BetrugsprozessGericht verurteilt Madoff zu lebenslanger Haft

Im größten Betrugsfall der Wall-Street-Geschichte ist das Urteil gefallen. Der geständige Finanzjongleur Bernard Madoff wurde zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt

Bernard Madoff muss büßen. Er soll Anleger um bis zu 65 Milliarden Dollar geprellt haben

Bernard Madoff muss büßen. Er soll Anleger um bis zu 65 Milliarden Dollar geprellt haben

Mit dem Urteil folgte das Gericht der Staatsanwaltschaft, die lebenslange Haft gefordert hatte. Die Verteidigung hatte auf zwölf Jahre plädiert.

Unmittelbar vor seiner Verurteilung hatte der ehemalige Börsenhändler Madoff nochmals Reue gezeigt. Er habe einen "fürchterlichen Fehler" begangen, sagte er vor Gericht in New York. An die Betrugsopfer im Saal gewandt sagte er: "Es tut mir leid. Ich weiß, das hilft Ihnen nichts." Zugleich bekannte Madoff: "Ich habe für mein Verhalten keine echte Entschuldigung anzubieten." Seiner Familie hinterlasse er ein "Vermächtnis der Schande", meinte der 71 Jahre alte Verurteilte.

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Prominente und Banken gehören zu den Geprellten

Madoff hatte sich im März schuldig bekannt, über Jahre hinweg ein gigantisches sogenanntes Schneeballsystem betrieben zu haben, in dem sich Geld scheinbar vermehrt. Die genaue Summe, die Madoff sich seit den achtziger Jahren erschlich, ist bislang nicht ermittelt. Rund 13 Milliarden Dollar konnten die Ermittler mehr als 1300 Kundenkonten zuordnen. Laut den Gerichtsunterlagen liegt allein diese Summe schon 32 Mal über der Richtlinie für lebenslange Haft. Angebracht wäre deswegen eine Verurteilung zu 150 Jahren.

Der Staatsanwaltschaft zufolge flossen mehr als 170 Milliarden Dollar durch das Madoff'sche Betrugssystem. Im November, wenige Wochen vor seiner Verhaftung im Dezember, standen in den Büchern seiner Investment-Firma Anlagen über rund 65 Milliarden Dollar, für die er keine Sicherheiten gekauft hatte.

Zu den geprellten gehören neben Banken und Fonds auch Prominente wie die Schauspielerin Zsa Zsa Gabor und zahlreiche jüdische Wohltätigkeitsorganisationen. Letztere empört nicht nur der finanzielle Verlust, sondern auch die Enttäuschung darüber, dass ein Jude andere Juden um ihr Vermögen und die Ersparnisse gebracht hat.

Leserkommentare
  1. (entfernt. Bitte verzichten Sie auf Äußerungen, die als Antisemitismus interpretiert werden könnten. Die Redaktion/jk)

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    ich hab diesen beitrag nicht lesen können.
    ich frage mich aber, wieso die erwähnung des glaubens etc. in irgendeinem zeitungsartikel OHNE 'tatrelevanten' bezug gerechtfertigt ist.
    es sei denn, der autor hielte diese infomationen für 'tatrelevant'.

    das wäre, meinem verständnis nach, in diesem falle antisemitisch.

    wieso also wird diese information in diesem ZEIT-artikel gegeben?
    als colorit? zur erhellung?
    das tut nichts dabei!

    wo bleibt also das kursive in dem artikel "Bitte verzichten Sie auf Äußerungen, die als Antisemitismus interpretiert werden könnten."

    Sie lagen mit Ihrer Frage gar nicht so daneben:

    FAZ vom 28. Juni 2009: "Der große Schwindel des Bernie Madoff"
    ...
    Wer in der Welt von Palm Beach seine Diamanten verkaufen muss, ist besonders verzweifelt. „Juwelen sind das Letzte, von dem sich die Leute trennen“, weiß Kahn. Kahn, selber Jüdin, wird ungehalten, wenn sie über den Juden Madoff redet. „Warum musste er das Geld von seinen eigenen Leuten nehmen? Ich habe mehr Respekt für die Mafia als für Madoff“, schimpft sie.

    ich hab diesen beitrag nicht lesen können.
    ich frage mich aber, wieso die erwähnung des glaubens etc. in irgendeinem zeitungsartikel OHNE 'tatrelevanten' bezug gerechtfertigt ist.
    es sei denn, der autor hielte diese infomationen für 'tatrelevant'.

    das wäre, meinem verständnis nach, in diesem falle antisemitisch.

    wieso also wird diese information in diesem ZEIT-artikel gegeben?
    als colorit? zur erhellung?
    das tut nichts dabei!

    wo bleibt also das kursive in dem artikel "Bitte verzichten Sie auf Äußerungen, die als Antisemitismus interpretiert werden könnten."

