iPhone-Test Kompass zur Orientierung, Sprachsteuerung mit Unterhaltungswert

Das neue iPhone 3GS erscheint mit Blick auf die Konkurrenz nicht sonderlich spektakulär, doch in der Praxis machen sich die Überarbeitungen angenehm bemerkbar

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Vor zwei Wochen stellte Apple in San Francisco sein überarbeitetes Mobiltelefon vor

Für den Vergleichstest standen ein iPhone 3G und ein iPhone 3GS mit dem neuen iPhoneOS 3.0 zur Verfügung. Beide wurden mit demselben iTunes-Konto synchronisiert. Das Testgerät war ein von Apple gestelltes iPhone 3GS mit 32 GByte Speicher. Im Unterschied zu den im Handel erhältlichen Geräten war Tethering freigeschaltet, also die Möglichkeit, das iPhone als Modem zu nutzen. Mit der Ausnahme von Tethering beschäftigt sich dieser Test nicht weiter mit den allgemeinen Funktionen des iPhoneOS 3.0, das Golem.de bereits ausführlich getestet hat.

Äußerlich ist das neue iPhone 3GS vom älteren iPhone 3G nicht unterscheidbar, das neue Modell verfügt aber über eine fettabweisende Schicht über dem Display. So fällt nach einiger Benutzung der beiden Modelle schnell auf, welches das neue 3GS ist: Das fettverschmierte ist es jedenfalls nicht. Das bedeutet nicht, dass das Display sauber bleibt, doch Fingerspuren sind leichter wegwischbar.

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Schnellerer Prozessor und mehr Speicher

Das neue iPhone 3GS hat neue und vor allem schnellere Hardware bekommen. Zwar macht Apple keine konkreten Angaben zu den verwendeten Chips, T-Mobile listete aber vorübergehend einen Prozessor mit 600 MHz. Außerdem wurde der Arbeitsspeicher auf 256 MByte verdoppelt. Das macht sich im Alltag bemerkbar: Das Gerät reagiert schneller, was schon bei einfachen Aufgaben spürbar ist, vor allem aber beim Wechsel zwischen Anwendungen.

Die schnellere Hardware macht sich mit teils drastischen Geschwindigkeitszuwächsen bemerkbar. Der Acid3-Test braucht deutlich weniger Zeit für einen Durchlauf als beim iPhone 3G. Auch im JavaScript-Benchmark SunSpider, den das iPhone 3G mit dem iPhoneOS 3.0 bereits in einem Drittel der Zeit absolvierte, die es mit iPhoneOS 2.2.1 brauchte, ist das iPhone 3GS nochmals deutlich schneller. Das iPhone 3GS beendete den Test in 15,6 Sekunden, das iPhone 3G mit iPhoneOS 3.0 brauchte 43 Sekunden.

Auch beim Aufbau von normalen Webseiten ist der Geschwindigkeitszuwachs deutlich. Die Webseite von Golem.de ist auf dem iPhone 3GS verglichen mit dem Vorgänger doppelt so schnell fertig geladen.

Besonders beeindruckend sind die deutlich kürzeren Ladezeiten bei größeren Anwendungen, vor allem bei Spielen. EAs Sim City für das iPhone lädt fast doppelt so schnell in den größeren Speicher des iPhone 3GS als das beim iPhone 3G der Fall war.

Doch gerade aufgrund dieser positiven Ergebnisse könnte das neue iPhone 3GS zu einem Problem für bestehende iPhone-Nutzer werden. Denn mit dem iPhone 3GS sind die Zeiten einer einheitlichen Plattform endgültig vorbei. Für Entwickler stellt sich die Frage, wie weit die Möglichkeiten der neuen Hardware ausgereizt werden sollen, denn sie riskieren, dass ihre Applikationen auf alten iPhones zu langsam laufen.

Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis sich iPhone-Anwender damit auseinandersetzen müssen, ob ihr iPhone einer bestimmten Applikation gewachsen ist. Das ist bereits heute bei einigen Anwendungen der Fall und gilt etwa für Applikationen mit GPS-Funktionen, die auf dem iPod Touch gar nicht laufen.

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Leser-Kommentare
  1. Alle Details zur neuen Hardware:

    http://www.anandtech.com/...

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