Proteste in Iran Schwul im Gottesstaat Seite 2/2
Doch dafür eröffnet an anderer Stelle eine neue Website. Der Staat kann das weder verhindern noch kontrollieren. In dem Portal, in dem Darius unterwegs ist, sind 4.035 Schwule allein aus Teheran angemeldet. Jeder Beruf, jedes Alter und jede Gesellschaftsschicht ist vertreten. Selbst in religiösen Hochburgen wie Qom oder Maschad inserieren Homosexuelle, um die große Liebe oder ein schnelles Date zu finden.
Darius klickt auf die Besucherliste seines Profils. Das Passbild eines Jungen mit Locken und einer sympathischen Lücke zwischen den Schneidezähnen erscheint: 28 Jahre alt, 170 groß, Architekturstudent, romantischer Sex gesucht. Darius klickt auf den Papierkorb und löscht das Profil. Er sucht kein Abenteuer, sondern eine feste Beziehung, sagt er. Das ist ungefährlicher im Alltag.
Manchmal, wenn die Einsamkeit zu groß wird, trifft er doch einen Jungen aus dem Internet. Er verabredet sich irgendwo in einem Schnellimbiss im wuseligen Zentrum von Teheran, wo zwei flirtende Männer nicht auffallen. Doch einen Fremden zu treffen ist immer ein Risiko. Er könnte ein Spion von der Regierung sein.
Darius hat sich ein Zweithandy mit einer Telefonnummer zugelegt, die nicht offiziell registriert ist. Wenn er sich nach einem Date unsicher fühlt, wirft er die Sim-Card weg und ist damit nicht mehr auffindbar.
Von der Polizei wurde Darius nie gefasst, aber einmal ist er nur haarscharf einer Festnahme entkommen. Er war auf einer Feier in Isfahan eingeladen. Sie wurde spät nachts von den Revolutionswächtern gestürmt. Alle Gäste wurden eingesperrt, mit Stromkabeln blutig gepeitscht und mussten anschließend unterschreiben, dass sie sich nie wieder mit Homosexuellen treffen würden.
Der Gastgeber wurde nur deshalb nicht erhängt, weil der UN-Menschenrat eingegriffen hatte. "Unter Ahmadineschad haben die Verhaftungen und Todesurteile zugenommen. Das schüchtert ein. Aber wenn irgendwann die iranischen Schwulen auf die Straße gehen und demonstrieren, bin ich dabei", sagt Darius.
- Datum 01.07.2009 - 12:40 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Da kann man wieder mal nur froh sein, in Deutschland zu wohnen.
kann man sicherlich, in einem land zu leben, in dem schwule nicht am krahn aufgeknüpft werden. das ändert aber nichts an der tatsache, dass in deutschland die selbstmordrate unter homosexuellen jugendlichen und jungen erwachsenen signifikant höher ist als bei heterosexuellen.
scheinbar verfügt der mop hierzulande über subtilere mittel, sich derer zu entledigen die nicht ins bild passen.
bei welcher anderen bevölkerungsgruppe würden diese verzweiflungstaten mit der bestehenden gesellschaftlichen ignoranz bedacht, wenn sie ähnliches erleiden würde?
ich empfehle vorsorglich, den blick über den subkulturellen tellerrand hinaus schweifen zu lassen, um sich nicht allzu sicher in einer vermeintlich liberalen gesellschaft zu fühlen.
kann man sicherlich, in einem land zu leben, in dem schwule nicht am krahn aufgeknüpft werden. das ändert aber nichts an der tatsache, dass in deutschland die selbstmordrate unter homosexuellen jugendlichen und jungen erwachsenen signifikant höher ist als bei heterosexuellen.
scheinbar verfügt der mop hierzulande über subtilere mittel, sich derer zu entledigen die nicht ins bild passen.
bei welcher anderen bevölkerungsgruppe würden diese verzweiflungstaten mit der bestehenden gesellschaftlichen ignoranz bedacht, wenn sie ähnliches erleiden würde?
ich empfehle vorsorglich, den blick über den subkulturellen tellerrand hinaus schweifen zu lassen, um sich nicht allzu sicher in einer vermeintlich liberalen gesellschaft zu fühlen.
