Fußball in den USA Den Präsidenten und den Gouverneur zum FanSeite 2/2
Umso erleichterter ist man, dass Beckham Mitte Juli in Los Angeles zurückerwartet wird. "Der Transfer von Beckham sollte dafür sorgen, dass das Interesse an der Liga konstant hochgehalten wird", klärt Liga-Sprecher Ivan Gazidis auf, "denn die USA waren schon vorher fünf Mal in Folge bei einer Weltmeisterschaft dabei." Der Beckham-Faktor wirkte teilweise. Insgesamt konnte der Zuschauerschnitt 2008 mit 16.459 Fans zwar leicht gesteigert werden, doch die Live-Übertragungen beim Sportsender ESPN sehen im Schnitt nur rund 250.000 Menschen. Quotenhits sehen anders aus.
Trotz einiger Fehlschläge scheint der US-Verband die richtigen Bedingungen geschaffen zu haben. Seit 2002 wurden sieben neue, reine Fußballstadien eröffnet. Die Arenen tragen Namen wie Pizza Hut Park, doch sie bescheren den Klubs stetig hohe Einnahmen. Zudem ist es für die Atmosphäre von Vorteil, dass die Fußballer nicht mehr in den zu großen Football-Arenen antreten müssen. "Wir kommen voran", stellt Jeff Agoos, Sportdirektor beim MLS-Klub Red Bull New York fest, "wir ziehen die Leute regelrecht zum Fußball".
Seit der Weltmeisterschaft 2002, bei der das Team im Viertelfinale an Deutschland durch ein Ballack-Tor knapp scheiterte, steigt das Interesse des Auslands an US-Nationalspielern. Profis wie Michael Bradley von Borussia Mönchengladbach, Freddy Adu (AS Monaco) oder Tim Howard (FC Everton), stehen heute beim Confederations Cup gegen Ägypten (20.30 Uhr) vor einer wichtigen Standortbestimmung und gehören in den europäischen Top-Ligen längst zum Inventar. "Wenn man sieht, wo unsere Leute in Europa spielen, dann ist das positiv", sagt Bradley, "wir wissen, dass wir noch nicht zur absoluten Spitze gehören, aber wir arbeiten weiter sehr hart dafür".
Ein Hoffnungsträger im Team von Nationaltrainer Bob Bradley ist der erst 19 Jahre alte Stürmer Jozy Altidore vom spanischen Erstligisten FC Villarreal. Der Sohn haitianischer Eltern hat das Potenzial zum Superstar. In den USA grüßt Altidore bereits vom Cover des Computerspiels Fifa 08 – unter anderem neben Ronaldinho.
- Datum 29.09.2009 - 18:54 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 5
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







Fußball ist in den USA groß. Allerdings nur für Kids - fast alle spielen es. Die guten Läufer wechseln zum Football. Daran kränkelt die der Profi-Fußball.
So ist das nun mal bei beschränken Ressourcen. Verinnerlichen Sie das endlich.
--
seufz
Wenn kleine Nationen wie die Portugiesen immer wieder Weltklassespieler hervorbringen und eine immerhin mittelstarke Nationalelf haben gibt es keinen Grund warum ein Gigant wie die USA mit über 300 Millionen Einwohnern das nicht zustande bringt.
Es ist halt so dass Mannschaftssport in den USA anders gelebt wird. Zum Beispiel wachsen Amerikaner mit Football auf, und die Rolle des Football Teams jeder Schule ist wirklich so groß wie man das aus amerikanischen Teenie-Filmen kennt. Oder auch die Regeln, bei American Football gibt es viele Spielpausen und dergleichen. Es ist nicht auf Spannung und Schnelligkeit in dem Sinne wie Fußball ausgelegt, so kann man entspannt zuschauen und sich nebenher mit Freunden oder Familie unterhalten und essen und trinken. Auch ist es für Amerikaner unerträglich dass es "Unentschieden" gibt, oder gar Spiele ohne ein einziges Tor. Und dann die ganzen Tricks wie melodramatische Grimassen bei Fouls damit der gegnerische Spieler möglichst eine Rote Karte erhält und dergleichen. Fußball gilt auch als eher langweiliges und anspruchsloses Spiel, während Football sehr komplex ist.
