Ernährung Erstmals hungern mehr als eine Milliarde Menschen
Sie haben weder Rettungsschirme noch Hilfspakete – erstmals in der Geschichte überschreitet die Zahl der hungernden und unterernährten Menschen die Milliarden-Schwelle. Das führt auch zu sicherheitspolitischen Problemen

© Jose Cendon/AFP/Getty Images
Hunger - ein weltweites Problem. Ein unterernährtes Kind in Südäthiopien
Es ist eine unvorstellbar riesige Menschenmenge, die Tag für Tag nicht genügend zu essen hat. Die in Rom ansässige UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) schlägt, gestützt auf ihre neuen Zahlen, Alarm: Die jüngste Hungerkrise sei lautlos, folge auf den Einbruch der Weltwirtschaft und könne "den Weltfrieden und die Sicherheit erheblich gefährden".
Die tiefe Talfahrt der Weltwirtschaft und die beispielsweise für Sojabohnen, Mais und Weizen nach einer Marktberuhigung jetzt wieder steigenden Nahrungsmittelpreise sorgen dafür, dass immer mehr Menschen in den Entwicklungsländern nun vor leeren Tellern sitzen. Es fehlt ihnen vorne und hinten an Geld, die Einkommen sinken, und die Arbeitslosigkeit nimmt zu.
Diesmal sind nicht etwa zu geringe Ernten verantwortlich, sondern Krisen, die auch die Industriestaaten treffen. Und das verschlimmert nach FAO-Analysen die Lage noch. Denn von den Millionen Arbeitern aus der südlichen Hemisphäre, die sonst Geld aus dem Norden nach Hause schicken, können viele das nicht mehr.
"Die Kleinbauern brauchen Saatgut und Dünger, maßgeschneiderte Technologien, Infrastruktur, Finanzierung und Märkte, und all das gerade in dieser globalen Krise", zählt Kanayo F. Nwanze, der Chef des Agrar-Entwicklungsfonds IFAD, auf, was getan werden muss – oder müsste.
Denn in diesem Krisenjahr sitzt bei den reichen Ländern der Euro oder Dollar sicherlich nicht plötzlich lockerer als sonst. Im Gegenteil. Weshalb Bärbel Dieckmann, die Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe, beschwörend sagt, es brauche doch "nur" ein Prozent von all dem, was die Industriestaaten in Programme gesteckt haben, die die Konjunktur ankurbeln sollen. "Auch zur Rettung der Hungernden müssen solche Pakete geschnürt werden."
Im asiatisch-pazifischen Raum hungern 642 Millionen, im Afrika südlich der Sahara sind es 265 Millionen. Dagegen nimmt sich die Zahl der Menschen, die in der "entwickelten Welt" nichts zu essen haben, mit 15 Millionen gering aus – doch auch dieses Heer der Hungernden nimmt zu.
Die Rezepte und Ziele im Kampf gegen den Hunger liegen seit Langem auf den Tischen internationaler Konferenzen, werden abgenickt und verhindern doch nicht den dramatischen Anstieg vor allem in den ländlichen Regionen. Dort sollte der Hebel ansetzen, "und durch Hilfe zur Selbsthilfe müssen die Menschen befähigt werden, sich selbst und ihre Familien zu ernähren", betont die Welthungerhilfe einmal mehr.
- Datum 25.06.2009 - 16:18 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, 19.6.2009 - 17:11 Uhr
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Um den Hunger in der Welt zu bekämpfen bräuchte man etwa soviel Geld wie man benötigt, um 10 Investmentbanken am Leben zu erhalten.
Welche Prioritäten gelten, dürfte klar sein.
Allerdings muss immer wieder erwähnt werden, dass Bildung (insbesondere auch bei Mädchen) und Familienplanung (auch wenn Rom noch so laut aufheult) unerlässlich sind, um den Hunger zu bekämpfen.
Die landwirtschaftliche Produktion lässt sich nicht beliebig ausweiten, ist aufgrund von Überbeanspruchung der Böden wie Klimawandel tendentiell als rückläufig zu betrachten (hier helfen auch keine Genexperimente "wohltätiger" Konzerne weiter), so dass das Bevölkerungswachstum gestoppt werden muss (oder die Natur es via Seuchen und Hunger stoppt).
Solange wir bei uns so viel leckeres auf'm Tisch haben und der Tank im Auto voll ist mit Biosprit. Solange wir im Supermarkt die große Auswahl haben von der mehr als die Hälfte weggeworfen wird und als Ausfall von der Steuer abgesetzt werden kann.
