Deutsche Einheit Ostdeutsche haben positives DDR-Bild

Mehr als die Hälfte der Ostdeutschen ist der Meinung, dass das SED-Regime mehr gute als schlechte Seiten hatte. Einigkeit zwischen Ost und West besteht nur in einer Frage

20 Jahre nach dem Mauerfall sieht mehr als die Hälfte der Ostdeutschen die DDR positiv. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Emnid-Instituts. Demnach finden 49 Prozent der befragten Ostdeutschen, dass die DDR mehr gute als schlechte Seiten hatte. Weitere 8 Prozent im Osten meinten sogar, die DDR habe fast nur gute Seiten gehabt. Von den Befragten aus den alten Ländern schließen sich nur 18 Prozent der positiven DDR-Sicht an.

Einigkeit herrschte laut der Umfrage dagegen über den Fall der Mauer. 85 Prozent der Ostdeutschen und 81 Prozent der Westdeutschen meinten, die Ostdeutschen könnten stolz sein auf die friedliche Überwindung der SED-Diktatur. 79 Prozent in Ost und 82 Prozent in West bewerteten den Herbst 1989, als die Mauer nach Massenprotesten fiel, als wichtiges Ereignis für die gesamtdeutsche Geschichte.

Als entscheidenden Faktor für das Ende der SED-Herrschaft sahen 37 Prozent der Ost- und 34 Prozent der Westdeutschen den wirtschaftlichen Zusammenbruch der DDR, die Proteste gegen das Regime wurden von 21 Prozent in Ost und 17 Prozent in West als ausschlaggebend gesehen. Bei der Frage, welche einstigen Hoffnungen heute verwirklicht sind, nannten Ost (90 Prozent) und West (94) fast übereinstimmend das Recht auf Freiheit sowie Meinungs-, Presse- und Reisefreiheit.

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Vorgestellt wurde die Studie von Bundesminister Wolfgang Tiefensee, der sie auch in seiner Funktion als Beauftragter für die neuen Länder in Auftrag gegeben hatte. Befragt wurden im April 1208 Menschen in Ost und West. Tiefensee betonte, mit den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls solle nicht von den Schwierigkeiten beim Zusammenwachsen abgelenkt werden. "Freiheit tut auch weh", sagte der SPD-Politiker angesichts hoher Arbeitslosigkeit und sozialer Verunsicherung im Osten. "Die Angst vor denen da oben ist der Angst gewichen, zu denen da unten zu gehören", sagte der in Leipzig aufgewachsene Politiker. Er forderte, den einzigartigen Erfahrungsschatz der Ostdeutschen zu nutzen.

 
Leser-Kommentare
  1. Haben die doch Erinnerungen an sichere Arbeitsplätze, Solidargemeinschaft und ausreichende Krippenplätze? Da muß man eingreifen und flugs die Propagandamaschine anwerfen. Tiefensee hat ja schon angekündigt, über den Lehrer-Hebel die Erinnerungen der Älteren auszulöschen.

  2. Dass die Leute immer noch so für dumm verkauft werden stinkt doch zum Himmel und wird sich rächen!
    Es gab nie eine Wiedervereinigung von Deutschland, die BRD hat die DDR in sich aufgenommen.
    Das bedeutet dass unsere heutige Nation weder selbständig noch ein Land ist. Es ist immer noch eine Besatzungszone der Westmächte!
    Von wegen der wirtschaftliche Zusammenbruch der DDR oder die Demonstrationen häten zur Auflösung der DDR geführt!
    Honnecker war eine Marionette von Gorbatschow genau wie Horthy seinerzeit von Hitler.
    Den Fall der Mauer haben wir Gorbatschow zu verdanken.
    Eigentlich hätte ja ein vereinigtes Deutschland entstehen sollen aber
    dank der Regierung Kohl wollte keiner der beiden Seiten (BRD und DDR) von ihren Privilegien lassen und beide "Regierungen" einigten sich über eine Eingliederung in das bestehende Konstrukt der BRD.
    Das bedeutet für den Bürger von heute dass er nicht in einem souveränen Land lebt, sondern in einer Zone kontrolliert von Fremden Mächten unter Besatzungsrecht!
    Wie lange können unsrer "Politiker" uns noch die Wahrheit verheimlichen??
    INFOKRIEG.TV

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    ...die Brüder und Schwestern haben Ihren Beitritt erklärt. Das war bindend, eine Annahme von unserer Seite war durch GG Präambel vorweggenommen.

