mithin!
Die Dosis macht das Gift! Auch Sauerstoff kann ein Schadstoff sein, wenn die Dosis zu hoch ist. So manch ein Tiefseetaucher, dessen Atemluftgemisch falsch eingestellt war, kann ein Lied davon singen.
Der Westen, der ja gerne der Dritten Welt Moralpredigten hält, ist oft scheinheilig. So ließen die USA, die sich selbst ja Folter als unzivilisiert verboten haben, Gefangene in Gefängnissen der Dritten Welt foltern und wuschen ihre Hände in Unschuld. Sie haben das Böse gleichsam delegiert. Dass dies auch mit der Luftverschmutzung geht, weiß ich erst seit heute, dank des Artikels von Tilman Santarius. Noch mehr solch unbequeme Artikel tun Not!
Wenn sie das nun offensichtlich als Entschuldigung für den propagandistischen Vergleich CO2=Gift anführen, macht das für mich die Sache auch nicht besser. Es zeigt höchstens, dass da jemand wenig Ahnung von der Materie und/oder eine Rechenschwäche hat.
Heute liegt die CO2 Konzentration in der Atmosphäre bei rund 0,04%, die tödliche Dosis für den Menschen liegt bei >8%! Mithin dem 200fachen. Ich kenne keinen Wissenschaftler, der ernsthaft behauptet, das die Menschheit (und die Tierwelt) tatsächlich von einem zukünftigen globalen Tod auf Grund einer letalen Dosis menschgemachtem CO2 in der Atmosphäre bedroht wäre.
Soviel mal zum "giftigen" Kohlenstoffkreislauf der Erde!
Wenn sie das nun offensichtlich als Entschuldigung für den propagandistischen Vergleich CO2=Gift anführen, macht das für mich die Sache auch nicht besser. Es zeigt höchstens, dass da jemand wenig Ahnung von der Materie und/oder eine Rechenschwäche hat.
Heute liegt die CO2 Konzentration in der Atmosphäre bei rund 0,04%, die tödliche Dosis für den Menschen liegt bei >8%! Mithin dem 200fachen. Ich kenne keinen Wissenschaftler, der ernsthaft behauptet, das die Menschheit (und die Tierwelt) tatsächlich von einem zukünftigen globalen Tod auf Grund einer letalen Dosis menschgemachtem CO2 in der Atmosphäre bedroht wäre.
Soviel mal zum "giftigen" Kohlenstoffkreislauf der Erde!
interessant, offensichtlich bricht jetzt bei denen, die an der Klimahysterie verdienen, die Panik aus, dass dieser Medienhype durch ein aktuelleres Thema ersetzt wird und die Gelder nicht mehr so üppig fließen. Es ist eh völlig unverständlich wie man mit einer Aussage, dass in 100 Jahren die Durchschnittstemperatur um 2-3 Grad höher sein könnte (je nach Rechenmodell) eine solche Hysterie ausgelöst werden konnte. Den meisten ist offenbar nicht klar, dass die fossilen Energieträger bereits in 20 Jahren unbezahlbar teuer sein werden und Öl und Gas in 40 Jahren verbraucht sind. Das ist unser eigentliches Problem und hier ist Panik durchaus angemessen.
Oh, was die fossilen Energieträger betrifft, da können Sie beruhigt sein! Die Polkappen schmelzen und geben bald Ölfelder zur Ausbeutung frei, so dass auch die immer größere Zahl von Chinesen, Indern und Brasilianern, die zu Reichtum gelangen, es uns nachtun und nach Herzenslust Auto fahren können. Was Mutter Erde natürlich noch mehr einheizen wird. Da bin ich durchaus hysterisch. Ich erinnere mich noch mit Unbehagen an die Hitzewelle des Sommers 2003 und warte mit mulmigem Gefühl, was uns wohl Juli und August diesen Jahres bescheren werden.
Aber ihre Schlußbehauptungen befördern Sie ja in eine Reihe mit den Apokalyptikern.
Was wie teuer ist, ist ein Produkt von Manipulation, was man ja gegenwärtig an den
wieder enorm hohen Benzinpreisen, bei reichlicher Angebotslage im Öl sieht.