Solange wir unsere "Geiz ist Geil" Sucht mit billigem Getreide aus Afrika und Asien befriedigen können. Solange Banken als "systemrelevante" Institutionen weiter hohe Renditen bringen können mit Spekulationen auf steigende Lebensmittelpreise in der Dritten Welt.
Wen bitteschön interessiert da ob, zum Beispiel in Afrika, Tausende an Unterernährung krepieren. Die sind doch eh nur zu faul zum Arbeiten.
Solange wir bei uns so viel leckeres auf'm Tisch haben und der Tank im Auto voll ist mit Biosprit. Solange wir im Supermarkt die große Auswahl haben von der mehr als die Hälfte weggeworfen wird und als Ausfall von der Steuer abgesetzt werden kann.
Solange wir unsere "Geiz ist Geil" Sucht mit billigem Getreide aus Afrika und Asien befriedigen können. Solange Banken als "systemrelevante" Institutionen weiter hohe Renditen bringen können mit Spekulationen auf steigende Lebensmittelpreise in der Dritten Welt.
Wen bitteschön interessiert da ob, zum Beispiel in Afrika, Tausende an Unterernährung krepieren. Die sind doch eh nur zu faul zum Arbeiten.
Solange wir bei uns so viel leckeres auf'm Tisch haben und der Tank im Auto voll ist mit Biosprit. Solange wir im Supermarkt die große Auswahl haben von der mehr als die Hälfte weggeworfen wird und als Ausfall von der Steuer abgesetzt werden kann.
Solange wir unsere "Geiz ist Geil" Sucht mit billigem Getreide aus Afrika und Asien befriedigen können. Solange Banken als "systemrelevante" Institutionen weiter hohe Renditen bringen können mit Spekulationen auf steigende Lebensmittelpreise in der Dritten Welt.
Wen bitteschön interessiert da ob, zum Beispiel in Afrika, Tausende an Unterernährung krepieren. Die sind doch eh nur zu faul zum Arbeiten.
Wie sehr es die Menschen interessiert werden wir sehen. Ich schätze dieser Artikel wird weniger als 10 Kommentare erhalten.
Wir sollten auch endlich damit aufhören, Kinderarbeit und -prostitution, Ausbeuten der Bodenschätze und Erschließung der Märkte für dekadenten Wohlstandsmüll als Entwicklungshilfe zu bezeichnen.
Wir spenden Millionen und Abermillionen in die Dritte Welt für überteuerte Medikamente unserer Pharmakonzerne, nur weil die armen Länder sie zum Selbstkostenpreis nicht herstellen dürfen.
Wir spenden Millionen und Abermillionen in die Dritte Welt, die von lokalen Machthabern missbraucht werden um Waffen zu kaufen, die bei uns hergestellt werden.
Wie sagte Volker Pispers so schön. Wir wundern uns warum wir Bomben unter den Hintern gelegt bekommen? Wann fangen wir an uns zu wundern, dass es bisher so wenige waren.
"Solange wir unsere "Geiz ist Geil" Sucht mit billigem Getreide aus Afrika und Asien befriedigen können."
Geiz-ist-Geil ist eine Werbekampagne der Saturn(?)-Kette und wurde von den Medien dazu benutzt, den Bürgern die Schuld am schwachen Binnenmarkt in die Schuhe zu schieben.
Tatsache ist, dass viele Bürger sich fair-Reform-Kost schlicht nicht leisten können, nicht zuletzt deswegen, weil wir wiederrum mit den armen Ländern in Konkurrenz stehen, was bei uns die Löhne drückt. Deine Aussage ist also ein bisschen unfair, finde ich.
Für den Freihandel und die Kapitalfreizügigkeit können die Bürger ohnehin nichts, immerhin werden wir nie gefragt was wir wollen und die Parteien ziehen keine eindeutige (oder gar glaubhafte) Stellung zu dem Thema. Zum Teil sind die Vertreter der Entwicklungsländer und manche Hilfsorg. selbst schuld an dieser Entwicklung. Wer stets und unbedingt offene Märkte fordert, der muss sich nicht wundern, dass er am Ende keinen Gestaltungsspielraum mehr hat und die Industrieländer die Entwicklungsländer als Plantagen-Kolonien benutzen und mit ihrem höher bewerteten Geld alles wegkaufen.
