Proteste in Iran Iranische Frauen auf der Straße

Die Journalistin Simin K. kämpft für mehr Rechte für die Frauen in Iran. Jetzt protestieren jedoch alle gemeinsam

Simin K.* ist 32 Jahre alte und Journalistin. Ihr langes lockiges Haar zähmt sie mit eine Silberspange am Hinterkopf. Ihr durchtrainierter Körper, die schmale Taille, die sie mit einem engen T-Shirt betont, ihr sicherer Gang und der bestimmte Ton rütteln fest am Mythos der iranischen Frau. Denn einerseits entspricht sie mit dem blassen Gesicht, langen Haar und den schwarzen Augen dem Bild der orientalischen Schönheit, die den Männern die Köpfe verdreht. Und ist doch viel mehr. Obwohl Simins Stimme jugendlich und zart ist, verunsichert sie die Konferenzteilnehmer mit ihrer präzisen Wortwahl und den klugen Gedankengängen.

Simin K. ist Frauenrechtlerin in Iran. Früher hat sie als freie Mitarbeiterin für die Zeitschrift Zanan (Frauen) und ab und an für Reformzeitungen Artikel geschrieben. Heute erhält sie sogar manchmal Aufträge von etablierten Zeitungen, die nicht zu den Reformkräften gehören, allerdings für die Wirtschafts- und Gesellschaftsseiten.

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Trotz steigender Preise kann sie sich eine Eigentumswohnung, Design-Kleider und Auslandsreisen leisten. Ganz zum Leid ihres Freundes, mit dem sie schon seit fast fünf Jähren zusammen ist, möchte sie ihn weder heiraten noch mit ihm unter ein Dach ziehen.

Sie klagt über die iranischen Männer. Auch Intellektuelle, die die islamische Regierung und deren Gesetze kritisieren, nutzen eben dieselben Gesetze gegen ihre Frauen und Schwestern, wenn es um ihren Vorteil geht. Die Männer bestimmen zum Beispiel, ob sie ihrer geschiedenen Frau das Sorgerecht überlassen oder es ihr entziehen.

"Ich kenne in meinem Bekanntenkreis moderne gebildete Männer", sagt Simin wütend, "die gerne in Anspruch nehmen, doppelt so viel zu erben wie ihre Schwestern, mit der Begründung, es handele sich halt um das geltende Gesetz."

Der Kampf für die Frauenrechte ist eine breite Bewegung. Dahinter steht keine einzelne Organisation. Er hat keine Struktur. Mitglieder von vielen kleinen oder größeren NGOs und Vereinen sammeln gemeinsam Unterschriften, die zumindest eine breite Diskussion in der Gesellschaft entfachen sollen. Sie verständigen sich und koordinieren ihre Aktivitäten hauptsächlich über zwei Internet-Portale. Ihre Aktivistinnen werden nicht nur in Teheran, sondern auch in entlegenen Städten ausfindig gemacht und verhaftet. Teilweise hatten die Kampagnen aber Erfolg. Nichts Grundlegendes hat sich verändert, versteht sich. Es wurden aber immerhin einige überfällige Verbesserungen im Sorgerecht durchgesetzt.

Bis kurz vor den Wahlen waren die Frauenrechtlerinnen im Visier der Ordnungskräfte und der Justiz, mehr noch als kritische Journalisten und protestierende Studenten. Sie wurden ausgepeitscht und vor Gericht gestellt. Ihnen wurde vorgeworfen, "die Öffentlichkeit irrezuführen und gegen die nationale Sicherheit zu agitieren".

Aber trotz aller Kritik: Die Frauen haben viele der jungen Männer, ihre Söhne und Neffen, teilweise auch ihre Ehemänner und Väter auf ihrer Seite. Teile der Reformkräfte und die Mehrheit der Mittelschicht unterstützen die Frauenrechtlerinnen. Nicht unbedingt, weil sie den Frauen tief im Herzen mehr Rechte gönnen, sondern weil sie mit ihnen Verbündete haben, um gegen eine verhasste Regierung zu protestieren. Das zeigt sich auch in den aktuellen Protesten.

