Terror im Irak

Die US-Truppen ziehen ab, die Anschläge im Irak nehmen zu

 |  © Ahmad Al-Rubaye/AFP/Getty Images

Zerstörte Möbel, eine Sandale auf dem staubigen Boden und ein Loch in der Wand blieben nach einer Bombenexplosion in einem Café in Bagdad übrig. Neun Menschen starben bei diesem Anschlag Anfang Juni. Ein irakischer Junge schaut sich die Trümmer an. Seit Wochen nimmt die Zahl der Anschläge im Irak deutlich zu. Sie begleiten den Truppenabzug der britischen und amerikanischen Kampftruppen aus dem Land. Ab Mittwoch sollen sie offiziell für den Schutz der Bevölkerung zuständig sein. Ministerpräsident Nuri al-Maliki erklärte den Dienstag deswegen zum Feiertag und ordnete Jubelfeiern an. Zu feiern ist vielen Irakern nicht zu Mute, denn der irakischen Armee und der Polizei gelingt es bislang nicht, die Sicherheit zu verbessern.

Leser-Kommentare
  1. 2003 haben die Amerikaner den Irak besetzt und mit ihrer überlegenen Waffentechnik das dortige Regime gestürzt. Allerdings hat bis heute der Irak niemals kapituliert, sondern die Amerikaner haben einseitig ihren Sieg verkündet.

    Aus Sicht vieler Iraker ist das Land von einer fremden Macht besetzt, die sich durch Einsetzen einer Marionettenregierung im Land versucht zu legitimieren. Dagegen leisten sie seit nunmehr sechs Jahren bewaffneten Widerstand.

    Wir stellen diesen Widerstand stark simplifizierend als "Anschläge" dar, dabei ist es wohl vielmehr ein zäher Kampf gegen eine ungeliebte Besatzungsmacht. Wenn jetzt die Amerikaner abziehen, dann ist es logisch, dass dort ein Machtvakuum entsteht, welches die vielfältigen Gruppierungen ausnutzen wollen. Dass, was wir "irakische Regierung" nennen, wird dort von den Menschen nicht anerkannt. Ein Abziehen der amerikanischen Soldaten kann nicht zu mehr Sicherheit führen, sondern nur zu Anarchie.

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    Ich glaube nicht, dass die Regierung von den Menschen nicht anerkannt wird. Wäre merkwürdig, immerhin haben sie diese selbst gewählt.
    Es war klar, dass neue Anschläge - vor allem mehr - Anschläge passieren. Abzug von Soldaten aus einem instabilen System - nutzen radikale Kräfte gerne aus, um ihre Ideale durchzusetzen.
    Die Iraker jubeln, dass die Soldaten weg sind - ja sie fühlen sich frei - aber einige wussten auch, dass sie es besser haben unter dem "Schutz" der amerikanischen Armee, die mit ihrer Ausrüstung das schwankende Konstrukt "Demokratie" geschützt haben.
    Allerdings denke ich nicht, dass der Irak stabil bleibt. Die Demokratisierung muss von innen kommen - und das ist bislang nicht der Fall.
    Ich muss Philemon widersprechen in dem Punkt, dass viele Iraker bewaffneten Widerstand leisten. Nein, es sind nur einige wenige die mit feigen Anschlägen zumeist die Zivilbevölkerung, die nur Frieden haben möchte, töten. Diese Menschen kämpfen nicht gegen die Besatzung, sondern gegen die Bevölkerung.
    Deshalb gelten für mich diese nicht als Freiheitskämpfer (ein Oxymoron, immerhin wollen sie wieder weniger Freiheiten und mehr Unterdrückung), sondern Kämpfer, die Anschläge verüben, eben weil sie die Zivilbevölkerung angreifen - die Schwachen - und nur selten mal Soldaten treffen.
    Entweder die irakische Regierung schafft es die Anschläge und die Verursacher zu verhaften oder der Irak wird zu einem instabilen Staat, und das für eine lange Zeit. Manchmal sollte der Mensch sich überlegen zwischen welchen zwei Übeln er wählen sollte, und was das größere Übel ist.

