Kitastreit Verhandlungen wurden erneut unterbrochen

Eine Einigung zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften steht nicht in Aussicht. Ver.di droht mit weiteren Streiks.

Die Tarifverhandlungen für die rund 220.000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter an kommunalen Kindertagesstätten sind erneut unterbrochen worden.

Beide Seiten wollten den Zwischenstand nun in ihren Gremien beraten, teilte eine Sprecherin der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in Berlin mit. Nach einer Einigung sehe es derzeit nicht aus, sagte sie. Zuletzt hatte es geheißen, dass sich die Gespräche über höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen äußerst schwierig gestalten.

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Die Verhandlungen begannen vor sechs Wochen, begleitet von bundesweiten Streiks in den Kindergärten. Bereits am 6. Mai hatten sich knapp 20.000 Erzieher und Sozialarbeiter kommunaler Einrichtungen an Warnstreiks für einen gesonderten Gesundheits-Tarifvertrag beteiligt. Ver.di hatte die Verhandlungen über einen solchen Vertrag Ende April für gescheitert erklärt.

Am späteren Vormittag will die Bundestarifkommission von ver.di über die Situation beraten. Parallel dazu wollen sich die kommunalen Arbeitgeber zu einer Mitgliederversammlung treffen. Anschließend könnten die Verhandlungen weitergeführt werden. Die VKA will um 16.00 Uhr in einer Pressekonferenz über den Stand der Dinge informieren,

Ver.di und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordern einen Tarifvertrag zum besseren Gesundheitsschutz, deutlich höhere Einkommen und neue Entgeltstufen. Die Einkommen der Erzieherinnen sollen je nach Eingruppierung zwischen 200 und 1000 Euro steigen. Nach fünf Jahren Ausbildung verdienen Erzieherinnen nach Angaben der Gewerkschaften derzeit 2133 Euro brutto.

Die Arbeitgeber verlangten ein Entgegenkommen der Gewerkschaften. "Wir suchen nach Wegen, uns anzunähern. Die Gespräche bleiben aber schwierig", sagte der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle.

Die Arbeitgeber sprachen sich für eine Aufwertung des Erzieherinnenberufs aus. Jedoch verwiesen sie auf ihre Verantwortung für die Kommunalfinanzen. "Und hier gehen die Einnahmen infolge der Wirtschaftskrise dramatisch zurück."

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