Umgekehrt hoffen Simin und ihre Freundinnen, mit Mussawi die Islamische Republik zu reformieren. Dabei wünscht Simin sich eigentlich die Trennung von Staat und Religion und die Abschaffung der islamischen Regierung. Aber dieses Ziel scheint noch in zu großer Ferne zu liegen. Deshalb ist sie bescheiden. Sie will ohne Repressionen Unterschriften sammeln. Statt nur Einzelgespräche auf der Straße zu führen, möchte sie Artikel zu Frauenrechten in iranischen Medien veröffentlichen dürfen, damit nach und nach der Boden für Gesetzesänderungen geschaffen werden kann.

Sie möchte auch noch viel Bescheideneres: mit ihren Freund ungestraft essen gehen, für ein paar Minuten das Kopftuch auf die Schulter fallen lassen, wenn sie im Norden Teherans einen Bergpfad hochklettert. Sie möchte gerne mit Ali am Kaspischen Meer oder auf der Insel Cash ein Hotelzimmer mieten. Wünsche, die sogar unter einer islamischen Regierung in Erfüllung gehen könnten, denkt sie.

Leser-Kommentare
    • dojon
    • 25.06.2009 um 8:26 Uhr

    Nicht Islam gegen den Westen sondern Machokratie gegen Tussokratie, das nenn ich Brutalität. Das jeweils privilegierte Geschlecht nutzt dann halt seine rechtliche Lage aus. So sind die Menschen nun mal.

  1. 2. HAHA

    "Obwohl Simins Stimme jugendlich und zart ist, verunsichert sie die Konferenzteilnehmer mit ihrer präzisen Wortwahl und den klugen Gedankengängen."

    Danach hatte ich schon keine Lust mehr zu lesen. Das ist die Art von schlechtem Journalismus, die versucht, den Leser von Beginn an zu beeinflussen. Ich tue mir so einen xxx nicht an.

    Bitte, liebe Journalisten, lernt nicht von der BILD-Zeitung, laßt den Leser sich eine eigene Meinung bilden.

  2. Das Thema ist wichtig und es ist wichtig darüber zu berichten.
    Bedauerlich aber die Art und Weise in der dies geschieht:
    WOZU die ausführliche Schilderung des Äußeren von Simin K. zu
    Beginn des Artikels? Irgendwie wird mir vermittelt ihre "schmale Taille"
    gehöre zu ihrem Protest... ebenso wie am Schluss nahegelegt wird,
    Frauen die sich per Schönheits - OP das Gesicht verändern lassen wären
    politisch...
    Schon nach dem ersten Absatz hatte ich überhaupt keine Lust mehr
    weiter zu lesen. Leider geschieht das, mehr oder weniger versteckt immer
    wieder: Wird über Frauen geschrieben, journalistisch, literarisch, berichtend,
    wie auch immer, wird sie über ihr Äußeres, ihren weiblichen Körper beschrieben, definiert, bewertet. Bei einem Artikel über Frauenrechte ist das besonders
    ärgerlich, denn so werden nur Klischees und strukturelle Abwertung reproduziert... von der Zeit hätte ich mir ein anderes Niveau gewünscht.

    MD

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    wie gesagt, ich hatte aufgehört zu lesen, aber als ich in Ihrem Kommentar über Schönheits-OPs gelesen habe, dachte ich: wenn auch abgrundtief schlecht, so kann es doch noch lustig werden; also lesen. Da steht:

    Die breite Masse der vielen Unter-30-Jährigen ist auf der Straße.
    Männer mit modischer Frisur und gezupften Augenbrauen. Frauen, die ihre stolzen persischen Nasen durch operative Eingriffe verkleinern und in ihre Lippen und Wangen Silikon spritzen ließen. Menschen, die allgemein als politisch uninteressiert gelten.