    Sie lagen mit Ihrer Frage gar nicht so daneben:

    FAZ vom 28. Juni 2009: "Der große Schwindel des Bernie Madoff"
    ...
    Wer in der Welt von Palm Beach seine Diamanten verkaufen muss, ist besonders verzweifelt. „Juwelen sind das Letzte, von dem sich die Leute trennen“, weiß Kahn. Kahn, selber Jüdin, wird ungehalten, wenn sie über den Juden Madoff redet. „Warum musste er das Geld von seinen eigenen Leuten nehmen? Ich habe mehr Respekt für die Mafia als für Madoff“, schimpft sie.

    • Arril
    • 29.06.2009 um 20:25 Uhr

    ... diese Art der Berichterstattung. Und zwar erschließt es sich mir nicht, warum so überbetont wird, dass sowohl der Täter als auch einige der Opfer Juden waren. Sollte das nicht eigentlich in diesem Fall komplett irrelevant sein? Was Elie Wiesels Stiftung passiert ist, ist ohne Zweifel tragisch, aber müssen einem jetzt die anderen Opfer dieses Betruges aus Gründen der political correctness irgendwie WENIGER leid tun?
    Wieso stellt dieser Artikel überhaupt einen Zusammenhang zwischen Wirtschaftskriminalität und Religion her?
    Grob betrachtet hatten wir hier einen Täter, der zufällig Jude war (zufällig, weil ich davon augehe, dass er seinen Betrug nicht aufgrund irgendwelcher religiöser Vorstellungen begangen hat, sondern Angehörige jeder anderen Religion dieses Verbrechen ebensogut begangen haben könnten) und sehr, sehr viele Opfer, unter denen statistisch gesehen logischerweise auch, aber eben nicht ausschließlich, Juden waren. Ein religiöser Bezug zur Tat ist absolut nicht erkennbar.
    "die Enttäuschung darüber, dass ein Jude andere Juden um ihr Vermögen und die Ersparnisse gebracht hat" - impliziert das nicht etwa, dass man das Leid der anderen, nichtjüdischen, Betrugsopfer hier als zweitrangig ansieht? Und dass die genannten "jüdischen Wohltätigkeitsorganisationen" einfach nur der irrigen (und übrigens implizit rassistischen) Vorstellung aufgesessen sind, ein anderer Jude würde sie nicht so leicht betrügen, wäre irgendwie ein besserer Mensch?
    Sehr, sehr fragwürdig.
    (Und wenn das jetzt wegen "Antisemitismus" zensiert wird, LACHE ich.)

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    • eras
    • 29.06.2009 um 20:54 Uhr

    ...habe ich im Bezug auf die Erwähnung der jüdischen Religion von Madoff und Wiesel auch gedacht. Man braucht sich nur andere Skandale der Vergangenheit anschauen, dann wird sehr schnell klar, dass diese Herausstellung seiner Religionsgemeinschaft sehr "ungewöhnlich" ist. Ich könnte mich nicht erinnern, dass irgendjemand mal über einen Christen geschrieben hat, "der ausgerechnet andere Christen beraubte"...

    Madoffs Verhalten (und das seiner Anleger) war im Übrigen gegen so ziemlich jede Regel des Judentums. Ein einziger, grosser Tanz ums goldene Kalb, der (ähnlich dem in der Bibel) nun sein katastrophales Ende fand.