    Ich glaube nicht, dass die Regierung von den Menschen nicht anerkannt wird. Wäre merkwürdig, immerhin haben sie diese selbst gewählt.
    Es war klar, dass neue Anschläge - vor allem mehr - Anschläge passieren. Abzug von Soldaten aus einem instabilen System - nutzen radikale Kräfte gerne aus, um ihre Ideale durchzusetzen.
    Die Iraker jubeln, dass die Soldaten weg sind - ja sie fühlen sich frei - aber einige wussten auch, dass sie es besser haben unter dem "Schutz" der amerikanischen Armee, die mit ihrer Ausrüstung das schwankende Konstrukt "Demokratie" geschützt haben.
    Allerdings denke ich nicht, dass der Irak stabil bleibt. Die Demokratisierung muss von innen kommen - und das ist bislang nicht der Fall.
    Ich muss Philemon widersprechen in dem Punkt, dass viele Iraker bewaffneten Widerstand leisten. Nein, es sind nur einige wenige die mit feigen Anschlägen zumeist die Zivilbevölkerung, die nur Frieden haben möchte, töten. Diese Menschen kämpfen nicht gegen die Besatzung, sondern gegen die Bevölkerung.
    Deshalb gelten für mich diese nicht als Freiheitskämpfer (ein Oxymoron, immerhin wollen sie wieder weniger Freiheiten und mehr Unterdrückung), sondern Kämpfer, die Anschläge verüben, eben weil sie die Zivilbevölkerung angreifen - die Schwachen - und nur selten mal Soldaten treffen.
    Entweder die irakische Regierung schafft es die Anschläge und die Verursacher zu verhaften oder der Irak wird zu einem instabilen Staat, und das für eine lange Zeit. Manchmal sollte der Mensch sich überlegen zwischen welchen zwei Übeln er wählen sollte, und was das größere Übel ist.

  2. Ich glaube nicht, dass die Regierung von den Menschen nicht anerkannt wird. Wäre merkwürdig, immerhin haben sie diese selbst gewählt.
    Es war klar, dass neue Anschläge - vor allem mehr - Anschläge passieren. Abzug von Soldaten aus einem instabilen System - nutzen radikale Kräfte gerne aus, um ihre Ideale durchzusetzen.
    Die Iraker jubeln, dass die Soldaten weg sind - ja sie fühlen sich frei - aber einige wussten auch, dass sie es besser haben unter dem "Schutz" der amerikanischen Armee, die mit ihrer Ausrüstung das schwankende Konstrukt "Demokratie" geschützt haben.
    Allerdings denke ich nicht, dass der Irak stabil bleibt. Die Demokratisierung muss von innen kommen - und das ist bislang nicht der Fall.
    Ich muss Philemon widersprechen in dem Punkt, dass viele Iraker bewaffneten Widerstand leisten. Nein, es sind nur einige wenige die mit feigen Anschlägen zumeist die Zivilbevölkerung, die nur Frieden haben möchte, töten. Diese Menschen kämpfen nicht gegen die Besatzung, sondern gegen die Bevölkerung.
    Deshalb gelten für mich diese nicht als Freiheitskämpfer (ein Oxymoron, immerhin wollen sie wieder weniger Freiheiten und mehr Unterdrückung), sondern Kämpfer, die Anschläge verüben, eben weil sie die Zivilbevölkerung angreifen - die Schwachen - und nur selten mal Soldaten treffen.
    Entweder die irakische Regierung schafft es die Anschläge und die Verursacher zu verhaften oder der Irak wird zu einem instabilen Staat, und das für eine lange Zeit. Manchmal sollte der Mensch sich überlegen zwischen welchen zwei Übeln er wählen sollte, und was das größere Übel ist.

