Blog Tag zehn: Die Mullahs wittern den TwitterkriegSeite 2/2
13.30 Uhr
Die Revolutionswächter machen offenbar erneut von sich reden: Laut Reuters sollen sie geäußert haben, sich gegen "illegal" organisierte Kundgebungen stellen zu wollen. Außerdem sollen sie eine "Warnung" an westliche Länder ausgesprochen haben, die "Randalierer" nicht zu unterstützen.
13.15 Uhr
In einigen deutschen Städten sind offenbar für morgen Abend weitere Mahnwachen geplant, unter anderem in Köln und Frankfurt am Main.
13.00 Uhr
Das staatliche PressTV hat mittlerweile dementiert, dass Polizisten während der Proteste auf Demonstranten geschossen hätten. Teherans Polizeichef Azizallah Rajabzadeh äußerte sich wiefolgt: "Policemen are not authorized to use weapons against people. […] They are trained to only use anti-riot tools to keep the people out of harms way".
12.50 Uhr
Die iranischen Revolutionswächter sollen damit gedroht haben, alle weiteren Proteste der Opposition zu unterdrücken.
12.45 Uhr
Das staatliche Fernsehen soll verkündet haben, dass Ajatollah Chamenei diese Woche erneut das Freitagsgebet halten werde.
12.30 Uhr
Mehreren unbestätigten Meldungen zufolge sollen einige der in Iran inhaftierten Regimegegner in den Hungerstreik getreten sein.
12.00 Uhr
Für heute Nachmittag zwischen 15.00 und 17.00 Uhr iranischer Zeit (ab 12.30 Uhr deutscher Zeit) ist offenbar eine Demonstration der Mussawi-Anhänger am Haft-e-Tir-Platz in Teheran geplant, um der verstorbenen Neda zu gedenken. Derweil wird in verschiedenen Tweets von einer angespannten Stimmung in der Stadt berichtet, viele Straßenblockaden seien errichtet worden.
11.45 Uhr
Unbestätigten Meldungen zufolge sollen mehrere Baiji-Kämpfer während dem Brand der Lolagar Moschee in Teheran am Samstag ums Leben gekommen sein. Das iranische staatliche Fernsehen hatte am Wochenende von "einigen Toten" gesprochen und die Demonstranten als Brandstifter verantwortlich gemacht.
11.15 Uhr
Gerüchten zufolge soll die iranische Regierung Gedenkfeiern für Neda in sämtlichen Moscheen in Teheran untersagt haben.
11.00 Uhr
Das Time Magazine hat einen lesenswerten Artikel über den tragischen Tod der jungen iranischen Frau Neda und die Bedeutung des Märtyrertums für Iran veröffentlicht.
10.50 Uhr
Der tragische Tod der jungen Frau Neda, die während der Proteste am Samstag offenbar von einem Kämpfer der Basiji-Miliz erschossen wurde, ist das beherrschende Thema: In zahlreichen Blogs und Tweets wird darüber diskutiert, auf Wikipedia existiert mittlerweile ein Eintrag, auf Facebook wurde die Gruppe Angel of Iran gegründet. Das Video auf YouTube, das die brutale Szene dokumentiert, hat mittlerweile mehr als 17.000 Aufrufe.
10.40 Uhr
Das Blog Revolutionary Road hat ausführlich die Ereignisse des Wochenendes in Iran dokumentiert.
10.30 Uhr
Den Angaben zufolge soll dieses Video auch gestern in Teheran entstanden sein:
10.15 Uhr
Auf YouTube kursieren mittlerweile zahlreiche Videoaufnahmen von den iranischen Protesten während der letzten zwei Tage. Hier ein Video von gestern Nachmittag:
10.00 Uhr
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hasan Qashqavi, hat sich bei einer Pressekonferenz heute Morgen über einen Cyberkrieg des Westens gegen Iran beschwert. Dabei machte er westliche Medien wie CNN und BBC sowie die westlichen Regierungen für Angriffe von Hackern auf iranische Websites verantwortlich. Iran überlege sich derzeit, wie man gesetzlich gegen diese "ausländische Eingriffe" vorgehen werde.
In zahlreichen Tweets wird darüber berichtet: "Iranian spokesman in this morning's press conference seemed agitated. Complained about cyber war. #IranElection #Neda"
- Datum 03.07.2009 - 13:20 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, 22.06.2009
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Es scheint mir gefährlich für die Demonstranten, wenn ihre Gesichter so deutlich erkennbar abgebildet werden. Könnte man sie nicht pixeln oder auf andere Weise weniger leicht erkennbar machen?
Ist das abstoßend von Siemens und Nokia da mitzumachen klar die Leistung hat die Regierung erkauft, aber Waffengeschäfte sind ja wie bekannt die lukrativsten Geschäfte, wieso nicht bald Internetzensur...
Aber nun gut, Nokia kaufe ich eh nicht mehr - bei Siemens werde ich Probleme haben, werde aber wie bei AEG einfach mir andere Hersteller suchen mit wenig Siemensteilen.
Hauptsache es gibt Geschäfte für die Leute da, erbärmlich einen Unrechtsstaat so zu unterstützen...
Mal sehen, ob andere EU Staaten mit Italiens Vorstoß mitziehen, ehrlich gesagt hätte ich das nicht von Italien als Vorreiter gedacht...
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