    Nebenbei unterschlägt der Artikel auch nämlich auch, dass es die pure Gier nach hohen Renditen war, die viele Anleger Madoff in die Arme trieb. Einige waren sogar so gierig, dass sie ihr ganzes Vermögen bei ihm anlegten. Entgegen jeder Vernunft, der ein verantwortungsbewusster Anleger streut seine Investments, um genau solche Totalausfälle zu verhindern. Madoff ist sicher kriminell, aber es war erst die Sucht nach immer höheren Gewinnen, die ihm einen Betrug dieses Ausmasses ermöglichte. Und die scheint universell zu sein, denn unter den Opfern sind ja neben Juden auch Anhänger anderer Religionsgemeinschaften.

    ... bitte mal zitieren, an welcher Stelle der Artikel behauptet, was Sie ihm als Behauptung unterstellen? Vielleicht kommen Sie dann ja selber drauf, dass der SChreiber des Artikels nur wiedergibt, was die Opfer jüdischen Glaubens zu der Tatsache äußerten, dass der "Täter" ebenfalls jüdischen Glaubens ist. Nichts weiter. Ihre Interpretationgabe reichte sicher nicht für Deutsch LK ;D

    Die Antwort auf diese Frage steht im Artikel der Sonntagsausgabe der FAZ!

    Dort wird klar, auch wenn uns Deutsche insbesondere dies aufgrund der eigenen Vergangenheit sehr seltsam vorkommt oder uns aufstösst und auch hier derartige Reaktionen auslöst, das die Tatsache "Jude" vor dem Hintergrund der strikten Trennung in den USA auch eine große Rolle spielt. In dem Country Club in dem der Angeklagte seine jüdischen Opfer fand, spielt dies eine große Rolle: Er wurde als Antwort auf andere Country Clubs gegründet, die, da kath. oder protest. Hintergrund, keine Juden aufnahmen. Also gründeten die Juden ihren eigenen Club in dem um Mitglied zu werden nicht nur reich sondern auch "sauber" sein muss, d.h. kein Geld aus schw. Kassen, kein Geld gemacht mit Immobilien in Armenghettos und auch der Besitz einer Müllkippe ist hinderlich. Dazu muss, ja muss, man noch viel Geld an jüd. Einrichtungen gespendet haben etc.. Herr Wiesel ist dort auch Mitglied und deshalb hatte Madoff dort "leichtes Spiel"... die Ausgrenzung jüd. "Kapitals" in konserv. US-amerikanischen Elitekreisen ist leider eine Tatsache! leider wurde dies bislang nur in der FAZ thematisiert...

    • eras
    • 29.06.2009 um 20:54 Uhr

    ...habe ich im Bezug auf die Erwähnung der jüdischen Religion von Madoff und Wiesel auch gedacht. Man braucht sich nur andere Skandale der Vergangenheit anschauen, dann wird sehr schnell klar, dass diese Herausstellung seiner Religionsgemeinschaft sehr "ungewöhnlich" ist. Ich könnte mich nicht erinnern, dass irgendjemand mal über einen Christen geschrieben hat, "der ausgerechnet andere Christen beraubte"...

    Madoffs Verhalten (und das seiner Anleger) war im Übrigen gegen so ziemlich jede Regel des Judentums. Ein einziger, grosser Tanz ums goldene Kalb, der (ähnlich dem in der Bibel) nun sein katastrophales Ende fand.

    Nebenbei unterschlägt der Artikel auch nämlich auch, dass es die pure Gier nach hohen Renditen war, die viele Anleger Madoff in die Arme trieb. Einige waren sogar so gierig, dass sie ihr ganzes Vermögen bei ihm anlegten. Entgegen jeder Vernunft, der ein verantwortungsbewusster Anleger streut seine Investments, um genau solche Totalausfälle zu verhindern. Madoff ist sicher kriminell, aber es war erst die Sucht nach immer höheren Gewinnen, die ihm einen Betrug dieses Ausmasses ermöglichte. Und die scheint universell zu sein, denn unter den Opfern sind ja neben Juden auch Anhänger anderer Religionsgemeinschaften.

    ... bitte mal zitieren, an welcher Stelle der Artikel behauptet, was Sie ihm als Behauptung unterstellen? Vielleicht kommen Sie dann ja selber drauf, dass der SChreiber des Artikels nur wiedergibt, was die Opfer jüdischen Glaubens zu der Tatsache äußerten, dass der "Täter" ebenfalls jüdischen Glaubens ist. Nichts weiter. Ihre Interpretationgabe reichte sicher nicht für Deutsch LK ;D

    Die Antwort auf diese Frage steht im Artikel der Sonntagsausgabe der FAZ!