Es gibt keine Homosexuellen im Iran!
Keinesfalls hat Herr Ahmadinejad das so gemeint, als er das an der Columbia Universitæt so gesagt hat, das muss der Uebersetzer verbaselt haben also wirklich.
Was er meinte war, es gæbe nicht so viele Homosexuelle, wie in den USA, siehe z.B. das Dementi hier. Ob man das glauben mag, nun ja...
Nicht ohne Grund ist der Iran (nach Thailand) das Land mit den zweitmeisten Geschlechtsumwandlungen weltweit.
...wie bitte..? ....Allah verbietet die Lüge !
Keinesfalls hat Herr Ahmadinejad das so gemeint, als er das an der Columbia Universitæt so gesagt hat, das muss der Uebersetzer verbaselt haben also wirklich.
Was er meinte war, es gæbe nicht so viele Homosexuelle, wie in den USA, siehe z.B. das Dementi hier. Ob man das glauben mag, nun ja...
Nicht ohne Grund ist der Iran (nach Thailand) das Land mit den zweitmeisten Geschlechtsumwandlungen weltweit.
...wie bitte..? ....Allah verbietet die Lüge !
dann gibt es sie wirklich nicht (mehr)...
Keinesfalls hat Herr Ahmadinejad das so gemeint, als er das an der Columbia Universitæt so gesagt hat, das muss der Uebersetzer verbaselt haben also wirklich.
Was er meinte war, es gæbe nicht so viele Homosexuelle, wie in den USA, siehe z.B. das Dementi hier. Ob man das glauben mag, nun ja...
Nicht ohne Grund ist der Iran (nach Thailand) das Land mit den zweitmeisten Geschlechtsumwandlungen weltweit.
sind keine Homosexuellen, es ist also nicht ein Ausweichen in das andere Geschlecht um seine Neigung leben zu können, wie Sie mit diesem hergestellten Zusammenhang andeuten.
Homosexuelle fühlen sich als Männer (bzw.Frauen) und lieben eben Angehörige des selben Geschlechtes.
Transsexuelle sind biologische Männer bzw. Frauen, die sich als Angehörige des anderen Geschlechtes empfinden, sie fühlen sich im falschen Körper eingesperrt.
sind keine Homosexuellen, es ist also nicht ein Ausweichen in das andere Geschlecht um seine Neigung leben zu können, wie Sie mit diesem hergestellten Zusammenhang andeuten.
Homosexuelle fühlen sich als Männer (bzw.Frauen) und lieben eben Angehörige des selben Geschlechtes.
Transsexuelle sind biologische Männer bzw. Frauen, die sich als Angehörige des anderen Geschlechtes empfinden, sie fühlen sich im falschen Körper eingesperrt.
sind keine Homosexuellen, es ist also nicht ein Ausweichen in das andere Geschlecht um seine Neigung leben zu können, wie Sie mit diesem hergestellten Zusammenhang andeuten.
Homosexuelle fühlen sich als Männer (bzw.Frauen) und lieben eben Angehörige des selben Geschlechtes.
Transsexuelle sind biologische Männer bzw. Frauen, die sich als Angehörige des anderen Geschlechtes empfinden, sie fühlen sich im falschen Körper eingesperrt.
Natuerlich wuerde sich kein Homosexueller, der seine Sexualitæt frei ausleben kann umoperieren lassen.
Im Iran herrscht aber ein System, das Homosexuelle exekutiert, wærend der Staat gleichzeitig Geschlechtsumwandlungen bezuschusst; da halte ich es fuer logisch, das verzeifelte Menschen dies als Ausweg sehen kønnen.
Der Guardian Artikel unter dem zweiten Link in meinem ersten Kommentar fasst das Problem im Iran ganz gut zusammen, auch mit Aussagen einer Vertreterin einer iranischen Transsexuellen-Organisation zu den umoperierten Personen, die eigentlich nicht transsexuell sondern schwul seien.
Natuerlich wuerde sich kein Homosexueller, der seine Sexualitæt frei ausleben kann umoperieren lassen.
