Afghanistan-Einsatz Streit um die Ausrüstung der Bundeswehr
Der Verteidigungsminister hat nach dem Tod von drei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan eine härtere Gangart angekündigt. Dem Bundeswehrverband ist das noch zu wenig
Franz Josef Jung (CDU) hat nach dem Tod der drei Bundeswehrsoldaten eine härtere Gangart angekündigt: "Wer uns angreift, der wird auch bekämpft, und die Bundeswehr hat dafür die notwendigen Antworten", sagte der Verteidigungsminister am Mittwoch. In Rede steht dabei die Entsendung zusätzlicher Soldaten, wie sie die Bundeswehr in Deutschland vorhält, um kurzfristig auf krisenhafte Entwicklungen am Hindukusch reagieren zu können, nicht die Verlegung zusätzlichen Materials.
Das geht dem Deutschen Bundeswehrverband (DBwV) nicht weit genug. DBwV-Sprecher Wilfried Stolze forderte eine bessere Ausrüstung der Soldaten. Bei Gefechten mit aufständischen Taliban wäre es zum Schutz der Soldaten wünschenswert, wenn sie nicht von ihrem gepanzerten Dingo oder Fuchs absitzen müssten, mit Gewehr in Stellung gehen und dann zurückschießen, sondern Gefechtsfahrzeuge wie die Panzerhaubitze 2000 oder zusätzliche Marder-Panzerfahrzeuge hätten, um aus größerer Distanz schießen zu können. Das größte Ausrüstungsmanko bestehe neben ausbaufähigen Möglichkeiten elektronischer Kommunikation aber vor allem im Fehlen geeigneter und genügender Lufttransportmöglichkeiten.
Die Bundeswehr sei eine Armee im weltweiten Einsatz, habe aber nicht genügend Transportflugzeuge zur Verlegung. Die Hubschrauber vor Ort seien zudem zu alt. "Das Material befindet sich im Dauerstress, Motoren und Propeller sind in den sandigen Gebieten Afghanistans der Gefahr der Überlastung ausgesetzt", hieß es aus dem DBwV.
Das Verteidigungsministerium wies die Forderungen zurück. "Wir haben keinerlei Klagen von der taktischen Führung vor Ort, dass ihnen etwas fehlt“, sagte Ministeriumssprecher Raabe. Waffen wie Panzerhaubitzen würden nicht eingesetzt, um Frauen und Kinder nicht zu gefährden. "Wir wollen keine zivilen Opfer", sagte Raabe.
Der SPD-Experte Hans-Peter Bartels sagte: "Kampfpanzer und Panzerhaubitzen haben allenfalls Abschreckungspotenzial. Für den Einsatz in Gefechten auf engem Raum sind sie nicht geeignet." Eine große Hilfe wäre nach seiner Einschätzung der Einsatz von Hubschraubern zur Absicherung von Patrouillen aus der Luft. Der schon vor Jahren bestellte Unterstützungshubschrauber Tiger sei ebenso wenig einsatzfähig wie der Nato-Hubschrauber 90. Deshalb müsse die Bundeswehr im Notfall Luftunterstützung der Isaf anfordern. Bartels zufolge arbeitet die Bundeswehr daran, ihre geschützten Patrouillenfahrzeuge Dingo und Fuchs mit automatischen Waffenstationen zu versehen. Sie können aus dem Fahrzeuginneren bedient werden und reduzieren so das Risiko der Soldaten.
SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold kritisierte, dass die "Defizite im Bereich der Luftaufklärung und beim Einsatz von Hubschraubern" seit längerem bekannt seien. Er forderte das Ministerium dazu auf, den Einführungsprozess des Tiger-Kampfhubschraubers zu beschleunigen. Für die Übergangszeit müsse mit den amerikanischen Partnern über eine Stationierung von US-Hubschraubern verhandelt werden.
- Datum 24.06.2009 - 19:13 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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dass der herr minister'das ist kein krieg, sondern ein asymetrisches bedrohungs szenario'jung endlich zur kenntnis nimmt, dass man die kandarre gegen die verbrecherischen taliban terroristen anziehen muss. ich habe mich schon lange gefragt, wie viele unserer tapferen jungen soldaten noch sterben müssen, bis die ignoranten politiker in berlin das begreifen, was jeder bundeswehr neuankömmling
spätestens zehn minuten nach seiner ankunft weiss, nämlich dass in afganistan krieg herrscht. dieses schlicht und ergreifend unwahre gerede vom aufbau dort ist unerträglich. um aufbauen zu können, muss man erst einmal die grundlagen dafür schaffen. und um diese zu schaffen müssen die taliban schlicht und ergreifend soweit wie möglich vernichtet und zurückgedrängt werden. dies ist ein blutiges geschäft, das viele opfer kostet. auf unserer seite und natürlich auch leider auf seiten der dortigen zivilbevölkerung. so ist es nun mal im krieg. anders wäre auch die ebenso verbrecherische nazi diktatur in unserem land niemals
beseitigt worden. in unserer heutigen zeit sind blut schweiß und tränen genauso unpopulär wie zu allen zeiten seit menschengedenken. aber es gibt eben situationen in denen man einfach tun muss, was getan werden muss, auch wenn es weh tut. das kebsgeschwür der taliban muss ausgebrannt werden. nicht mit worten, sondern mit taten. soll die welt etwa tatenlos zusehen, wie diese verbrecher zuerst in afganistan die macht ergreifen und anschließend im atomstaat pakistan? man hat gerade in pakistan gesehen, was passiert, wenn man sich mit diesen verbrechern einlässt. stichwort steinigungen, mord und totschlag im swat tal, mit anschließendem marsch auf die hauptstadt, um auch dort die macht zu übernehmen. nebenbei haben sie auch noch die gesamte bevölkerung als geiseln genommen.
traurig die haltung gewisser journalisten der ZEIT, namentlich des herrn ladurner, der nicht müde wird, den rückzug des westens aus der dortigen region zu fordern. wohlwissend um die wahrscheinlichen konsequenzen, sollte dies tatsächlich geschehen.
traurig auch, dass unserern tapferen bundeswehrsoldaten, die dort für UNS und UNSERE SICHERHEIT kämpfen, so wenig anerkennung und solidarität gezeigt wird. weder in der bevölkerung, noch in der presse und am allerwenigsten in der politik.
traurig, dass an der notwendigen ausrüstung für unsere jungens dort gespart wird, die ihr leben schützen kann.
schande, schande, was ist das für ein land , das so wenig für seine kämpfende truppe tut?
immerhin hoffnung gibt, dass herr minister jung nun die kampftaktik geändert hat. kämpfe werden angenommen, es wird luftunterstützung angefordert und es wurde auch erstmalig ein luftangriff der airforce von einem feuerleitrupp der bundeswehr am boden eingewiesen. das sind richtige und wichtige schritte im kampf gegen die taliban verbrecher.aufgeben oder rückzug, was einer niederlage des westens gleichkäme ist keine option.
sri lanka und kolumbien zeigen, dass terroristen besiegt werden können, wenn der politische wille da ist. es muss die richtige taktik gefunden werden.
Hauptsache man hat genügend Alusärge dabei um all die Toten nach Deutschland zurückzubringen, die dieser sinnlose Krieg noch auf Seiten der Bundeswehr fordern wird. Daher: stockt den Bestand an Alusärgen massiv auf.
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