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    Bevölkerung, eine Diktatur zu stürzen, wurde ja vor dem Einmarsch der Koalitionstruppen ausgiebig diskutiert. Mittlerweile neigen die meisten offenbar zu der Einschätzung, dass Saddam Husseins Terrorrapparat besser war, als das, was jetzt ist. Man mag es als Zynismus abtun, es ist auf jeden Fall eine pragmatische Sicht.
    Allerdings war Saddams Regime noch mehr ein Besatzungsregime als die Präsenz der Koalitionstruppen, da gibt es nichts zu romantisieren. Es heißt, 800.000 Menschen (hauptsächlich Kurden und schiitische Araber) seien allein in der '90ern seinem Unterdrückungsapparat zum Opfer gefallen. Das ist der Preis für Stabilität in einem Land mit einem kulturellen Klima wie dem Irak. Einseitige Vorwürfe an die USA sind also unangebracht.

    Also dass mit dem "selbst gewählt" ist so eine Sache. Die Kandidaten waren ja sauber mit den Besatzungsmächten abgestimmt und nur den Besatzern zugeneigte Parteien am Start.

    Wenn die Besatzungstruppen abziehen, dann würden die diversen im Untergrund arbeitenden Gruppierungen die proamerikanische "gewählte" Regierung sofort wegputschen.

    Ich befürchte, dass es zu einem Bürgerkrieg kommt mit ungewissem Ausgang, evtl. sogar zur Spaltung des Landes.

    Bevölkerung, eine Diktatur zu stürzen, wurde ja vor dem Einmarsch der Koalitionstruppen ausgiebig diskutiert. Mittlerweile neigen die meisten offenbar zu der Einschätzung, dass Saddam Husseins Terrorrapparat besser war, als das, was jetzt ist. Man mag es als Zynismus abtun, es ist auf jeden Fall eine pragmatische Sicht.
    Allerdings war Saddams Regime noch mehr ein Besatzungsregime als die Präsenz der Koalitionstruppen, da gibt es nichts zu romantisieren. Es heißt, 800.000 Menschen (hauptsächlich Kurden und schiitische Araber) seien allein in der '90ern seinem Unterdrückungsapparat zum Opfer gefallen. Das ist der Preis für Stabilität in einem Land mit einem kulturellen Klima wie dem Irak. Einseitige Vorwürfe an die USA sind also unangebracht.

    Also dass mit dem "selbst gewählt" ist so eine Sache. Die Kandidaten waren ja sauber mit den Besatzungsmächten abgestimmt und nur den Besatzern zugeneigte Parteien am Start.

    Wenn die Besatzungstruppen abziehen, dann würden die diversen im Untergrund arbeitenden Gruppierungen die proamerikanische "gewählte" Regierung sofort wegputschen.

    Ich befürchte, dass es zu einem Bürgerkrieg kommt mit ungewissem Ausgang, evtl. sogar zur Spaltung des Landes.

  3. Bevölkerung, eine Diktatur zu stürzen, wurde ja vor dem Einmarsch der Koalitionstruppen ausgiebig diskutiert. Mittlerweile neigen die meisten offenbar zu der Einschätzung, dass Saddam Husseins Terrorrapparat besser war, als das, was jetzt ist. Man mag es als Zynismus abtun, es ist auf jeden Fall eine pragmatische Sicht.
    Allerdings war Saddams Regime noch mehr ein Besatzungsregime als die Präsenz der Koalitionstruppen, da gibt es nichts zu romantisieren. Es heißt, 800.000 Menschen (hauptsächlich Kurden und schiitische Araber) seien allein in der '90ern seinem Unterdrückungsapparat zum Opfer gefallen. Das ist der Preis für Stabilität in einem Land mit einem kulturellen Klima wie dem Irak. Einseitige Vorwürfe an die USA sind also unangebracht.

  4. Also dass mit dem "selbst gewählt" ist so eine Sache. Die Kandidaten waren ja sauber mit den Besatzungsmächten abgestimmt und nur den Besatzern zugeneigte Parteien am Start.

    Wenn die Besatzungstruppen abziehen, dann würden die diversen im Untergrund arbeitenden Gruppierungen die proamerikanische "gewählte" Regierung sofort wegputschen.

    Ich befürchte, dass es zu einem Bürgerkrieg kommt mit ungewissem Ausgang, evtl. sogar zur Spaltung des Landes.