Wie sehr es die Menschen interessiert werden wir sehen. Ich schätze dieser Artikel wird weniger als 10 Kommentare erhalten.
Wir sollten auch endlich damit aufhören, Kinderarbeit und -prostitution, Ausbeuten der Bodenschätze und Erschließung der Märkte für dekadenten Wohlstandsmüll als Entwicklungshilfe zu bezeichnen.
Wir spenden Millionen und Abermillionen in die Dritte Welt für überteuerte Medikamente unserer Pharmakonzerne, nur weil die armen Länder sie zum Selbstkostenpreis nicht herstellen dürfen.
Wir spenden Millionen und Abermillionen in die Dritte Welt, die von lokalen Machthabern missbraucht werden um Waffen zu kaufen, die bei uns hergestellt werden.
Wie sagte Volker Pispers so schön. Wir wundern uns warum wir Bomben unter den Hintern gelegt bekommen? Wann fangen wir an uns zu wundern, dass es bisher so wenige waren.
"Solange wir unsere "Geiz ist Geil" Sucht mit billigem Getreide aus Afrika und Asien befriedigen können."
Geiz-ist-Geil ist eine Werbekampagne der Saturn(?)-Kette und wurde von den Medien dazu benutzt, den Bürgern die Schuld am schwachen Binnenmarkt in die Schuhe zu schieben.
Tatsache ist, dass viele Bürger sich fair-Reform-Kost schlicht nicht leisten können, nicht zuletzt deswegen, weil wir wiederrum mit den armen Ländern in Konkurrenz stehen, was bei uns die Löhne drückt. Deine Aussage ist also ein bisschen unfair, finde ich.
Für den Freihandel und die Kapitalfreizügigkeit können die Bürger ohnehin nichts, immerhin werden wir nie gefragt was wir wollen und die Parteien ziehen keine eindeutige (oder gar glaubhafte) Stellung zu dem Thema. Zum Teil sind die Vertreter der Entwicklungsländer und manche Hilfsorg. selbst schuld an dieser Entwicklung. Wer stets und unbedingt offene Märkte fordert, der muss sich nicht wundern, dass er am Ende keinen Gestaltungsspielraum mehr hat und die Industrieländer die Entwicklungsländer als Plantagen-Kolonien benutzen und mit ihrem höher bewerteten Geld alles wegkaufen.
Wie sehr es die Menschen interessiert werden wir sehen. Ich schätze dieser Artikel wird weniger als 10 Kommentare erhalten.
Wir sollten auch endlich damit aufhören, Kinderarbeit und -prostitution, Ausbeuten der Bodenschätze und Erschließung der Märkte für dekadenten Wohlstandsmüll als Entwicklungshilfe zu bezeichnen.
Wir spenden Millionen und Abermillionen in die Dritte Welt für überteuerte Medikamente unserer Pharmakonzerne, nur weil die armen Länder sie zum Selbstkostenpreis nicht herstellen dürfen.
Wir spenden Millionen und Abermillionen in die Dritte Welt, die von lokalen Machthabern missbraucht werden um Waffen zu kaufen, die bei uns hergestellt werden.
Wie sagte Volker Pispers so schön. Wir wundern uns warum wir Bomben unter den Hintern gelegt bekommen? Wann fangen wir an uns zu wundern, dass es bisher so wenige waren.
http://www.klima-wandel.c...
http://www.spiegel.de/wis...
Unter der Sahara gäbe es große unterirdische Wasserreservoirs,
die mittels Solarstom zur Bewässerung verwendet werden könnten.
Israel hat gezeigt,wie man Wüste zu Land machen kann.
Auch die Initiative von Sekem wäre in diesem Zusammenhang zu nennen.
Ziemlich am Anfang von Genetic Roulette von Jeffrey Smith wird die Firmenwerbung
von Monsanto bezüglich der Hilfe für die dritte Welt eben als Firmenwerbung
enttarnt.
Es wäre wichtig die Arten die der dritten Welt über Jahrhunderte zur Nahrung
gedient haben zu erhalten .Auch die Umweltbedingungen wie eben der
erste link gezeigt hat,dass z.B in Afrika die Windabtragung gestoppt wird,
ist sehr wichtig. Hilfe zur Selbsthilfe leistet man nicht,indem man die dritte
Welt abhängig von den Getreidelieferungen der USA macht und dann
auf Empfehlung von Herrn Bush die USA an Stelle von Getreide dann
Biosprit anbaut.-Und die dritte Welt verhungert.
