Online-Sucht "Man hat die Wahl: kämpfen oder flüchten"
Die "Internetsucht" steht erstmals im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung. Noch aber ist umstritten, ob sie eine eigenständige Störung ist

© Jan Woitas/dpa
Computer bestimmen inzwischen unseren Alltag - sich von ihnen fern zu halten, ist schwer
Seit der aktuelle Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung im Mai vorgestellt wurde, hat Jannis Wlachojiannis noch mehr zu tun als üblich. Der Leiter der Computer- und Onlinesuchtstelle "Lost in Space" in Berlin Kreuzberg muss zahlreiche Anfragen von Journalisten abarbeiten, die einen Experten zu der Gefahr sprechen möchten, die die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing als das neue und drängende Problem in unserer Gesellschaft bezeichnet hat: Onlinesucht.
Denn wenn Wlachojiannis gerade keine Interviews gibt, kümmert er sich in Einzel- und Gruppensitzungen um Menschen, die Chat- oder YouTube-süchtig sind, exzessiv Wikipedia Einträge schreiben, oder Rollenspiele wie World of Warcraft spielen.
Ihnen versucht Wlachojiannis zu helfen, die Verlockung der virtuellen Welt gegen den Reiz der realen sozialen Kontakte einzutauschen. Doch bis es soweit ist, bis ein Betroffener seine Sucht erkennt und beschließt, dagegen vorzugehen, dauert es. Denn die Erkenntnis fällt schwer in einer Zeit, in der Computer – und damit das Suchtmittel – allgegenwärtig sind.
Laut einer Studie zum "Pathologischen Internetgebrauch", die das Bundesministerium für Gesundheit beim Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters in Hamburg in Auftrag gegeben hat, sind 3,2 Prozent der deutschen Bevölkerung von der Mediensucht betroffen, wie die Computer- und Onlinesucht in Fachkreisen heißt. Wahrscheinlich zumindest, genaue Vergleiche sind noch nicht möglich, fehlen bislang doch standardisierte Kriterien und Tests.
Doch ist das nicht das einzige Problem bei dem Thema. Noch ist der wissenschaftliche Streit nicht geklärt, ob es diese Sucht so überhaupt gibt. Dass die Betroffenen beim Surfen oder Chatten suchtartiges Verhalten zeigen, ist unbestritten. Ob aber wirklich das Internet daran schuld ist, konnte bislang nicht eindeutig ermittelt werden. Denn bei den Betroffenen finden sich überdurchschnittlich häufig andere psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angst- und Persönlichkeitsstörungen. Daher glauben einige Wissenschaftler, dass die Onlinesucht keine eigenständige Krankheit ist – wer solange Onlinespiele spielt, bis er sozial und körperlich verwahrlost ist, ist nach dieser Deutung Spiel- und nicht Internetsüchtig.
Eine Frage, die auch die noch laufende Studie des DZSKJ nicht klären konnte. Darin heißt es: "Inwieweit Pathologischer Internetgebrauch im Rahmen einer zugrunde liegenden anderen psychiatrischen Erkrankung oder als eigenständige Erkrankung auftritt, können nur Längsschnittstudien zeigen."
Sabine Bätzing nimmt das Thema trotzdem ernst. Denn sie schätzt, dass die Zahl der Süchtigen in Deutschland noch deutlich zunehmen wird, angesichts der rasanten Entwicklung des Handys vom Mobiltelefon zum Mini-Computer und aufgrund des kommenden Generationenwechsels.
- Datum 19.06.2009 - 17:07 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ist die allgemeine Diagnosesucht eigentlich mittlerweile als Krankheit anerkannt oder streiten sich die Gelehrten noch, ob sie selbst überhaupt therapiefähig sind?
Es kann ja auch nur die milde Form sein, auch "Expertensucht" genannt. Das scheint zumindest in letzter Zeit die Depression als Volkskrankheit zahlenmäßig zu überrunden, egal welche Zeitung man aufschlägt oder welchen Sender man anschaltet, so gleich springt einem eine mit ".....-Experte" untertitelte Person entgegen und weiß, was sonst keiner weiß, aber alle wissen sollen.
wenn Sie offen sind und ich fast drüberfalle. Frau Bätzing und Co., bitte greifen Sie ein ! Werden 2 Jahre Intensivtherapie ausreichend sein ? Gibt es Heilungschancen ? Ich würde mich gerne für eine Langzeitstudie zur Verfügung stellen. Sabine hilf ! Dann bist du auch wieder in der Zeitung...
...versucht man die Gruppe der Nerds wieder einmal zu diskreditieren. Es wirkt auf mich wie ein letztes Aufbäumen der Digitalignoranten die wohl ahnen was Ihnen bevor steht. Nur, fassen können Sie es nicht, verstehen schon gar nicht.
