Unions-Debatte Böhmer fordert höhere Spitzensteuer
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Böhmer lässt die Union nicht zur Ruhe kommen. Er fordert eine Steuererhöhung
Ungeachtet des Machtworts der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel kommt die Steuerdebatte in der Union nicht zur Ruhe. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer forderte im Tagesspiegeleine Anhebung des Spitzensteuersatzes. Nur durch "höhere Steuersätze für Bestverdiener" lasse sich der zunehmenden Ungleichverteilung von Vermögen in Deutschland entgegenwirken, sagte der CDU-Politiker. Diese Ungleichheit führe zu sozialen Verwerfungen. "Das kann eine Gesellschaft auf Dauer nicht aushalten", sagte Böhmer. Er forderte die eigene Partei zugleich zu Ehrlichkeit in der Steuerdebatte auf. "Wir werden die Neuverschuldung nur reduzieren können, wenn wir Ausgaben kürzen oder Steuern erhöhen oder beides tun", betonte er.
Merkel trat am Samstag erneut scharf allen Forderungen aus der eigenen Partei entgegen. "Mit mir wird es in der nächsten Legislaturperiode keine Erhöhung der Mehrwertsteuer geben, weder des vollen noch des reduzierten Mehrwertsteuersatzes", sagte sie der Bild am Sonntag. Deutschland müsse schnell aus der Krise herauskommen. Dafür brauche es Entlastungen und nicht neue Belastungen. CSU-Chef Horst Seehofer versicherte der Zeitung, er werde "keinen Koalitionsvertrag unterzeichnen, wenn darin eine höhere Mehrwertsteuer enthalten ist". Steuererhöhungen seien "Gift für die Wirtschaft".
Die Debatte kommt der Unionsführung besonders ungelegen, weil die Parteivorstände von CDU und CSU am Sonntag das gemeinsame Wahlprogramm verabschieden sollen. Baden- Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger hatte Ende der Woche eine Anhebung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes vorgeschlagen. Der Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen in der Unionsfraktion, Enak Ferlemann, brachte laut Welt am Sonntag die aufkommensneutrale Einführung eines dritten, nur leicht ermäßigten Steuersatzes für bestimmte Produkte und Dienstleistungen ins Gespräch.
Bei der Vorstandssitzung wird der Streit zwischen den Schwesterparteien über ein konkretes Datum für die geplanten Steuersenkungen unentschieden bleiben. Seehofer kündigte aber an, dass die CSU einen eigenen Wahlaufruf vorbereitet, in dem sie die Jahre 2011 und 2012 als konkrete Daten für die geplante zweistufige Reform nennen will. Böhmer machte sich hingegen noch einmal für die Mehrheitsposition in der CDU stark, keinen konkreten Zeitpunkt in das Programm zu schreiben. Steuersenkungen könne man nur "unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit" zusagen. Auch CDU- Generalsekretär Ronald Pofalla nannte es ein Gebot der "Glaubwürdigkeit", auf konkrete Jahreszahlen zu verzichten. Der Zeitpunkt der geplanten Steuerentlastung hänge von der Wachstumsentwicklung und der Einnahmesituation des Staates ab.
SPD, Gewerkschaften und der Sozialverband VdK warnten die Union vor einer Erhöhung der Mehrwertsteuer. SPD- Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier kommentierte die Debatte in der Union mit den Worten: "Das richtet sich von selbst." DGB-Chef Michael Sommer warnte in der Berliner Zeitung davor, die Kosten der Wirtschaftskrise auf die kleinen Leute abzuwälzen.
CDU und CSU wollen am Sonntag das Wahlprogramm beschließen und am Montag im Rahmen eines Kongresses in Berlin vorstellen. Bei der Bundestagswahl kann die Union sich nach einer Modellrechnung des Politologen Friedrich Behnke auf eine große Zahl an Überhangmandaten einstellen. Wenn der Abstand zwischen Union und SPD weiter so hoch bleibt wie derzeit, hält Behnke nach einem Bericht des Spiegel bis zu 21 zusätzliche Sitze für CDU und CSU für möglich, für die SPD nur zwei bis drei.
- Datum 28.06.2009 - 13:29 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 19
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...entgangen, daß Frau Merkel ausschließlich von der Mehrwertsteuer gesprochen hat, während Herr Böhmer vom Spitzensteuersatz für Bestverdiener spricht.