    Daraus besteht also diese Protestmasse: aus lauter Menschen, die der Eitelkeit frönen. Diese Gruppe, die wir schon zu genüge aus unserer Gesellschaft kennen, ist tatsächlich in der Regel politisch uniteressiert. Denn was sie möchten sind Autos, Bikinis, Puddel und Louis-Vitton Handtaschen. Sie sind auch für West-Propaganda besonders empfindlich.

    • Pindar
    • 25.06.2009 um 15:38 Uhr

    Natürlich ist es Protest, wenn sichFrauen im Iran schminken etc und so auf die Strasse gehen...und oft genug werden sie von der Sittenpolizei verhaftet und verhört und bedroht und tot und teufel...so siehst aus, es ist eben schlimmer als man es sichs hier vorstellen kann....ich bin sicher wenn die die Muhlas das Schmickverbot aufheben, würden sich viele Frauen dort nicht mehr so oft schminken, wieder aus Protest..

    wie gesagt, ich hatte aufgehört zu lesen, aber als ich in Ihrem Kommentar über Schönheits-OPs gelesen habe, dachte ich: wenn auch abgrundtief schlecht, so kann es doch noch lustig werden; also lesen. Da steht:

    Die breite Masse der vielen Unter-30-Jährigen ist auf der Straße.
    Männer mit modischer Frisur und gezupften Augenbrauen. Frauen, die ihre stolzen persischen Nasen durch operative Eingriffe verkleinern und in ihre Lippen und Wangen Silikon spritzen ließen. Menschen, die allgemein als politisch uninteressiert gelten.

    Daraus besteht also diese Protestmasse: aus lauter Menschen, die der Eitelkeit frönen. Diese Gruppe, die wir schon zu genüge aus unserer Gesellschaft kennen, ist tatsächlich in der Regel politisch uniteressiert. Denn was sie möchten sind Autos, Bikinis, Puddel und Louis-Vitton Handtaschen. Sie sind auch für West-Propaganda besonders empfindlich.

    • Pindar
    • 25.06.2009 um 15:38 Uhr

    Natürlich ist es Protest, wenn sichFrauen im Iran schminken etc und so auf die Strasse gehen...und oft genug werden sie von der Sittenpolizei verhaftet und verhört und bedroht und tot und teufel...so siehst aus, es ist eben schlimmer als man es sichs hier vorstellen kann....ich bin sicher wenn die die Muhlas das Schmickverbot aufheben, würden sich viele Frauen dort nicht mehr so oft schminken, wieder aus Protest..

  3. ...an diese ignorante Kommentarschreiber , die eine Anmerkung "schmale
    Taille" die Schamröte ins Gesicht zaubert ! Macht halblang !
    Damit will die Reporterin sagen, daß dieses Bild der hässlichen verschleierten
    Frau nicht für alle Frauen im Iran repräsentativ ist ! Wie dumm und zynisch
    diese perfide Kommentare auf Kosten der unterdrückten und entrechteten
    Frauen im Iran ! Gerade diese Gutmenschen sind die schlimmsten -
    giftiger als Natter !

    (Anmerkung: Bitte formulieren Sie Ihre Kritik an anderen Usern sachlich. Die Redaktion/jk)