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    Der Irak, wie er heute auf der Landkarte zu sehen ist, ist das Produkt der osmanischen Kolonialherren, das die Briten dann verfestigt haben.
    Ich denke: lieber drei unabhängige Staaten gründen als weitere Jahre dem Gemetzel zusehen. Allerdings intregiren Iran und Türkei seit jeher gegen eine Teilung. Hintergrund ist die ungelöste Kurdenfrage - einen kurdischen Staat fürchten die Regime beider Staaten, weil er Strahlkraft auf die Kurden in ihren Staatsgebieten ausüben könnte. Die sunnitisch geprägte arabische Welt möchte wiederum keinen schiitischen arabischen Staat, den sie als Vorposten Irans sähe.

    Der Irak, wie er heute auf der Landkarte zu sehen ist, ist das Produkt der osmanischen Kolonialherren, das die Briten dann verfestigt haben.
    Ich denke: lieber drei unabhängige Staaten gründen als weitere Jahre dem Gemetzel zusehen. Allerdings intregiren Iran und Türkei seit jeher gegen eine Teilung. Hintergrund ist die ungelöste Kurdenfrage - einen kurdischen Staat fürchten die Regime beider Staaten, weil er Strahlkraft auf die Kurden in ihren Staatsgebieten ausüben könnte. Die sunnitisch geprägte arabische Welt möchte wiederum keinen schiitischen arabischen Staat, den sie als Vorposten Irans sähe.

  5. Der Irak, wie er heute auf der Landkarte zu sehen ist, ist das Produkt der osmanischen Kolonialherren, das die Briten dann verfestigt haben.
    Ich denke: lieber drei unabhängige Staaten gründen als weitere Jahre dem Gemetzel zusehen. Allerdings intregiren Iran und Türkei seit jeher gegen eine Teilung. Hintergrund ist die ungelöste Kurdenfrage - einen kurdischen Staat fürchten die Regime beider Staaten, weil er Strahlkraft auf die Kurden in ihren Staatsgebieten ausüben könnte. Die sunnitisch geprägte arabische Welt möchte wiederum keinen schiitischen arabischen Staat, den sie als Vorposten Irans sähe.

    Antwort auf "Selbst gewählt?"
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    Dann würde das türkische Militär als erstes einen Einmarsch in den Norden ins Auge fassen,im Süden dürfte ein arabischer Schiitenstaat entstehen,was den Krieg zwischen Sunniten und Schiiten gesponsort durch Iran uns Saudi-Arabien noch weiter anheizen wird.Schon heute konzentrieren sich die ehemaligen Aufständler die allesamt Sunniten sind und komplett ins amerikanische Lager übergelaufen sind (deshalb haben die Anschläge auch relativ abgenommen) auf den "Endkampf" mit den Schiiten,wenn die Amerikaner einmal abgezogen sind.Und die Türkei wird niemals einen eigenständigen Kurdenstaat im Norden dulden,das ist unter den kemalistischen Generälen dort schon fast eine "Paranoia",wobei nebenbei auch die ersten zaghaften demokratischen Emanzipationsversuche der Türkei zunichte gemacht würden.Im Norden könnte sich dann auch wieder so ein nicht endender Guerilla-Krieg festsetzen wie das heute schon im Südosten der Türkei und abgemildert im Nordwesten des Irans der Fall ist.
    Ich würde versuchen unter allen Umständen eine Spaltung des Iraks zu verhindern,wenn nötig sie auch wieder unter einen Diktator zu zwingen,der wohlwollend gegenüber der Bevölkerung und resolut gegen jede separatistische Bewegung wäre.Hätten die Amerikaner dies rechtzeitig ins Auge gefasst waere viel gewonnen gewesen.Jetzt ist das aber nicht mehr möglich und ich fürchte der Irak geht sehr unruhigen und blutigen Zeiten entgegen.