Ihr Artikel geht also bestenfalls am Thema vorbei.
...bleiben Sie sachlich, ...vermeiden Sie Polemik, ...werden Sie nicht beleidigend
Möglicherweise ist Ihnen...
...entgangen, daß Frau Merkel ausschließlich von der Mehrwertsteuer gesprochen hat, während Herr Böhmer vom Spitzensteuersatz für Bestverdiener spricht.
-
Und Ihnen ist scheinbar entgangen, dass eben nicht nur die "Bestverdiener" davon betroffen wären. Wissen Sie eigentlich, ab welcher Progressions-Stufe der Spitzensteuersatz greift? Haben Sie jemals darüber nachgedacht, dass schon seit langer Zeit Normalverdiener zu "Spitzenverdienern" umdefiniert wurden, damit sich der Staat durch eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes bei einer möglichst breiten Schicht bedienen kann? Und wissen Sie, dass von dieser Maßnahme auch die Kleinbetriebe sowie die mittelständischen Betriebe betroffen wären? Ist es Ihnen klar, dass klein- und mittelständische Betriebe immerhin 80% der Arbeitsplätze im Land stellen? Leuchtet es Ihnen ein, dass nur Investitionen dieser Leute neue Arbeitsplätze schaffen könnten oder geeignet sind, vorhandene Arbeitsplätze zu erhalten? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass gerade derzeit Investitionen dieser Firmen dringend erforderlich wären, um sich in Zeiten der halbleeren Auftragsbücher besser und nachhaltiger etablieren zu können? Herr Böhmer sollte eigentlich zu den Linken wechseln, da er die typischen, undifferenzierten Neid-Reflexe scheinbar bestens bedient. Es ist schon sehr amüsant, wenn Politiker der CDU/CSU vor lauter Verzweiflung anfangen, im roten Teich zu fischen.
-
Im Übrigen bin ich angesichts der hohen Staatsverschuldung und der kostenintensiven Konjunkturpakete davon überzeugt, dass Steuererhöhungen - egal welcher Ausprägung - nach der Wahl zu erwarten sind. Das sehe ich völlig losgelöst von Farben wie rot, grün, schwarz, gelb, violett oder auch braun.
-
Viele Grüße
Mariana
Möglicherweise ist Ihnen...
...entgangen, daß Frau Merkel ausschließlich von der Mehrwertsteuer gesprochen hat, während Herr Böhmer vom Spitzensteuersatz für Bestverdiener spricht.
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Und Ihnen ist scheinbar entgangen, dass eben nicht nur die "Bestverdiener" davon betroffen wären. Wissen Sie eigentlich, ab welcher Progressions-Stufe der Spitzensteuersatz greift? Haben Sie jemals darüber nachgedacht, dass schon seit langer Zeit Normalverdiener zu "Spitzenverdienern" umdefiniert wurden, damit sich der Staat durch eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes bei einer möglichst breiten Schicht bedienen kann? Und wissen Sie, dass von dieser Maßnahme auch die Kleinbetriebe sowie die mittelständischen Betriebe betroffen wären? Ist es Ihnen klar, dass klein- und mittelständische Betriebe immerhin 80% der Arbeitsplätze im Land stellen? Leuchtet es Ihnen ein, dass nur Investitionen dieser Leute neue Arbeitsplätze schaffen könnten oder geeignet sind, vorhandene Arbeitsplätze zu erhalten? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass gerade derzeit Investitionen dieser Firmen dringend erforderlich wären, um sich in Zeiten der halbleeren Auftragsbücher besser und nachhaltiger etablieren zu können? Herr Böhmer sollte eigentlich zu den Linken wechseln, da er die typischen, undifferenzierten Neid-Reflexe scheinbar bestens bedient. Es ist schon sehr amüsant, wenn Politiker der CDU/CSU vor lauter Verzweiflung anfangen, im roten Teich zu fischen.
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Im Übrigen bin ich angesichts der hohen Staatsverschuldung und der kostenintensiven Konjunkturpakete davon überzeugt, dass Steuererhöhungen - egal welcher Ausprägung - nach der Wahl zu erwarten sind. Das sehe ich völlig losgelöst von Farben wie rot, grün, schwarz, gelb, violett oder auch braun.