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    Wat soll'n dette: "das Bild der hässlichen verschleierten Frau"? Unser Schöpfer hat in seiner Weisheit körperliche Schönheit genauso wie Klugheit sehr unterschiedlich unter den Menschen verteilt. Mit der Verschleierung hat aber weder das Eine noch das Andere irgend etwas zu tun.
    Eine freiwillig veschleierte Frau (und das sind auch im Iran mehr als Sie denken!) will eben nicht nach ihrer Schönheit beurteilt werden, sondern nach ihrer Leistung und dem, was sie sagt.
    Dass Frauen im Iran nichts zu sagen hätten ist wahrscheinlich Ihre nächste These? Völlig falsch! Iran ist nicht Saudi Arabien, der gute Verbündete des Westens. Sie werden im Iran (bzw. Sie "würden" im Irrealis wenn Sie sich dafür interessieren täten wie es dort wirklich zugeht) mehr Frauen in Führungspositionen finden als in der ganzen schönen deutschen DAX- Elite!
    Und was sich unter Tschador und Kopftuch verbirgt ... tja, genau dafür sind die Dinger ja da, damit Leute wie Sie nicht in die Lage kommen, hierüber urteilen zu können/müssen.
    Kopftuch/Tschador/Burka- Zwang lehne ich genauso ab wie Sie wahrscheinlich. Aber Pauschalaussagen wie die von der "hässlichen veschleierten Frau" sind weit unter der Gürtellinie des politisch Korrekten.

    Wat soll'n dette: "das Bild der hässlichen verschleierten Frau"? Unser Schöpfer hat in seiner Weisheit körperliche Schönheit genauso wie Klugheit sehr unterschiedlich unter den Menschen verteilt. Mit der Verschleierung hat aber weder das Eine noch das Andere irgend etwas zu tun.
    Eine freiwillig veschleierte Frau (und das sind auch im Iran mehr als Sie denken!) will eben nicht nach ihrer Schönheit beurteilt werden, sondern nach ihrer Leistung und dem, was sie sagt.
    Dass Frauen im Iran nichts zu sagen hätten ist wahrscheinlich Ihre nächste These? Völlig falsch! Iran ist nicht Saudi Arabien, der gute Verbündete des Westens. Sie werden im Iran (bzw. Sie "würden" im Irrealis wenn Sie sich dafür interessieren täten wie es dort wirklich zugeht) mehr Frauen in Führungspositionen finden als in der ganzen schönen deutschen DAX- Elite!
    Und was sich unter Tschador und Kopftuch verbirgt ... tja, genau dafür sind die Dinger ja da, damit Leute wie Sie nicht in die Lage kommen, hierüber urteilen zu können/müssen.
    Kopftuch/Tschador/Burka- Zwang lehne ich genauso ab wie Sie wahrscheinlich. Aber Pauschalaussagen wie die von der "hässlichen veschleierten Frau" sind weit unter der Gürtellinie des politisch Korrekten.

    • samyka
    • 25.06.2009 um 9:35 Uhr

    Auch wenn die Insel Kish in erster Linie den Machthabern Geld einbringen soll, indem die Iraner dort in relativer "Freiheit" Urlaub machen können, heißt sie dennoch nicht Cash.
    Und Frauen, die an der Arbeitswelt nicht partizipieren dürfen, haben vielleicht sonst nichts anderes zu tun, als sich um ihr Äußeres zu kümmern. In der iranischen Gesellschaft gelten Frauen, die ihr Äußeres vernachlässigen, schnell als Außenseiterin. Augenbrauen zupfen, Diät, die typische Nasen-OP sind Phänomene einer Langeweile, die Frauen nichts anderes zugesteht als irgendwann zu heiraten. Zwei Drittel aller Frauen studieren, aber nur wenige davon finden hinterher einen Job. Iran hat sicher die bestausgebildeten Hausfrauen der Welt.

  4. 6. Danke

    wie gesagt, ich hatte aufgehört zu lesen, aber als ich in Ihrem Kommentar über Schönheits-OPs gelesen habe, dachte ich: wenn auch abgrundtief schlecht, so kann es doch noch lustig werden; also lesen. Da steht:

    Die breite Masse der vielen Unter-30-Jährigen ist auf der Straße.
    Männer mit modischer Frisur und gezupften Augenbrauen. Frauen, die ihre stolzen persischen Nasen durch operative Eingriffe verkleinern und in ihre Lippen und Wangen Silikon spritzen ließen. Menschen, die allgemein als politisch uninteressiert gelten.