    Dort wird klar, auch wenn uns Deutsche insbesondere dies aufgrund der eigenen Vergangenheit sehr seltsam vorkommt oder uns aufstösst und auch hier derartige Reaktionen auslöst, das die Tatsache "Jude" vor dem Hintergrund der strikten Trennung in den USA auch eine große Rolle spielt. In dem Country Club in dem der Angeklagte seine jüdischen Opfer fand, spielt dies eine große Rolle: Er wurde als Antwort auf andere Country Clubs gegründet, die, da kath. oder protest. Hintergrund, keine Juden aufnahmen. Also gründeten die Juden ihren eigenen Club in dem um Mitglied zu werden nicht nur reich sondern auch "sauber" sein muss, d.h. kein Geld aus schw. Kassen, kein Geld gemacht mit Immobilien in Armenghettos und auch der Besitz einer Müllkippe ist hinderlich. Dazu muss, ja muss, man noch viel Geld an jüd. Einrichtungen gespendet haben etc.. Herr Wiesel ist dort auch Mitglied und deshalb hatte Madoff dort "leichtes Spiel"... die Ausgrenzung jüd. "Kapitals" in konserv. US-amerikanischen Elitekreisen ist leider eine Tatsache! leider wurde dies bislang nur in der FAZ thematisiert...

  2. den Zumwinkel dazu und ein Dritter findet sich ganz schnell, dann reicht es zur Skatrunde ! Obwohl noch einige Bänker dazu ( diese haben nicht anderst gehandelt) und schon ist eine Runde Doppelkopf drin!
    Also Bänker sollte man nicht anderst behandeln, weil diese nicht anderes gemacht habe!

  3. Ich glaube 15 Monate und den gesamten Verlust seines Vermögens hätten gereicht. Ich verstehe nicht warum die USA Menschenrechte einfach so misachten kann.

    • eras
    • 29.06.2009 um 20:54 Uhr

    ...habe ich im Bezug auf die Erwähnung der jüdischen Religion von Madoff und Wiesel auch gedacht. Man braucht sich nur andere Skandale der Vergangenheit anschauen, dann wird sehr schnell klar, dass diese Herausstellung seiner Religionsgemeinschaft sehr "ungewöhnlich" ist. Ich könnte mich nicht erinnern, dass irgendjemand mal über einen Christen geschrieben hat, "der ausgerechnet andere Christen beraubte"...

    Madoffs Verhalten (und das seiner Anleger) war im Übrigen gegen so ziemlich jede Regel des Judentums. Ein einziger, grosser Tanz ums goldene Kalb, der (ähnlich dem in der Bibel) nun sein katastrophales Ende fand.

    Nebenbei unterschlägt der Artikel auch nämlich auch, dass es die pure Gier nach hohen Renditen war, die viele Anleger Madoff in die Arme trieb. Einige waren sogar so gierig, dass sie ihr ganzes Vermögen bei ihm anlegten. Entgegen jeder Vernunft, der ein verantwortungsbewusster Anleger streut seine Investments, um genau solche Totalausfälle zu verhindern. Madoff ist sicher kriminell, aber es war erst die Sucht nach immer höheren Gewinnen, die ihm einen Betrug dieses Ausmasses ermöglichte. Und die scheint universell zu sein, denn unter den Opfern sind ja neben Juden auch Anhänger anderer Religionsgemeinschaften.

    Antwort auf "Fragwürdig..."
    • dld
    • 29.06.2009 um 21:28 Uhr

    alle "wohltätigen" organisationen, jüdische oder nicht-jüdische (ist diese unterscheidung nicht völlig irrelevant?), haben jahrelang eine schöne rendite für ihr veranlagtes geld bekommen, dies sollte nicht vergessen werden. so zu tun, als ob jetzt diese einrichtungen nur geschädigte sind, ist kurzsichtig, weil die opfer jahrelang auch profitiert haben.