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Viele Grüße
Mariana
Über den Köpfen der Bürger schwebt sie, wie das Damoklesschwer; die Steuererhöhung. Immer mal wieder im Gespräch und häufig vom Bürger resignierend kommentiert mit: "Die in Berlin machen doch eh was sie wollen."
Vorsicht ist geboten, wenn man über Steuererhöhungen spricht, denn wir reden hier von dem Mittel schlecht hin, dass den Staat stabilisiert, dass ein gewisses Verhalten reguliert.
Vergessen wird dabei, dass die Steuer den Bürger nicht gängeln sollte. Überhaupt fragt sich der Bürger vollkommen zu Recht, was aus seinem Geld wird und wo die Leistungen bleiben, für die er bezahlt. Unüberschaubar sind die Kanäle, wo die gewaltigen Summen hinfließen. Steuern zahlen heißt leider auch; Geld geben, für etwas, was man nicht versteht, nicht will, mitunter wider der Vernunft ist. So sehr ist man das Leid schon gewohnt.
Eine Mehrwertsteuererhöhung wäre demnach der blanke Hohn und wäre nichts anderes als die Aussage "Mit dir kann man es ja machen, lieber Bürger."
Zu letzt sei gesagt (auch wenn ich dafür als Polemiker hingestellt werde), der Staat leitet sich vomm Volke her und niemals umgekehrt. Das sollte von allen stets bedacht werden.
Während die Optionen für eine Gestaltung von Wahlgeschenken immer mehr auf einen vernachlässigenden Spielraum schrumpft, ist in der CDU nun ein Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Wähler ausgebrochen, wo sich die Landesfürsten möglichst nahe an einen Spitzenplatz im Land bringen wollen, wohl auch in der Hoffnung, das BKin Merkel bei den anstehenden Ernüchterungen nicht bestehen kann. Da sollte jetzt nicht so sehr mit der Naivität der Wähler und auch nicht mit einer Langzeitwirkung spektakulärer Sprüche kalkuliert werden, zu denen Böhmers Forderungen zu rechnen sind, nachdem nachvollziehbare Finanzierungskonzepte wohl "noch in Arbeit" sind. Es wird ohnehin ungleich schwerer als bisher, Wähler für sich zu gewinnen. Hier werden schon mittelfristig die Parteien "die Nase nach vorn bekommen", die ehrliche Analysen und realistische Konzepte nicht nur vorstellen, sondern sich die Mühe machen, sie umzusetzen.
Da wird sich schnell die Spreu von Weizen trennen. Im Moment lassen die aufgewirbelten Wolken keine klaren Konturen erkennen.
...mir, daß keine der Parteien über kompetentes Personal verfügt, das auch bei den Wählerinnen und Wählern entsprechendes Vertrauen aufbauen kann.
Da auch niemand vorhersagen kann, wie sich die kleinen Parteien letztendlich koalitionstechnisch verhalten werden, ist es fast schon eine Zumutung überhaupt von "demokratischer" Wahl zu sprechen.
Man wird sich die Welt nach der Wahl wieder solange schönrechnen, bis man einen "Wählerauftrag" für sich behaupten kann.
Also eigentlich sind wir von iranischen Zuständen gar nicht so weit weg.
...bleiben Sie sachlich, ...vermeiden Sie Polemik, ...werden Sie nicht beleidigend
...mir, daß keine der Parteien über kompetentes Personal verfügt, das auch bei den Wählerinnen und Wählern entsprechendes Vertrauen aufbauen kann.
Da auch niemand vorhersagen kann, wie sich die kleinen Parteien letztendlich koalitionstechnisch verhalten werden, ist es fast schon eine Zumutung überhaupt von "demokratischer" Wahl zu sprechen.
Man wird sich die Welt nach der Wahl wieder solange schönrechnen, bis man einen "Wählerauftrag" für sich behaupten kann.
Also eigentlich sind wir von iranischen Zuständen gar nicht so weit weg.
...bleiben Sie sachlich, ...vermeiden Sie Polemik, ...werden Sie nicht beleidigend
...mir, daß keine der Parteien über kompetentes Personal verfügt, das auch bei den Wählerinnen und Wählern entsprechendes Vertrauen aufbauen kann.