    Daraus besteht also diese Protestmasse: aus lauter Menschen, die der Eitelkeit frönen. Diese Gruppe, die wir schon zu genüge aus unserer Gesellschaft kennen, ist tatsächlich in der Regel politisch uniteressiert. Denn was sie möchten sind Autos, Bikinis, Puddel und Louis-Vitton Handtaschen. Sie sind auch für West-Propaganda besonders empfindlich.

    Antwort auf "oh. mein. gott."
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    einzuwenden, wenn sich Leute um ihr Äußeres kümmern und sich pflegen. Auch darin kann sich eine individualistische Lebensauffassung bekunden, die gleichmacherischen Staatsdoktrinen entgegensteht. Insbesondere in einem Land, das von einer leibfeindlichen Ideologie wie der Mullah-Theokratie beherrscht wird, ist das Bekenntnis zur Schönheit des menschlichen Körpers bereits ein Akt des Widerstands.

    Mir jedenfalls ist jemand, der sich die Augenbrauen zupft, hundert mal angenehmer, als einer, der zwar den Koran auswendig kann, aber aus dem Kaftan mieft.

    einzuwenden, wenn sich Leute um ihr Äußeres kümmern und sich pflegen. Auch darin kann sich eine individualistische Lebensauffassung bekunden, die gleichmacherischen Staatsdoktrinen entgegensteht. Insbesondere in einem Land, das von einer leibfeindlichen Ideologie wie der Mullah-Theokratie beherrscht wird, ist das Bekenntnis zur Schönheit des menschlichen Körpers bereits ein Akt des Widerstands.

    Mir jedenfalls ist jemand, der sich die Augenbrauen zupft, hundert mal angenehmer, als einer, der zwar den Koran auswendig kann, aber aus dem Kaftan mieft.

  5. "Die Männer bestimmen zum Beispiel, ob sie ihrer geschiedenen Frau das Sorgerecht überlassen oder es ihr entziehen."
    Bei uns ist das quasi andersrum, aber dafür in Ordnung.

  6. Mir geht es eben genau NICHT um das Äußere dieser Frauen, sondern
    darum wie es im Artikel dargestellt und benutzt wird.
    In erster Linie sind sie Menschen, die für ihre Rechte kämpfen. Ob Simin groß oder klein ist, eine zarte Stimme hat, eine orientalische Schönheit ist, etc. INTERESSIERT MICH NICHT. Ich will etwas über ihren Kampf wissen, ihr Engagment, ihr Projekt.
    Ob sie hübsch oder hässlich ist, ist mir EGAL. Der Artikel lädt ihre Äußerlichkeit aber mit Bedeutung auf. Und das geschieht sprachlich eben meist nur dann, wenn über Frauen geschrieben wird... oder ist etwa eine solche Beschreibung z.B. Obamas vorstellbar: "Obwohl er mit seiner schmalem Taille jugendlich und zart wirkt, obwohl er dem Bild einer schwarzen Schönheit entspricht, verwundert die analytische Schärfe seiner Worte, wenn er mit leiser Stimme seine Rede im Kongreß vorträgt..." ? - Note the difference? Eben!
    @ Kommentar 4: bin mir grammatikalisch nicht sicher wem nach Ihrer Aussage warum die Schamröte ins Gesicht steigt, also von mir aus kann die Frau beschrieben werden wie sie nackt aussieht, ich bin davon nicht peinlich berührt, sondern finde es einfach furchtbar schade und unsachlich, so viel Gewicht auf Nebensächlichkeiten zu legen. Klischees langweilen mich.
    Gerade WEIL ein Kampf für Rechte von Frauen so wichtig ist, ist es schade, dass sie sprachlich wieder einmal hauptsächlich über ihr Äußeres definiert werden. Das ist AUCH eine Form der Abwertung ihrer politischen Ziele, meiner Meinung nach.
    @ Kommentar 6: genau: es geht den jungen Menschen nicht etwa um ein ihnen zustehendes demokratisches Grundrecht, sondern natürlich mal wieder nur um den westlichen Lebensstil.
    War ja klar.

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