Im Iran herrscht aber ein System, das Homosexuelle exekutiert, wærend der Staat gleichzeitig Geschlechtsumwandlungen bezuschusst; da halte ich es fuer logisch, das verzeifelte Menschen dies als Ausweg sehen kønnen.
Der Guardian Artikel unter dem zweiten Link in meinem ersten Kommentar fasst das Problem im Iran ganz gut zusammen, auch mit Aussagen einer Vertreterin einer iranischen Transsexuellen-Organisation zu den umoperierten Personen, die eigentlich nicht transsexuell sondern schwul seien.
Natuerlich wuerde sich kein Homosexueller, der seine Sexualitæt frei ausleben kann umoperieren lassen.
Im Iran herrscht aber ein System, das Homosexuelle exekutiert, wærend der Staat gleichzeitig Geschlechtsumwandlungen bezuschusst; da halte ich es fuer logisch, das verzeifelte Menschen dies als Ausweg sehen kønnen.
Der Guardian Artikel unter dem zweiten Link in meinem ersten Kommentar fasst das Problem im Iran ganz gut zusammen, auch mit Aussagen einer Vertreterin einer iranischen Transsexuellen-Organisation zu den umoperierten Personen, die eigentlich nicht transsexuell sondern schwul seien.
kann man sicherlich, in einem land zu leben, in dem schwule nicht am krahn aufgeknüpft werden. das ändert aber nichts an der tatsache, dass in deutschland die selbstmordrate unter homosexuellen jugendlichen und jungen erwachsenen signifikant höher ist als bei heterosexuellen.
scheinbar verfügt der mop hierzulande über subtilere mittel, sich derer zu entledigen die nicht ins bild passen.
bei welcher anderen bevölkerungsgruppe würden diese verzweiflungstaten mit der bestehenden gesellschaftlichen ignoranz bedacht, wenn sie ähnliches erleiden würde?
ich empfehle vorsorglich, den blick über den subkulturellen tellerrand hinaus schweifen zu lassen, um sich nicht allzu sicher in einer vermeintlich liberalen gesellschaft zu fühlen.
Um mich herum sind viele junge Homosexuelle, fröhlich, integriert.
Sie extrapolieren aus Ihrer Jugend.
in unserem Land werden doch vor allem von Leuten jener Glaubensrichtung herabgewürdigt, beschimpft und misshandelt, die im Iran das Sagen hat. Wenn sie den schwulenfeindlichen "Mob" (so Ihr Wort) definieren würden, der hierzulande sein Unwesen treibt, müssten Sie das zugeben.
(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf herabwürdigende Pauschalisierungen. Die Redaktion/jk)
Um mich herum sind viele junge Homosexuelle, fröhlich, integriert.
Sie extrapolieren aus Ihrer Jugend.
in unserem Land werden doch vor allem von Leuten jener Glaubensrichtung herabgewürdigt, beschimpft und misshandelt, die im Iran das Sagen hat. Wenn sie den schwulenfeindlichen "Mob" (so Ihr Wort) definieren würden, der hierzulande sein Unwesen treibt, müssten Sie das zugeben.
(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf herabwürdigende Pauschalisierungen. Die Redaktion/jk)
Um mich herum sind viele junge Homosexuelle, fröhlich, integriert.
Sie extrapolieren aus Ihrer Jugend.
meine jugend liegt ein klein wenig länger zurück als dieser zeitonline artikel
http://www.zeit.de/online...
auf dem u.a. meine aussage beruht, dass nicht alle schwule jungendlichen fröhlich, geschweige denn integriert sind, sondern gelegentlich auch weniger lustige maßnahmen ergreifen.
aber ich möchte ihnen nicht in ihre "und weiter geht´s"- suppe spucken. wohin geht´s denn? zur nächsten party?
meine jugend liegt ein klein wenig länger zurück als dieser zeitonline artikel
http://www.zeit.de/online...
auf dem u.a. meine aussage beruht, dass nicht alle schwule jungendlichen fröhlich, geschweige denn integriert sind, sondern gelegentlich auch weniger lustige maßnahmen ergreifen.
aber ich möchte ihnen nicht in ihre "und weiter geht´s"- suppe spucken. wohin geht´s denn? zur nächsten party?
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