Da auch niemand vorhersagen kann, wie sich die kleinen Parteien letztendlich koalitionstechnisch verhalten werden, ist es fast schon eine Zumutung überhaupt von "demokratischer" Wahl zu sprechen.
Man wird sich die Welt nach der Wahl wieder solange schönrechnen, bis man einen "Wählerauftrag" für sich behaupten kann.
Also eigentlich sind wir von iranischen Zuständen gar nicht so weit weg.
...bleiben Sie sachlich, ...vermeiden Sie Polemik, ...werden Sie nicht beleidigend
M. Baerns
Ich halte den Vorschlag Prof. Böhmers für gerechtfertigt und notwendig. Er sollte auf 3 Jahre befristet sein. - Es muß eine gemeinsame Anstrengung her, um die Finanz- und Wirtschaftskrise zu meistern. In ähnliche Richtung zielt letztlich auch der Vorschlag von Lehmkuhl et al. aus Berlin.
verehrter Prof. Dr. Baerns,
schon 'mal was von "Konjunktur" gehört ?
Bitte lesen Sie nach zu "Liquiditätsfalle", "Deflation", mfG ________________
verehrter Prof. Dr. Baerns,
schon 'mal was von "Konjunktur" gehört ?
Bitte lesen Sie nach zu "Liquiditätsfalle", "Deflation", mfG ________________
Möglicherweise ist Ihnen...
...entgangen, daß Frau Merkel ausschließlich von der Mehrwertsteuer gesprochen hat, während Herr Böhmer vom Spitzensteuersatz für Bestverdiener spricht.
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Und Ihnen ist scheinbar entgangen, dass eben nicht nur die "Bestverdiener" davon betroffen wären. Wissen Sie eigentlich, ab welcher Progressions-Stufe der Spitzensteuersatz greift? Haben Sie jemals darüber nachgedacht, dass schon seit langer Zeit Normalverdiener zu "Spitzenverdienern" umdefiniert wurden, damit sich der Staat durch eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes bei einer möglichst breiten Schicht bedienen kann? Und wissen Sie, dass von dieser Maßnahme auch die Kleinbetriebe sowie die mittelständischen Betriebe betroffen wären? Ist es Ihnen klar, dass klein- und mittelständische Betriebe immerhin 80% der Arbeitsplätze im Land stellen? Leuchtet es Ihnen ein, dass nur Investitionen dieser Leute neue Arbeitsplätze schaffen könnten oder geeignet sind, vorhandene Arbeitsplätze zu erhalten? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass gerade derzeit Investitionen dieser Firmen dringend erforderlich wären, um sich in Zeiten der halbleeren Auftragsbücher besser und nachhaltiger etablieren zu können? Herr Böhmer sollte eigentlich zu den Linken wechseln, da er die typischen, undifferenzierten Neid-Reflexe scheinbar bestens bedient. Es ist schon sehr amüsant, wenn Politiker der CDU/CSU vor lauter Verzweiflung anfangen, im roten Teich zu fischen.
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Im Übrigen bin ich angesichts der hohen Staatsverschuldung und der kostenintensiven Konjunkturpakete davon überzeugt, dass Steuererhöhungen - egal welcher Ausprägung - nach der Wahl zu erwarten sind. Das sehe ich völlig losgelöst von Farben wie rot, grün, schwarz, gelb, violett oder auch braun.
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Viele Grüße
Mariana
Die Linke will sowohl den Steuerfreibetrag anheben als auch die Grenze ab welcher der Spitzensteuersatz fällig wird. Von derzeit 52.882 Euro auf ca. 70.000 Euro. Bei Familien das doppelte.
Die Linke will diesen Spitzensatz auch nicht höher schrauben, als er zuletzt in den Jahren 1990 - 1999 war, 53 Prozent. Von 1975 - 1989 betrug er sogar 56 Prozent.