Hilfe zur Selbsthilfe leistet man nicht,wenn man die Irakischen Bauern
zwingt ihr jahrtausendealtes selbstkeimendes Saatgut zu vernichten,wie
es das Militär der USA gemacht hat. Aber Hilfe zur Selbshilfe
können alle oberen links sein . Hilfe die nur die Macht und das Geschäft
im Auge hat,wird zum Bummerang.Hilfe die nachhaltig denkt,wie z.B
Wüstenstrom in der Sahara zu erzeugen,könnte wirklich große Flächen
zu Land machen
die morgens nicht wissen was sie abends essen sollen, sind sicherlich auch die Warnungen des Weltklimarates völlig egal, das sich der Meersspiegel bis 2100 um 1 meter erhöhen könnte, die würden da einfach ein paar Kilometer landeinwärts ziehen und sich eine neue Wellblechhütte bauen. Hierzulande gibt es halt Häuser ab 200.000.- und eine Staatskarosse für jeden, von daher interessiert man sich halt mehr für CO2 Werte und lässt 1/6 der Menschheit an Hunger sterben.
"Die Kleinbauern brauchen Saatgut und Dünger, maßgeschneiderte Technologien, Infrastruktur, Finanzierung und Märkte, und all das gerade in dieser globalen Krise", zählt Kanayo F. Nwanze, der Chef des Agrar-Entwicklungsfonds IFAD, auf, was getan werden muss – oder müsste.
...
Denn in diesem Krisenjahr sitzt bei den reichen Ländern der Euro oder Dollar sicherlich nicht plötzlich lockerer als sonst."
... wirklich brauchen:
1) Eigene Währungen, es ist absoluter Wahnsinn, dass diese um die selben bedruckten Scheine mit den Industrieländern konkurrieren.
2) Landreformen, damit die Menschen ihre eigene Nahrung erwirtschaften können, wie sie es schon immer getan haben, bevor sie von den Agrargroßkonzernen vertrieben wurden. Dann erledigt sich auch das Saatgut Problem, Bauern produzieren idR für sich selbst genug davon und "Märkte" gibt es in einem hungernden Land wohl ausreichend. Es ist ein fataler Irrtum, dass diese "Märkte" in den Industrieländern liegen müssen.
...könnte die Bekämpfung der Armut sein. Ein wichtiger Schritt dahin wäre eventuell der Abriss von Zollbarieren von Gütern, die von Armen leicht produziert werden können - Lebensmittel. Dazu gehört natürlich auch die Abschaffung von Subventionen der Argrarindustrie, gegen die kein Armes Land ankommt.
... hungern vor allem dort die Menschen, wo die Zollbarrieren fehlen. Warum? Nun, unser Geld ist mehr wert, wir können dort für billiges Geld die Märkte leerkaufen, während die Einheimischen sich nix mehr leisten können.
Gleichzeitig engagieren sich dann verstärkt Agro-Großkonzerne, vertreiben die Kleinbauern, zerstören lokale Traditionen und Sozialgefüge und verkaufen ihre Ware (wie sollte es anders sein?) an den Meistbietenden und nicht den mit dem größten Hunger. Im Extremfall wird es dann hier zu lecker Biosprit für unsere tollen Autos vergoren, während dort die Kinder verrecken.
Mit anderen Worten: du bist auf die neoliberale Propaganda reingefallen, die man auch in der ZEIT des Öfteren zu dem Thema liest: der Freihandel wird's schon richten (irgendwann und Opfer müssen halt gebracht werden)...
... hungern vor allem dort die Menschen, wo die Zollbarrieren fehlen. Warum? Nun, unser Geld ist mehr wert, wir können dort für billiges Geld die Märkte leerkaufen, während die Einheimischen sich nix mehr leisten können.
Gleichzeitig engagieren sich dann verstärkt Agro-Großkonzerne, vertreiben die Kleinbauern, zerstören lokale Traditionen und Sozialgefüge und verkaufen ihre Ware (wie sollte es anders sein?) an den Meistbietenden und nicht den mit dem größten Hunger. Im Extremfall wird es dann hier zu lecker Biosprit für unsere tollen Autos vergoren, während dort die Kinder verrecken.
Mit anderen Worten: du bist auf die neoliberale Propaganda reingefallen, die man auch in der ZEIT des Öfteren zu dem Thema liest: der Freihandel wird's schon richten (irgendwann und Opfer müssen halt gebracht werden)...
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