Was hilft also besser als die Gruppe der Intensiv-Computer-Nutzer in den Begriffsraum der süchtigen zu platzieren um eine weitere Ausbreitung aufklärerischer Gedanken und Reformwünsche im Keim zu ersticken. Wer heute dabei ist seine Glaubwürdigkeit zu verlieren, ganz real, sitzt wahrscheinlich und in Wirklichkeit noch im Bundestag.
# zeitgeist
bbb b bb bbbb bbin bbischchen aufgeregt tttt tttt t tt.
hhh hhhh h hhuuu h huuuundert liter kaffee gesoffen.
kk kkkk kkkkka k kkk kkein Problem.
a
aaa aaaa aaa all aalllllles so bunt hier.
kk kann mich jj jjjjederzeit lösen.
Www w www weiß jj jemand ww wwas gegen A AAAugenzucken hilft?
;-)
Viele liebe Grüße,
Tycho.
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nec fasces, nec opes, sola artis sceptra perennant.
Internetgebrauch muss nicht unbedingt nur Konsum sein. Es ist durchaus auch produktiv, z.B. Wikipediaartikel zu schreiben. In Foren findet politische Diskussion statt, oder auch Austausch von technischem Wissen. Das Problem ist nur, dass man damit nichts verdienen kann, also auf hohem Niveau seine Zeit verplempert.
Wenn man eh nichts zu tun hat ist die Versuchung natürlich gross, auf diese Weise geistige Herausforderung zu suchen.
Hier ein paar Unterpunkte des Registers "Drogen und Sucht" von der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit:
- Tabak
- Alkohol
- Medikamente
- Cannabis
- Heroin u.a. Drogen
- Glücksspiel
- Onlinesucht
wenn so eine Liste dann wünsche ich sie mir komplett denn man könnte desweiteren hinzufügen:
- TV
- Handy
- Auto
- Lesen
- Anfertigen wissenschaftlicher Arbeiten
- exzessive Bibliotheksnutzung
die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, denn nur ein gesunde Mix verschiedenster Aktivitäten führt dazu das man weder den Bezug zur Realität noch seine sozialen Kontakte verliert. Es kommt meiner Meinung nach eher darauf an wie man die heutigen Medien nutzt ein Mensch der exzessiv Wikipedia Artikel schreibt verbringt den Tag wahrscheinlich sinnvoller als jemand der den ganzen Tag Talkshows anschaut...
...sind sie da ,diejenigen die sofort um ihre persönliche Freiheit fürchten
z.B. KiPo seiten sperren
bringt ja nix ,kann man eh nix machen gegen ,die wollen uns nur zensieren
z.B. Killerspiele
kann mich nicht beeinflussen,nein mich doch nicht ,die wollen uns zensieren
z.B. internetsucht
ach was,ich doch nicht nönö,sind nur dumme Experten die das behaupten
werde den Eindruck nicht los das die Generation I-net nicht mehr fähig ist sich mit Themen sachlich auseinanderzusetzen
sich bei jeder Ihrer gegenteiliger Ansicht sofort bedroht fühlt,gar den totalitären Staat fürchtet der sich angeblich überall einmischt
übrigens
zwei Artikel weiter oben steht, daß die Zahl der Hungernden in dieser Welt die Milliardengrenze überschritten hat
tja,kann man eh nix machen
Nur zu, nenne Sie mir gute Gründe für die Sperrung von KiPo-Seiten!
Das einzige Argument, was die Befürworter noch ernsthaft vorbringen, ist:
Ja, es könnten ja Leute zufällig auf KiPo-Seiten stoßen und dann "angefixt" werden.
Und das ist doch ein ziemlich schwaches Argument.
Nur zu, nenne Sie mir gute Gründe für die Sperrung von KiPo-Seiten!
Das einzige Argument, was die Befürworter noch ernsthaft vorbringen, ist:
Ja, es könnten ja Leute zufällig auf KiPo-Seiten stoßen und dann "angefixt" werden.
Und das ist doch ein ziemlich schwaches Argument.
Wie besondere Fälle von
- essen
- nicht essen
- Auto fahren
- Sport, auch extremer
- Sex
- Keuschheit
- arbeiten
- nicht arbeiten
- glauben
- nicht glauben
- ...
Aber nicht wie echte Drogen. Die basteln Hirn und Körper irreversibel um.
Findet ein Stoffele
[Anm.: Um die Vielfältigkeit der verschiedenen Threads zu erhalten, möchten wir Sie bitten, auf Mehrfachpostings zu verzichten. Danke. /Die Redaktion pt.]
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