Desweiteren fordert Die Linke eine Vermögenssteuer auf alle privaten Vermögen oberhalb von 1 Million Euro. Sofort treten undifferenzierte Gier und Geiz Reflexe zu tage ohne sich auch nur annähernd mit den langfristigen positiven Auswirkungen auf Wirtschaft und Staatshaushalt einer solchen Steuer zu befassen. Dann wird nämlich schnell klar, dass es mitnichten um Neid geht, sondern um gemeinsame Anstrengungen die Krise zu überwältigen und die Wirtschaft langfristig zu stärken. Diese Vermögen entziehen dem Wirtschaftskreislauf Geld zum Konsumieren und werden größtenteils in eher gesamtwirtschaftsschädliche Kapitalanlagen investiert und bringen dem Vermögenden ein leistungsloses Einkommen. Welche Auswirkungen das hat erleben wir heute. Die Linke will diese Vermögenssteuereinnahmen in neue gerecht entlohnte Vollzeitarbeitsplätze investieren, welche dank steigendem Konsum der Wirtschaft helfen. Damit lässt sich den negativen Auswirkungen der leistungslosen Einkommen effektiv begegnen. Anstelle von Arbeitslosen und Sozialleistungsempfänger, hin zu Arbeitsplätzen mit Einkommen unabhängig von Staatshilfen.
Und wem bitte würde eine Börsenumsatzsteuer von 1 (einem) Prozent weh tun?
Den Unternehmen wohl kaum. Allein 2008 hätte solch eine Steuer dem Staat aber Mehreinnahmen von ca. 70 Millarden Euro gebracht.
Herr Böhmer fischt vielleicht im Trüben, aber gewiss nicht im Roten Teich.
Jetzt noch etwas zu dieser gern zitierten "Neid Debatte." In den Jahren des sogennanten Aufschwungs von 2002 - 2007 haben einzig und allein 10 Prozent der Bevölkerung (8 Millionen) profitiert. Alle anderen 90 Prozent hatten nichts davon oder wurden sogar verstärkt geschröpft. Es hat nichts mit Neid sondern mit Gerechtigkeit zu tun, wenn man diese 10 Prozent der Bevölkerung jetzt heran zieht, um die Krise zu beseitigen an der sie maßgeblich mitgearbeitet haben und um zukünftige Krisen entweder zu Verhindern oder deren Auswirkungen abzumildern. Es kann nicht sein, dass die 90 Prozent, welche nichts vom Aufschwung hatten, jetzt auch noch als einzige die Krise ausbaden sollen.
Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.
Neid, pah. Es geht doch nicht darum, dass jeder das gleiche Vermögen haben soll. Wir sind ein Land, eine Bevölkerung mit ein und demselben Grundgesetz. Es geht darum dass alle an Auf- und Abschwung gerecht beteiligt werden und das jeder Mensch in diesem Land ein nach Artikel 1 des GG würdiges Leben führen kann, ohne sich von irgend jemand erniedrigen lassen zu müssen. Weder von der Arge noch von Unternehmen wie Lidl, Bauhaus etcetera und all den Leiharbeitsfirmen.
Die Linke will sowohl den Steuerfreibetrag anheben als auch die Grenze ab welcher der Spitzensteuersatz fällig wird. Von derzeit 52.882 Euro auf ca. 70.000 Euro. Bei Familien das doppelte.
Die Linke will diesen Spitzensatz auch nicht höher schrauben, als er zuletzt in den Jahren 1990 - 1999 war, 53 Prozent. Von 1975 - 1989 betrug er sogar 56 Prozent.
Desweiteren fordert Die Linke eine Vermögenssteuer auf alle privaten Vermögen oberhalb von 1 Million Euro. Sofort treten undifferenzierte Gier und Geiz Reflexe zu tage ohne sich auch nur annähernd mit den langfristigen positiven Auswirkungen auf Wirtschaft und Staatshaushalt einer solchen Steuer zu befassen. Dann wird nämlich schnell klar, dass es mitnichten um Neid geht, sondern um gemeinsame Anstrengungen die Krise zu überwältigen und die Wirtschaft langfristig zu stärken. Diese Vermögen entziehen dem Wirtschaftskreislauf Geld zum Konsumieren und werden größtenteils in eher gesamtwirtschaftsschädliche Kapitalanlagen investiert und bringen dem Vermögenden ein leistungsloses Einkommen. Welche Auswirkungen das hat erleben wir heute. Die Linke will diese Vermögenssteuereinnahmen in neue gerecht entlohnte Vollzeitarbeitsplätze investieren, welche dank steigendem Konsum der Wirtschaft helfen. Damit lässt sich den negativen Auswirkungen der leistungslosen Einkommen effektiv begegnen. Anstelle von Arbeitslosen und Sozialleistungsempfänger, hin zu Arbeitsplätzen mit Einkommen unabhängig von Staatshilfen.