Das, was den Klimawandel so attraktiv macht,für Personen, die es für ihr seelisches Gleichgewicht nötig haben, immer Recht zu haben, besondere Fähigkeiten zu haben
und ihre Mitbürger zu kontrollieren, ist die Tatsache, daß die Prognosen so weit in die Zukunft reichen, daß ihr Nichteintreten deren Ruhm und Karriere nicht mehr tangieren können. Es handelt sich also um Behauptungen, deren Richtigkeit wegen der Komplexität der Sache und dem über ein Menschenleben hinausreichenden Zeithorizonts, Glaubenssache bleiben muß.
Oh, was die fossilen Energieträger betrifft, da können Sie beruhigt sein! Die Polkappen schmelzen und geben bald Ölfelder zur Ausbeutung frei, so dass auch die immer größere Zahl von Chinesen, Indern und Brasilianern, die zu Reichtum gelangen, es uns nachtun und nach Herzenslust Auto fahren können. Was Mutter Erde natürlich noch mehr einheizen wird. Da bin ich durchaus hysterisch. Ich erinnere mich noch mit Unbehagen an die Hitzewelle des Sommers 2003 und warte mit mulmigem Gefühl, was uns wohl Juli und August diesen Jahres bescheren werden.
Aber ihre Schlußbehauptungen befördern Sie ja in eine Reihe mit den Apokalyptikern.
Was wie teuer ist, ist ein Produkt von Manipulation, was man ja gegenwärtig an den
wieder enorm hohen Benzinpreisen, bei reichlicher Angebotslage im Öl sieht.
Das, was den Klimawandel so attraktiv macht,für Personen, die es für ihr seelisches Gleichgewicht nötig haben, immer Recht zu haben, besondere Fähigkeiten zu haben
und ihre Mitbürger zu kontrollieren, ist die Tatsache, daß die Prognosen so weit in die Zukunft reichen, daß ihr Nichteintreten deren Ruhm und Karriere nicht mehr tangieren können. Es handelt sich also um Behauptungen, deren Richtigkeit wegen der Komplexität der Sache und dem über ein Menschenleben hinausreichenden Zeithorizonts, Glaubenssache bleiben muß.
Oh, was die fossilen Energieträger betrifft, da können Sie beruhigt sein! Die Polkappen schmelzen und geben bald Ölfelder zur Ausbeutung frei, so dass auch die immer größere Zahl von Chinesen, Indern und Brasilianern, die zu Reichtum gelangen, es uns nachtun und nach Herzenslust Auto fahren können. Was Mutter Erde natürlich noch mehr einheizen wird. Da bin ich durchaus hysterisch. Ich erinnere mich noch mit Unbehagen an die Hitzewelle des Sommers 2003 und warte mit mulmigem Gefühl, was uns wohl Juli und August diesen Jahres bescheren werden.
Wenn kalt und naß der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr.
Wenn kalt und naß der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr.
Aber ihre Schlußbehauptungen befördern Sie ja in eine Reihe mit den Apokalyptikern.
Was wie teuer ist, ist ein Produkt von Manipulation, was man ja gegenwärtig an den
wieder enorm hohen Benzinpreisen, bei reichlicher Angebotslage im Öl sieht.
Das, was den Klimawandel so attraktiv macht,für Personen, die es für ihr seelisches Gleichgewicht nötig haben, immer Recht zu haben, besondere Fähigkeiten zu haben
und ihre Mitbürger zu kontrollieren, ist die Tatsache, daß die Prognosen so weit in die Zukunft reichen, daß ihr Nichteintreten deren Ruhm und Karriere nicht mehr tangieren können. Es handelt sich also um Behauptungen, deren Richtigkeit wegen der Komplexität der Sache und dem über ein Menschenleben hinausreichenden Zeithorizonts, Glaubenssache bleiben muß.
Als [...] gehört das gleich eingeschnappt sein vermutlich eben auch zum Wohlgefühl der seelischen Befindlichkeit.
Ich frage mich allerdings gerade ob Sie Ihrer eigenen Argumentation auch hinsichtlich der Aussagen gekauften Wissenschaftlerlobby im Zusammenhang mit der Endlagerfrage zu folgen bereit sind?
Und weiter, weil ich Ihren Ansatz ja für den ganz richtigen halte nur eben die Schußfolgerung irrig scheint:
Die Parallele mit der Endlagergeschichte habe ich gewählt weil beide Fragen im Zweifel unumkehrbare Folgen haben deren Vermeidung man im Zweifel lieber umsonst bekämpft haben möchte als für die tatsächlich einschneidenden Folgen (wenn man Völkerwanderung und Ghettos so verhamlosen darf) bei Eintritt verantwortlich zu sein.