Außerdem ist die Macht von Schiedsrichtern beim Fußball weitaus größer. Und Fehlentscheidungen werden quasi nie aufgehoben.
Wenn kleine Nationen wie die Portugiesen immer wieder Weltklassespieler hervorbringen und eine immerhin mittelstarke Nationalelf haben gibt es keinen Grund warum ein Gigant wie die USA mit über 300 Millionen Einwohnern das nicht zustande bringt.
Es ist halt so dass Mannschaftssport in den USA anders gelebt wird. Zum Beispiel wachsen Amerikaner mit Football auf, und die Rolle des Football Teams jeder Schule ist wirklich so groß wie man das aus amerikanischen Teenie-Filmen kennt. Oder auch die Regeln, bei American Football gibt es viele Spielpausen und dergleichen. Es ist nicht auf Spannung und Schnelligkeit in dem Sinne wie Fußball ausgelegt, so kann man entspannt zuschauen und sich nebenher mit Freunden oder Familie unterhalten und essen und trinken. Auch ist es für Amerikaner unerträglich dass es "Unentschieden" gibt, oder gar Spiele ohne ein einziges Tor. Und dann die ganzen Tricks wie melodramatische Grimassen bei Fouls damit der gegnerische Spieler möglichst eine Rote Karte erhält und dergleichen. Fußball gilt auch als eher langweiliges und anspruchsloses Spiel, während Football sehr komplex ist.
Außerdem ist die Macht von Schiedsrichtern beim Fußball weitaus größer. Und Fehlentscheidungen werden quasi nie aufgehoben.
Wenn kleine Nationen wie die Portugiesen immer wieder Weltklassespieler hervorbringen und eine immerhin mittelstarke Nationalelf haben gibt es keinen Grund warum ein Gigant wie die USA mit über 300 Millionen Einwohnern das nicht zustande bringt.
Es ist halt so dass Mannschaftssport in den USA anders gelebt wird. Zum Beispiel wachsen Amerikaner mit Football auf, und die Rolle des Football Teams jeder Schule ist wirklich so groß wie man das aus amerikanischen Teenie-Filmen kennt. Oder auch die Regeln, bei American Football gibt es viele Spielpausen und dergleichen. Es ist nicht auf Spannung und Schnelligkeit in dem Sinne wie Fußball ausgelegt, so kann man entspannt zuschauen und sich nebenher mit Freunden oder Familie unterhalten und essen und trinken. Auch ist es für Amerikaner unerträglich dass es "Unentschieden" gibt, oder gar Spiele ohne ein einziges Tor. Und dann die ganzen Tricks wie melodramatische Grimassen bei Fouls damit der gegnerische Spieler möglichst eine Rote Karte erhält und dergleichen. Fußball gilt auch als eher langweiliges und anspruchsloses Spiel, während Football sehr komplex ist.
Außerdem ist die Macht von Schiedsrichtern beim Fußball weitaus größer. Und Fehlentscheidungen werden quasi nie aufgehoben.
Die neue Stadien sind viel zu klein für eine Weltmeisterschaft. Wenn die WM noch einmal in den USA stattfinden würde, würde sie in den selben Stadien als 1994 gespielt, d.h. die Football-Stadien.
Wo bleibt die Erwähnung der starken Frauen-Nationalmannschaft?
Immerhin hat diese bei fünf WM-Teilnahmen zwei mal den Titel geholt und bei den anderen drei Turnieren jeweils das Spiel um Platz Drei gewonnen.
In der "Ewigen WM-Tabelle" sind sie sogar Spitzenreiter vor Deutschland, siehe Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/w...
Wenn schon von einem "Aufschwung" im Artikel die Rede ist, sollte das Frauenteam nicht unerwähnt bleiben!
Ich finde man kann den Stellenwert von Fußball in den USA auch im Internet erkennen - so ist z.B. auf NBCSports.com Fußball als vorletzter Punkt vor "Andere Sportarten" aufgeführt. :-)
Baseball
NBA
NFL
Golf
Olympic Sports
NHL
Tennis
NASCAR
College Football
College Basketball
Soccer
Other Sports
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren