Blog Tag sechs: Twitter leuchtet grünSeite 2/2

13.30 Uhr
Wie mittlerweile vielfach zu lesen ist, sind angeblich mehrere Universitäten in Iran geschlossen worden: Darunter die Technische Universität Sharif, die Universität Teheran, die Universität Shiraz sowie die Universität in Täbris im iranischen Ost-Aserbaidschan.

13.15 Uhr
Über Twitpic sind verschiedene Fotos veröffentlicht worden, welche Protestaktionen iranischer Fans während des gestrigen Fußballspiels der iranischen Nationalmannschaft gegen Korea dokumentieren. Hier eines davon:

13.00 Uhr
Die große iranische Website Iranmania hat ihre Berichterstattung zu den Protesten eingestellt. Eine unabhängige Berichterstattung sei wegen der staatlichen Einschränkungen nicht mehr möglich, schreiben die Betreiber der Website.

12.50 Uhr
Die Online-Petition "Where is their vote?" hat mittlerweile mehr als 285.000 Befürworter. Sie wollen Google dazu bewegen, aus Solidarität das Logo der Suchmaschine für einen Tag gegen ein grün gefärbtes auszutauschen.

12.45 Uhr
Angeblich kursiert ein Dokument , in dem Teherans Bürgermeister die Zahl der Demonstranten von Montag auf knapp drei Millionen schätzt. Die Polizei hatte die Teilnehmerzahl der Protestzüge auf mindestens eine Million geschätzt.

12.20 Uhr
Gerüchten zufolge soll das staatliche Fernsehen IRIB davon gesprochen haben, dass es keine Toten während der Unruhen an der Universität Teheran gegeben habe. Angeblich soll auch eine Sendung über die Rolle des Internet ausgestrahlt worden sein, in der Staaten wie die USA, Großbritannien und Israel als Drahtzieher der Protestbewegung genannt wurden. Derweil werden vermehrt Stimmen laut, welche die Kontrolle von Fernsehen und Rundfunk durch die Opposition fordern .

12.15 Uhr
Es kursieren unterschiedliche Zeitangaben zu der heutigen Pro-Mussawi-Kundgebung, von 16 Uhr und 17 Uhr (Iranischer Zeit) ist die Rede. Die Zeitdifferenz zwischen Teheran und Berlin beträgt plus 2.30 Stunden.

10.45 Uhr
Die iranischen Oppositionellen bekommen Unterstützung von den Machern der Internettauschbörse The Pirate Bay : Mit einem Klick auf das Logo, wo derzeit "The Persian Bay" prangt, gelangt man zu einem iranischen Forum , das "Iranern und ihren Freunden" eine sichere Kommunikationsplattform bietet soll, auf der sie sich austauschen können. Auch Übersetzungshilfen von Farsi ins Englische und umgekehrt werden angeboten.

10.30 Uhr
Wie in zahlreichen Meldungen über Twitter zu lesen ist, soll heute gegen 15 Uhr (etwa 12.30 Uhr unserer Zeit) auf einem der größten Plätze Teherans im Stadtteil Tupkhaneh der "größte Fußmarsch seit 30 Jahren" stattfinden . Die Demonstranten wollen einheitlich schwarze Kleidung tragen, um der Opfer der Demonstrationen zu gedenken. Mussawi wird Gerüchten zufolge auch erwartet.

10.15 Uhr
Gestern Abend protestierten mehrere Hundert Menschen in Köln gegen die Regierung von Mahmud Ahmadineschad. Die Demonstranten schwenkten Transparente mit Aufschriften wie "Tod dem Diktator" und "Wo ist meine Stimme?", wie folgendes Video dokumentiert:

10.00 Uhr
Es werden täglich mehr: Aus Solidarität färben Twitter-Nutzer aus allen Teilen der Welt ihre Avatars, die Profilbilder bei Twitter, in leuchtendes Grün. Das Blog Mr. Tweet beschreibt das Phänomen der "Greenification of Twitter".

 
Leser-Kommentare
  1. Nur ein kleiner Hinweis: Die Uhrzeit, die im Twitter-Link genannt wird ist 3.00pm GMT +3.50 - auf Deutsch: 15.00 Uhr Greenwitcher Zeit (UTC) plus 3:30 für Ortszeit Thereran . Man muss also 3:30 abziehen, um auf UTC zu kommen, oder 1:30 um auf MESZ zu kommen. Demnach wäre die Demo um 13.30 deutscher Zeit.