Aber vermutlich darf man auch da beruhigt annehemen daß auch Sie lieber im heute polemisieren als in einer fernen Zukunft - siehe oben und nach mir die Sintflut...
[Gekürzt, bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Danke. /Die Redaktion pt.]
Als [...] gehört das gleich eingeschnappt sein vermutlich eben auch zum Wohlgefühl der seelischen Befindlichkeit.
Ich frage mich allerdings gerade ob Sie Ihrer eigenen Argumentation auch hinsichtlich der Aussagen gekauften Wissenschaftlerlobby im Zusammenhang mit der Endlagerfrage zu folgen bereit sind?
Und weiter, weil ich Ihren Ansatz ja für den ganz richtigen halte nur eben die Schußfolgerung irrig scheint:
Die Parallele mit der Endlagergeschichte habe ich gewählt weil beide Fragen im Zweifel unumkehrbare Folgen haben deren Vermeidung man im Zweifel lieber umsonst bekämpft haben möchte als für die tatsächlich einschneidenden Folgen (wenn man Völkerwanderung und Ghettos so verhamlosen darf) bei Eintritt verantwortlich zu sein.
Aber vermutlich darf man auch da beruhigt annehemen daß auch Sie lieber im heute polemisieren als in einer fernen Zukunft - siehe oben und nach mir die Sintflut...
[Gekürzt, bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Danke. /Die Redaktion pt.]
Wenn kalt und naß der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr.
Wenn sie das nun offensichtlich als Entschuldigung für den propagandistischen Vergleich CO2=Gift anführen, macht das für mich die Sache auch nicht besser. Es zeigt höchstens, dass da jemand wenig Ahnung von der Materie und/oder eine Rechenschwäche hat.
Heute liegt die CO2 Konzentration in der Atmosphäre bei rund 0,04%, die tödliche Dosis für den Menschen liegt bei >8%! Mithin dem 200fachen. Ich kenne keinen Wissenschaftler, der ernsthaft behauptet, das die Menschheit (und die Tierwelt) tatsächlich von einem zukünftigen globalen Tod auf Grund einer letalen Dosis menschgemachtem CO2 in der Atmosphäre bedroht wäre.
Soviel mal zum "giftigen" Kohlenstoffkreislauf der Erde!
Von Schadstoffen, Giftwirkung spricht man ja nicht erst, wenn das Zeug einen umbringt. Eine Sauerstoffvergiftung zum Beispiel liegt schon dann vor, wenn durch falsche Dosierung der Taucher "Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Persönlichkeitsveränderungen, Erregung, Angst, Verwirrtheit, Sauerstoffkrämpfe und Fieber" (wikipedia-Artikel) bekommt. Kohlendioxid zählen Sie zu mit Recht zu den Grundelementen, auf denen das Leben beruht. Man kann auch die Wärme, die von der Sonne kommt, dazuzählen, denn ohne die Sonne, ohne ihr Licht, ihre Wärme gäbe es kein Leben auf der Erde. Aber während der Hitzewelle 2003 hat Europa eine Überdosis davon bekommen, die nicht mehr wohltuend, sondern ätzend wirkte. Und eine Überdosis Kohlendioxid erstickt noch nicht das Leben, aber wirkt durch Aufheizung schädlich.
Von Schadstoffen, Giftwirkung spricht man ja nicht erst, wenn das Zeug einen umbringt. Eine Sauerstoffvergiftung zum Beispiel liegt schon dann vor, wenn durch falsche Dosierung der Taucher "Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Persönlichkeitsveränderungen, Erregung, Angst, Verwirrtheit, Sauerstoffkrämpfe und Fieber" (wikipedia-Artikel) bekommt. Kohlendioxid zählen Sie zu mit Recht zu den Grundelementen, auf denen das Leben beruht. Man kann auch die Wärme, die von der Sonne kommt, dazuzählen, denn ohne die Sonne, ohne ihr Licht, ihre Wärme gäbe es kein Leben auf der Erde. Aber während der Hitzewelle 2003 hat Europa eine Überdosis davon bekommen, die nicht mehr wohltuend, sondern ätzend wirkte. Und eine Überdosis Kohlendioxid erstickt noch nicht das Leben, aber wirkt durch Aufheizung schädlich.
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