Und wem bitte würde eine Börsenumsatzsteuer von 1 (einem) Prozent weh tun?
Den Unternehmen wohl kaum. Allein 2008 hätte solch eine Steuer dem Staat aber Mehreinnahmen von ca. 70 Millarden Euro gebracht.
Herr Böhmer fischt vielleicht im Trüben, aber gewiss nicht im Roten Teich.
Jetzt noch etwas zu dieser gern zitierten "Neid Debatte." In den Jahren des sogennanten Aufschwungs von 2002 - 2007 haben einzig und allein 10 Prozent der Bevölkerung (8 Millionen) profitiert. Alle anderen 90 Prozent hatten nichts davon oder wurden sogar verstärkt geschröpft. Es hat nichts mit Neid sondern mit Gerechtigkeit zu tun, wenn man diese 10 Prozent der Bevölkerung jetzt heran zieht, um die Krise zu beseitigen an der sie maßgeblich mitgearbeitet haben und um zukünftige Krisen entweder zu Verhindern oder deren Auswirkungen abzumildern. Es kann nicht sein, dass die 90 Prozent, welche nichts vom Aufschwung hatten, jetzt auch noch als einzige die Krise ausbaden sollen.
Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.
Neid, pah. Es geht doch nicht darum, dass jeder das gleiche Vermögen haben soll. Wir sind ein Land, eine Bevölkerung mit ein und demselben Grundgesetz. Es geht darum dass alle an Auf- und Abschwung gerecht beteiligt werden und das jeder Mensch in diesem Land ein nach Artikel 1 des GG würdiges Leben führen kann, ohne sich von irgend jemand erniedrigen lassen zu müssen. Weder von der Arge noch von Unternehmen wie Lidl, Bauhaus etcetera und all den Leiharbeitsfirmen.
Die gegenwärtig wieder einmal aus politischen Gründen ( anstehende Bundestagswahl) angekurbelte Debatte zum Thema Steuerpolitik und einer Möglichkeit der "Entlastung" der Bürger zeigt in trauriger Art und Weise die Scheinheiligkeit von Politik in Zeiten des Wahlkampfes.
Der Sozialstaat in diesem Lande ist schon sehr lange abgewirtschaftet, nur fehlt der Politik der Mut, dies auch gegenüber dem Bürger einzugestehen.
Wir leben in diesem Lande bereits seit längerer Zeit weit über unsere Verhältnisse. Der Rückbau von Überkapazitäten ist überfällig, wird aber von der Politik aus nachvollziebaren Gründen verschleppt.
Das Problem in diesem Land sind nicht fehlende Steuereinnahmen, sondern die Verschwendung von Steuergeldern durch in der Vergangenheit und Gegenwart häufig katastrophale Ressourcenallokation.
Angebliche Kontrollgremien wie der Bundesrechnungshof sind weder in der Lage, noch ist dies politisch wirklich gewünscht, eine funktionierende Kontrolle des staatlichen Wirtschaftens sicherzustellen. Die miserable Personal- und Finanzausstattung dieser in meinen Augen enorm wichtigen Behörde spricht für sich selbst.
Eine neue, angeblich sinnvolle Behörde zu schaffen ist auch in Zeiten der Krise kein Problem. Diese aber wieder abzuschaffen ist angesichts der zu erwartenden Widerstände schwierig. Dies ist ein Beispiel für den parasitären "Sozialstaat", der sich früher oder später selbst ruiniert.
Ich finde es auch schade, dass sich die deutsche Presse alle Jahre wieder für dieses perfide Spiel der Politik nicht zu schade ist. Es wäre in hohem Maße wünschenswert, wenn die Medien, welche unbestritten einen beherrschenden Einfluss auf die Öffentliche Meinung haben ihr intellektuelles Gewicht ehrlich zugunsten der Bürger in die Waagschale werfen würden anstatt sich an den fruchtlosen Politikdebatten (die im Kern substanzlos sind)zu beteiligen. Es sollte um wirkliche Veränderung und nicht um Unterhaltung einer mehr oder weniger politisch gebildeten Klientel gehen. Populismus hilft niemandem (außer den Parteien). Konkrete Vorschläge, nicht Absichtserklärungen und Worthülsen sollten eingefordert werden.