    Dann würde das türkische Militär als erstes einen Einmarsch in den Norden ins Auge fassen,im Süden dürfte ein arabischer Schiitenstaat entstehen,was den Krieg zwischen Sunniten und Schiiten gesponsort durch Iran uns Saudi-Arabien noch weiter anheizen wird.Schon heute konzentrieren sich die ehemaligen Aufständler die allesamt Sunniten sind und komplett ins amerikanische Lager übergelaufen sind (deshalb haben die Anschläge auch relativ abgenommen) auf den "Endkampf" mit den Schiiten,wenn die Amerikaner einmal abgezogen sind.Und die Türkei wird niemals einen eigenständigen Kurdenstaat im Norden dulden,das ist unter den kemalistischen Generälen dort schon fast eine "Paranoia",wobei nebenbei auch die ersten zaghaften demokratischen Emanzipationsversuche der Türkei zunichte gemacht würden.Im Norden könnte sich dann auch wieder so ein nicht endender Guerilla-Krieg festsetzen wie das heute schon im Südosten der Türkei und abgemildert im Nordwesten des Irans der Fall ist.
    Ich würde versuchen unter allen Umständen eine Spaltung des Iraks zu verhindern,wenn nötig sie auch wieder unter einen Diktator zu zwingen,der wohlwollend gegenüber der Bevölkerung und resolut gegen jede separatistische Bewegung wäre.Hätten die Amerikaner dies rechtzeitig ins Auge gefasst waere viel gewonnen gewesen.Jetzt ist das aber nicht mehr möglich und ich fürchte der Irak geht sehr unruhigen und blutigen Zeiten entgegen.

  6. hatte – ziemlich unerhört für ein prinzipiell muslimisches Land – ein weltliches Gesellschaftssystem und eine gebildete Mittelschicht. Durch Saddams Größenwahn, seine Paranoia und die unselige Einflussnahme der USA endete dieses seinerzeit hoffnungsvolle Staatsgebilde in einer Katastrophe.

    Die fundamentalistischen religiösen Kräfte werden früher oder später die Oberhand gewinnen und bereiten ihre "Legitimation" dazu jetzt vor, indem sie durch verstärkten Terrorismus den Eindruck erzeugen wollen, die "Invasoren vor sich her zu treiben".

    Die irakische Zukunft sehe ich düster.

  7. Dann würde das türkische Militär als erstes einen Einmarsch in den Norden ins Auge fassen,im Süden dürfte ein arabischer Schiitenstaat entstehen,was den Krieg zwischen Sunniten und Schiiten gesponsort durch Iran uns Saudi-Arabien noch weiter anheizen wird.Schon heute konzentrieren sich die ehemaligen Aufständler die allesamt Sunniten sind und komplett ins amerikanische Lager übergelaufen sind (deshalb haben die Anschläge auch relativ abgenommen) auf den "Endkampf" mit den Schiiten,wenn die Amerikaner einmal abgezogen sind.Und die Türkei wird niemals einen eigenständigen Kurdenstaat im Norden dulden,das ist unter den kemalistischen Generälen dort schon fast eine "Paranoia",wobei nebenbei auch die ersten zaghaften demokratischen Emanzipationsversuche der Türkei zunichte gemacht würden.Im Norden könnte sich dann auch wieder so ein nicht endender Guerilla-Krieg festsetzen wie das heute schon im Südosten der Türkei und abgemildert im Nordwesten des Irans der Fall ist.
    Ich würde versuchen unter allen Umständen eine Spaltung des Iraks zu verhindern,wenn nötig sie auch wieder unter einen Diktator zu zwingen,der wohlwollend gegenüber der Bevölkerung und resolut gegen jede separatistische Bewegung wäre.Hätten die Amerikaner dies rechtzeitig ins Auge gefasst waere viel gewonnen gewesen.Jetzt ist das aber nicht mehr möglich und ich fürchte der Irak geht sehr unruhigen und blutigen Zeiten entgegen.

    • max67
    • 01.07.2009 um 10:50 Uhr

    Sechs Jahre lang waren die Amerikaner für die Sicherheit des Irak verantwörtlich und das Ergebnis kennen ja alle. Jetzt sind die Iraker selbst für die Sicherheit und das siet einem oder zwei Tagen, da wollen alle auf einmal hunder Prozentige Sicherheit und Stabilität. Na wohl kaum nachdem dem die Amerikaner eine Ruine für das irakische Volk hinterlassen haben. Das ist ihr Land und wir haben uns da raus zuhalten. Basta.

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