    ...bleiben Sie sachlich, ...vermeiden Sie Polemik, ...werden Sie nicht beleidigend

    ...die Brüder und Schwestern haben Ihren Beitritt erklärt. Das war bindend, eine Annahme von unserer Seite war durch GG Präambel vorweggenommen.

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  3. [Entfernt wegen Doppelpostings. / Die Redaktion as]

  4. ...die Brüder und Schwestern haben Ihren Beitritt erklärt. Das war bindend, eine Annahme von unserer Seite war durch GG Präambel vorweggenommen.

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    Das GG welches 1949 erlassen wurde war nicht etwa eine Verfassung über die das Volk abstimmen durfte... nein es wurde von den Besatzungsmächten diktiert, was auch verständlich war.
    Aber die von ihnen benannte Präambel sagt aus "...[3] Das gesamte Deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden." (24. Mai 1949: Art. 145 Abs. 2 des Gesetzes vom 23. Mai 1949)
    Um die beiden Länder zu vereinen benötigt man doch ein neues Land welches durch eine vom Volk legitimierte Verfassung gestalt erlangt.
    Wie kann die Vereinigung aber stattgefunden haben wenn es immer noch die BRD gibt und immer noch das Grundgesetz von 1949??

    Das GG welches 1949 erlassen wurde war nicht etwa eine Verfassung über die das Volk abstimmen durfte... nein es wurde von den Besatzungsmächten diktiert, was auch verständlich war.
    Aber die von ihnen benannte Präambel sagt aus "...[3] Das gesamte Deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden." (24. Mai 1949: Art. 145 Abs. 2 des Gesetzes vom 23. Mai 1949)
    Um die beiden Länder zu vereinen benötigt man doch ein neues Land welches durch eine vom Volk legitimierte Verfassung gestalt erlangt.
    Wie kann die Vereinigung aber stattgefunden haben wenn es immer noch die BRD gibt und immer noch das Grundgesetz von 1949??

  5. Das GG welches 1949 erlassen wurde war nicht etwa eine Verfassung über die das Volk abstimmen durfte... nein es wurde von den Besatzungsmächten diktiert, was auch verständlich war.
    Aber die von ihnen benannte Präambel sagt aus "...[3] Das gesamte Deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden." (24. Mai 1949: Art. 145 Abs. 2 des Gesetzes vom 23. Mai 1949)
    Um die beiden Länder zu vereinen benötigt man doch ein neues Land welches durch eine vom Volk legitimierte Verfassung gestalt erlangt.
    Wie kann die Vereinigung aber stattgefunden haben wenn es immer noch die BRD gibt und immer noch das Grundgesetz von 1949??

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    Das Grundgesetz ist durch die Wahl der Verfassungsväter und -mütter durch die LLandtage und die Bundestagwahlen von 1949 demokratisch legitimiert worden. 1990 hat die freigewählte letzte DDR-Volkskammer den Beitritt zur Bundesrepublik beschlossen. In der Bundestagwahl vom Herbst 1990 ist das ebenfalls bekräftigt worden. Wir leben in einer repräsentativen Demokratie, deshalb ist nicht für jede Frage eine Volksabstimmung vorgesehen. Daraus eine mangelnde demokratische Legitimation zu konstruieren, ist gewagt.
    Die anhaltende Ostalgie ist deprimierend. Ein Land wie die DDR, das seine Bürger einsperren muß, taugt nichts. Wenn die Kinderkrippen und die die sicheren - und unproduktiven - Arbeitsplätze der DDR so toll gewesen wären, hätte es keine Mauer gebraucht. Es ist bedrückend, daß so viele Leute sich nicht mehr vergegenwärtigen, wie offensichtlich krank die DDR war. Wenn die das ernst meinen, können sie ja Martin Sonnenborns "Die Partei" wählen - die will die Mauer wieder aufbauen. Dann gibts aber auch keine westdeutschen Subventionen mehr... Ob diese Ostalgiker das alles durchgerechnet haben?

    Das Grundgesetz ist durch die Wahl der Verfassungsväter und -mütter durch die LLandtage und die Bundestagwahlen von 1949 demokratisch legitimiert worden. 1990 hat die freigewählte letzte DDR-Volkskammer den Beitritt zur Bundesrepublik beschlossen. In der Bundestagwahl vom Herbst 1990 ist das ebenfalls bekräftigt worden. Wir leben in einer repräsentativen Demokratie, deshalb ist nicht für jede Frage eine Volksabstimmung vorgesehen. Daraus eine mangelnde demokratische Legitimation zu konstruieren, ist gewagt.
    Die anhaltende Ostalgie ist deprimierend. Ein Land wie die DDR, das seine Bürger einsperren muß, taugt nichts. Wenn die Kinderkrippen und die die sicheren - und unproduktiven - Arbeitsplätze der DDR so toll gewesen wären, hätte es keine Mauer gebraucht. Es ist bedrückend, daß so viele Leute sich nicht mehr vergegenwärtigen, wie offensichtlich krank die DDR war. Wenn die das ernst meinen, können sie ja Martin Sonnenborns "Die Partei" wählen - die will die Mauer wieder aufbauen. Dann gibts aber auch keine westdeutschen Subventionen mehr... Ob diese Ostalgiker das alles durchgerechnet haben?