Ich wünsche mir inzwischen immer mehr ein Wahlsystem wie es in UK besteht.
Zwar fallen dort viele Wahlstimmen unter den Tisch, aber der Sieger ist doch immer noch mehr dem Wähler im Wahlkreis als der Partei für die er angetreten ist verantwortlich. Das deutsche System der Verhältniswahl ermöglicht zwar eine proportionalere Stimmberücksichtigung. Dies aber nur um den Preis eines Klientelismus, der für den Bürger völlig intransparent und somit vom demokratischen Standpunkt eigentlich nicht akzeptabel ist.
Die Leichtigkeit, mit der es deutschen Politikern mit immer denselben Argumentationsmustern gelingt, beim Wähler Punkte zu sammeln verwundert und beschämt zugleich. Wer will den heute noch die von den Parteien vorgelegten Wahlprogramme lesen?
Dies legt Zeugnis ab über eine politische Kultur, die sich darin erschöpft, regelmäßig den eigenen Vorteil über das Ganze zu stellen. Dies führt in einem Verhältniswahlsystem früher oder später zum Verfall, da Kompromislösungen irgendwann nicht mehr ausreichen, um das abgewirtschaftete Ganze zumindest zu stabilisieren.
Findet sich in diesem Land noch ein Politiker, der ausspricht, wass jeder Bürger bereits begriffen hat. Dieses System hat sich schon lange abgenutzt.
Der Bürger hat vor allem die Freiheit zu bezahlen. Im übrigen beschränkt sich seine Teilhabe am Öffentlichen Leben häufig lediglich auf die Ausübung seines Wahlrechts.
Die politisch verschuldete Gleichgültikgeit der Bürger gegenüber den öffentlichen Angelegenheiten zeigt in erschreckender Weise, wie schwach und wenig dynamisch unsere westliche "Kultur" inzwischen ist.
Der schlechte Ruf der Politik in der Bevölkerung ist völlig legitim. Die Bürger werden zwar regelmäßig für dumm verkauft. Sie sind aber keineswegs dumm.
Sie sind nämlich diejenigen, welche diese schaurige Parodie nicht nur finanzieren müssen, sondern auch noch durch ihre Stimmabgabe legitimieren sollen.
"Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt." Damit zitieren Sie Frau Merkel und Herrn Köhler.
Ich habe nicht über meine Verhältnisse gelebt.
Leider hat man durch die Deregulierung des Finanzmarktes den Zockern Tür und Tor geöffnet, Firmen dürfen steuerfrei zerschlagen werden usw. usw.
Das kostet den Staat mehr Geld als das bewährte System der sozialen Sicherung.
"Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt." Damit zitieren Sie Frau Merkel und Herrn Köhler.
Ich habe nicht über meine Verhältnisse gelebt.
Leider hat man durch die Deregulierung des Finanzmarktes den Zockern Tür und Tor geöffnet, Firmen dürfen steuerfrei zerschlagen werden usw. usw.
Das kostet den Staat mehr Geld als das bewährte System der sozialen Sicherung.
Eine Spitzensteuersatzerhöhung allein wäre nicht das Optimum, da fehlen noch 2 recht wichtige Ergänzungen: eine Erhöhung des Grundfreibetrages auf mindestens 10000 Euro und natürlich das wichtigste, eine Erweiterung der Steuerskala, warum endet die bei lächerlichen 250000 ? Da sollten noch Stufen wie 500000, 1 Mil, 5 Mil, ect. rein. Noch mindestens 5-10 stufen damit die Steuerlast fairer verteilt werden kann und die höheren Stufen können dann ruhig bis 80-90% raufgehen.
Schliesslich ist es am sinnvollsten die am stärksten belasteten auf Kosten der unbelastetetn zu entlasten- selbt ein Multimilliardär mit 90% Steuer wäre unbelastet.
Denken Sie denn wirklich das jemand mit einem Einkommen von 5 mio Euro sein Geld dann noch in Deutschland versteuern würde ?
Denken Sie denn wirklich das jemand mit einem Einkommen von 5 mio Euro sein Geld dann noch in Deutschland versteuern würde ?
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