    @zeit-redaktion: was erwarten Sie sich von ihren Zeilen, dass ein "Jude andere Juden um ihre Ersparnisse gebracht hat"? Dort schwingt mit, dass a) Madoff Jude ist, und wie "alle" Juden im Finanzsektor arbeitet b) Juden sehrwohl Nicht-Juden um ihre Ersparnisse bringen dürfen c) alle Juden zusammenhalten müssen d) Finanzverbrecher jüdischer Abstammung sind. Obwohl ich Ihnen keine dieser Möglichkeiten und somit sterotypes/antisemitisches Verhalten unterstellen möchte, stellt sich die Frage wie sonst ihre Zeilen zu interpretieren sind.
    Ich bin schon auf Ihre Stellungnahme gespannnt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Arril
    • 29.06.2009 um 21:37 Uhr

    Sehr richtig - und was noch hinzuzufügen ist: Wenn besagte "wohltätige" Organisationen bei der Frage, wem sie ihr Geld anvertrauen, eher nach religiösen als nach sachlichen Kriterien gegangen sind, haben sie es sowieso nicht besser verdient. Ich meine, wenn ich größere Geldbeträge irgendwo anlegen will, stelle ich doch alle möglichen Fragen, aber NICHT die der Religionszugehörigkeit... *kopfschüttel*
    Und wenn das eben doch so sein sollte, dass es da einen gewissen Klüngel gibt... Nun ja. Dann gibt es eben auch irgendwann ein böses Erwachen. Kriminelle findet man in jeder beliebigen Religion. Von etwas Anderem auszugehen ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls höchst rassistisch.

    ... können Sie denn ebenfalls keine ganzen Sätze lesen? Der Autor des Artikels schrieb, was die Opfer äußerten. Nicht was er selber denkt!

    • Arril
    • 29.06.2009 um 21:37 Uhr

    Sehr richtig - und was noch hinzuzufügen ist: Wenn besagte "wohltätige" Organisationen bei der Frage, wem sie ihr Geld anvertrauen, eher nach religiösen als nach sachlichen Kriterien gegangen sind, haben sie es sowieso nicht besser verdient. Ich meine, wenn ich größere Geldbeträge irgendwo anlegen will, stelle ich doch alle möglichen Fragen, aber NICHT die der Religionszugehörigkeit... *kopfschüttel*
    Und wenn das eben doch so sein sollte, dass es da einen gewissen Klüngel gibt... Nun ja. Dann gibt es eben auch irgendwann ein böses Erwachen. Kriminelle findet man in jeder beliebigen Religion. Von etwas Anderem auszugehen ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls höchst rassistisch.

    ... können Sie denn ebenfalls keine ganzen Sätze lesen? Der Autor des Artikels schrieb, was die Opfer äußerten. Nicht was er selber denkt!

    • Arril
    • 29.06.2009 um 21:37 Uhr

    Sehr richtig - und was noch hinzuzufügen ist: Wenn besagte "wohltätige" Organisationen bei der Frage, wem sie ihr Geld anvertrauen, eher nach religiösen als nach sachlichen Kriterien gegangen sind, haben sie es sowieso nicht besser verdient. Ich meine, wenn ich größere Geldbeträge irgendwo anlegen will, stelle ich doch alle möglichen Fragen, aber NICHT die der Religionszugehörigkeit... *kopfschüttel*
    Und wenn das eben doch so sein sollte, dass es da einen gewissen Klüngel gibt... Nun ja. Dann gibt es eben auch irgendwann ein böses Erwachen. Kriminelle findet man in jeder beliebigen Religion. Von etwas Anderem auszugehen ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls höchst rassistisch.

  4. ich hab diesen beitrag nicht lesen können.
    ich frage mich aber, wieso die erwähnung des glaubens etc. in irgendeinem zeitungsartikel OHNE 'tatrelevanten' bezug gerechtfertigt ist.
    es sei denn, der autor hielte diese infomationen für 'tatrelevant'.

    das wäre, meinem verständnis nach, in diesem falle antisemitisch.

    wieso also wird diese information in diesem ZEIT-artikel gegeben?
    als colorit? zur erhellung?
    das tut nichts dabei!

    wo bleibt also das kursive in dem artikel "Bitte verzichten Sie auf Äußerungen, die als Antisemitismus interpretiert werden könnten."

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