  6. Das Grundgesetz ist durch die Wahl der Verfassungsväter und -mütter durch die LLandtage und die Bundestagwahlen von 1949 demokratisch legitimiert worden. 1990 hat die freigewählte letzte DDR-Volkskammer den Beitritt zur Bundesrepublik beschlossen. In der Bundestagwahl vom Herbst 1990 ist das ebenfalls bekräftigt worden. Wir leben in einer repräsentativen Demokratie, deshalb ist nicht für jede Frage eine Volksabstimmung vorgesehen. Daraus eine mangelnde demokratische Legitimation zu konstruieren, ist gewagt.
    Die anhaltende Ostalgie ist deprimierend. Ein Land wie die DDR, das seine Bürger einsperren muß, taugt nichts. Wenn die Kinderkrippen und die die sicheren - und unproduktiven - Arbeitsplätze der DDR so toll gewesen wären, hätte es keine Mauer gebraucht. Es ist bedrückend, daß so viele Leute sich nicht mehr vergegenwärtigen, wie offensichtlich krank die DDR war. Wenn die das ernst meinen, können sie ja Martin Sonnenborns "Die Partei" wählen - die will die Mauer wieder aufbauen. Dann gibts aber auch keine westdeutschen Subventionen mehr... Ob diese Ostalgiker das alles durchgerechnet haben?

    Antwort auf "Grundgesetz oder wie??"
  7. Vor einiger Zeit habe ich schonmal in einer ähnlichen Diskussion was dazu getippt:

    http://kommentare.zeit.de...

    Und davon bin ich bis heute nicht abgerückt

  8. ... warum hat man es dann anno 1989 beseitigt?

    Und offenbar sind die gleichen Leute, die die DDR jetzt glorifizieren, auch mehrheitlich stolz auf deren Abschaffung oder zumindest die Art wie diese geschehen ist.

    Öffentliche Meinung ist etwas Feines...

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    1) Westen hat Vieles unternommen um soz. System schwarz zu malen. Es wurden Jahrzenhte lang nur die negativen wahren oder auch unwahren Zustände veröffentlicht. Nicht die Guten

    2) Dass das soz. System etwas Neues war, hat man wesentlich mehr Fehler gemacht als sonst.

    3) Das System im Osten hat sich von Anfang an nicht nur politisch sondern auch militärisch vom Westen bedroht gefühlt.
    (Churchil in seinen Memoaren: ich habe mich so sehr bemühr dieses neugeborene Baby schon bei der geburt zu erdrosseln).
    Dieses Baby hat sich so schon von Geburt an im nicht gesundem Klima entwickelt.

    4) Wir im Osten haben in unseren Vorstellungen den Westen verklärt

    5) Der Westen hat umgekehrt den Osten verdammt..

    6) Wirh haben geglaubt, Gorbatschow einschliesslich, das auch wirtschaftlich das kapitalistische System besser als das sozialistische ist, was sich eben in diesem Jahr eindeutig gezeigt hat, dass das nicht stimmt.

    1) Westen hat Vieles unternommen um soz. System schwarz zu malen. Es wurden Jahrzenhte lang nur die negativen wahren oder auch unwahren Zustände veröffentlicht. Nicht die Guten

    2) Dass das soz. System etwas Neues war, hat man wesentlich mehr Fehler gemacht als sonst.

    3) Das System im Osten hat sich von Anfang an nicht nur politisch sondern auch militärisch vom Westen bedroht gefühlt.
    (Churchil in seinen Memoaren: ich habe mich so sehr bemühr dieses neugeborene Baby schon bei der geburt zu erdrosseln).
    Dieses Baby hat sich so schon von Geburt an im nicht gesundem Klima entwickelt.

    4) Wir im Osten haben in unseren Vorstellungen den Westen verklärt

    5) Der Westen hat umgekehrt den Osten verdammt..

    6) Wirh haben geglaubt, Gorbatschow einschliesslich, das auch wirtschaftlich das kapitalistische System besser als das sozialistische ist, was sich eben in diesem Jahr eindeutig gezeigt hat, dass das nicht stimmt.

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