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    Vielen Dank für Ihren Hinweis! Ich habe die Zeitangabe eben verbessert. Laut Wikipedia beträgt die Zeitdifferenz zwischen Deutschland und Iran allerdings 2.30 Stunden und nicht 1.30 Stunden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Schlicht, ZEIT ONLINE

    Vielen Dank für Ihren Hinweis! Ich habe die Zeitangabe eben verbessert. Laut Wikipedia beträgt die Zeitdifferenz zwischen Deutschland und Iran allerdings 2.30 Stunden und nicht 1.30 Stunden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Schlicht, ZEIT ONLINE

  2. 2. wo...

    ...plötzlich die angst vor ungesicherten informationen, bildern, texten auf die so gerne verwiesen wird, hingekommen ist? ich bin verwundert.

  3. Vielen Dank für Ihren Hinweis! Ich habe die Zeitangabe eben verbessert. Laut Wikipedia beträgt die Zeitdifferenz zwischen Deutschland und Iran allerdings 2.30 Stunden und nicht 1.30 Stunden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Schlicht, ZEIT ONLINE

    Antwort auf "Uhrzeit"
  4. Ich halte es für gefährlich, die iranischen Twitter zu verlinken. Eine Reihe von Accounts, die bisher gute Informationen geliefert haben, wurden gelöscht. Ich sehe auch keinen Sinn in der Verlinkung, die es den staatlichen Twittern zumindest leichter macht. Könnte die ZEIT das nicht unterlassen?

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    Vielen Dank für Ihren Hinweis. Natürlich möchten wir durch die Verlinkungen niemanden gefährden, schon gar nicht die couragierten Twitterer und Blogger in Iran. In fast allen Fällen handelt es sich um Retweets, wie sie bereits tausendfach im Netz kursieren. Der Geschäftsführer der Berliner Medienberatungsagentur Compuccino, Klas Roggenkamp, hat ZEIT ONLINE in dieser Frage beraten. Er hat bestätigt, dass die Verlinkung einzelner Tweets keine erhöhte Gefahr für die Twitterer berge. Auch wenn das iranische Regime gerne damit droht, geht es der Regierung wohl vielmehr um die Bekämpfung des Kommunikationsmediums Twitter als Ganzes, nicht um einzelne Twitterer.
    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Schlicht, ZEIT ONLINE

    Vielen Dank für Ihren Hinweis. Natürlich möchten wir durch die Verlinkungen niemanden gefährden, schon gar nicht die couragierten Twitterer und Blogger in Iran. In fast allen Fällen handelt es sich um Retweets, wie sie bereits tausendfach im Netz kursieren. Der Geschäftsführer der Berliner Medienberatungsagentur Compuccino, Klas Roggenkamp, hat ZEIT ONLINE in dieser Frage beraten. Er hat bestätigt, dass die Verlinkung einzelner Tweets keine erhöhte Gefahr für die Twitterer berge. Auch wenn das iranische Regime gerne damit droht, geht es der Regierung wohl vielmehr um die Bekämpfung des Kommunikationsmediums Twitter als Ganzes, nicht um einzelne Twitterer.
    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Schlicht, ZEIT ONLINE

  5. Vielen Dank für Ihren Hinweis. Natürlich möchten wir durch die Verlinkungen niemanden gefährden, schon gar nicht die couragierten Twitterer und Blogger in Iran. In fast allen Fällen handelt es sich um Retweets, wie sie bereits tausendfach im Netz kursieren. Der Geschäftsführer der Berliner Medienberatungsagentur Compuccino, Klas Roggenkamp, hat ZEIT ONLINE in dieser Frage beraten. Er hat bestätigt, dass die Verlinkung einzelner Tweets keine erhöhte Gefahr für die Twitterer berge. Auch wenn das iranische Regime gerne damit droht, geht es der Regierung wohl vielmehr um die Bekämpfung des Kommunikationsmediums Twitter als Ganzes, nicht um einzelne Twitterer.
    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Schlicht, ZEIT ONLINE

    Antwort auf "Deep Linking"

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